Sprachwissenschafter*innen (Linguist*innen) setzen sich mit dem Aufbau und der Struktur von Sprachen auseinander. Sie beschäftigen sich z. B. mit den Lauteigenschaften der Sprache (= Phonologie), mit dem Formaufbau von Wörtern (= Morphologie), mit dem Aufbau von Sätzen (= Syntax), mit der Bedeutung von Sprache (= Semantik) oder mit der Sprachverwendung. Sprachwissenschafter*innen finden jedoch auch in Verbindung mit anderen Disziplinen Arbeitsbereiche, so beispielsweise in Verbindung mit Computersprachen (Computerlinguistik) oder in Verbindung mit Erforschung von Sprach- und Sprechstörungen (Patholinguistik/Klinische Linguistik). Je nach Aufgabenbereich arbeiten sie als Lehrende an Universitäten und in Forschungseinrichtungen, aber auch im Medienbereich.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Berufliche Selbstständigkeit ist für Sprachwissenschafter*in beispielsweise gegeben, indem sie ihre Tätigkeit freiberuflich als Wissenschafter*in oder Journalist*in ausüben:
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessenvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Mit den alternativen Berufen wollen wir dir helfen, Berufe zu finden, die für dich sonst noch interessant sein könnten.
In dieser Liste findest du Berufe, die zum Beispiel eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Tätigkeiten haben, in denen du mit ähnlichen Materialien oder in einer ähnlichen Arbeitsumgebung arbeitest. Die Gemeinsamkeit kann auch in den Interessen und Fähigkeiten liegen, die in den Berufen gefragt sind oder es gibt gemeinsame Schul- oder Berufsschulstandorte.
BITTE BEACHTE: Bei manche Berufe ist auf den ersten Blick nicht immer klar, worin die Ähnlichkeit liegt. Es gibt aber trotzdem Überschneidungen und es kann spannend sein, diese herauszufinden, um auf neue Ideen zu kommen.
Archiv | Archive sind Einrichtungen, die der systematischen Erfassung, Ordnung, Verwahrung und Erhaltung, Betreuung und Erschließung rechtlicher und politischer Dokumente (Schrift-, Bild- und Tongut) staatlicher Dienststellen, anderer Institutionen (Verbände, Unternehmen) oder Einzelpersonen dienen. |
Linguistik | = Sprachwissenschaft: Die Linguistik beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Erforschung der Sprache. Gegenstand der Forschung sind Laute, Wörter und Grammatiken spezifischer Sprachen, die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Sprachen oder die universalen Kennzeichen aller Sprachen. Die Linguistik kann auch die soziologischen und psychologischen Aspekte der Kommunikation untersuchen. |
Neurobiologie | Eine interdisziplinäre Forschungsrichtung (interdisziplinär bedeutet die Zusammenarbeit von mehreren Wissenschaften, in diesem Fall Medizin, Neurologie und Biologie), die sich mit der Erforschung von Nervensystemen befasst, wie z. B. dem Zentralnervensystem oder dem Gehirnnervensystem. |
Phonetik | Die Phonetik ist die Lehre der sprachlichen Laute. Sie untersucht die gesprochene Sprache in den Bereichen der Linguistik, Biologie, Medizin, Akustik. |
Psycholinguistik | ist ein Zweig der Linguistik. Dabei werden psychische Vorgänge beim Erlernen einer Sprache bzw. bei ihrem Gebrauch erforscht. Eine Fragestellung ist z. B. der Unterschied im Erlernen einer Erstsprache (Muttersprache) im Vergleich zum Zweit- oder Mehrsprachenerwerb. |
Semantik | Teilgebiet der Linguistik (Sprachwissenschaft), Lehre von den Beziehungen zwischen Zeichen und Bezeichnetem. |
Semiotik | Teilgebiet der Linguistik (Sprachwissenschaft) sowie der Philosophie; Theorie der Zeichen; jedes Zeichen weist drei Aspekte auf: 1. das Zeichen selbst, 2. das Zeichen in Beziehung zu seinem Objekt, dem Bezeichneten und 3. das Zeichen in Beziehung zu seiner subjektiven Interpretation. |
Soziolekt | abgeleitet von 'Dialekt': spezieller Sprachgebrauch einer sozialen Gruppe, z.B. von bestimmten Berufsgruppen, Teenagern, Künstler*innen usw. |
Soziolinguistik | Teilgebiet der Linguistik, welche das Sprachverhalten von verschiedenen sozialen Gruppen untersucht. |
Strukturalismus | 1. In der Sprachwissenschaft: man betrachtet die Sprache als geschlossenes Zeichensystem und versucht, die sprachlichen Strukturen zu erforschen. |