Seiler*innen stellen aus Natur- oder Kunstfasern sowie Stahldrähten Seile verschiedener Art und Stärke her. Diese finden in der Landwirtschaft, Schifffahrt, Industrie, im Sport, Bergbau und vielen anderen Bereichen Verwendung. Man unterscheidet Rundflechtseile, Spiralflechtseile, Quadratgeflechtseile und Kern- und Mantelgeflechtseile. Je nach Auftrag berechnen die Seiler*innen das erforderliche Ausgangsmaterial und wickeln die Garne auf computergesteuerte Flecht- oder Verseilmaschinen auf. Anschließend programmieren sie die Anlagen und überwachen die Produktion. Seiler*innen arbeiten in Werkstätten mit anderen Seiler*innen, Vorarbeiter*innen und Hilfskräften der Produktion zusammen. Manchmal sind sie auch für die Montage der Seile vor Ort zuständig.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Ausbildung zum/zur Seiler*in erfolgt durch innerbetriebliche Schulung. Vorausgehende Ausbildungen im handwerklichen oder technischen Bereich sind von Vorteil.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
Freies Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Seiler*innen erzeugen Seile durch Drehen, schraubenförmiges Drehen, Ummanteln oder Flechten. Man unterscheidet Rundflechtseile, Spiralflechtseile, Quadratgeflechtseile und Kern- und Mantelgeflechtseile. Die Produktion von Seilen erfolgt heute fast ausschließlich an verschiedenen, teilweise computergesteuerten Maschinen und Einrichtungen.
Seile eignen sich je nach Ausgangsmaterial für Taue auf Segelschiffen, für Leinen in der Sportschifffahrt, für Kletterseile und Sportnetze, Hängebrücken, Schnüre für den Modellbau oder als Sicherheits- und Auffangnetze. Ein weiterer Arbeitsbereich der Seiler*innen ist das Flechten von Netzen, wie Sport-, Schutz- und Fischereinetzen oder Strickleitern. Ausgangsmaterialien für Seile sind heute mechanisch gesponnene Naturfasergarne (vor allem Hanf), Kunstfasergarne (Polyester) und -drähte sowie Metalldrähte aus Eisen, Stahl und Buntmetallen.
Seiler*innen wählen je nach Arbeitsauftrag das entsprechende Ausgangsmaterial aus und führen Berechnungen und Messungen hinsichtlich Seilstärke, Länge, Durchmesser und Materialbedarf durch. Sie wickeln oder spulen die Garne oder Drähte auf die Einsatzspulen der (zumeist) computergesteuerten Verseil- oder Flechtmaschinen auf, stellen die erforderlichen Daten ein, fahren sie an und überwachen die Produktion.
Seiler*innen messen und prüfen die fertigen Seile, ob sie den gesetzlichen und betrieblichen Sicherheits- und Qualitätsvorschriften hinsichtlich Reiß- und Zugfestigkeit, Widerstandsfestigkeit hinsichtlich Durchscheuern, Wetterfestigkeit, Elastizität, Tragfähigkeit usw. entsprechen. Schließlich längen sie die fertigen Seile ab, befestigen offene Seilenden und verpacken die Seile. Sie reinigen und warten die Produktionseinrichtungen, Geräte und Werkzeuge.
Seiler*innen hantieren mit unterschiedlichen Fasern, z. B. mechanisch gesponnene Naturfasergarne (vor allem Hanf), Kunstfasergarne (Polyester) und -drähte sowie Metalldrähte aus Eisen, Stahl und Buntmetallen sowie mit verschiedenen Chemikalien. Sie bedienen zumeist computergesteuerte Maschinen des Seilereigewerbes wie Verseilmaschinen, Flechtmaschinen, Spulmaschinen usw. und arbeiten mit Kleinteilen wie Ösen und Taklings. Zum Berechnen der Kennzahlen für Traglast, Querschnitt etc. verwenden sie schriftliche Unterlagen (Handbücher) und arbeiten mit Chemikalien, um Seilerwaren geschmeidig zu machen, zu versteifen oder zu imprägnieren. Seiler*innen hantieren außerdem mit Werkzeugen, Maßbändern, Messern, Reinigungsmitteln und Schmierölen.
Seiler*innen arbeiten in Werkstätten und Produktionshallen an computergesteuerten Maschinen, bei der Montage von Seilen auch im Freien, wo sie Witterungseinflüssen ausgesetzt sind. In den Werkstätten herrscht meist feucht-warmes Klima entsprechend den Erfordernissen des Rohmaterials. Seiler*innen arbeiten mit Berufskolleg*innen, Vorarbeiter*innen oder Meister*innen der Werkstatt- oder Betriebsleitung zusammen.
Voraussetzung für Erfolg im Beruf Seiler*in ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Neue Entwicklungen und Weiterbildungsbereiche für Seiler*innen:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung: