Straßenbahnfahrer*in

Straßenbahnfahrer*innen steuern Straßenbahnzüge. Dabei halten sie sich an die Fahrzeiten und an den Routen- und Stationenplan und beachten alle Sicherheits- und Betriebsvorschriften. Vor Dienstantritt kontrollieren sie die Fahrtüchtigkeit der Straßenbahn und stellen sie am Ende der Dienstzeit wieder ordnungsgemäß in den Hallen (Remisen) ab oder übergeben sie an eine Kollegin/einen Kollegen.

Straßenbahnfahrer*innen arbeiten bei städtischen Verkehrsbetrieben im Schichtbetrieb (Dienstplan) und haben Kontakt zu ihren Berufskolleg*innen sowie zu ihren Fahrgästen und mitunter zu anderen Verkehrsteilnehmer*innen.

Sonstiger Beruf
Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Funktionstüchtigkeit des Straßenbahnzuges vor Dienstantritt überprüfen
  • Straßenbahnzug entsprechend dem Fahrplan steuern
  • Ansagen von Haltestationen durchführen (Tonbandansagen aktivieren)
  • Auskunft über Tarife und Verbindungen des öffentlichen Verkehrs geben
  • Fahrgäste über Betriebsstörungen, Ausfälle oder Verzögerungen informieren
  • Straßenbahnzüge in Hallen (Remisen) nach Dienstende abstellen
  • Funktionsprüfungen und Wartungsarbeiten durchführen
  • Service- und Reparaturarbeiten veranlassen

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gute Reaktionsfähigkeit
  • gutes Hörvermögen
  • gutes Sehvermögen

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • gute Beobachtungsgabe
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Hilfsbereitschaft
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Freundlichkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Sicherheitsbewusstsein

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Problemlösungsfähigkeit

Die Ausbildung zum/zur Straßenbahnfahrer*in erfolgt betriebsintern und dauert etwa drei Monate.

Für den Berufseinstieg ist meist ein Mindestalter von 21 Jahren und eine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich.

Selbstständigkeit

ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessenvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.


Weitere Informationen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Arbeitsbereiche

Straßenbahnfahrer*innen kontrollieren vor Fahrtantritt die Betriebstüchtigkeit der zu lenkenden Straßenbahn (Elektronik und Steuerungsfunktionen prüfen, Bremsproben etc. durchführen). Sie lenken die Straßenbahn entsprechend dem Fahrplan, halten in den vorgesehenen Stationen zum Aus- und Einsteigen der Fahrgäste und beachten geltende Sicherheits- und Betriebsvorschriften. Sie erteilen Auskünfte und führen Haltestellenansagen durch bzw. aktivieren die automatischen Durchsagen.

Im Falle von Betriebsstörungen und Fahrtunterbrechungen führen Straßenbahnfahrer*innen entsprechende Durchsagen durch und informieren ihre Fahrgäste über Ursachen der Unterbrechung und die voraussichtliche Weiterfahrt. Sie veranlassen die Behebung von Störungen bzw. Beseitigung von Behinderungen wie zum Beispiel falsch abgestellte Fahrzeuge oder andere Verkehrsbehinderungen.

Die Dienstzeiten von Straßenbahnfahrer*innen sind in einem Fahrdienstplan geregelt; Früh-, Spät- und Wochenenddienste sind in diesem Beruf an der Tagesordnung.

Arbeitsmittel

Straßenbahnfahrer*innen steuern Straßenbahnzüge. Sie hantieren mit Funkgeräten, Mobiltelefonen, Sprechanlagen und verwenden Sicherheits- und Betriebshandbücher, Fahrpläne, Fahrtenbücher und Dienstpläne.

Arbeitsumfeld

Straßenbahnfahrer*innen sind in öffentlichen (städtischen) Verkehrsbetrieben tätig. Dieser Beruf wird in der Regel im Schichtdienst ausgeübt. Sie arbeiten nach Dienstplan in den Führungskabinen von Straßenbahnen sowie (vor und nach der Fahrt) in den Räumlichkeiten der Fahrdienstleitungen. Sie arbeiten mit Berufskolleginnen/-kollegen zusammen und haben Kontakt zu den technischen Mitarbeiter*innen von Wartung und Reparatur.

Straßenbahnfahrer*innen arbeiten nach Schichtplänen und damit immer wieder auch am Abend/in der Nacht und am Wochenende und an Feiertagen.

  • Öffentliche (städtische) Verkehrsbetriebe

Straßenbahnfahrer*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Weiterbildungen für Straßenbahnfahrer*innen werden vor allem von den Verkehrsbetrieben selbst in innerbetrieblichen Kursen und Lehrgängen durchgeführt.

Darüber hinaus bieten Weiterbildungseinrichtungen wie das Berufsförderungsinstitut (BFI) oder das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) in verschiedenen technischen und kaufmännischen Themenbereiche Kurse und Seminare an, die für Straßenbahnfahrer*innen relevant sein können. Vergleiche dazu beispielsweise die aktuellen Kursbücher des Berufsförderungsinstitutes (BFI) sowie des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI).

Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten facheinschlägige Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an berufsbildenden höheren Schulen (Höhere Technische Lehranstalt, HTLs) sowie Werkmeisterschulen für Berufstätige. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Remise

Ein Gebäude, das zur Verwahrung, Wartung und Reparatur von Fahrzeugen genutzt wird.