Einzelhandelskaufleute im Bereich Lebensmittelhandel verkaufen Lebensmittel und beraten ihre Kundinnen und Kunden. Sie bestellen Waren, übernehmen Lieferungen und sorgen für eine fachgerechte Lagerung. Dabei achten sie auf die Einhaltung der Hygienebestimmungen. Sie planen verkaufsfördernde Maßnahmen (z. B. Werbung) und setzen diese um. Außerdem dekorieren sie das Geschäftslokal passend zu den jahreszeitlichen Gegebenheiten (Weihnachten, Ostern etc.). Beim Verkauf ihrer Waren wickeln sie den Zahlungsverkehr ab. Für das Erledigen der anfallenden betriebswirtschaftlichen Tätigkeiten beherrschen sie den Umgang mit dem Computer.
Sie arbeiten in Betrieben des Lebensmitteleinzelhandels im Team mit ihren Berufskolleginnen/-kollegen und Hilfskräften und haben Kontakt zu Fachkräften aus anderen Abteilungen und ihren Kundinnen und Kunden.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.
Und so geht es:
Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.
Wie funktioniert die Vorbereitung?
Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.
Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.
Link: Häufig gestellte Fragen!
Die WKO-Bildungspfade geben dir einen Überblick über durchgängige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen am Beispiel der WKO Bildungsangebote. Der Bildungspfad Berufsreifeprüfung steht in allen Lehrberufen offen:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:
Freies Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“:
Freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde). Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist/Journalistin, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Durch die Verwandtschaftsregelung wird die Ausbildung in einem Lehrberuf auf Teile der Lehrzeit in anderen (verwandten) Lehrberufen angerechnet. Dadurch verkürzt sich die Lehrzeit bei der Ausbildung in einem weiteren Lehrberuf (oder auch beim Wechsel auf einen verwandten Lehrberuf). In manchen Fällen wird die Lehrzeit und die Lehrabschlussprüfung auch vollkommen ersetzt.
Bei folgenden verwandten Lehrberufen verkürzt sich die Lehrzeit im Ausmaß der angegebenen Lehrjahre. (Beispiel: Der Eintrag „1. voll“ bedeutet z. B., dass sich die Lehrzeit im verwandten Lehrberuf um ein Jahr verkürzt.)
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Der Einzelhandelsbereich Lebensmittel umfasst eine Vielzahl an Warengruppen, z. B. Milch und Milcherzeugnisse, Eier, Obst und Gemüse, Wurst- und Fleischwaren, Fisch, Wild und Geflügel, Brot und Backwaren, Getränke, Gewürze, Speisefette und -öle, Kaffee, Tee und Kakao, Süßwaren und Dauergebäck.
Einzelhandelskaufleute im Bereich Lebensmittelhandel ermitteln den Warenbedarf und bestellen Waren in entsprechender Qualität und Menge. Sie übernehmen Lieferungen, kontrollieren die Wareneingänge auf Qualität, Haltbarkeit und Frische und lagern die Waren unter Berücksichtigung von Hygiene, Licht- und Temperaturvorschriften. Sie präsentieren die Lebensmittel und Feinkostprodukte in den Verkaufsräumen, führen Dekorationsarbeiten durch, platzieren Aktionen und Sonderangebote und sind für die fachgerechte Beratung der Kundinnen und Kunden zuständig. Außerdem nehmen sie Bestellungen und Kundenaufträge entgegen und wickeln die Rechnungslegung und den Zahlungsverkehr ab.
Die zentrale Tätigkeit der Lebensmittelhändler*innen ist – wie bei allen Einzelhandelskaufleuten – der Verkauf der Waren. Sie beraten ihre Kunden und Kundinnen über das Warensortiment, über Eigenschaften, Qualität und Unterschiede der verschiedenen Angebote. Sie informieren über mögliche Alternativen, Preise, Mengen und wickeln auch die Zahlung ab. Bei Frage der Kunden/Kundinnen informieren sie über die Zubereitung von Lebensmitteln, Inhaltsstoffe, die Haltbarkeit und sachgemäße Lagerung. Sie machen Serviervorschläge und informieren über den richtigen Verzehr von Nahrungs- und Genussmitteln. Immer wichtiger wird es in der Kundenberatung auch, über mögliche Allergene und Unverträglichkeiten Bescheid zu wissen.
Ist ein Kunde/eine Kundin mit der gekauften/bestellten Ware einmal nicht zufrieden, weil diese z. B. verdorben ist, das Ablaufdatum überschritten ist oder eine falsche Menge etc. gewählt wurde, nehmen Einzelhandelskaufleute die Reklamation entgegen, tauschen die Waren um oder stellen Gutschriften aus.
Auch im Lebensmittelhandel wird die Verkaufsabwicklung über E-Commerce – also Verkaufsportale im Internet wichtiger. Für viele Einzelhandelskaufleute wird daher auch der sichere Umgang mit E-Commerce-Anwendungen erforderlich. Dabei spielt sowohl die rasche, als auch die richtige Abwicklung der Kundenbestellungen eine besondere Rolle. Im Lebensmittelhandel hat dabei die Abwicklung mit Zustelldiensten als wachsende Serviceleistung große Bedeutung.
Einzelhandelskaufleute im Bereich Lebensmittelhandel führen Warenlisten und arbeiten mit Kassen- und Lagersystemen, zum Beispiel Scanner- oder Datenkassen. Dabei bedienen sie Computer mit der entsprechenden Software, Telekommunikationsmittel und andere Bürogeräte. Vor allem hantieren sie aber mit ihren Produkten, den unterschiedlichsten Lebensmitteln.
Nachdem auch im Lebensmittelhandel der Internethandel an Bedeutung gewinnt, gehört für viele Einzelhandelskaufleute der Umgang mit E-Commerce mittlerweile zum Arbeitsalltag, d. h., immer häufiger werden Bestellungen über das Internet durchgeführt.
Einzelhandelskaufleute im Bereich Lebensmittelhandel arbeiten vorwiegend in den Verkaufsräumen von Lebensmittelgeschäften oder in Filialen von großen Lebensmittelhandelsketten (Supermärkten). Sie arbeiten mit Berufskolleginnen/-kollegen und Hilfskräften zusammen und haben Kontakt zu Lieferanten und zu ihren Kundinnen und Kunden sowie zu Fachkräften aus anderen Abteilungen (z. B. Lagerhaltung, Rechnungswesen).
Wie in anderen Einzelhandelsberufen arbeiten Lebensmittelhändler*innen häufig in Teilzeit und teilweise auch an Samstagen und am Abend. Im Einzelhandel arbeitet man viel im Stehen, was eine gewisse körperliche Fitness erfordert.
Der Beruf Einzelhandel – Lebensmittelhandel ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Einzelhandelskaufleute im Lebensmittelhandel sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Weiterbildungseinrichtungen wie zum Beispiel das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zahlreiche Kurse für den Bereich Handel an.
Viele Supermärkte und Lebensmittelbetriebe bieten regelmäßig interne Schulungen zu neuen Produkten und Sortimenten durch.
Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten weiters Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an berufsbildenden höheren Schulen (insb. Handelsakademien). Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.
Studium ohne Matura:
Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Bakterien | Bakterien sind einzellige Mikroorganismen ohne Zellkern. Sie eignen sich sehr gut für biotechnologische Produktionsverfahren, da sie in billigen Nährlösungen schnell vermehrt werden können. |
EAN | Europäische Artikel-Nummer. Diese befindet sich auf der Rückseite von Produktverpackungen und besteht meist aus einem Strichcode und einer Nummer. Die aufgedruckten schwarzen Striche werden an der Einkaufskasse mit einem Scanner gelesen, der die Daten an die Computerkasse weiterleitet. Dadurch erscheint am Display der Preis des jeweiligen Produkts. |
Label | Engl. für Marke bzw. Markenprodukte. |
Logistik | Unter Logistik wird die Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle des gesamten Material- und Warenflusses (und der Informationsweitergabe) verstanden, von den Lieferant*innen über den gesamten betrieblichen Produktionsprozess bis zu den Kund*innen. Bei der Logistik geht es also um die Bereitstellung der richtigen Güter, Leistungen und Informationen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort in der richtigen Menge und richtigen Qualität zu den richtigen Kosten. |
Multi-Channel-System | Multi-Channel-System (auch Multi-Channeling, Multi Channel Retailing) bezeichnet eine Vorgangsweise im Handel, bei der unterschiedliche Vertriebswege kombiniert werden, um die Kundinnen und Kunden optimal zu erreichen. Es werden beispielsweise der stationäre Verkauf im Geschäftslokal mit einem Online-Shop oder anderen Bestellsystemen wie Katalogen oder Telefonverkauf gemeinsam angeboten. |
Pasteurisieren | Hitzeverfahren zum Haltbarmachen von Lebensmitteln, vor allem von Milch. Das Verfahren ist nach dem Erfinder, dem französischen Chemiker Louis Pasteur benannt. Diese Methode gilt als die beste, um Keimfreiheit zu gewährleisten. Bei der Hitzebehandlung gehen aber auch Geschmack und viele wertvolle Vitamine verloren. |
Pökeln | durch Pökeln (österreichisch: suren) werden Fleisch- und Wurstwaren konserviert. Man verwendet dazu Kochsalz oder Nitritpökelsalz. |
Reklamation | Beanstandung |
Selchen/Selchfleisch | Im süddeutschen und österreichischen Raum wird für das Räuchern von Fleisch und Wurst auch der Begriff Selchen verwendet. |
Strichcode | - auch Barcode bzw. Balkencode; Datenträger auf Waren und Produkten, der Informationen beinhaltet, die mit Hilfe eines Lesegerätes (Scanner) erfasst und weitergeleitet werden (siehe auch EAN). |
vegane Küche | Vegane Küche und Ernährung verwendet keinerlei Produkte von Tieren, also neben Fleisch getöteter Tiere und den daraus hergestellten Lebensmitteln auch keine Produkte lebender Tiere wie z. B. Milch, Milchprodukte, Eier, Honig. Außerdem verwenden Veganer*innen auch sonst keine von Tieren gewonnenen Produkte wie z. B. Leder, Wolle, Pelz, Daunen oder Seide. Für mehr Infos siehe z. B. das Gesundheitsportal Österreichs. |
vegetarische Küche | Vegetarische Küche und Ernährung verwendet kein Fleisch getöteter Tiere und keine daraus hergestellten Lebensmittel. Das kann sowohl gesundheitliche Gründe haben, als auch moralische, ethische, ökologische oder auch geschmackliche. Für mehr Infos siehe z. B. das Gesundheitsportal Österreichs. |