Tonmeister*in

Tonmeister*innen sind für die kreative, künstlerische und technische Durchführung von Tonaufnahmen zuständig. Sie gestalten das Klangbild von Musik bei Aufführungen, für Aufnahmen oder bei der Gestaltung (z. B. Film), indem sie Effekte wie Bass, Hall, Echo usw. einfügen und Klangfarben miteinander abstimmen.

Das Berufsbild von Tonmeister*innen überschneidet sich mit dem von Tontechniker*innen, jedoch haben Tonmeister*innen eine stärkere künstlerische und kreative Ausrichtung. Sie arbeiten bei Hörfunk-, Film- und Fernsehproduktionen sowie in Musikstudios zumeist in leitenden Positionen (z. B. als Aufnahmeleiter*in) und im Team mit Berufskolleg*innen aus den Bereichen Tontechnik, Veranstaltungstechnik, Regie und Redaktion zusammen.

Akademischer Beruf
Hauptberuf

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • gute Reaktionsfähigkeit
  • gutes Hörvermögen

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung generativer künstlicher Intelligenz (KI)
  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • gestalterische Fähigkeit
  • Kunstverständnis
  • Rhythmikgefühl
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Aufgeschlossenheit
  • Bereitschaft zum Zuhören
  • Einfühlungsvermögen
  • interkulturelle Kompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kompromissbereitschaft
  • Konfliktfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung
  • Motivationsfähigkeit

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Geduld
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Musikalität
  • Spontanität

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • Mobilität (wechselnde Arbeitsorte)

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • interdisziplinäres Denken
  • Koordinationsfähigkeit
  • Kreativität
  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit

Für den Beruf Tonmeister*in ist das Studium Tonmeister*in an der mdw – Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien besonders geeignet, da neben dem künstlerischen und kreativen Kenntnissen auch musiktheoretische und akustische Grundlagen ausführlich gelehrt werden. Deshalb ist für diese Ausbildung auch eine künstlerische Aufnahmeprüfung vorgesehen.

Die Ausübung des Berufs Tonmeister*in ist auch mit einer Ausbildung für audio-technische Berufe wie z. B. als °Tontechniker*in# möglich. Allerdings fehlt hier die umfassende künstlerische und musiktheoretische Ausbildung und der starke musikalische Schwerpunkt (vor allem Klassik), der Tonmeister*innen von Tontechniker*innen unterscheidet.

Art: Diplomstudium

Dauer: 10 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

Nachweis der künstlerischen Eignung durch Aufnahmeprüfung

Abschluss:

Magister/Magistra der Künste (Mag. art.)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien
Anton-von-Webern-Platz 1
1030 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 71155 -6910 bis 6922
Fax: +43 (0)1 / 71155 -6999
email: studienabteilung@mdw.ac.at
Internet: https://www.mdw.ac.at/

Art: Universitätslehrgang

Dauer: 4 Semester

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen:

vollendetes 16. Lebensjahr, kommissioneller Eignungstest

Abschluss:

Zertifikat

Berechtigungen:

Inhalte:
Der Vorbereitungslehrgang soll begabten Jugendlichen die Möglichkeit der Vertiefung ihrer theoretischen Kenntnissen und die Vorbereitung zur Aufnahmsprüfung bieten.

Adressen:

Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien
Anton-von-Webern-Platz 1
1030 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 71155 -6910 bis 6922
Fax: +43 (0)1 / 71155 -6999
email: studienabteilung@mdw.ac.at
Internet: https://www.mdw.ac.at/

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:

Freies Gewerbe:

  • Ton- und Musikproduktion
  • Technischer Transfer (Entwickeln, Kopieren und Überspielen) und Synchronisation audiovisueller Produktionen, Überspielen auf Trägermaterial jeder Art sowie Be- und Nachbearbeitung und digitale Bild- und Tongestaltung für Bewegtbild

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:


ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

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Akustik

Die Lehre vom Schall, von den Tönen; Klangwirkung.

akustische Rückkopplung

Wenn die ausgehende Energie wieder zurückgeführt wird, spricht man von Rückkopplung. Bei der akustischen Rückkopplung handelt es sich um Schallwellen, die zurückfließen. Die akustische Rückkopplung kann zwischen Lautsprecher und Mikrophon entstehen (Pfeifton). Bei einem undichten Verstärkungssytem des Gehörapparates gelangt der Schall an dem Ohrstück vorbei zurück an das Hörgerät, wird dort von einem Mikrofon aufgenommen und wieder in den Gehörgang verstärkt.

Beschallungstechnik

Die Beschallungstechnik befasst sich mit den Vorbereitungsarbeiten zur Beschallung mit einem Audiosystem (= Tonsystem, Tonanlage) die für Musikveranstaltungen oder Diskussionsveranstaltungen erforderlich sind. Dabei wird die Beschallungsanlage je nach akustischer Beschaffenheit des Raumes und nach Art der Veranstaltung zusammengestellt. Die technischen Arbeiten reichen vom Input (Mikrofon, Audioquelle) über der Weiterverarbeitung (Verteilung, Mischpult) bis hin zum Output (Lautsprecher, Dolmetscheranlage, Übertragung).

Mehrkanaltechnik

"Kanal" ist die allgemeine Bezeichnung für einen Übertragungsweg. Die Mehrkanaltechnik eignet sich nicht nur zur Übertragung von verschiedenen Sprachen bei einer Dolmetschanlage, sondern ganz generell zur Übertragung von verschiedenen Audiokanälen. So ist es z. B. möglich, in einem Raum die Tonsignale von mehreren aufgestellten Fernsehmonitoren gleichzeitig zu drahtlosen Empfängern zu senden. Mehrkanalanlagen finden z. B. in Video-Lernzentren, Museen oder verschiedenen kulturellen Events und Veranstaltungen Anwendung.

Schallabsorption

Beim Auftreffen von Schall auf eine Fläche wird ihm Energie entzogen. Er wird absorbiert (aufgesaugt). Eine Größe ist in diesem Zusammenhang der sogenannte Absorptionsgrad. Dieser ist frequenzabhängig und wird vom Material der Fläche und dessen Anordnung beeinflusst. Schallabsorption spielt bei den Überlegungen zum Bau von Konferenzräumen eine große Rolle.

Zweikanalanlage

Fachbegriff der Audiotechnik: Eine Zweikanal-Anlage ist mit zwei Kanälen zur Übertragung eingerichtet und eignet sich hauptsächlich zur Übertragung von Playbackeinspielungen, Stereotonübertragungen, Tonbildshows oder Dolmetscheranlagen.