Arzt / Ärztin

Das Aufgabengebiet von Ärzt*innen umfasst die Diagnose (Feststellung) und Therapie (Behandlung) von Krankheiten sowie Maßnahmen zur Prävention (Verhütung) von Krankheiten (z. B. Impfschutz, Gesundheitsberatung und -vorsorge). Neben der Ausbildung zur Ärztin bzw. zum Arzt für allgemeine Medizin (praktische Ärztin, praktischer Arzt) besteht auch die Möglichkeit, eine Ausbildung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt für ein bestimmtes Gebiet der Medizin zu absolvieren.
Ärzt*innen arbeiten in Krankenhäusern oder eigenen Praxen und haben Kontakt zu ihren Patient*innen und deren Angehörigen. Je nach Arbeitsort arbeiten sie im Team mit ihren Berufskolleg*innen und Fachkräften aus dem Bereich der Pflege und dem medizinisch-technischen Dienst.

Akademischer Beruf
Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

freie Praxis, Krankenhäuser:

  • Patient*innen über ihre Krankengeschichte (Anamnese) befragen
  • Patient*innen untersuchen, ob eine Krankheit vorliegt
  • Patient*innen untersuchen, welche Krankheiten vorliegen (Diagnose)
  • den Verlauf der Krankheit abschätzen (Prognose)
  • die richtige Behandlung (Therapie) einleiten, einen Therapieplan erstellen
  • Rehabilitationsmaßnahmen einleiten
  • die Patient*innen über verschiedene Möglichkeiten der Vorbeugung und Verhütung bzw. Früherkennung von Krankheiten aufklären (Prävention)
  • Heilmittel (z. B. Medikamente) und Heilbehelfe verordnen
  • Geburtshilfe (siehe auch Hebamme (m./w./d.)) und medizinische Fortpflanzungshilfe leisten
  • ärztliche Gutachten und Zeugnisse erstellen
  • in manchen Fällen Leichenöffnungen vornehmen

öffentlicher Gesundheitsdienst:
  • Gesundheitsschutzmaßnahmen überwachen und durchführen, z. B. öffentliche Impfungen oder Seuchenbekämpfung
  • die Bevölkerung über krankheitsvorbeugende Verhaltensweisen aufklären

gewerbeärztlicher Bereich:
  • Aufsicht über die Durchführung gesetzlicher Arbeitsschutzmaßnahmen

pharmazeutische Industrie:
  • vorgeschriebenen Untersuchungen, die die Sicherheit und Wirksamkeit der Medikamente gewährleisten, durchführen und überwachen
  • Indikationen (Grund für Verschreibungen) und Dosierungen der Medikamente ermitteln

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • Fingerfertigkeit
  • gutes Hörvermögen
  • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • chemisches Verständnis
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • Ernährungskompetenz
  • gute Beobachtungsgabe
  • gute Deutschkenntnisse
  • gutes Gedächtnis
  • medizinisches Verständnis
  • Präsentationsfähigkeit

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Bereitschaft zum Zuhören
  • Einfühlungsvermögen
  • Hilfsbereitschaft
  • interkulturelle Kompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung
  • soziales Engagement

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Ausdauer / Durchhaltevermögen
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Freundlichkeit
  • Geduld
  • Gesundheitsbewusstsein
  • Selbstmotivation
  • Selbstorganisation
  • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Verschwiegenheit / Diskretion

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • Hygienebewusstsein
  • Infektionsfreiheit
  • Mobilität (wechselnde Arbeitsorte)

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • interdisziplinäres Denken
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit

Für den Beruf Arzt/Ärztin ist ein Medizinstudium (Universitätsstudium Humanmedizin) erforderlich. Aufgrund des hohen Andrangs müssen Studieninteressierte vor Beginn des Medizinstudiums an einem Auswahlverfahren teilnehmen (Infos dazu unter: www.medizinstudieren.at). Wer dieses besteht, wird zum Medizinstudium zugelassen. Danach ist folgender Ausbildungsweg zu absolvieren: Studium und Abschluss der Studienrichtung Medizin. An das Medizinstudium schließt die postpromotionelle Ausbildung (Turnusausbildung) zur Ärztin/zum Arzt für Allgemeinmedizin oder zur Fachärztin zum Facharzt an.

Die dargestellte postpromotionelle Ausbildung entspricht der Gesetzeslage ab 1. Juni 2015. Für alle , die vor dem 31. Mai 2015 ihre Ausbildungszeit absolviert haben und in der Ärzteliste eingetragen sind, können die Ausbildungen nach den „alten“ Bestimmungen abschließen. (Quelle: Ärztekammer Österreich, Ärzteausbildung 2015)

Ausbildung zur/zum Allgemeinmediziner*in:

Die gesamte postpromotionelle Ausbildung dauert 42 Monate (ab 2022: 45 Monate, ab 2027: 48 Monate) und setzt sich aus folgenden Stufen (in dieser zeitlichen Reihenfolge) zusammen:

  • 9 Monate Basisausbildung an Standard-, Schwerpunkt- und Zentralkrankenanstalten (Ausbildung in den sogenannten konservativen und chirurgischen Fächern; danach Entscheidung für Allgemeinmedizin oder Facharzt/-ärztin)
  • 27 Monate Spitalsturnus: 9 Monate Innere Medizin; jeweils 3 Monate Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendheilkunde, Orthopädie und Traumatologie, Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin + 2 Wahlfächer mit mindestens jeweils 3 Monaten (Wahlfächer: Anästhesiologie und Intensivmedizin; Augenheilkunde und Optometrie; Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde; Haut- und Geschlechtskrankheiten; Neurologie; Urologie). Max. 12 Monate davon können in einer als Lehrpraxis anerkannten fachärztlichen Ordination absolviert werden.)
  • 6 Monate Lehrpraxis bei einem Arzt/einer Ärztin für Allgemeinmedizin (die Lehrpraxis wird 2022 auf 9 Monate und 2027 auf 12 Monate ausgedehnt)

Voraussetzung für die Ausbildung zum Facharzt/zur Fachärztin ist ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Humanmedizin.

Nach dem Studium müssen angehende Fachärzte eine neunmonatige Basisausbildung absolvieren. Daran schließt sich eine Sonderfach-Grundausbildung (SFG) sowie eine Sonderfach-Schwerpunktausbildung der gewünschten Fachrichtung. Die Dauer dieser Ausbildung variiert je nach Ausbildungsschwerpunkt. Insgesamt beträgt die Ausbildungszeit für Fachärzte (inklusive Basisausbildung) mindestens 63, maximal 72 Monate.

Folgende Varianten sind möglich:

  • Innere Medizin: 27 Monate Sonderfachgrundausbildung und 36 Monate Schwerpunktausbildung im Fachgebiet Allgemeine Innere Medizin oder in einem internistischen Schwerpunkt, wie z. B. Nephrologie, Gastroenterologie
  • Chirurgie:Sonderfachgrundausbildung 15 Monate und 48 Monate Schwerpunktausbildung, z. B. in Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Herzchirurgie Kinder- und Jugendchirurgie, Thoraxchirurgie
  • andere Sonderfächer: Sonderfachgrundausbildung 36 Monaten und 27 Monate Schwerpunktausbildung; im Fach Anatomie startet man sofort mit einer 45monatigen Grundausbildung, die neunmonatige Basisausbildung entfällt.

Neben den internistischen und chirurgischen Fächern sind 29 weiter Sonderfächer eingerichtet.

Die Facharztausbildung schließt mit einer Facharztprüfung, die an der Österreichischen Ärztekammer abzulegen ist, ab. Anschließend kann sich der*die Fachärzt*in in die Ärzteliste der Ärztekammer Österreich eintragen lassen.

Die dargestellte postpromotionelle Ausbildung entspricht der Gesetzeslage ab 1. Juni 2015. Für alle, die vor dem 31. Mai 2015 ihre Ausbildungszeit absolviert haben und in der Ärzteliste eingetragen sind, können die Ausbildungen nach den „alten“ Bestimmungen abschließen. (Quelle: Ärztekammer Österreich, Ärzteausbildung 2015).

Detaillierte Informationen zur Ausbildungsverordnung für die jeweiligen Fachrichtungen:
Österreichische Ärztekammer
Weihburggasse 10-12
A-1010 Wien
T: +43 (0)1/514 06-3000
E: post@aerztekammer.at
www.aerztekammer.at

Informationen zur Ausbildung und den entsprechenden Lehrinhalten finden Sie unter folgendem Link:
Verordnung der Österreichischen Ärztekammer über die Ausbildungsinhalte nach Fachrichtungen

Durch die Absolvierung der postpromotionellen Ausbildung und die anschließende Arztprüfung wird das „ius practicandi“ erworben. Es ist die Berechtigung zur selbstständigen Tätigkeit als Arzt/Ärztin.

Dauer: 2 Semester

Form: Berufsbegleitend und Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Zulassung zum ordentlichen Studium Humanmedizin und der erfolgreiche Abschluss der Lehrveranstaltungen des 3.Studienjahres Humanmedizin oder
  • abgeschlossenes Studium Humanmedizin

Info:

Erweiterungsstudien sind laut § 54a UG ordentliche Studien, die dem Erwerb und der Erweiterung zentraler Kompetenzen dienen. Sie ermöglichen Studierenden, Handlungskompetenzen für die berufliche Karriere sowie die Professionalisierung im Arbeitsalltag zu entwickeln.

Weitere Infos: https://www.medunigraz.at

Adressen:

Medizinische Universität Graz
Auenbruggerplatz 2
8036 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 385
Fax: +43 (0)316 / 380 -9667
email: studium@medunigraz.at
Internet: https://www.medunigraz.at/

Dauer: 2 Semester

Form: Berufsbegleitend und Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Zulassung zum ordentlichen Studium Humanmedizin und der erfolgreiche Abschluss der Lehrveranstaltungen des 3.Studienjahres Humanmedizin oder
  • abgeschlossenes Studium Humanmedizin

Info:

Erweiterungsstudien sind laut § 54a UG ordentliche Studien, die dem Erwerb und der Erweiterung zentraler Kompetenzen dienen. Sie ermöglichen Studierenden, Handlungskompetenzen für die berufliche Karriere sowie die Professionalisierung im Arbeitsalltag zu entwickeln.

Weitere Infos: https://www.medunigraz.at

Adressen:

Medizinische Universität Graz
Auenbruggerplatz 2
8036 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 385
Fax: +43 (0)316 / 380 -9667
email: studium@medunigraz.at
Internet: https://www.medunigraz.at/

Dauer: 2 Semester

Form: Berufsbegleitend und Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Zulassung zum ordentlichen Studium Humanmedizin und der erfolgreiche Abschluss der Lehrveranstaltungen des 3. Studienjahres Humanmedizin oder
  • Abschluss des ordentlichen Studiums Humanmedizin

Info:

Erweiterungsstudien sind laut § 54a UG ordentliche Studien, die dem Erwerb und der Erweiterung zentraler Kompetenzen dienen. Sie ermöglichen Studierenden, Handlungskompetenzen für die berufliche Karriere sowie die Professionalisierung im Arbeitsalltag zu entwickeln.

Weitere Infos: https://www.medunigraz.at

Adressen:

Medizinische Universität Graz
Auenbruggerplatz 2
8036 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 385
Fax: +43 (0)316 / 380 -9667
email: studium@medunigraz.at
Internet: https://www.medunigraz.at/

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Absolviertes Bachelorstudium Humanmedizin mit mind. 216 ECTS oder
  • äquivalentes, erfolgreich abgeschlossenes Studium für Humanmedizin an einer anerkannten in- oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung im Ausmaß von mind. 216 ECTS-Punkten

Abschluss:

Dr. med.univ.

Berechtigungen:

  • wissenschaftliche Vorbildung für den ärztlichen Beruf
  • ermöglicht den Zugang zur anschließenden Turnusausbildung und zu weiteren Facharztausbildungen
  • Zugangsberechtigung zu weiterführenden PhD-Studien

Info:

Das Curriculum des Masterstudium Humanmedizin baut auf dem Curriculum des Bachelorstudiums Humanmedizin an der PMU auf.

Kosten:
Grundsätzlich sind für das Studium an öffentlichen Universitäten Studienbeiträge in Höhe von EUR 363,36 pro Semester zu entrichten.
An Privatuniversitäten fallen Studiengebühren an, deren Höhe vom jeweiligen Anbieter abhängen.

Hinweis:
Das Masterstudium Humanmedizin an der Paracelsus Medizinischen Universität ist wie das Bachelorstudium (6 Semester, 216 ECTS) mit einem erhöhten Workload ausgestattet (144 ECTS) und kann daher in 4 Semestern absolviert werden.

Weitere Infos: https://www.pmu.ac.at/humanmedizin.html

Adressen:

Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU)
Strubergasse 21
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 2420 80080
Fax: +43 (0)662 / 2420 80009
email: infopoint@pmu.ac.at
Internet: https://www.pmu.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Absolviertes Bachelorstudium Humanmedizin bzw. Medical Science oder
  • äquivalentes, erfolgreich abgeschlossenes Studium für Humanmedizin an einer anerkannten in- oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung im Ausmaß von mind. 180 ECTS-Punkten

Abschluss:

Dr. med.univ.

Berechtigungen:

  • wissenschaftliche Vorbildung für den ärztlichen Beruf
  • ermöglicht den Zugang zur anschließenden Turnusausbildung und zu weiteren Facharztausbildungen
  • Zugangsberechtigung zu weiterführenden PhD-Studien

Info:

Das Curriculum des Masterstudium Humanmedizin baut auf dem Curriculum des Bachelorstudiums Humanmedizin bzw. Medical Science auf.

Kosten:
Grundsätzlich sind für das Studium an öffentlichen Universitäten Studienbeiträge in Höhe von EUR 363,36 pro Semester zu entrichten.
An Privatuniversitäten fallen Studiengebühren an, deren Höhe vom jeweiligen Anbieter abhängen.

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Danube Private University (DPU)
Steiner Landstraße 124
3200 Krems an der Donau

Tel.: +43 (0)676 842 419 305
email: info@dp-uni.ac.at
Internet: https://www.dp-uni.ac.at/

Schwerpunkte:

Medizin, Zahnmedizin


Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems a. d. Donau

Tel.: +43 (0)2732 720 90 – 0
Fax: +43 (0)2732 720 90 – 500
email: office@kl.ac.at
Internet: https://www.kl.ac.at/

JKU – Johannes Kepler Universität Linz
Altenberger Straße 69
4040 Linz

Tel.: +43 (0)732 / 24 68 -3314
Fax: +43 (0)732 / 24 68 -3300
email: studium@jku.at
Internet: https://www.jku.at/

Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU)
Strubergasse 21
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 2420 80080
Fax: +43 (0)662 / 2420 80009
email: infopoint@pmu.ac.at
Internet: https://www.pmu.ac.at/

Sigmund Freud Privatuniversität
Freudplatz 1/Campus Prater
1030 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 798 40 98
Fax: +43 (0)1 / 798 40 98 -900
email: rektorat@sfu.ac.at
Internet: https://www.sfu.ac.at

Art: Bachelorstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Reifeprüfung (Matura) einer AHS oder BHS, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung
  • Aufnahmeprüfung

Für die Zulassung zum Studium der Human- und Zahnmedizin an öffentlichen Universitäten wird ein bundesweit einheitlicher Aufnahmetest durchgeführt. Auch an Privatuniversitäten werden Aufnahmetests durchgeführt, allerdings von jeder Universität selbst.

Abschluss: abhängig vom Anbieter:

  • Bachelor of Arts in Medicine (BA) oder
  • Bachelor of Science in Medical Sciences (BScMed)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Master-Studien

WICHTIG: Der Abschluss des Bachelorstudiums ist Grundlage für das weiter Masterstudium Humanmedizin; der Abschluss berechtigt NICHT zur Berufsausübung als Arzt/Ärztin

Info:

Kosten:
Grundsätzlich sind für das Studium an öffentlichen Universitäten Studienbeiträge in Höhe von EUR 363,36 pro Semester zu entrichten.
An Privatuniversitäten fallen Studiengebühren an, deren Höhe vom jeweiligen Anbieter abhängen.

Hinweis:
Das Bachelorstudium an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg ist mit 216 ECTS ausgestattet.

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Danube Private University (DPU)
Steiner Landstraße 124
3200 Krems an der Donau

Tel.: +43 (0)676 842 419 305
email: info@dp-uni.ac.at
Internet: https://www.dp-uni.ac.at/

Schwerpunkte:

Medizin, Zahnmedizin


JKU – Johannes Kepler Universität Linz
Altenberger Straße 69
4040 Linz

Tel.: +43 (0)732 / 24 68 -3314
Fax: +43 (0)732 / 24 68 -3300
email: studium@jku.at
Internet: https://www.jku.at/

Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU)
Strubergasse 21
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 2420 80080
Fax: +43 (0)662 / 2420 80009
email: infopoint@pmu.ac.at
Internet: https://www.pmu.ac.at/

Sigmund Freud Privatuniversität
Freudplatz 1/Campus Prater
1030 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 798 40 98
Fax: +43 (0)1 / 798 40 98 -900
email: rektorat@sfu.ac.at
Internet: https://www.sfu.ac.at

Art: Diplomstudium

Dauer: 12 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Reifeprüfung (Matura) einer AHS oder BHS, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung
  • Aufnahmeprüfung

Abschluss:

Doktor/Doktorin der gesamten Heilkunde (Dr. med. univ.)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Medizinische Universität Graz
Auenbruggerplatz 2
8036 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 385
Fax: +43 (0)316 / 380 -9667
email: studium@medunigraz.at
Internet: https://www.medunigraz.at/

Medizinische Universität Innsbruck
Christoph Probst Platz – Innrain 52
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 90 03 -0
email: i-master@i-med.ac.at
Internet: https://www.i-med.ac.at/

Medizinische Universität Wien
Spitalgasse 23
1090 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 40 160 -0
Fax: +43 (0)1 / 40 160 -910 000
email: studienabteilung@meduniwien.ac.at
Internet: https://www.meduniwien.ac.at/

Art: Bachelorstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Reifeprüfung (Matura), Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung

Für detaillierte Informationen siehe: Zulassungsvoraussetzungen der Karl Landsteiner Privatuniversität.

Abschluss:

Bachelor of Science (BSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zum Masterstudium Humanmediziner

Info:

Unterrichtssprache: Englisch

Wichtig: Der Abschluss des Bachelorstudiums Health Sciences stellt die Voraussetzung für das integrative angelegte Masterstudium Humanmedizin dar. Er ersetzt aber nicht das Dipolm-Studium der Humanmedizin.

Kosten: kostenpflichtig, Infos auf Anfrage

Lerninhalte:
Der modulare Aufbau des Studiums bietet einen fortlaufend vertiefenden, auf den klinischen Kontext zentrierten Unterricht, der sich auf konkrete Fragestellungen und praktische Fallbeispiele stützt. Das gesamte Medizinstudium wird von Querschnittbereichen begleitet, die Schlüsselkompetenzen wie medizinökonomisches und medizintechnisches Wissen, die professionelle Entwicklung und wissenschaftliches Arbeiten beinhalten.

Weitere Infos: https://www.kl.ac.at/de/studium-weiterbildung/bachelorstudium-medical-science

Adressen:

Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems a. d. Donau

Tel.: +43 (0)2732 720 90 – 0
Fax: +43 (0)2732 720 90 – 500
email: office@kl.ac.at
Internet: https://www.kl.ac.at/

Selbstständigkeit

Nach Abschluss eines Medizinstudiums schließt die postpromotionelle Ausbildung an. Diese dauert 42 Monate (Allgemeinmedizin) bzw. 72 Monate (Facharzt/Fachärztin). Durch die Absolvierung der postpromotionellen Ausbildung und die anschließende Arztprüfung wird das „ius practicandi“ erworben. Es ist die Berechtigung zur selbständigen Tätigkeit als Arzt/Ärztin.

Detaillierte Informationen zur Ausbildung für die jeweiligen Fachrichtungen und zur selbstständigen Berufsausübung:
Österreichische Ärztekammer
Weihburggasse 10-12
A-1010 Wien
T: +43 (0)1 / 514 06-3000
E: post@aerztekammer.at
www.aerztekammer.at


ALLGEMEINE HINWEISE:

Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.

Weitere Informationen und Kontakte:

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Arbeitsbereiche

Das spezifische Aufgabengebiet von Ärzt*innen hängt von der Ausbildung ab, die sie nach dem Medizinstudium (= Grundausbildung) einschlagen. Erst dann entscheiden sie, ob sie Allgemeinmediziner*innen (Praktische Ärzt*innen) oder Fachärzt*innen werden, die sich auf ein bestimmtes Gebiet spezialisieren (z. B. Innere Medizin, Frauenheilkunde, Chirurgie, Augen- oder Zahnheilkunde).

Ärzt*innen untersuchen den Körper ihrer Patient*innen und befragen sie bei der Erstuntersuchung nach Lebens- und Ernährungsgewohnheiten und medizinischen Daten, wie zum Beispiel nach vorangegangenen Operationen, Impfungen, Allergien. Sie versuchen dadurch, Aufschluss über Art, Schwere und eventuell auch Ursache der Krankheit und ihren voraussichtlichen Verlauf (Prognose) zu erhalten und erstellen danach einen Plan zur Therapie.

Die Ärzt*innen verfügen über eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten: Sie verschreiben Medikamente, setzen psychotherapeutische Maßnahmen oder greifen chirurgisch ein. Wie sie ihre Patient*innen behandeln, hängt einerseits von Art und Schwere der Erkrankung ab, andererseits auch von den Lebensbedingungen und von der Bereitschaft bzw. der Einstellung der Patient*innen. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien entwickeln die Ärzt*innen geeignete Methoden und Pläne, um ihre Patient*innen zu therapieren. Sie behandeln sie zunächst und kontrollieren anschließend den Verlauf und den Erfolg der Behandlung. Neben medizinischen Aufgaben haben sie ebenso mit Verwaltungstätigkeiten zu tun, wie zum Beispiel die Abrechnung mit den Krankenkassen.

Arbeitsmittel

Ärzt*innen arbeiten mit einer Vielzahl von medizinisch-technischen Geräten, die sie für die Untersuchungen und Behandlungen ihrer Patient*innen benötigen. Das reicht von einfachen Fieberthermometern und Blutdruckmessgeräten über Stethoskop und Skalpell bis zu Röntgen- und Bestrahlungsgeräten. Zu den Arbeitsmitteln von Ärzt*innen zählen aber auch zunehmend Computer, Softwareprogramme und vor allem das eigene kompetente und vertrauenerweckende Auftreten.

Arbeitsumfeld

In Krankenanstalten arbeiten Ärzt*innen vor allem im Team mit dem Pflegepersonal (siehe Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in, Diplomierte*r psychiatrische*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in, Diplomierte*r Kinderkrankenpfleger*in) und mit Berufskolleg*innen des medizinisch-technischen Dienstes (siehe Biomedizinische*r Analytiker*in, Diplomierte*r medizinische*r Fachassistent*in (MFA), Radiologietechnologe / Radiologietechnologin, Diplomierte*r Kardiotechniker*in). Ärzt*innen im Sanitätsdienst arbeiten mit Sanitäter*innen zusammen. In der eigenen Praxis werden sie von Assistent*innen und Sprechstundenhilfen (siehe Ordinationsassistent*in) unterstützt.

  • Kliniken und Krankenanstalten
  • Einzelpraxis und Gemeinschaftspraxen
  • Pharmazeutische Industrie
  • Altenheime, Pflegeheime
  • Einrichtungen des Sanitätsdienstes
  • Psychiatrische Einrichtungen
  • Betriebsärztlicher Dienst

Spezialisierungsmöglichkeiten (Auswahl):

Weiterbildungs- und Fortbildungsveranstaltungen sind für Ärzt*innen Pflicht. Sie besuchen Fortbildungsveranstaltungen im Krankenhaus, in der Klinik, für die sie tätig sind und besuchen Kongresse oder Fortbildungsveranstaltungen der Österreichischen Ärztekammer.

Informationen über Fortbildungsmaßnahmen:
Österreichische Akademie der Ärzte
Walcherstraße 11/23
1020 Wien
T: +43 (0)1/ 512 63 83
E: akademie@arztakademie.at
www.arztakademie.at

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Ambient Assisted Living

Ambient Assisted Living (AAL) bedeutet frei übersetzt intelligente Assistenz im Alltag. Damit sind technische, oft elektronische Systeme, aber auch Konzepte und Methoden gemeint, die Menschen (insb. älteren oder behinderten Menschen) dabei unterstützen ihren Alltag möglichst selbstbestimmt zu bewältigen. Dazu zählen elektronische Steuerung für automatische Ein- und Ausschaltungen von Licht, elektrischen Geräten, Heizungen, Unterhaltungselektronik ebenso wie Notruf- und Sturzdetektoren, TeleMonitoring-Systeme oder automatische Alarmsysteme, wenn z. B. eine Herd zu lange unbeaufsichtigt eingeschaltet bleibt.

Anamnese

Vorgeschichte einer Krankheit nach Angaben der Patient*innen.

Anästhesie

Die Ausschaltung bzw. Betäubung des Nervensystems durch Narkose. Wird vor Operationen fachgerecht von AnästhetisistInnen durchgeführt.

Anthroposophische Medizin

Die Anthroposophische Medizin ist eine komplementärmedizinische Medizin die den Menschen unter den Aspekten Körper, Geist, Psyche und Lebensweise ganzheitlich betrachtet. Sie basiert auf der klassischen Schulmedizin, es werde jedoch alternative Methoden zur Heilung miteinbezogen z. B. spezielle Arzneimittelherstellung, Körpertherapien, Kunsttherapie.

biokompatibel

Die Verträglichkeit eines Werkstoffs (Metall, Kunststoff etc.) gegenüber dem natürlichen Gewebe (z. B. Mundschleimhaut, Knochen, Muskelgewebe).

Blutplasma

Das Blutplasma bezeichnet die eiweißreiche Blutflüssigkeit, in der die Blutzellen (Blutkörperchen) verteilt sind. Es ist durch Abzentrifugieren (Abschleudern) der Blutkörperchen leicht zu gewinnen.

Chemotherapie

Die Behandlung von Krebserkrankungen und bösartigen Tumorzellen mit chemischen Mitteln (Chemotherapeutika).

Dialyse

Die Dialyse ist ein Blutreinigungsverfahren, das bei Nierenversagen als Ersatzverfahren zum Einsatz kommt.

E-Health

E-Health bezeichnet die Vernetzung von Patientinnen und Patienten und Gesundheitseinrichtungen (Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern, Pflege- und Sozialeinrichtungen, Rettungsdienste usw.) durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern. In den Bereich E-Health fallen z. B. TeleMonitoring-Systeme, über die ein*e Patient*in regelmäßig von zu hause Messwerte an eine*n Arzt/Ärztin oder Krankenhaus übermittelt und dort der Gesundheitszustand überprüft und erforderlichenfalls die Therapie angepasst werden kann. Weitere Beispiele sind: Elektronische Krankenakte, Gesundheits-Apps (z. B. Diabetes, Menstruation), Online-Apotheke, Online-Beratung zur Gesundheit etc.

EEG-Gerät

EEG ist die Abkürzung für Elektroenzephalographie. Mit diesem Gerät können die Funktionen des Gehirns aufgezeichnet werden. Es ermöglicht eine Beurteilung des aktuellen Zustandes der Hirnfunktion.

EKG-Gerät

EKG ist die Abkürzung für Elektrokardiogramm, Herzstrombild. Mit diesem Gerät können die Funktionen des Herzens aufgezeichnet werden. Für die Ableitung werden Elektroden, die mit einem Aufzeichnungsgerät verbunden sind, an Armen, Beinen und am Brustkorb der PatientInnen angebracht. Das EKG Gerät wandelt die aufgenommenen Impulse um und druckt eine Kurve aus.

Electronic Medical Report

Elektronische Patient*innenakte (EPA, Electronic Medical Record, EMR); eine elektronische Patient*innenakte zur Sammlung von elektronisch gespeicherten Gesundheitsinformationen zu einem Patienten/einer Patientin.

Endoskop – Endoskopie

Das Endoskop ist ein mit einer Lichtquelle versehenes Instrument zur Untersuchung (Spiegelung) von Hohlorganen und Körperhöhlen, z. B. Darm, Magen, Bronchien.

Die Endoskopie ist ein Verfahren, das eine direkte optische und farbige Untersuchung vom Körperinneren eines Menschen erlaubt. An der Spitze des schlauchartigen Endoskops sitzt die optische Ausstattung (Spiegelvorrichtung mit Lichtquelle). Das Licht wird über biegsame Glasfasern bis in die Spitze des Endoskops geleitet und beleuchtet das untersuchte Gewebe. Einige Endoskope können weit in das Innere des Körpers vorgeschoben werden.

extrakorporale Zirkulation

Ein Standardverfahren der modernen Herzchirurgie. Die Herz-Lungen-Maschine übernimmt die Pumpleistung des Herzens und die Atemfunktion der Lungen.

Homöopathie

Die Homöopathie ist ein Heilverfahren, das auf dem Ähnlichkeitsprinzip gegründet ist. Man geht davon aus, dass Heilmittel, die beim gesunden Menschen ein bestimmtes Krankheitsbild erzeugen, beim kranken Menschen ein ähnliches Krankheitsbild heilen können. Der Name Homöopathie setzt sich aus den griechischen Wörtern homoion (ähnlich) und pathos (Leiden) zusammen und stammt von dem Entdecker der wissenschaftlichen Homöopathie, dem Arzt, Apotheker und Chemiker Dr. Samuel Hahnemann.

Hygiene

Als Hygiene werden alle Maßnahmen bezeichnet, die dazu beitragen, die Gesundheit zu erhalten und die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Das betrifft die persönliche Hygiene (z. B. regelmäßiges Händewaschen) genauso wie Hygiene im Arbeitsbereich von medizinischen oder pflegenden Berufen (z. B. Sterilisation von Arbeitsgeräten, Desinfektion von Wunden), aber auch den Bereich Lebensmittel, Wohnen- und Arbeiten.

Immunologie

Die Wissenschaft, die sich u. a. mit den Abwehrreaktionen von Mensch und Tier gegen Organismen wie Bakterien, Pilze und Viren, aber auch mit Abwehrreaktionen gegen fremde Zellen und Gewebe bzw. gegen eigene Zellen und Gewebe beschäftigt (Autoimmunreaktionen).

Intubation

medizinische Notfallmaßnahme: Einführen eines Beatmungsschlauches in die Luftröhre.

Kardiologie

Ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Funktion und den Erkrankungen des Herzens befasst.

Kernspin-Tomografie

Ein medizinisches Untersuchungsverfahren, das die Eigenrotation und den resultierenden Drehimpuls der Atomkernteilchen (Protonen und Neutronen), den Kernspin, ausnutzt. Die Kernspin-Tomografie bildet dabei die Körpergewebe in einer anderen Weise ab als die Computertomografie. Sie stellt insbesondere Weichteile des Körpers deutlicher dar.

Magnetresonanztomographie

Die Magnetresonanztomographie MRT (oder MR) ist ein bildgebendes Verfahren, das in der Medizin zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie ist eine alternative komplementäre Behandlungsmethode. Sie geht davon aus, dass Schmerzen ihre Ursache auch an anderen Körperstellen haben können. Durch örtliche Betäubung der eigentlichen Verursacher-Stellen wird versucht, den Schmerz zu heilen.

Neurobiologie

Eine interdisziplinäre Forschungsrichtung (interdisziplinär bedeutet die Zusammenarbeit von mehreren Wissenschaften, in diesem Fall Medizin, Neurologie und Biologie), die sich mit der Erforschung von Nervensystemen befasst, wie z. B. dem Zentralnervensystem oder dem Gehirnnervensystem.

Neurologie

Ein Fachgebiet der Medizin, das sich mit der Erforschung, Diagnostik und Behandlung der Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur befasst.

Nuklearmedizin

Nuklearmedizin ist ein medizinisches Sonderfach bei dem leicht radioaktive Medikamente verabreicht werden und so Stoffwechselvorgänge bildlich sichtbar gemacht werden können. Von Fachärztinnen und -ärzten der Nuklearmedizin wird auch das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen abgedeckt.

Operationsmikroskop

Operationsmikroskope werden in der Mikrochirurgie eingesetzt. Sie vergrößern das Operationsfeld optisch in allen drei Dimensionen (Höhe, Breite, Tiefe) und leuchtet es ideal aus. Meist sind sich auch mit Geräten zur Foto- und Videoaufzeichnung angeschlossen.

Pathologie

Die Lehre von den Krankheiten, insbesondere ihrer Ursachen (Ätiologie), ihrer Entstehung (Pathogenese) und ihrem Erscheinungsbild (Symptomatologie).

Patientenanwaltschaft

Die Patientenanwaltschaft sind unabhängige und weisungsfreie Einrichtungen, die durch das Gesetz beauftragt sind, die Rechte und Interessen von Patientinnen und Patienten gegenüber Ärztinnen und Ärzten bzw. Krankenanstalten und Pflegeeinrichtungen zu vertreten, wenn es zu Konflikten und Meinungsverschiedenheiten kommt. Die konkrete Zuständigkeit der Patientenanwaltschaft ist von Bundesland zu Bundesland etwas unterschiedlich. Ihre Dienstleistungen sind kostenlos.

Prävention

medizinisch für Krankheitsvorbeugung. Eine Präventivbehandlung (Prophylaxe) setzt Maßnahmen zur Verhinderung des Ausbruchs einer Krankheit (z. B. Impfung).

TCM

(Traditionelle Chinesische Medizin) ist eine traditionelle medizinische ganzheitliche Heilkunde aus China. Im Mittelpunkt steht das Qi (Lebensenergie, Gleichgewicht), das bei Krankheiten gestört und wieder ausgeglichen werden muss. Neben körperlichen Anwendungen (z. B. spezielle Massagetechniken) und Bewegungsübungen (z. B. Qigong) spielt die Ernährung eine große Rolle in der TCM-Medizin.

Telemedizin

Die Verbindung von Telekommunikation und Medizin zur Ferndiagnose bzw. Fernbehandlung. Die PatientInnen sind mit einem Laptop ausgestattet, in denen sie z. B. selbst durchgeführte Messungen, wie Blutdruck, Puls- oder Zuckermessungen eingeben und an den Arzt/die Ärztin weiterleiten. Wird insbesondere dort eingesetzt, wo ärztliche Routinebesuche sehr kostspielig und zeitaufwendig sind (z. B. abgelegene Bergbauernhöfe).

Zytologie

Die Lehre vom Aufbau, der Funktion und den krankhaften Veränderungen von menschlichen Zellen, z. B. Organzellen. Mittels zytologischen Untersuchungen werden vor allem Tumor- und Krebserkrankungen diagnostiziert.