Schaler*innen arbeiten in Betrieben des Hoch- und Tiefbaus und stellen Schalungen aus Beton und Stahlbeton für den Hoch-, Tief- und Wasserbau her (z. B. Fundamente, Decken, Stiegen oder Pfeiler zur Errichtung von Brücken, Tunnels, Tiefgaragen, Staudämmen, Kanalanlagen etc.). Schalungen sind Formen aus Baustahl, Holz oder Kunststoff, in die Beton gegossen wird. Nach dem Härten des Betons werden die Schalungen entfernt. Die Schaler*innen montieren auch Betonfertigteile wie Wand- und Deckenelemente, Fassadenplatten und Steinstufen. Sie arbeiten unter der Leitung von Vorarbeiter*innen, Polier*innen und Bauleiter*innen mit anderen Fach- und Hilfskräften zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Der Beruf Schaler*in ist ein Anlernberuf, die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse für diesen Beruf werden durch innerbetriebliche Schulungen vermittelt.
Eine qualifizierte Ausbildung und ein entsprechender Einsatz als Fachkraft ist im Rahmen der Lehrausbildung zum/zur Betonbauer*in (siehe °Betonbau (Lehrberuf)#) oder zum Betonbauspezialisten/zur Betonbauspezialistin möglich (siehe °Betonbauspezialist*in – Konstruktiver Betonbau (Lehrberuf)# und °Betonbauspezialist*in – Stahlbetonhochbau (Lehrberuf)#).
Art: Lehrgang
Dauer: 120 Trainingseinheiten
Form: Berufsbegleitend
Voraussetzungen:
Info:
Kosten: kostenlos; im Auftrag des Arbeitsmarktservice Kärnten; Teilnahme nur bei vorheriger Anmeldung beim zuständigen Arbeitsamt
Inhalt:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
Freie Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Schaler*innen errichten Bauwerksteile aus Beton und Stahlbeton und montieren auch Betonfertigteile wie Wand- und Deckenelemente, Fassadenplatten und Steinstufen. Die Betonbautechnik wird z. B. im Hochbau zur Errichtung von Fundamenten, Decken, Stiegen, Trägerkonstruktionen, Pfeilern und Fußböden (Estrich) angewandt, im Tiefbau bei der Errichtung von Brücken, Tunnels und Tiefgaragen, im Wasserbau beim Bau von Staudämmen, Hochwasserschutzbauten sowie Kanal- und Kläranlagen.
Für die Durchführung von Betonierungsarbeiten ist das Errichten von Schalungen eine wesentliche Vorarbeit. Schalungen sind Konstruktionen bzw. Formen aus Holzbrettern oder aus Holz-, Kunststoff- oder Stahltafeln, in die der frische Beton eingefüllt wird. Bei bestimmten Baukonstruktionen, vor allem im Brückenbau, werden sogenannte Leergerüste aus Stahl errichtet, durch welche die Schalung bzw. der Betonbauteil gestützt wird.
Schaler*innen bauen Schalungen nach genauen Angaben, bestreichen die Innenseiten der Schalungen mit Schalöl und bauen sogenannte Bewehrungen ein, das sind Eisen- oder Stahlstäbe und Gitter, die dem Beton eine hohe Zugfestigkeit verleihen. Die Schaler*innen schneiden dazu Beton- bzw. Baustahl zu, biegen ihn, verbinden die Stahlstäbe durch Verschweißen zu Gittern („Bewehrungskörbe“) und verankern sie in den Schalungen.
Anschließend füllen sie die Schalungen mit Beton. Dieser wird entweder in Betonmischfahrzeugen zu den Baustellen geliefert und über einen Pumpenschlauch in die Schalungen gepumpt. Oder die Schaler*innen stellen ihn in Betonmischanlagen direkt auf der Baustelle her und leeren ihn mit Krankübeln in die Schalungen. Um dem Beton die gewünschte Festigkeit zu geben, wird die Schalung durch sogenannte „Außenrüttler“ gerüttelt und der Beton verdichtet. Bei der Nachbehandlung gießen die Schaler*innen Wasser auf den Beton, um ein zu schnelles Trocknen („Abbinden“) und damit die Bildung von Rissen oder Sprüngen zu verhindern. Nach Erhärten des Betons entfernen sie die Schalung und reinigen die wiederverwendbaren Schalungsteile.
Siehe auch Betonbau (Lehrberuf).
Schaler*innen arbeiten mit Beton und Stahlbeton. Zur Anbringung der Schalungen verwenden sie unterschiedliche Materialien wie Holz, Kunststoff oder Stahl. Sie setzen Betonmischmaschinen und verschiedene Werkzeuge und Geräte wie Schneidegeräte, Schweißapparate, Schlagbohrmaschinen usw. ein. Weiters lesen und verwenden sie technische Unterlagen wie Bau- und Montagepläne oder technische Tabellen und Listen.
Abhängig von der jeweiligen Tätigkeit tragen sie Schutzbekleidung, Helme und Sicherheitsschuhe und bei bestimmten Arbeiten Schutzbrillen.
Schaler*innen arbeiten an wechselnden Arbeitsorten auf Baustellen im Hoch- und Tiefbau (Gebäude- und Straßenbau, Wasserbau, Tunnelbau usw.). Sie arbeiten im Team mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften des Baubereiches (siehe z. B. Hochbau (Lehrberuf), Polier*in, Spengler*in (Lehrberuf)) unter der Leitung von Bautechniker*innen und Bauleiter*innen.
Schaler*innen arbeiten überwiegend im Freien und sind dabei verschiedenen Witterungsverhältnissen wie Hitze, Kälte, Nässe, Wind sowie Lärm und Staub ausgesetzt. Zum Teil sind sie auch in größeren Höhen und auf Gerüsten tätig, deshalb sollten sie trittsicher und schwindelfrei sein.
Wie in den meisten Bauberufen ist auch für Schaler*innen eine gewisse Mobilität erforderlich, weil sich Baustellen meist an unterschiedlichen Orten befinden und auch weiter vom Betriebsstandort oder dem eigenen Wohnort entfernt sein können.
Der Beruf Schaler*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Weiterentwicklung und Spezialisierung auf:
Schaler*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Weiterbildung kann für Schaler*innen auch bedeuten, eine Fachausbildung im Rahmen einer Lehre zu absolvieren. Der Besuch von Vorbereitungs- oder Aufbaulehrgänge ermöglicht den Abschluss einer berufsbildende Mittleren oder Höheren Schule (Fachschule, Kolleg, HTL für Berufstätige), z.B. im Bereich Bautechnik.
Mit entsprechender Weiterbildung stehen Schaler*innen berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten z. B. in Richtung Baumaschinenführer*in, Tiefbau (Lehrberuf) oder Betonbau (Lehrberuf) offen.
Insbesondere die Bauakademie Österreich (www.bauakdemie.at) bietet österreichweit zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten.
klimaaktiv: Angebote rund um die Themenbereiche Energieeffizienz, Bauen und Energie, ökologisches/nachhaltiges Bauen, Bausanierung usw. können über die Webseite der klimaaktiv Bildungskoordination gefunden werden, einschließlich dem klimaaktiv e-Learning Tool: www.klimaaktiv.at/bildung.html
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung: