Straßenwärter*innen reinigen, pflegen und kontrollieren Verkehrsflächen. Sie beheben kleinere Schäden an Fahrbahnen, kontrollieren den Zustand von Verkehrsschildern, Verkehrssicherungssystemen, Lichtzeichenanlagen, pflegen Bankette und Grünflächen usw. Straßenwärter*innen, die als Straßenreiniger*innen arbeiten, kehren hauptsächlich Straßen, Gehsteige, Grünflächen und entleeren Mistkörbe. Sie setzen Schneepflüge, Streuautomaten, Straßennutzfahrzeuge und -reinigungsgeräte ein. Straßenwärter*innen arbeiten mit Straßenerhaltungsfachkräften und Straßenreiniger*innen zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse für diesen Beruf werden durch innerbetriebliche Schulungen und kontinuierliches Anlernen vermittelt.
Wenn du an einer qualifizierte Ausbildung im Bereich Straßenbetreuung, Grünflächengestaltung oder Reinigungstechnik interessiert bist, bieten z. B. folgende Lehrberufe eine Möglichkeit dazu:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist beispielsweise durch folgende freie Gewerbe gegeben:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der freien Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Straßenwärter*innen reinigen, pflegen und kontrollieren Verkehrsflächen, Straßen begleitende Bankette und Grünflächen, Parkplätze, Rad- und Gehwege. Sie richten vorerst die Arbeitsstellen ein, sichern sie ab und räumen sie, dazu stellen sie Warngeräte und Warnlampen auf und versehen die Fahrzeuge zum Schutz mit Sicherheitskennzeichnungen. Sie sichern auch Unfallstellen ab und räumen diese.
Straßenwärter*innen kontrollieren regelmäßig den Zustand von Verkehrsschildern, stellen neue auf und befestigen sie sicher. Sie beheben kleinere Schäden, indem sie etwa verblasste Markierungen, Risse und Ausbrüche in Fahrbahndecken ausbessern. Sie säubern Verkehrsflächen, Entwässerungsrinnen und -schächte, damit Oberflächenwasser von den Fahrbahnen abfließen kann. Dabei verwenden sie häufig motorbetriebene Reinigungsapparaturen. Straßenwärter*innen führen in den Wintermonaten auch Schneeräumungsarbeiten mit Schneepflügen durch, sie streuen Kies, Splitt oder Salz mit Hilfe von Streuautomaten.
Straßenwärter*innen kontrollieren Verkehrssicherungssysteme und veranlassen die Behebung eventueller Störungen. Sie warten Lichtzeichenanlagen und beseitigen Störungen. Straßenwärter*innen pflegen Straßen begleitende Bankette und Grünflächen, sie pflanzen, pflegen, schneiden Gras, Sträucher und Büsche und legen Grünflächen an. Schließlich reinigen und warten sie Straßennutzfahrzeuge und -reinigungsgeräte.
Straßenwärter*innen, die als Straßenreiniger*innen arbeiten, säubern hauptsächlich Straßen, Gehsteige, Bankette, Grünflächen usw. Sie entleeren Mistkörbe und führen Kehrarbeiten händisch oder mit Kehrmaschinen durch. Den zusammengekehrten Abfall transportieren sie auf einem mitgebrachten Handwagen. In langen Straßenzügen oder in Straßen mit Parkverbot arbeiten sie gruppenweise in Arbeitspartien und setzen Kehrmaschinen ein. Im Herbst kehren sie vor allem das Laub zusammen, im Winter sind sie auch für die Schneeräumung zuständig. Bei Glatteis streuen sie Sand und Splitt, den sie im Frühling wieder entfernen.
Straßenwärter*innen arbeiten mit Sand, Splitt, Salz etc. und setzen Schneepflüge, Streuautomaten, Warngeräte und Straßennutzfahrzeuge ein. Sie hantieren mit Besen, Schaufeln, Mistkörben und benutzen Handwagen, Kehrmaschinen und andere Reinigungsgeräte, Sensen und Motormäher. Sie tragen bei ihrer Tätigkeit auffällige Warnkleidung. Zur Ausbesserung von kleinen Fahrbahnschäden arbeiten sie mit bituminösem Mischgut, Teer, Farben und Lacken.
Straßenwärter*innen arbeiten häufig unmittelbar im oder neben dem fließenden Verkehr im Freien. Sie arbeiten meistens in Teams von drei bis vier Personen, zusammen mit Straßenerhaltungsfachkräften und Straßenreiniger*innen.
Der Beruf Straßenwärter*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):
Für Straßenwärter*innen ist es sinnvoll immer am neuesten Stand der technischen Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen und die Methodenkompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Weiterbildungseinrichtungen wie beispielsweise das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) führen Kurse und Lehrgänge zu relevanten Themenbereichen durch.
Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung nach Absolvierung der Lehre bieten insbesondere Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge oder Werkmeisterschulen für Berufstätige. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.
Studium ohne Matura:
Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:
Auf der Website der Bauakademie Österreich findest du ein umfangreiches Kursangebot aus dem Bereich Bauwirtschaft.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Beton | Künstliches Gestein aus Zement, Wasser und Zuschlägen (Sand, Kies, Schotter usw.). Es gibt unterschiedliche Betonarten mit unterschiedlichen Dichten, z. B. Leichtbeton, Normal- und Schwerbeton. Enthält der Beton Stahleinlagen, unterscheidet man zwischen bewehrtem und unbewehrtem Beton, Stahlbeton oder Spannbeton etc. |
Bitumen | Ein auch natürlich vorkommendes, aber meist aus Erdöl gewonnenes Stoffgemisch. Bitumen wird hauptsächlich in der Bauwirtschaft (z. B. als einer der Hauptbestandteile von Asphalt) eingesetzt. |