Reitlehrer*innen arbeiten in Reitschulen, Reitställen, auf Gestüten und bei Reitsportclubs. Sie unterrichten Reitschüler*innen, beraten sie fachlich und vermitteln ihnen die nötigen Pferde- und Reitkenntnisse. Weiters trainieren sie Jungpferde und bilden sie als Reit- oder Sportpferde aus. Sie organisieren und leiten Ausritte, Reitausflüge und Pferdewanderungen. Im Bereich Pferderennen, Trabrennen und Turnierspringen trainieren sie mit den Reitsportler*innen, den Jockeys, und begleiten sie zu den Wettkämpfen. Reitlehrer*innen arbeiten mit Berufskolleg*innen, mit Fach- und Hilfskräften des Reitbetriebes sowie mit ihren Reitschüler*innen zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Reitlehrer*innenausbildung erfolgt praktisch und theoretisch in den Fachverbänden für Reiten und Fahren. Die Lehrgänge zur Ausbildung von Reitlehrer*innen dauern 4 Semester zu je 14 Kurstagen.
Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 18 Jahren und eine Eignungsprüfung, die Kenntnisse der Klasse L voraussetzt (z. B. Vermittlung der dressurmäßigen und springmäßigen Grundausbildung, Kenntnisse im Gelände- und Turnierreiten).
Empfohlen wird, vorher die Ausbildung zum/zur Reitwart*in (1 Semester) bzw. zum/zur Reitinstruktor*in (2 Semester) zu absolvieren.
Nähere Informationen zum Beispiel:
Landesfachverband für Reiten u. Fahren in Niederösterreich
Ortsstr. 81
A-2362 Biedermannsdorf
Tel.: 02236/712 35
FAX: 02236/733 77
Web: www.noe-pferdesport.at
Landesfachverband für Reiten und Fahren in Vorarlberg
Färberg 15/Blau 5
A-6850 Dornbirn, Rhombergs Fabrik
Tel.: 05572/549 81
Web: www.pferdesport-vorarlberg.at
Eine Ausbildung zum/zur Reitlehrer*in ist auch im Rahmen der 4semestrigen Sportlehrer*innenausbildung an den Bundessportakademien möglich, wenn als Spezialisierung Reiten gewählt wird.
Art: Schulausbildung
Dauer: 5 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Reife- und Diplomprüfung (Matura)
Berechtigungen:
Abschluss einer Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe berechtigt zur Ausübung facheinschlägiger Gewerbe und umfasst die Studienberechtigung.
Info:
Höhere Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe sind mit unterschiedlichen Fachrichtungen und verschiedenen schulautonomen Vertiefungen eingerichtet.
Unabhängig von diesen Schwerpunkten qualifiziert der Abschluss einer Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe für eine Reihe kaufmännischer und wirtschaftlicher Berufe.
Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien; Vorlage des Originals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich
Weitere Infos: https://www.hum.at
Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe Oberwart
Badgasse 5
7400 Oberwart
Tel.: +43 (0)3352 344 14 -0
email: office@business-campus-oberwart.at
Internet: https://hlw-oberwart.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe
Fachschule für wirtschaftliche Berufe – Vertiefung Praxis Plus
Art: Lehrgang
Dauer: 1 Semester
Form: Berufsbegleitend
Voraussetzungen:
Mindestalter 18 Jahre; erfolgreicher Abschluss der TrainerInnenausbildung und mehrjährige Praxis; Eignungsprüfung und ärztliches Attest.
Abschluss:
Diplomprüfung
Bundessportakademie Linz
Auf der Gugl 30
4020 Linz
Tel.: +43 (0)732 / 652 352
Fax: +43 (0)732 / 600 920
email: infolinz@bspa.at
Internet: http://www.bspa.at/linz/
Schwerpunkte:
Dilpomtrainer/innenausbildung
Lehrwarteausbildung/Instruktorausbildung
Trainer/innenausbildung
Bundessportakademie Innsbruck
Fürstenweg 185
6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0)512 / 507 45 -400
Fax: +43 (0)512 / 507 45 -50
email: infoinnsbruck@bspa.at
Internet: http://www.bspa.at/innsbruck/
Schwerpunkte:
Bergführer/in- und Skilehrer/innenausbildung
Diplomtrainer/innenausbildung
Lehrwarteausbildung/Instruktorausbildung
Trainer/innenausbildung
Bundessportakademie Wien
Auf der Schmelz 6
1150 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -27901
Fax: +43 (0)1 / 42 77 -9279
email: infoWien@bspa.at
Internet: http://www.bspa.at/wien/
Schwerpunkte:
Diplomlehrer/innenausbildung
Lehrwarteausbildung/Instruktorausbildung
Skiinstruktor/innenausbildung
Sportlehrer/innenausbildung
Tennislehrer/innenausbildung
Trainer/innenausbildung
Art: Lehrgang
Dauer: 3 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Diplomprüfung
Bundessportakademie Wien
Auf der Schmelz 6
1150 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -27901
Fax: +43 (0)1 / 42 77 -9279
email: infoWien@bspa.at
Internet: http://www.bspa.at/wien/
Schwerpunkte:
Diplomlehrer/innenausbildung
Lehrwarteausbildung/Instruktorausbildung
Skiinstruktor/innenausbildung
Sportlehrer/innenausbildung
Tennislehrer/innenausbildung
Trainer/innenausbildung
Art: Lehrgang
Dauer: 3 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Abschlussprüfung (im Jahr der Abschlussprüfung muss das 18. Lebensjahr vollendet sein)
Bundessportakademie Linz
Auf der Gugl 30
4020 Linz
Tel.: +43 (0)732 / 652 352
Fax: +43 (0)732 / 600 920
email: infolinz@bspa.at
Internet: http://www.bspa.at/linz/
Schwerpunkte:
Dilpomtrainer/innenausbildung
Lehrwarteausbildung/Instruktorausbildung
Trainer/innenausbildung
Bundessportakademie Graz
Kadettengasse 19d
8041 Graz
Tel.: +43 (0)316 / 327 980 -0
Fax: +43 (0)316 / 327 980 -16
email: infograz@bspa.at
Internet: http://www.bspa.at/graz/
Schwerpunkte:
Lehrwarteausbildung/Instrukorausbildung
Tennislehrer/innenausbildung
Trainer/innenausbildung
Bundessportakademie Innsbruck
Fürstenweg 185
6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0)512 / 507 45 -400
Fax: +43 (0)512 / 507 45 -50
email: infoinnsbruck@bspa.at
Internet: http://www.bspa.at/innsbruck/
Schwerpunkte:
Bergführer/in- und Skilehrer/innenausbildung
Diplomtrainer/innenausbildung
Lehrwarteausbildung/Instruktorausbildung
Trainer/innenausbildung
Bundessportakademie Wien
Auf der Schmelz 6
1150 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -27901
Fax: +43 (0)1 / 42 77 -9279
email: infoWien@bspa.at
Internet: http://www.bspa.at/wien/
Schwerpunkte:
Diplomlehrer/innenausbildung
Lehrwarteausbildung/Instruktorausbildung
Skiinstruktor/innenausbildung
Sportlehrer/innenausbildung
Tennislehrer/innenausbildung
Trainer/innenausbildung
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
Freie Berufe:
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe oder Unterrichtstätigkeiten). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist/Journalistin, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
b) Freies Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen Sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist/Journalistin, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Reitlehrer*innen arbeiten in Reitschulen, Reitclubs und Vereinen des Pferderennsports. Sie unterrichten Anfänger*innen und Fortgeschrittene in allen Reitdisziplinen wie z. B. Dressur-, Spring- oder Geländereiten, als Trainer*innen betreuen sie auch Leistungs- und Spitzensportler*innen. Reitlehrer*innen sind weiters für die Dressur der Pferde zuständig. An jungen Pferden führen sie eine Grundausbildung durch und bilden die Pferde zu Reit- oder Sportpferden aus.
Die Grundausbildung für Reitschüler*innen beginnt mit dem Reiten „an der Lounge“. Der*die Reitlehrer*in steht dabei in der Mitte der Koppel und führt das Pferd an einem langen Seil im Kreis. Auf diese Weise lernen die Anfänger*innen auf dem Pferd zuerst langsames Gehen, später Traben und Galoppieren. Erst nachdem sich die Schüler*innen sicher fühlen und die Kommandos beherrschen, um ein Pferd in Bewegung zu setzen bzw. zum Halten zu bringen, kann mit dem freien Reiten begonnen werden. Die Reitlehrer*innen organisieren und leiten dann Ausritte und Reitwanderungen.
Neben dem praktischen Reitunterricht vermitteln Reitlehrer*innen auch theoretische Kenntnisse, zum Beispiel über die richtige Fütterung und Pflege der Pferde und über das richtige Anlegen von Sattel- und Saumzeug. Sie geben Anweisungen zu Gymnastikübungen (Lockerungs-, Dehnungsübungen vor dem Reiten). Nach dem Reitunterricht achten sie darauf, dass die Pferde gut versorgt, in die Stallboxen geführt, getrocknet, gefüttert und getränkt werden. Sie leiten die Schüler*innen dabei an, Reitutensilien wie Gerte, Stiefel, Sattel- und Saumzeug zu pflegen.
Reitlehrer*innen arbeiten mit Pferden der verschiedensten Rassen (z. B. Araber, Lipizzaner, Haflinger) sowie mit Ponys, Fohlen und Jungtieren. Sie benutzen verschiedene Arbeitsgeräte und Ausrüstungsgegenstände wie z. B. Sattel, Saumzeug, Pasten und Bürsten, Reitgerten, Reitstiefel und Reitbekleidung. Mitunter bedienen sie auch verschiedene Maschinen und Geräte, wie z. B. Traktoren, Futterautomaten, Hacken, Rechen, Schaufeln, Gabeln.
Reitlehrer*innen halten sich in den Reithallen, Koppeln und Stallungen von Reitschulen, Reitclubs und Reitvereinen auf. Manchmal sind sie auch auf Rennbahnen tätig. Sie arbeiten mit Berufskolleg*innen und mit pferdewirtschaftlichen Fach- und Hilfskräften zusammen (siehe z. B. Pferdewirt*in, Pferdewirtschaft (Lehrberuf) oder Pferdepfleger*in) und stehen in engem Kontakt mit ihren Reitschüler*innen, Reitsportler*innen (siehe Jockey (m./w./d.)) und den Reitgästen.
Reitlehrer*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Neue Entwicklungen und Weiterbildungsbereiche für Reitlehrer*innen betreffen z. B. die Bereiche:
Weiterbildungsveranstaltungen bieten folgende Institutionen und Bildungsträger an:
Die Ländlichen Fortbildungsinstitute (LFI) der Landwirtschaftskammern (z. B. Pferdezucht und -haltung, Pferdeausbildung und -training, Buchführungs- und Betriebswirtschaftskurse).
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Longe | Eine Longe ist eine Reitleine, die zum Longieren von Pferden verwendet wird, also zum Laufenlassen eines Pferdes auf einer kreisrunden Bahn. Sie wird insbesondere bei der Ausbildung von jungen Pferden und bei der Reiter*innen-Ausbildung eingesetzt. |
Quadrille | a) Formation beim Tanzen; ursprünglich während der Zeit Napoleons in Frankreich entstanden. Später hat sich daraus der Cancan entwickelt.b) Eine Form des Formationsreitens, bei der eine durch vier teilbare Zahl an Reiter*innen verschiedene Figuren demonstriert. |