Wirtschaftsforscher*in

Wirtschaftsforscher*innen untersuchen gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge. Sie führen Analysen von Wirtschaftsprozessen durch und erstellen aufgrund der gewonnenen Daten Prognosen für zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen. Wirtschaftsforscher*innen arbeiten in leitender Position an Universitäten, Forschungsinstituten, im öffentlichen Dienst sowie für große Unternehmen der Privatwirtschaft, insbesondere Banken und Versicherungen. Ihre Arbeit ist meist interdisziplinär, d. h. fächerübergreifend angelegt. Je nach Aufgabengebiet arbeiten sie gemeinsam mit Fachkräften des Wirtschafts- und Finanzwesens sowie mit Statistiker*innen, Soziolog*innen, Politikwissenschafter*innen, Historiker*innen etc.

Akademischer Beruf
Hauptberuf

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung generativer künstlicher Intelligenz (KI)
  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • mathematisches Verständnis
  • schriftliches Ausdrucksvermögen
  • wirtschaftliches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Aufgeschlossenheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Kritikfähigkeit

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Geduld
  • Verschwiegenheit / Diskretion
  • Zielstrebigkeit

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Informationsrecherche und Wissensmanagement
  • interdisziplinäres Denken
  • komplexes / vernetztes Denken
  • kritisches Denken
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Prozessverständnis
  • systematische Arbeitsweise
  • Umgang mit sozialen Medien

Selbstständigkeit

ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Defizit

a) bezeichnet einen Mangel oder eine Schwäche

b) volkswirtschaftlich spricht man von Defizit, wenn die (geplanten) Ausgaben höher sind, als die (geplanten) Einnahmen und daraus ein negativer Saldo (=Defizit) entsteht, z. B. Budgetdefizit, Außenhandelsdefizit (Importe sind höher als Exporte)

Empirie – empirisch

Der Begriff Empirie bedeutet soviel wie "auf Erfahrung gestützt", "aus Daten gewonnen" oder "durch Beobachtung ermittelt". Empirisch sind daher alle Verfahren (innerhalb von Wissenschaft und Forschung), die Daten aller Art, sammeln, auswerten und interpretieren.

Inflation

Die Inflation bezeichnet einen anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus (= Geldentwertung). Hier findest du eine genauere Erklärung der Europäischen Zentralbank.

Infrastruktur

Unter "Infrastruktur" wird die Summe des Straßen-, Schienen-, Elektrizitäts-, Wasser- und Güterangebotsnetzes verstanden, die die Versorgung einer Region oder einer Stadt sicherstellt und somit die organisatorische Grundlage für das wirtschaftliche Funktionieren bildet. In umfassender Bedeutung beinhaltet dieser Begriff z. B. auch Bildungs- und Kultureinrichtungen, militärische Anlagen und Arbeitskräfte.

Konjunktur

Eine bestimmte Wirtschaftslage oder -entwicklung bzw. auch ein Wirtschaftsaufschwung (Hochkonjunktur).

Makroökonomie

Die Makroökonomie ist jener Teilbereich der Volkswirtschaftslehre, der wirtschaftliche Zusammenhänge aus der gesamtwirtschaftlichen Perspektive erforscht.

Mikroökonomie

Die Mikroökonomie ist jener Teilbereich der Volkswirtschaftslehre, der sich mit dem wirtschaftlichen Verhalten von z. B. Konsument*innen, Haushalten oder Unternehmen beschäftigt.

NAFTA

Abk. für North American Free Trade Agreement. Freihandelszone zwischen Kanada, Mexiko und den USA.

Ökonometrie

eine Teildisziplin der Wirtschaftswissenschaften. Mit Hilfe von mathematischen und statistischen Methoden werden wirtschaftstheoretische Modelle entwickelt und auf ihre Aussagekraft hin überprüft.

Ökonomie

Ökonomie ist die griechische Bezeichnung für Wirtschaft.

Der Begriff Ökonomie steht auch für Wirtschaftssystem und bezeichnet u. a. das geregelte (also nicht zufällige, ungeplante) Zusammenwirken der verschiedenen Wirtschaftsakteur*innen (z. B. Betriebe, Haushalte, öffentliche Hand), insbesondere wie die Herstellung, die Verteilung und der Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen organisiert ist.

ökonomisch

  1. die Wirtschaft betreffend
  2. wirtschaftlich
  3. sparsam

Systems Engineering

ein interdisziplinär ausgerichteter Wissenschaftszweig, der in der Wirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. Systems Engineering versucht, große und komplexe Systeme in kleinere Systeme zu zerlegen und zu verwalten.