REFA-Techniker*innen untersuchen, messen und berechnen Arbeitsabläufe, insbesondere innerhalb der industriellen Produktion. Sie analysieren die einzelnen Arbeitsschritte und Bewegungsabläufe der Mitarbeiter*innen und Fachkräfte und identifizieren Schwachstellen und ineffiziente Arbeitsprozesse.
Auf der Grundlage ihrer Messungen und Berechnungen erstellen sie Konzepte für Verbesserungs-, Optimierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen im Produktionsprozess. Die Berechnungen der REFA-Techniker*innen dienen auch als Basis der Kostenrechnung und Entlohnung der Mitarbeiter*innen. REFA-Techniker*innen arbeiten eigenständig sowie in Teams und stehen in engem Kontakt mit Leitungs- und Führungskräften der verschiedenen betrieblichen Abteilungen.
Hinweis: Im Unterschied zu Arbeitsplatzbewerter*innen oder Arbeitswissenschafter*innen sind REFA-Techniker*innen in erster Linie mit der Messung, Berechnung und Optimierung von einzelnen Arbeitsschritten in einem Produktionsprozess befasst, während erstgenannte vorwiegend ergonomische, soziale, psychologische Aspekte von Arbeitsplätzen bzw. von Erwerbsarbeit im Allgemeinen erforschen. Überschneidungen in den Tätigkeitsprofilen dieser drei Berufe sind aber natürlich gegeben.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Für den Beruf REFA-Techniker*in ist in der Regel eine abgeschlossene Schulausbildung mit wirtschaftlich-technischem Schwerpunkt (z. B. HTL) oder ein abgeschlossenes Universitäts- oder Fachhochschulstudium z. B. in Wirtschaftsingenieurwesen oder Betriebstechnik erforderlich.
Auch die Ausbildung in einem facheinschlägigen Lehrberuf ermöglicht mit entsprechender Weiterbildung den Zugang zum/zur Beruf REFA-Techniker*in.
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Dual
Voraussetzungen:
Reifeprüfung, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung facheinschlägige berufliche Qualifikationen (z. B. Lehre, Werkmeisterabschluss, BMS-Abschluss) mit Zusatzprüfung
Abschluss:
Bachelor of Science in Engineering (BSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Info:
Vertiefungsrichtungen:
Weitere Infos: https://www.fh-joanneum.at/
FH Joanneum – Standort Graz
Alte Poststraße 149/Weitere Adressen: Alte Poststraße 147, 149, 152 + 154; Eggenberger Allee 11 + 13; Eckertstraße 30i
8020 Graz
Tel.: +43 (0)316 / 54 53-8200
Fax: +43 (0)316 / 54 53-8201
email: info@fh-joanneum.at
Internet: https://www.fh-joanneum.at
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Berufsbegleitend und Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Bachelor of Science (BSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudiengängen
Info:
Lehrinhalte: Technik, Betriebswirtschaft, Betriebstechnik, Logistik, Technisches Produktmanagement, IT-Management, Prozessmanagement. Im Masterstudium stehen folgende Spezialisierungen zur Auswahl: Supply Chain Engineering, Produktions- und Prozessmanagement oder Technisches Produktmanagement.
Kosten: EUR 363,36 pro Semester + ÖH-Beitrag
Weitere Infos: https://www.fhwn.ac.at/studiengang/bachelor-wirtschaftsingenieur
Fachhochschule Wiener Neustadt
Johannes Gutenberg-Strasse 3
2700 Wiener Neustadt
Tel.: +43 (0)5 0421 1
Fax: +43 (0)2622 / 890 84 -99
email: office@fhwn.ac.at
Internet: https://www.fhwn.ac.at/
Schwerpunkte:
Standort Campus 1: Johannes Gutenberg-Straße 3
Standort City Campus: Schlögelgasse 22-26
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Berufsbegleitend und Vollzeit
Voraussetzungen:
Personen ohne Hochschulreife mit einschlägiger beruflicher Qualifikation und Personen mit deutscher Fachhochschulreife haben zur Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen Zusatzprüfungen in ausgewählten Fächern abzulegen.
Abschluss:
Bachelor of Science in Engineering (BSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Info:
Die Schnittstellen zwischen den Bereichen Technik und Wirtschaft werden in der heutigen Berufswelt immer wichtiger. AbsolventInnen des Fachhochschul-Bachelorstudiums Wirtschaftsingenieurwesen sind in eben diesen beiden Berufsfeldern tätig und beherrschen die Grundlagen und interdisziplinären Verknüpfungen beider Bereiche. WirtschaftsingenieurInnen sind befähigt, technische Problemlösungen wirtschaftlich zu bewerten und unter Anwendung kaufmännischer Grundsätze für das Unternehmen zu nutzen.
Organisationsform:
Die Organisationsform als Vollzeitstudium oder berufsbegleitend ist abhängig vom jeweiligen Anbietern. Informationen dazu findest du auf den Webseiten der Fachhochschulen.Lerninhalte
Berufsfelder
Weitere Infos: https://www.fachhochschulen.ac.at
FH Kärnten – Campus Villach
Europastraße 4
9524 Villach
Tel.: +43 (0)5 90 500 -7700
email: villach@fh-kaernten.at
Internet: https://www.fh-kaernten.at
FH Kufstein Tirol
Andreas Hofer Straße 7
6330 Kufstein
Tel.: +43 (0)5372 / 718 19-0
email: info@fh-kufstein.ac.at
Internet: https://www.fh-kufstein.ac.at/
MCI – Internationale Hochschule GmbH
Universitätsstraße 15
6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0)512 / 20 70 -0
Fax: +43 (0)512 / 20 70 -1099
email: office@mci.edu
Internet: https://www.mci.edu/
FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences
Hochschulstraße 1
6850 Dornbirn
Tel.: +43 (0)5572 / 792-0
Fax: +43 (0)5572 / 792-9500
email: info@fhv.at
Internet: https://www.fhv.at
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Berufsbegleitend
Voraussetzungen:
Abschluss:
Master of Science in Engineering (MSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Info:
Lehrinhalte und Berufsfelder
Berufsfelder: WirtschaftsingenieurInnen sind aufgrund ihrer starken technischen Prägung von der Entwicklung über Fertigung und Produktionsmanagement bis hin zu Marketing und Vertrieb in einem internationalen Umfeld einsetzbar und in der Lage, unternehmensadäquate Technologielösungen zu entwerfen und umzusetzen.
Weitere Infos: https://www.mci.edu/de/studium/master/wirtschaftsingenieurwesen
MCI – Internationale Hochschule GmbH
Universitätsstraße 15
6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0)512 / 20 70 -0
Fax: +43 (0)512 / 20 70 -1099
email: office@mci.edu
Internet: https://www.mci.edu/
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 bis 9 Semester
Form: Fernstudium / Fernlehrgang (Online oder Hybrid)
Voraussetzungen:
Abschluss:
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudiengängen
Info:
In Kooperation mit der Hamburger Fern-Hochschule
Kosten:
Inhalte:
Schwerpunkte:
Weitere Infos: https://www.hfh-fernstudium.de/bachelor-wirtschaftsingenieurwesen
BFI Oberösterreich – Standort Traun
Kremstalstraße 6
4050 Traun
Tel.: +43 (0)810 00 4005
email: service.linz@bfi-ooe.at
Internet: https://www.bfi-ooe.at
Hamburger Fern-Hochschule (HFH) Studienzentrum Linz am BFI Campus Traun
Kremstalstraße 6
4050 Traun
Tel.: +43 (0)732 / 692 26 900
email: info@hfh-fernstudium.de
Internet: https://www.hfh-fernstudium.de/studienzentrum-oesterreich-linz
BFI Steiermark – Bildungszentrum Graz West
Eggenberger Allee 15
8020 Graz
Tel.: +43 (0)5 7270 -2200
Fax: + 43 (0)5 7270 -2299
email: grazwest@bfi-stmk.at
Internet: https://www.bfi-stmk.at/kontakt/bildungszentrum-graz-west.html
Hamburger Fern-Hochschule (HFH) Studienzentrum Graz
Waagner Biro Straße 108/108a
8020 Graz
Tel.: +43 (0)664 807278 2127
Fax: +43 (0)5 72 70 2299
email: info@hfh-fernstudium.de
Internet: https://www.hfh-fernstudium.de/studienzentrum-oesterreich-graz
Hamburger Fern-Hochschule (HFH) Studienzentrum Judenburg
Robert-Stolz-Gasse 24
8720 Knittelfeld
Tel.: +43 (0)5 72 70 -2127
Fax: +43 (0)5 72 70 -2299
email: info@hfh-fernstudium.de
Internet: https://www.hfh-fernstudium.de/studienzentrum-oesterreich-judenburg
Hamburger Fern-Hochschule (HFH) Studienzentrum Feldkirch
Widnau 2-4
6800 Feldkirch
Tel.: +43 (0)5522 / 70 200
email: info@hfh-fernstudium.de
Internet: https://www.hfh-fernstudium.de/studienzentrum-oesterreich-feldkirch
BFI Wien
Alfred-Dallinger-Platz 1
1030 Wien
Tel.: +43 1 811 78 -10100
Fax: +43 1 811 78 -10111
email: information@bfi.wien
Internet: https://www.bfi.wien
Hamburger Fern-Hochschule (HFH) Studienzentrum Wien
Alfred-Dallinger-Platz 1
1030 Wien
Tel.: +43 (0)1 811 78 10131
email: info@hfh-fernstudium.de
Internet: https://www.hfh-fernstudium.de/studienzentrum-oesterreich-wien
Art: Masterstudium
Dauer: 3 bis 5 Semester
Form: Fernstudium / Fernlehrgang (Online oder Hybrid)
Voraussetzungen:
Abschluss: Master of Engineering, Master of Science 60, 90 od. 120 ECTS
Info:
In Kooperation mit der Hamburger Fern-Hochschule
Kosten: EUR 8.424,00 bis 10.980,00 (EUR 468,00 – EUR 366,00 je Semester) – je nach Studiendauer bzw. -abschluss; EUR 900,00 Prüfungsgebühr Abschlussarbeit
Der Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen kann entweder als Master of Science (M.Sc.) oder – unter bestimmten Voraussetzungen – alternativ als Master of Engineering (M.Eng.) abschließen. Diese Voraussetzungen sind: Erfolgreicher Abschluss als Bachelor of Engineering (B.Eng.) (oder eines vergleichbaren Abschlusses als Dipl.-Ing. oder Dipl.-Ing. (FH)) sowie eine deutlich überwiegende technische Ausrichtung der Abschlussarbeit im Masterstudiengang.
Berufsbereiche nach Abschluss:
Inhalte:
3 Semester (60 ECTS Credit Points)Weitere Infos: https://www.hfh-fernstudium.de/master-wirtschaftsingenieurwesen
BFI Oberösterreich – Standort Traun
Kremstalstraße 6
4050 Traun
Tel.: +43 (0)810 00 4005
email: service.linz@bfi-ooe.at
Internet: https://www.bfi-ooe.at
Hamburger Fern-Hochschule (HFH) Studienzentrum Linz am BFI Campus Traun
Kremstalstraße 6
4050 Traun
Tel.: +43 (0)732 / 692 26 900
email: info@hfh-fernstudium.de
Internet: https://www.hfh-fernstudium.de/studienzentrum-oesterreich-linz
BFI Wien
Alfred-Dallinger-Platz 1
1030 Wien
Tel.: +43 1 811 78 -10100
Fax: +43 1 811 78 -10111
email: information@bfi.wien
Internet: https://www.bfi.wien
Hamburger Fern-Hochschule (HFH) Studienzentrum Wien
Alfred-Dallinger-Platz 1
1030 Wien
Tel.: +43 (0)1 811 78 10131
email: info@hfh-fernstudium.de
Internet: https://www.hfh-fernstudium.de/studienzentrum-oesterreich-wien
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Bachelor of Arts (BA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Institut für Film und Fernsehen – Filmakademie Wien
Metternichgasse 12/Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
1030 Wien
Tel.: +43 (0)1 711 55 -2902
Fax: +43 (0)1 711 55 -2999
email: filmakademie@mdw.ac.at
Internet: https://www.filmakademie.wien
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Arts (MA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Institut für Film und Fernsehen – Filmakademie Wien
Metternichgasse 12/Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
1030 Wien
Tel.: +43 (0)1 711 55 -2902
Fax: +43 (0)1 711 55 -2999
email: filmakademie@mdw.ac.at
Internet: https://www.filmakademie.wien
Art: Sonstige Ausbildung
Dauer: 3 Module, gesamt 128-200 Lehreinheiten
Form: Berufsbegleitend
Voraussetzungen:
Abschluss:
Nach erfolgreicher Absolvierung der Grundausbildung wird der „REFA-Grundschein Arbeitsorganisation“ verliehen sowie der Titel „REFA-ArbeitsorganisatorIn“ sowie Zeugnisse über die abgelegten Teile
Info:
Hinweis: Die REFA Methodenlehre ist eine international standardisierte Ausbildungsmöglichkeit, mit der betriebliche Abläufe effizient und produktiv gestaltet werden können: Das Angebot umfasst eine dreiteilige REFA-Grundausbildung 2.0 bzw. 4.0 sowie Spezialkurse, z.B. REFA-ProduktionsplanerIn, REFA-KostencontrollerIn, REFA-Trainee of Leadership, REFE-TechnikerIn für Industrial Engeneering
Dauer der REFA-Grundausbildung: 3 Module mit einer Gesamtdauer von – je nach Bundesland – 128-200 Lehreinheiten
Kosten: Gesamtkosten: EUR 1,750,00 – EUR 3.000,00
Zielgruppe: Personen, die in der Arbeitsvorbereitung bzw. in der Produktionsplanung oder -steuerung tätig sind
Inhalte der REFA-Grundausbildung:
REFA-Grundausbildung Teil 1, Teil 2 und Teil 3
WIFI Niederösterreich
Mariazeller Straße 97
3100 St. Pölten
Tel.: +43 (0)2742 / 851 -20000
email: kundenservice@noe.wifi.at
Internet: https://www.noe.wifi.at/
WIFI Oberösterreich
Wiener Straße 150
4021 Linz
Tel.: +43 (0)5 7000 -77
Fax: +43 (0)5 7000 -7609
email: kundenservice@wifi-ooe.at
Internet: http://www.wifi-ooe.at
WIFI Salzburg
Julius-Raab-Platz 2
5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 / 88 88 -411
Fax: +43 (0)662 / 88 32 14
email: info@wifisalzburg.at
Internet: https://www.wifisalzburg.at/
WIFI Steiermark
Körblergasse 111-113
8021 Graz
Tel.: +43 (0)316 / 602 -1234
Fax: +43 (0)316 / 602 -301
email: info@wifi.wkstmk.at
Internet: https://www.stmk.wifi.at
WIFI Tirol
Egger-Lienz-Straße 116
6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0)5 90 905 -7000
Fax: +43 (0)5 90 905 -57777
email: info@wktirol.at
Internet: http://www.tirol.wifi.at
WIFI Wien
Währinger Gürtel 97
1180 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 476 77 -5555
Fax: +43 (0)1 / 476 77 -5588
email: Kundenservice@wifiwien.at
Internet: https://www.wifiwien.at/
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist unter anderem gegeben durch:
a) reglementierte Gewerbe:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes oder Handwerks sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
Liste der reglementierten Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der reglementierten Gewerbe
b) freie Berufe:
Voraussetzung dafür ist die Zulassung zur und Ablegung der Ziviltechnikerprüfung. Siehe dazu das Berufsprofil Ziviltechniker*in.
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt / Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt / Rechtsanwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
REFA-Techniker*innen untersuchen, planen und optimieren komplexe betriebliche Arbeitsprozesse, um diese möglichst effizient und kostengünstig zu gestalten. Dabei berücksichtigen sie wirtschaftliche, betriebsorganisatorische, produktionstechnische und ergonomische Gesichtspunkte. Sie optimieren Produktionsabläufe, planen und berechnen betriebliche Neustrukturierungen, ermitteln Rationalisierungsmöglichkeiten und setzen diese um. Außerdem planen sie Qualitätsmanagementsysteme und führen diese ein, verbessern betriebliche Informations- und Materialflusssysteme und bereiten Investitionsentscheidungen vor. Sie sind auch in Umstrukturierungen in der Arbeitsorganisation wie Gruppenarbeit oder flexible Arbeitszeiten einbezogen und setzen diese in der Praxis um.
REFA-Techniker*innen planen, gestalten und optimieren Arbeitsprozesse vorwiegend in der industriellen Produktion. Sie erledigen ihre Aufgaben weitgehend eigenständig, stimmen sich aber natürlich mit Kolleg*innen sowie mit Vorgesetzten ab. Das Erstellen von Konzepten zur Reorganisation von Produktionsabläufen erfordert Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. Bei der Einführung von Rationalisierungsmaßnahmen sind Organisationstalent und Durchsetzungsvermögen erforderlich, für das Überzeugen und Motivieren von Mitarbeiter*innen auch Sozialkompetenz und Führungsqualitäten.
Im Büro am Computer erstellen REFA-Techniker*innen z. B. Wirtschaftlichkeitsberechnungen. In Werkstätten, Produktionshallen und anderen Betriebsbereichen analysieren sie Arbeitsabläufe und Materialflüsse.
Hinweis: Die Abkürzung „REFA“ stammt ursprünglich von der Bezeichnung des deutschen REFA Bundesverbandes, der 1924 unter dem Namen „Reichsausschuss für Arbeitszeitermittlung“ gegründet wurde.
REFA-Techniker*innen arbeiten mit Unterlagen wie z. B. Wirtschaftlichkeits-, Schwachstellen-, Wert- und Kostenanalysen, Fertigungs- und Konstruktionsplanungen, Stücklisten, Zeittabellen, betriebliche Kennzahlen, Kalkulationen, Terminkalender. Sie bedienen Büroausstattung und Software, z. B. Computer/Laptops, Tabletts, CAM-/CIM-Systeme, Qualitätsmanagementsysteme, Internet, E-Mail- und Messengerdienste, Telefone.
REFA-Techniker*innen arbeiten vorwiegend in Werkstätten, Produktions- und Lagerhallen sowie in Büroräumen und Besprechungszimmern von Industriebetrieben oder größeren Gewerbebetrieben. Sie arbeiten im Team mit Fachkräften aus den unterschiedlichsten betrieblichen Bereichen, haben Kontakt zu Vertreter*innen von Behörden und stehen im ständigen Austausch mit dem Management der Betriebe.
REFA-Techniker*innen habe grundsätzlich geregelte Arbeitszeiten, müssen aber auch mit Mehrarbeit und Überstunden rechnen, wenn es gilt, eine Entwicklung rasch voranzutreiben oder wenn Probleme in den Abläufen auftreten.
Der Beruf REFA-Techniker*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):
REFA-Techniker*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten in vielen für REFA-Techniker*innen relevanten Bereichen wie z. B. Automatisierung, Digitalisierung, Elektrotechnik/Elektronik und dergleichen, aber auch zu betriebswirtschaftlichen Themen Kurse und Lehrgänge an.
Viele Betriebe führen zur beruflichen Weiterbildung der Mitarbeiter*innen regelmäßig innerbetriebliche Kurse, Seminare und Schulungen durch, größere Betriebe haben dazu zum Teil eigene Weiterbildungsakademien eingerichtet.
Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bietet außerdem der Besuch von Werkmeisterschulen. Darüber hinaus besteht für REFA-Techniker*innen die Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung und Höherqualifizierung in Form eines Bachelor- oder Masterstudiums bzw. (falls man bereits ein abgeschlossenes Studium hat) in Form eines Zweitstudiums.
Außerdem ist für REFA-Techniker*innen die laufende Lektüre von Fachzeitschriften und anderen Publikationen, die Vernetzung bei Fachmessen und Veranstaltungen und die Teilnahme an beruflichen Netzwerken eine wichtige Möglichkeit, sich auf dem neuesten Stand zu halten.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Arbeits- und Organisationspsychologie | Arbeits- und Organisationspsychologie beinhaltet Regelungen und Maßnahmen zur Steuerung des Ablaufs von Arbeitsschritten und Arbeitsprozessen. |
Assessment Center | Verfahren der Personalauswahl. Im Rahmen eines Assessment Centers durchlaufen BewerberInnen verschiedene Eignungstests, z. B. Intelligenztests, Persönlichkeitstests, Diskussionen oder Rollenspiele. |
Benchmarking | Eine Methode des Vergleichs von Unternehmen, um daraus zu lernen (Best Practices). Benchmarking wird meist von unabhängigen Dritten (z. B. Unternehmensberater*innen) ausgeführt, welche betriebliche Daten sammeln und auswerten. Schließlich werden die Ergebnisse mit den Teilnehmer*innen verglichen und besprochen. |
CAM | Abkürzung für "Computer Aided Manufacturing" (Computerunterstützte Produktion). |
CIM | Abkürzung für "Computer Integrated Manufacturing". CIM ist die datenmäßige Verknüpfung der industriellen Bereiche Entwicklung, Konstruktion, Planung, Fertigung, Montage und Qualitätssicherung über Datennetze (smart production). Ziele der CIM-Strategie sind u. a. die bessere Auslastung der Produktionsanlagen, die Verkürzung der Durchlaufzeiten, die Verringerung der Lagerhaltung sowie die Erhöhung der Produktionsflexibilität und damit der Anpassungsfähigkeit an die Markterfordernisse. |
Ergonomie | Ergonomie bezeichnet die Wissenschaft von der Gesetzmäßigkeit der menschlichen Arbeit. Ein anderer Bereich der Ergonomie ist die Gestaltung von leicht und komfortabel handhabbaren Produkten. |
Intelligente Systeme | Intelligente Systeme sind Systeme, die über Sensoren (mit denen Informationen aufgenommen werden) und Computersysteme (die diese Informationen verarbeiten) verfügen. Eingesetzt werden Intelligente Systeme z. B in der Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik, Medizintechnik oder Gebäudetechnik. |
Logistik | Unter Logistik wird die Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle des gesamten Material- und Warenflusses (und der Informationsweitergabe) verstanden, von den Lieferant*innen über den gesamten betrieblichen Produktionsprozess bis zu den Kund*innen. Bei der Logistik geht es also um die Bereitstellung der richtigen Güter, Leistungen und Informationen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort in der richtigen Menge und richtigen Qualität zu den richtigen Kosten. |
Management by Objectives (MbO) | Eine Managementstrategie: Die Steuerung des Unternehmens und seiner MitarbeiterInnen durch Zielvereinbarung und Zielvorgaben und nicht durch Anweisungen. |
Workflow-Management | Die Organisation und Optimierung (der bestmöglicher Einsatz) von Arbeitsprozessen und Arbeitsschritten. |