Datenbankadministrator*in

Datenbankadministrator*innen bedienen und betreiben Datenbanken und Datenbanksysteme aller Art. Sie warten die Inhalte, speisen neue Datensätze ein und halten die Daten immer auf dem aktuellen Stand. Dabei arbeiten sie mit modernen Softwareprogrammen und Content Management Systemen. Datenbanken werden in Unternehmen und Organisationen aller Wirtschaftszweige und Branchen eingesetzt, aber auch in öffentlichen Institutionen wie z. B. Krankenhäuser, Bibliotheken und Archiven, Sozialversicherungsanstalten, Behörden und dergleichen.

Datenbankadministrator*innen arbeiten in betriebsinternen IT-Abteilungen oder bei IT-Servicebetrieben. Sie arbeiten eigenständig sowie im Team mit verschiedenen IT-Fachkräften und haben Kontakt zu Vorgesetzten, Mitarbeiter*innen aus allen Unternehmensabteilungen und Kundinnen und Kunden.

Siehe auch den Beruf Database Professional (m./w./d.).

Beruf mit schulischer (Fach-)ausbildung
Hauptberuf

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gutes Sehvermögen (viel Lesen bzw. Arbeiten am Computer)

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • mathematisches Verständnis
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Aufgeschlossenheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Eigeninitiative
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Geduld
  • Verschwiegenheit / Diskretion

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • komplexes / vernetztes Denken
  • Koordinationsfähigkeit
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:

Freies Gewerbe:

  • Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:


ALLGEMEINE HINWEISE:

Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.

Weitere Informationen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Big Data

Bezeichnung für gigantisch große Datenmengen, die mitunter global gesammelt werden - wie z. B. (Kunden-)Daten aus Social Media Plattformen, von Internet- und E-Maildiensten sowie von Verkehrsbetrieben, Fluglinien, Banken und Versicherungen.

Bug

Fachbegriff, mit dem ein Fehler in einer Software bezeichnet wird

Content Management System (CMS)

Im EDV-Gebrauch umfasst der Begriff Content (zu deutsch Inhalt) gleichermaßen Texte, Audio und Video - eigentlich alles, was in digitaler Form vorliegt und irgendwie ausgegeben oder weiterverarbeitet werden kann. Management (zu deutsch Verwaltung) bedeutet in diesem Kontext die reine Informationsverwaltung unabhängig von ihrer Präsentation und dem gewählten Ausgabemedium. Das CMS ist dafür verantwortlich, welcher Inhalt von wem, wann, wohin und wie veröffentlicht werden soll.

Edge Computing

Edge Computing bezeichnet die dezentrale Datenverarbeitung am sogenannten "Edge" (engl. für Rand) oder an der Netzwerkperipherie in Echtzeit, vor Ort. Bei Edge Computing werden Maschinen- und Sensordaten direkt vor Ort gespeichert, analysiert und ausgewertet - z. B. in Fertigungshallen, in autonomen Fahrzeugen oder in Containerschiffen, sodass KI-basierte Geräte, Sensoren und Maschinen unmittelbar miteinander kommunizieren und sich aufeinander abstimmt können.

Edge Computing steht damit im Gegensatz zu zentralen Datenspeicherung und Datenverarbeitung in Rechenzentren, Servern oder Clouds. Durch die physische Distanz entstehen Verzögerungen in der Datenübertragung.

Hierarchisches Datenmodell

Datenmodell, bei dem ein Datensatz mit allen hierarchisch (in pyramidenförmiger Rangordnung) von ihm abhängigen Datensätzen als Einheit betrachtet wird. Dieses Konzept eignet sich für Beziehungen, bei denen sich aus einem Oberbegriff viele Unterbegriffe ableiten lassen. Eine Beziehung zwischen einzelnen, in verschiedenen Ebenen abgespeicherten Datensätzen ist jedoch nicht möglich.

HTML

Abkürzung für "Hypertext Markup Language". Eine Programmiersprache zur Dokument-Erstellung im Internet (z. B. Homepages).

Relationales Datenmodell

Ein Datenmodell bestimmt, nach welcher Ordnung Daten in einer Datenbank aufgebaut werden. Eine relationale Datenbank besteht ausschließlich aus Tabellen. Ein Zugriff erfolgt immer über diese Tabellen. Da leicht neue Tabellen hinzugefügt oder gelöscht werden können, sind spätere Änderungen des Datenbankaufbaus relativ leicht möglich.

Smart Data

Als Smart Data werden große Datenmengen (Big Data) bezeichnet die, nach bestimmten Vorgaben gesammelt, geordnet und analysiert wurden. Erst dadurch wird Big Data zu Smart Data und hilft dabei, nützliche Erkenntnisse aus den Daten zu erhalten.

SQL

'Structured Query Language' ist eine standardisierte Abfragesprache für Datenbanksysteme