Statist*innen, auch Kompars*innen genannt, stellen in Aufführungen von Sprech- und Musiktheatern und in Filmen „stumme“ Rollen (d. h. Rollen ohne gesprochenen Text) oder sehr kleine Sprechrollen dar. Sie treten meist in Szenen auf, in denen vielen Menschen zu sehen sind (z. B. bei Darstellungen von Straßenszenen, Kriegsszenen). Statist*innen haben Kontakt mit den an der Produktion beteiligten Personen (z. B. Regisseur*innen, Produktionsleiter*innen, Kameraleuten, Kostümbildner*innen, Maskenbildner*innen und den Darsteller*innen).
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Für den Beruf Statist*in gibt es keine spezielle Ausbildung. Diese Tätigkeit wird meist von Student*innen, Pensionist*innen oder auch stellungslosen Schauspieler*innen ausgeübt.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Statist*innen (auch Kompars*innen genannt) übernehmen Kleinrollen bei Film- und Fernsehproduktionen oder in Theater-, Musical- und Opernaufführungen. Sie werden beispielsweise bei so genannten Massenszenen (Schlachten, Straßenszenen, Menschenaufläufe, Restaurantgäste usw.) gebraucht, d. h. sie agieren bei ihren Auftritten vorwiegend im Hintergrund. Sie haben also keine Rollen zu lernen, sondern richten sich nach den Anweisungen, die ihnen gegeben werden.
Oft übernehmen diese Rollen angehende Schauspieler*innen. Werden spezielle „Typen“ erwünscht, z. B. ältere Menschen (für Serien im Umfeld eines Altenheims), Kinder oder Personen, die sich gut bewegen können (für Tanzproduktionen), werden meist Casting-Agenturen beauftragt, die Statist*innen auszuwählen. Oft werden von den Filmproduktionsfirmen oder Theatern auch Zeitungsannoncen geschaltet, in denen zu den Statist*innentätigkeiten aufgefordert wird.
Das wichtigste Arbeitsmittel von Statist*innen ist die eigene Person. Sie verkörpern verschiedene Charaktere mit Hilfe ihres gesamten persönlichen Ausdrucksvermögens, d. h. durch den Einsatz und das Zusammenspiel von Körper, Stimme und Mimik. Außerdem arbeiten sie mit unterschiedlichen Requisiten, Kostümen und Masken.
Statist*innen arbeiten in Film- und Fernsehstudios und verschiedenen Drehorten im Freien, aber auch auf Bühnen in Theatern oder Opernhäusern. Sie haben während einer Theater- oder Filmproduktion Kontakt zu den an der Produktion beteiligten Personen (siehe z. B. Maskenbildner*in (Lehrberuf), Kostümbildner*in, Regisseur*in, Kameramann / Kamerafrau, Schauspieler*in, Aufnahmeleiter*in).
Auch Statist*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Neue Entwicklungen und Weiterbildungsbereiche für Statist*innen:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Dramaturgie | 1) Lehre vom Aufbau, den Gestaltungsprinzipien und der inneren Struktur der literarischen Gattungsform Drama. 2) Bearbeitung und Gestaltung von Filmen und Fernsehsendungen, Hörspielen, Tanz- oder Performancestücken. |
Halbaufnahme | Bezeichnung für eine Kameraeinstellung bei Filmaufnahmen, welche die Darsteller*innen etwa von der Körpermitte aufwärts zeigt. |
Halbtotale | Eine Bezeichnung für eine Kammeraeinstellung, die eine Personen von Kopf bis Fuß zeigt. Sie entspricht der fotografischen Gruppenaufnahme. |
Inszenierung | Inszenierung = das fertige Stück, die Aufführung 1. ein Stück beim Theater, Fernsehen, einen Film vorbereiten, bearbeiten, einstudieren, künstlerisch gestalten; 2. bei einem Bühnenstück, Fernsehspiel, Film Regie führen |
Performance | a) Kunst: Auftritt, Vorstellung; weiters künstlerische Aktion, Aktionismus; Mischung aus Theater, Musical, Tanz, Video und Musik. b) Finanzwirtschaft und Risikomanagement: ein Maß für den Ertrag (z. B. einer Aktie) unter Berücksichtigung des Anlagerisikos und der allgemeinen Marktlage. |