Volkskundler*in / Europäische Ethnolog*in

Europäische Ethnolog*innen, umgangssprachlich Volkskundler*innen, beschäftigen sich mit regionaler Tradition und Kultur der Gesellschaften Europas. Sie erforschen Brauchtum und Bräuche, Volksmusik, Literatur, Sagen und Märchen. Zu den aktuellen Forschungsbereichen zählen aber auch Migration, europäischer Pop, Hip Hop oder Streetart. Im Rahmen von Forschung und Lehre sind sie an Universitäten, in Museen, Archiven oder Sammlungen tätig.

Im Rahmen ihrer Aufgaben und Tätigkeiten unternehmen Europäische Ethnolog*innen Forschungsreisen und Exkursionen. Sie arbeiten mit Berufskolleg*innen und Fachleuten aus verwandten Disziplinen sowie mit Mitarbeiter*innen von Museen und Medien, Archiven, Bibliotheken zusammen und haben Kontakt zu Studierenden.

Akademischer Beruf
Hauptberuf

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung generativer künstlicher Intelligenz (KI)
  • didaktische Fähigkeiten
  • fachspezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten (Lehrer*in)
  • gute Allgemeinbildung
  • gute Beobachtungsgabe
  • gute rhetorische Fähigkeit
  • gutes Gedächtnis
  • Präsentationsfähigkeit
  • schriftliches Ausdrucksvermögen

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Aufgeschlossenheit
  • Bereitschaft zum Zuhören
  • Einfühlungsvermögen
  • Integrationsvermögen
  • interkulturelle Kompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Ausdauer / Durchhaltevermögen
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Geschichtsbewusstsein
  • Selbstmotivation
  • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein
  • Zielstrebigkeit

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Mobilität (wechselnde Arbeitsorte)
  • Reisebereitschaft

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Informationsrecherche und Wissensmanagement
  • interdisziplinäres Denken
  • komplexes / vernetztes Denken
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:

  • freiberufliche Tätigkeit als Journalist*in, Publizist*in oder Schriftsteller*in,

Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist/Journalistin, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.

In jedem Fall muss die Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit aber der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt gemeldet werden.

Freies Gewerbe:

  • Erstellung von museumspädagogischen Konzepten unter Ausschluss der der Unternehmensberatung einschließlich Unternehmensorganisation vorbehaltenen Tätigkeiten
  • Betrieb eines Archives

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:


ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Anthropologie

Anthropologie heißt wörtlich übersetzt soviel wie "Menschenlehre" bzw. die "Lehre vom Menschen" und handelt von der Entwicklungsgeschichte der Menschheit.

Dialektologie

= Bezeichnung für Mundartforschung

Empirie – empirisch

Der Begriff Empirie bedeutet soviel wie "auf Erfahrung gestützt", "aus Daten gewonnen" oder "durch Beobachtung ermittelt". Empirisch sind daher alle Verfahren (innerhalb von Wissenschaft und Forschung), die Daten aller Art, sammeln, auswerten und interpretieren.

Ethnie

Unter Ethnie versteht man eine Gruppe von Personen, die derselben Kultur angehören und sich dessen auch bewusst sind. Gemeinsamkeit besteht z. B. in Tradition, Sprache, gemeinsamer Zukunftsperspektive, Religion, Kleidung oder Lebensmitteln.

Integration

a) gesellschaftlich/beruflich: ist der Einbezug von Menschen in eine Lebens- oder Arbeitsgemeinschaft, die aus den verschiedensten Gründen von dieser ausgeschlossen waren
b) technisch: Einbau von einzelnen Bauteilen, Komponenten in ein bestehendes System bzw. auch zusammenfügen verschiedener Elemente/Bauteile/Komponenten zu einem gemeinsamen System, z. B. in der Elektrotechnik, Elektronik, IT

qualitative Methoden

Vor allem in der Kultur- und Sozialforschung werden mit qualitativen Methoden nicht standardisierte Daten erhoben und ausgewertet z. B. durch Interviews, teilnehmende Beobachtung. Vorteil der Methode ist eine größere Tiefe und Vielfalt der erhobenen Daten. Vertreter*innen der quantitativen Forschung kritisieren, dass nicht nach standardisierten (einheitlichen) Kriterien vorgegangen wird.

Strukturalismus

1. In der Sprachwissenschaft: man betrachtet die Sprache als geschlossenes Zeichensystem und versucht, die sprachlichen Strukturen zu erforschen.
2. In der Völkerkunde: eine Forschungsmethode, die die Beziehung zwischen Sprache und Kultur untersucht.
3. Ein Zweig der Wissenschaftstheorie und Philosophie, der die Grundstrukturen des Denkens und Forschens erfasst.

Urbanistik

Fachbegriff für Städtebau, vor allem Städteplanung.