Straßenwärter*in

Straßenwärter*innen reinigen, pflegen und kontrollieren Verkehrsflächen. Sie beheben kleinere Schäden an Fahrbahnen, kontrollieren den Zustand von Verkehrsschildern, Verkehrssicherungssystemen, Lichtzeichenanlagen, pflegen Bankette und Grünflächen usw. Straßenwärter*innen, die als Straßenreiniger*innen arbeiten, kehren hauptsächlich Straßen, Gehsteige, Grünflächen und entleeren Mistkörbe. Sie setzen Schneepflüge, Streuautomaten, Straßennutzfahrzeuge und -reinigungsgeräte ein. Straßenwärter*innen arbeiten mit Straßenerhaltungsfachkräften und Straßenreiniger*innen zusammen.

Sonstiger Beruf
Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Verkehrsflächen reinigen, pflegen und kontrollieren
  • den Zustand von Verkehrsschildern regelmäßig kontrollieren sowie kleinere Schäden beheben, wie Markierungen, Risse und Ausbrüche in Fahrbahndecken ausbessern
  • Gefahrenquellen wie Schlaglöcher, verblasste Markierungen etc. feststellen und beseitigen bzw. Beseitigung veranlassen
  • Verkehrsflächen, Entwässerungsrinnen und -schächte säubern (häufig unter Einsatz motorbetriebener Reinigungsapparaturen)
  • Schnee räumen mit Schneepflügen (Winterdienst), Kies, Splitt oder Salz mit Hilfe von Streuautomaten streuen
  • Verkehrszeichen anbringen
  • Straßen begleitende Bankette und Grünflächen pflegen (Gras- und Buschschnitt, Bepflanzungen durchführen)
  • Arbeits- und Unfallstellen absichern (Lichtsignale oder andere Warngeräte aufstellen)
  • Straßennutzfahrzeuge und Straßenreinigungsgeräte reinigen und warten

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gute körperliche Verfassung
  • gute Reaktionsfähigkeit
  • Lärmunempfindlichkeit
  • Unempfindlichkeit gegenüber Staub
  • Wetterfest

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Hilfsbereitschaft
  • Kommunikationsfähigkeit

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Ausdauer / Durchhaltevermögen
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Risikobewusstsein

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Koordinationsfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse für diesen Beruf werden durch innerbetriebliche Schulungen und kontinuierliches Anlernen vermittelt.

Wenn du an einer qualifizierte Ausbildung im Bereich Straßenbetreuung, Grünflächengestaltung oder Reinigungstechnik interessiert bist, bieten z. B. folgende Lehrberufe eine Möglichkeit dazu:

  • °Straßenerhaltungsfachkraft (Lehrberuf)#
  • °Reinigungstechnik (Lehrberuf)#
  • °Garten- und Grünflächengestaltung (Lehrberuf)#

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist beispielsweise durch folgende freie Gewerbe gegeben:

  • Straßenreinigung
  • Winterdienst (Schneeräumung und Sandstreuung) und Sommerdienst (Straßenkehrung, Straßenreinigung)
  • Anbieten von Hausbetreuungstätigkeiten
  • Asphaltierer*in
  • <li<Erzeugung von Asphaltmischgut
  • Ausführung von Bodenmarkierungsarbeiten

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der freien Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe


ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

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Arbeitsbereiche

Straßenwärter*innen reinigen, pflegen und kontrollieren Verkehrsflächen, Straßen begleitende Bankette und Grünflächen, Parkplätze, Rad- und Gehwege. Sie richten vorerst die Arbeitsstellen ein, sichern sie ab und räumen sie, dazu stellen sie Warngeräte und Warnlampen auf und versehen die Fahrzeuge zum Schutz mit Sicherheitskennzeichnungen. Sie sichern auch Unfallstellen ab und räumen diese.

Straßenwärter*innen kontrollieren regelmäßig den Zustand von Verkehrsschildern, stellen neue auf und befestigen sie sicher. Sie beheben kleinere Schäden, indem sie etwa verblasste Markierungen, Risse und Ausbrüche in Fahrbahndecken ausbessern. Sie säubern Verkehrsflächen, Entwässerungsrinnen und -schächte, damit Oberflächenwasser von den Fahrbahnen abfließen kann. Dabei verwenden sie häufig motorbetriebene Reinigungsapparaturen. Straßenwärter*innen führen in den Wintermonaten auch Schneeräumungsarbeiten mit Schneepflügen durch, sie streuen Kies, Splitt oder Salz mit Hilfe von Streuautomaten.

Straßenwärter*innen kontrollieren Verkehrssicherungssysteme und veranlassen die Behebung eventueller Störungen. Sie warten Lichtzeichenanlagen und beseitigen Störungen. Straßenwärter*innen pflegen Straßen begleitende Bankette und Grünflächen, sie pflanzen, pflegen, schneiden Gras, Sträucher und Büsche und legen Grünflächen an. Schließlich reinigen und warten sie Straßennutzfahrzeuge und -reinigungsgeräte.

Straßenwärter*innen, die als Straßenreiniger*innen arbeiten, säubern hauptsächlich Straßen, Gehsteige, Bankette, Grünflächen usw. Sie entleeren Mistkörbe und führen Kehrarbeiten händisch oder mit Kehrmaschinen durch. Den zusammengekehrten Abfall transportieren sie auf einem mitgebrachten Handwagen. In langen Straßenzügen oder in Straßen mit Parkverbot arbeiten sie gruppenweise in Arbeitspartien und setzen Kehrmaschinen ein. Im Herbst kehren sie vor allem das Laub zusammen, im Winter sind sie auch für die Schneeräumung zuständig. Bei Glatteis streuen sie Sand und Splitt, den sie im Frühling wieder entfernen.

Arbeitsmittel

Straßenwärter*innen arbeiten mit Sand, Splitt, Salz etc. und setzen Schneepflüge, Streuautomaten, Warngeräte und Straßennutzfahrzeuge ein. Sie hantieren mit Besen, Schaufeln, Mistkörben und benutzen Handwagen, Kehrmaschinen und andere Reinigungsgeräte, Sensen und Motormäher. Sie tragen bei ihrer Tätigkeit auffällige Warnkleidung. Zur Ausbesserung von kleinen Fahrbahnschäden arbeiten sie mit bituminösem Mischgut, Teer, Farben und Lacken.

Arbeitsumfeld

Straßenwärter*innen arbeiten häufig unmittelbar im oder neben dem fließenden Verkehr im Freien. Sie arbeiten meistens in Teams von drei bis vier Personen, zusammen mit Straßenerhaltungsfachkräften und Straßenreiniger*innen.

  • Straßen- und Autobahnmeistereien

Der Beruf Straßenwärter*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • Grünraumgestaltung
  • Böschungsbau, Böschungsabsicherung
  • Straßen- und Verkehrswegebau
  • Schneeräumung, Winterdienst

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Für Straßenwärter*innen ist es sinnvoll immer am neuesten Stand der technischen Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen und die Methodenkompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Weiterbildungseinrichtungen wie beispielsweise das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) führen Kurse und Lehrgänge zu relevanten Themenbereichen durch.

Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung nach Absolvierung der Lehre bieten insbesondere Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge oder Werkmeisterschulen für Berufstätige. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.

Studium ohne Matura:

Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:

  • Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura): Die Berufsreifeprüfung, die du bereits während deiner Lehrzeit beginnen kannst, ist eine vollwertige Matura, mit der du uneingeschränkten Zugang zum Studium hast.
  • Studienberechtigungsprüfung: Die Studienberechtigungsprüfung kannst du vor Beginn eines Studiums ablegen. Sie ermöglicht den Zugang zu einem bestimmten Studium.
  • ohne Matura mit Berufsausbildung und Berufserfahrung: Fachhochschulen bieten außerdem meist die Möglichkeit mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (insb. Lehre oder Berufsbildender Mittlerer Schule (BMS)) und mehrjähriger Berufserfahrung auch ohne Matura ein facheinschlägiges (d. h. mit der Berufsausbildung fachlich verwandtes) Bachelorstudien zu beginnen. Meist müssen dazu einzelne Zusatzprüfungen absolviert werden.

Auf der Website der Bauakademie Österreich findest du ein umfangreiches Kursangebot aus dem Bereich Bauwirtschaft.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Beton

Künstliches Gestein aus Zement, Wasser und Zuschlägen (Sand, Kies, Schotter usw.). Es gibt unterschiedliche Betonarten mit unterschiedlichen Dichten, z. B. Leichtbeton, Normal- und Schwerbeton. Enthält der Beton Stahleinlagen, unterscheidet man zwischen bewehrtem und unbewehrtem Beton, Stahlbeton oder Spannbeton etc.

Bitumen

Ein auch natürlich vorkommendes, aber meist aus Erdöl gewonnenes Stoffgemisch. Bitumen wird hauptsächlich in der Bauwirtschaft (z. B. als einer der Hauptbestandteile von Asphalt) eingesetzt.