Betriebslogistikkaufleute sind Spezialist*innen im Bereich Lagerhaltung. Sie arbeiten im Lager bzw. den Verwaltungsbüros von Gewerbe-, Handels- oder Industrieunternehmen sowie Speditionen und Transportunternehmen. Dort bestellen sie Waren und Rohstoffe, übernehmen Lieferungen, sorgen für die fachgerechte Lagerung und kontrollieren die Qualität. Sie stellen Dokumente und Formulare aus und führen entsprechende Aufzeichnungen. Dafür verwenden sie spezielle Software-Programme. Betriebslogistikkaufleute haben Kontakt zu Kund*innen und Lieferant*innen, zu Speditionen, zu Mitarbeiter*innen im Rechnungswesen, der Verwaltung, der Produktion, des Lagers und des Fuhrparks.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.
Und so geht es:
Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.
Wie funktioniert die Vorbereitung?
Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.
Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.
Link: Häufig gestellte Fragen!
Die WKO-Bildungspfade geben dir einen Überblick über durchgängige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen am Beispiel der WKO Bildungsangebote. Der Bildungspfad Berufsreifeprüfung steht in allen Lehrberufen offen:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist beispielsweise gegeben durch:
a) Freie Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Weitere Informationen und Kontakte:
Durch die Verwandtschaftsregelung wird die Ausbildung in einem Lehrberuf auf Teile der Lehrzeit in anderen (verwandten) Lehrberufen angerechnet. Dadurch verkürzt sich die Lehrzeit bei der Ausbildung in einem weiteren Lehrberuf (oder auch beim Wechsel auf einen verwandten Lehrberuf). In manchen Fällen wird die Lehrzeit und die Lehrabschlussprüfung auch vollkommen ersetzt.
Bei folgenden verwandten Lehrberufen verkürzt sich die Lehrzeit im Ausmaß der angegebenen Lehrjahre. (Beispiel: Der Eintrag „1. voll“ bedeutet z. B., dass sich die Lehrzeit im verwandten Lehrberuf um ein Jahr verkürzt.)
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
ABC-Analyse | Die ABC-Analyse ist ein Planungs- und Organisationsverfahren, das in der Lager- und Warenbewirtschaftung, aber auch in Werbung und Marketing eingesetzt wird. Die Analyse klassifiziert und systematisiert Güter, Materialien, KundInnen, LieferantInnen und andere Parameter je nach ihrer Bedeutung und Wichtigkeit/Dringlichkeit. In abfallender Reihenfolge A, B, C usw. ergibt sich eine Rangfolge, welche hilft, Präferenzen zu setzen und die betriebliche Planung auf jene Faktoren zu lenken, die für den Erfolg am meisten ausschlaggebend sind, und jene Faktoren zu kürzen oder zu streichen, die es am wenigsten sind. |
ADR | Das Europäische Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Es regelt Kennzeichnung, Transport und Verpackung von gefährlichen Gütern in Europa. |
EAN | Europäische Artikel-Nummer. Diese befindet sich auf der Rückseite von Produktverpackungen und besteht meist aus einem Strichcode und einer Nummer. Die aufgedruckten schwarzen Striche werden an der Einkaufskasse mit einem Scanner gelesen, der die Daten an die Computerkasse weiterleitet. Dadurch erscheint am Display der Preis des jeweiligen Produkts. |
ERP | ERP steht für Enterprise Resource Planung und meint vereinfacht die unternehmerische Aufgabe, Ressourcen (insbesondere Kapital, Personal, Betriebsmittel, Material und Informations- und Kommunikationstechnik) rechtzeitig und bedarfsgerecht zu planen und zu steuern. Damit sollen ein effizienter Ablauf der betrieblicher Wertschöpfungsprozesse und eine laufende optimierte Steuerung dieser Prozesse und Abläufe sichergestellt werden. In produzierenden Unternehmen gilt als eine Kernfunktion von ERP die Materialbedarfsplanung. Sie muss sicherstellen, dass alle für die Herstellung der Produkte erforderlichen Materialien an der richtigen Stelle, zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge zur Verfügung stehen. |
Inventory Controlling | Controlling im Bereich der betrieblichen Inventur. |
Inventur | Die Bestandsaufnahme der Vermögensteile und Schulden bzw. die Materialbestandsaufnahme eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt durch Zählen oder Messen. Sie wird z. B. anlässlich der Erstellung der Bilanz durchgeführt. |
Just-in-time | Ein wirtschaftliches Konzept der Geschäftstätigkeit mit dem Ziel hoher Termintreue, niedriger Bestände und kurzer Stand,- Lager- und Durchlaufzeiten: die Produkte werden genau zu dem Zeitpunkt fertiggestellt bzw. geliefert, zu dem sie gebraucht werden. Das erfordert eine äußerst genaue und effiziente Planung und Koordination der betrieblichen Bereiche Einkauf, Lager, Produktion und Vertrieb. |
Kommissionierung | Das Zusammenstellen von bestimmten Teilmengen aus einer vorhandenen Gesamtmenge aufgrund einer Kundenbestellung oder eines Produktionsauftrages. |
Lieferbereitschaftsgrad | Gibt an, in welchem Maß die jeweils nachgefragte Menge ausgeliefert werden kann. |
Logistik | Unter Logistik wird die Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle des gesamten Material- und Warenflusses (und der Informationsweitergabe) verstanden, von den Lieferant*innen über den gesamten betrieblichen Produktionsprozess bis zu den Kund*innen. Bei der Logistik geht es also um die Bereitstellung der richtigen Güter, Leistungen und Informationen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort in der richtigen Menge und richtigen Qualität zu den richtigen Kosten. |
LVS | Abkürzung für Lagerverwaltungssystem. |
Store Management | engl. für Lagerführung |
Strichcode | - auch Barcode bzw. Balkencode; Datenträger auf Waren und Produkten, der Informationen beinhaltet, die mit Hilfe eines Lesegerätes (Scanner) erfasst und weitergeleitet werden (siehe auch EAN). |