Theaterwissenschafter*innen beschäftigen sich mit den verschiedenen historischen und gesellschaftlichen Erscheinungsformen von Theater, Film und Fernsehen. Sie arbeiten in Lehre und Forschung an universitären und außeruniversitären Forschungsinstitutionen sowie direkt bei Theatern und Bühnen, z. B. als Dramaturg*in oder Regisseur*in. Weiters sind sie als Journalist*innen und Redakteur*innen bei Printmedien sowie bei Rundfunk und Fernsehen beschäftigt. Je nach Tätigkeit arbeiten sie im Team mit verschiedenen Fachkräften aus dem Kulturbereich, Presse- und Medienbereich usw.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Für den Beruf als Theaterwissenschafter*in ist in der Regel ein abgeschlossenes Universitätsstudium in Theater-, Film- und Medienwissenschaften erforderlich.
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Bachelor of Arts (BA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Info:
Berufsfelder: Theater und Film (Dramaturgie, Leitungsfunktionen); Hörfunk und Fernsehen (redaktionelle, gestalterische und administrative Bereiche); Theater- und Medienpädagogik, Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit, Kunst-, Kultur- und Projektmanagement, Kulturpolitik, Verlagswesen; Universitäten, wissenschaftliche Institutionen, Bibliotheken, Archive, Museen.
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes, facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Arts (MA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/
Berufliche Selbstständigkeit ist für Theaterwissenschafter*innen vor allem als freiberufliche*r Wissenschafter*in, im journalistischen Bereich (z. B. Kulturjournalismus) oder auch in der Erwachsenenbildung möglich.
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessenvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Theaterwissenschafter*innen sind Absolvent*innen des Studiums „Theater-, Film- und Medienwissenschaft“. Die Forschungsgegenstände der Theaterwissenschaft sind Dramaturgie, Schauspiel, Regie, darstellende Kunst und Musik. Diese Themen werden aus historischer und gesellschaftswissenschaftlicher Perspektive untersucht. Im Mittelpunkt der theaterwissenschaftlichen Forschungen steht das Theater – bzw. die darstellende Kunst im Allgemeinen: ihre Geschichte, ihre Strömungen und Stile, ihre Wirkung auf die Gesellschaft usw.
Bei der Bestandsaufnahme der Erscheinungsformen des Theaters in Vergangenheit und Gegenwart sammeln, analysieren und beschreiben Theaterwissenschafter*innen verschiedene Quellen, die mit dem Theater in Zusammenhang stehen, wie z. B. Theaterzettel, Text-, Regie- und Rollenbücher sowie Kostüm- und Dekorationsentwürfe. Bei Untersuchungen im Medienbereich, insbesondere bei Filmen, berücksichtigen sie auch technische Gesichtspunkte, wie z. B. Kameraführung oder Filmschnitt. Bei Studien über Fernsehen und Rundfunk wenden sie auch Methoden der empirischen Sozialforschung, wie z. B. Umfragen und Interviews an und werten statistische Quellen aus.
Theaterwissenschafter*innen arbeiten weiters bei Sammlungen, Bibliotheken, Archiven oder in Museen, wo sie mit der Erhaltung, Pflege und Katalogisierung von Beständen befasst sind. Sie organisieren und kuratieren Ausstellungen und halten Führungen und Vorträge ab. Als Journalist*innen arbeiten sie bei Tages- und Wochenzeitungen, Kulturzeitschriften und Fachjournalen und verfassen Artikel und Kritiken.
Theaterwissenschafter*innen arbeiten mit Computer, Laptops sowie mit Drucker, Scanner und Kopiergeräten. Als Arbeitsgrundlage dienen ihnen vor allem theaterwissenschaftliche Bücher, Fachliteratur, Werkinterpretationen, Lexika und Wörterbücher. Außerdem verwenden sie diverses Büromaterial. Für die Analyse von Filmmaterial bedienen sie Aufnahme und Abspielgeräte, Video- und DVD-Rekorder und Fernseher oder auch Streamingdienste.
Je nach Tätigkeitsbereich arbeiten Theaterwissenschafter*innen in den Räumlichkeiten von Universitäten, wissenschaftlichen Instituten, Theatern, Bühnen, Opern usw. Sie arbeiten in Hörsälen, Büros, auf der Bühne im Team mit verschiedenen Fachkräften und Assistent*innen und haben Kontakt zu Studierenden, Journalist*innen, Dramaturg*innen, Drehbuchautor*innen, Regisseur*innen usw.
Beschäftigungsmöglichkeiten für Theaterwissenschafter*innen bestehen insbesondere bei:
Der Beruf Theaterwissenschafter*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):
Theaterwissenschafter*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Allgemeine Weiterbildungseinrichtungen wie zum Beispiel das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten Kurse und Lehrgänge zu unterschiedlichen Themenbereichen, die auch für Theaterwissenschafter*innen relevant sein können, z. B. in den Bereichen Betriebswirtschaft, Datenbanken, Informations- und Wissensmanagement an.
Viele Institutionen und Organisationen führen für ihre Mitarbeiter*innen interne Kurse, Seminare und Schulungen durch.
Neben Fachliteratur, Onlinemedien, Kongressen oder anderen Fachveranstaltungen bestehen Weiterbildungsmöglichkeiten für Theaterwissenschafter*innen beispielsweise über facheinschlägige Universitätslehrgänge und Weiterbildungsstudien. Außerdem besteht die Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung in Form eines Zweitstudiums oder weiterführenden PhD-Studiums.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Archiv | Archive sind Einrichtungen, die der systematischen Erfassung, Ordnung, Verwahrung und Erhaltung, Betreuung und Erschließung rechtlicher und politischer Dokumente (Schrift-, Bild- und Tongut) staatlicher Dienststellen, anderer Institutionen (Verbände, Unternehmen) oder Einzelpersonen dienen. |
kuratieren | bedeutet eine Ausstellung betreuen bzw. organisieren. |
Public Relations (PR) | Public Relations (PR) oder auch "Öffentlichkeitsarbeit", umfasst alle Maßnahmen, das Ansehen bzw. den Bekanntheitsgrad einer Person, einer Institution oder eines Unternehmens in der Öffentlichkeit zu fördern und zu verbessern. Beispiele für PR-Maßnahmen sind Imagewerbung durch Inserate und TV-Spots, Presseaussendungen, Unternehmensblogs (Corporate Blogs), Vorträge, Pressekonferenzen, Publikationen, Teilnahme an Ausstellungen, PR-Events, gemeinnützigen Aktionen sowie die Schulung und Information der Mitarbeiter*innen (interne PR). |