Schuharbeiter*innen führen einfache Tätigkeiten an halb- und vollautomatischen Fertigungsmaschinen und -anlagen der Schuhindustrie aus. Sie verarbeiten Leder, synthetische und textile Werkstoffe. In der industriellen Fertigung sind die Schuharbeiter*innen auf einzelne Arbeitsschritte spezialisiert, die sie an bestimmten Maschinen (Stanz-, Stepp-, Zuschneide- und Nähmaschinen) durchführen. Dabei sind sie auch für die Wartung und Instandhaltung der jeweiligen Maschinen zuständig. Sie arbeiten in Fertigungshallen der Industrie mit Schuhfertiger*innen und anderen Fach- und Hilfskräften der Produktion zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Im Bereich der industriellen Fertigung werden die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse (Maschinen bedienen) durch innerbetriebliche Schulungen vermittelt.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
a) Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
b) Freies Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Schuharbeiter*innen stellen verschiedene Arten von Damen- und Herrenschuhen, Kinderschuhen, Sport- und Freizeitschuhen, Arbeitsschuhen usw. her. Standardtechniken in der Schuhindustrie sind das computer-optische Zuschneiden (COS) der Materialien, das computerunterstützte Konstruieren von Schuhmodellen (CAD) und die computerunterstützte Fertigung und Erstellung von Stücklisten, Materialbedarfslisten, Ablaufplänen usw. (CAM). Schuharbeiter*innen arbeiten großteils arbeitsteilig, d. h., sie übernehmen einen Tätigkeitsbereich oder arbeiten an einer bestimmten Maschine. Dort führen sie auch Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Werkzeugen, Maschinen und Anlagen durch.
Schuharbeiter*innen schneiden und stanzen die benötigten Materialien an Industrienäh- und Stanzmaschinen aus und steppen die Schuhteile an Steppmaschinen. Sie bereiten Bodenteile vor, montieren Schuhteile und bringen Zwischenfutter und Verstärkungen an. Sie steppen Zier- und Haltenähte. Danach montieren sie Brand-, Zwischen- und Laufsohlen und nähen die Bodenteile an den Schaft. Sie rauen die Bodenteile und kleben sie dann mit Klebstoff an, danach arbeiten sie die Decksohlen ein. Abschließend verpacken sie die fertigen Produkte und bereiten sie für den Versand vor.
Schuharbeiter*innen verarbeiten vor allem synthetische Stoffe (Kunstleder, Gore-Tex usw.), Gummimaterialien und Leder. Sie verwenden häufig Klebstoffe, Löse- und Verdünnungsmittel und Färbemittel. Sie verarbeiten die genannten Materialien und Schnallen, Schleifen, Schnüre und weitere Verschlüsse. Sie bedienen computergesteuerte Näh-, Stepp-, Stanz-, Schleif-, Klebemaschinen.
Schuharbeiter*innen arbeiten in temperierten Fertigungshallen der Industrie. In der Schuhindustrie ist Schicht- und Akkordarbeit üblich, teilweise auch Nachtarbeit. Schuharbeiter*innen arbeiten mit Schuhfertiger*innen (siehe Schuhfertigung (Lehrberuf)) und anderen Fach- und Hilfskräften der Produktion zusammen.