Tauchlehrer*in

Tauchlehrer*innen arbeiten in Tauchschulen und Tauchvereinen und vermitteln im theoretischen und praktischen Unterricht Kenntnisse und Fertigkeiten im Tauchen. Sie unterrichten Einzelpersonen und Gruppen aller Altersklassen und erstellen für ihre Schüler*innen individuelle Trainingsprogramme. Sie erklären die Handhabung von Tauchausrüstung und Atemgasflaschen und vermitteln die richtige Atemtechnik. Der Unterricht findet in Schwimmhallen und Tauchbecken, später im Freien (in Seen oder im Meer) statt. Tauchlehrer*innen arbeiten gemeinsam mit ihren Schüler*innen und haben Kontakt mit Berufskolleg*innen sowie mit den Büromitarbeiter*innen.

Sonstiger Beruf
Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Kenntnisse und Fertigkeiten durch theoretischen und praktischen Tauchunterricht vermitteln
  • tauchspezifische Ausbildung für Anfänger*innen und Fortgeschrittene durchführen
  • Tauchpraxis im Schwimmbecken oder Freiwasser schulen
  • den Umgang mit modernen Tauchgeräten vermitteln
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen, Rettungstauchtechniken beibringen
  • Tauchgänge begleiten, Tauchprüfungen abnehmen
  • Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an Ausrüstungsgegenständen durchführen
  • bei Fragen zur sportlichen Ausrüstung beraten und informieren, Trainingspläne erstellen
  • Tauchgänge und Tauchreisen organisieren
  • diverse administrative und organisatorische Aufgaben durchführen

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Beweglichkeit
  • gute körperliche Verfassung
  • gute Reaktionsfähigkeit
  • Sportlichkeit
  • Wetterfest

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • didaktische Fähigkeiten
  • gute Beobachtungsgabe
  • guter Orientierungssinn

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Hilfsbereitschaft
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung
  • Motivationsfähigkeit

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Freundlichkeit
  • Geduld
  • Sicherheitsbewusstsein

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Mobilität (wechselnde Arbeitsorte)
  • Risikobewusstsein

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit

Ausbildungsprogramme werden von Tauchschulen und -verbänden angeboten. Am häufigsten werden so genannte PADI Kurse abgehalten, da die PADI Zertifizierung eine der weltweit anerkanntesten ist.

Die Dauer der Ausbildung hängt (nach Absolvierung der Amateur*innenausbildung, welche die Ausbildungsstufen „Open Water Diver“, „Advanced Open Water Diver“ und „Rescue Diver“ beinhaltet) von der zeitlichen Möglichkeit und dem persönlichen Einsatz (die theoretische Ausbildung erfolgt zu einem großen Teil daheim im Selbstunterricht) der Auszubildenden ab. Die praktische Ausbildung erfolgt im Pool und während der Ferien-/Urlaubszeit im Mittelmeer. Im Schnitt müssen rund 1 bis 2 Jahre bis zur Erlangung des Tauchlehrer*innendiploms (abhängig von der Anzahl der absolvierten Module) gerechnet werden.

Ausbildung zum Divemaster (PADI)
Voraussetzungen: Zertifikat „Open Water Diver“, „Advanced Open Water Diver“ und „Rescue Diver“ und „Medic First Aid“-Kurs, das nicht älter als drei Jahre sein darf sowie 60 Tauchgänge.
Kursinhalte: Vermittlung von theoretischen Kenntnissen auf Instructor-Niveau, Vermittlung der Fähigkeiten, um Tauchaktivitäten organisieren, durchführen und überwachen zu können.
Abschluss: Divemasterdiplom

Ausbildung zum/zur professionellen Tauchlehrer*in (PADI Instructor development Kurs)
Dauer: rund 9 Tage
Voraussetzungen: Absolvierung der oben genannten Module
Inhalt: Anwendung der erworbenen Tauchfertigkeiten und Kenntnisse, um sie im Klassenzimmer, Schwimmbad und Freiwasser zu lehren.
Abschluss: Nach positiv bestandener Abschlussprüfung (zweitägige Prüfung) erhält man das Zertifikat „Instructor“.

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:

a) Freie Berufe:

  • als Sportlehrer*in fallen Tauchlehrer*innen in den Bereich der vortragenden und lehrenden Tätigkeiten (Privatunterrichte)
(Hinweis: soweit sich die Tätigkeit auf die Planung und Anleitung (Unterricht, Privatunterricht) zu Fitnessübung für Gruppen oder Einzelpersonen beschränkt und keine weitergehenden Beratungsleistungen damit verbunden sind, die in den Rahmen eines Reglementierten Gewerbes fallen könnten.)

Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe, Vortragende oder andere selbstständige Unterrichtstätigkeiten). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist/Journalistin, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.

b) Freies Gewerbe: Tauchunternehmen

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:

ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

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Arbeitsbereiche

Tauchlehrer*innen unterrichten die Theorie und Praxis des Tauchens. Sie arbeiten mit Einzelpersonen und Gruppen, mit Anfänger*innen und Fortgeschrittenen verschiedener Altersstufen. Sie führen in den Unterrichtsräumen von Tauchvereinen und -schulen vorerst die theoretische Tauchausbildung durch, wobei sie Grundkenntnisse vermitteln, über Tauchgeräte informieren und in den entsprechenden Umgang mit der Tauchausrüstung einführen. Tauchlehrer*innen lehren die richtige Atemtechnik und Handhabung der Atemgasgeräte (auch Pressluftflaschen). Mit Anfänger*innen üben sie die nötigte Techniken zuerst im Schwimm- bzw. Tauchbecken, anschließend wiederholen und verbessern sie diese im Freiwassertraining, wobei sie mitunter auch Videoaufzeichnungen einsetzen, um mit ihren Schüler*innen Bewegungsabläufe zu studieren und zu korrigieren. Tauchlehrer*innen üben mit ihren Schüler*innen auch in Seen und im Meer, wobei ein Teil ihrer Arbeit auch Schulungen in Nacht- und Navigationstauchen beinhaltet.

Weiters unterrichten Tauchlehrer*innen Erste-Hilfe-Maßnahmen und Rettungstauchen, Herz-Lungen-Wiederbelebung, Selbstrettung, Stressbewältigung und Notfall-Management. Sie führen an den Ausrüstungsgegenständen verschiedene Reinigungs- und Wartungsarbeiten durch. Für ihre Schüler*innen erstellen sie Trainingspläne und planen und organisieren Tauchgänge und Tauchreisen.

Arbeitsmittel

Tauchlehrer*innen arbeiten mit modernen Tauchgeräten (z. B. Leichttauchgeräte, Atemgasflaschen bzw. Pressluftflaschen, Atemgaskompressoren, Mischgasfüllanlagen, Druckmindersysteme), Tauchbekleidung (Neoprenanzüge) und verschiedenen Trainingsgeräten. Sie verwenden Fachliteratur, Trainingspläne und Lehrfilme und setzen gegebenenfalls Unterwasserkameras ein.

Arbeitsumfeld

Tauchlehrer*innen arbeiten in den Unterrichtsräumen, Schwimmhallen, in Tauchbecken von Tauchschulen sowie im offenen Wasser (Seen, Meere, Flüsse). Tauchlehrer*innen arbeiten mit ihren Schüler*innen zusammen und haben Kontakt mit Berufskolleg*innen sowie mit den Büromitarbeiter*innen in der Verwaltung der Tauchschulen.

  • Tauchschulen und Tauchsportclubs

Weiterbildungsmöglichkeiten sind u. a. durch verschiedene Spezialisierungen (z. B. Bootstauchen, Tieftauchen, Tauchen bei Nacht und eingeschränkter Sicht, Unterwasser-Fotografie und Wracktauchen) gegeben und durch Ausbildungen, die zum Abhalten von Ausbildungsprogrammen für Tauchlehrer*innen qualifizieren („Instructor Trainer“).

Für Tauchlehrer*innen bietet sich als Weiterbildung die staatliche Lehrwarte- bzw. Instruktor*innenausbildung, die staatliche Trainer*innenausbildung oder die Diplomtrainer*innenausbildung an.
Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der österreichischen Bundessportakademie.

Weiterbildungen in den Bereichen Sport-, Event- und Vereinsmanagement können den Grundstein zu einer Karriere als Sport- und Eventmanager*in legen. Auch der Sportjournalismus, die Gesundheits- und Sporttherapie, die Sportartikelindustrie und der Sportartikelhandel sowie die Bereiche Ernährungsberatung oder Mental-Coaching bieten Karrierechancen für Tauchlehrerinnen die sich beruflich weiterentwickeln möchten.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung: