Kunststofftechnologie (Lehrberuf)

Kunststofftechnolog*innen (Fachkräfte im Beruf Kunststofftechnologie) stellen Kunststoffartikel, Halbfabrikate und Bauteile her. Dazu zählen z. B. Haushalts- und Küchengeräte, Dosen, Deckel, Gehäuse, ebenso wie Rohre, Folien, Verpackungen, Fahr- und Flugzeugteile oder Kunststoffteile für andere Bauzwecke. Sie bedienen, steuern und programmieren verschiedene, meist computergesteuerte Maschinen und Anlagen, wenden aber auch mechanische Verfahren wie z. B. Sägen, Bohren, Schneiden, Kleben, Löten oder Härten an.

Kunststofftechnolog*innen arbeiten in Werkstätten und Werkhallen von Betrieben der Kunststoffverarbeitung im Team mit Berufskolleg*innen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften in der Produktion und Entwicklung.

Während Kunststofftechnolog*innen mit Lehrausbildung vorwiegend in der praktischen Erzeugung von Kunststoffen tätig sind, befassen sich Kunststofftechniker*innen mit akademischer oder höherer schulischen Ausbildung verstärkt mit der Erforschung, Entwicklung und Verbesserung von Produktionsanlagen, Herstellungsverfahren und Prüfmethoden der Kunststofftechnik.

Lehrberuf
Hauptberuf
Lehrzeit:
4 Jahre

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Werkzeichnungen und technische Unterlagen lesen und anwenden
  • an der Produkt- und Fertigungsentwicklung mitwirken
  • Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden festlegen
  • Arbeitsabläufe planen und steuern, Arbeitsergebnisse beurteilen, Qualitätsmanagementsysteme anwenden
  • technische Daten über den Arbeitsablauf und die Arbeitsergebnisse erfassen, dokumentieren und beurteilen
  • Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen, Sicherheitsstandards und Umweltstandards ausführen
  • erforderliche Materialien berechnen, auswählen, aufbereiten, beschaffen und überprüfen
  • Kunststoffrohstoffe und Kunststoffhalbzeug spanend und spanlos bearbeiten
  • Maschinen und Anlagen nach Vorgabe rüsten, prüfen und in Betrieb nehmen
  • Produkte aller Art aus Kunststoffen unter Verwendung von branchenüblichen Verarbeitungstechniken herstellen
  • die Parameter von Oberflächenveredelungsanlagen einstellen, Oberflächen veredeln
  • Prozess- und Produktionsdaten erfassen und dokumentieren
  • Mängel erkennen und beheben
  • neue Kunststoffprodukte nach Vorgaben entwickeln, Zeichnungen erstellen und Berechnungen durchführen
  • Restprodukte verwerten und fachgerecht entsorgen

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gute körperliche Verfassung
  • Unempfindlichkeit gegenüber chemischen Stoffen

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • chemisches Verständnis
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • Gefühl für Farben und Formen
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisches Verständnis
  • Zahlenverständnis und Rechnen

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Aufgeschlossenheit
  • Kommunikationsfähigkeit

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Kreativität
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Prozessverständnis
  • systematische Arbeitsweise

Die Ausbildung zur Fachkraft im Beruf Kunststofftechnologie erfolgt im Lehrberuf Kunststofftechnologie und dauert 4 Jahre. Für Maturant*innen besteht neben der „klassischen“ Lehre die Möglichkeit den Beruf im Rahmen einer Dualen Akademie zu erlernen.

Die Ausbildung erfolgt als Lehrausbildung (= Duale Ausbildung). Voraussetzung dafür ist die Erfüllung der 9-jährigen Schulpflicht und eine Lehrstelle in einem Ausbildungsbetrieb. Die Ausbildung erfolgt überwiegend im Ausbildungsbetrieb und begleitend dazu in der Berufsschule. Die Berufsschule vermittelt den theoretischen Hintergrund, den du für die erfolgreiche Ausübung deines Berufs benötigst.

Wichtig: Der Besuch der Berufsschule setzt im Normalfall eine (betriebliche) Lehrstelle voraus. Du kannst dir deine Berufsschule NICHT aussuchen, sondern wirst ihr zugewiesen.

Dauer: 4 Jahre

Form: Dual

Voraussetzungen:

  • Erfüllung der 9-jährigen Schulpflicht

Abschluss:

Lehrabschlussprüfung im Beruf Kunststofftechnologie
Mit erfolgreicher Lehrabschlussprüfung sind die Lehrabsolvent*innen berechtigt die Berufsbezeichnung Fachkraft im Lehrberuf Kunststofftechnologie zu tragen.

Berechtigungen:

  • Ausübung des erlernten Berufes
  • Zugang zur Meisterprüfung im Fachbereich, zu Werkmeisterschulen, zur Berufsreifeprüfung und zu einschlägigen Weiterbildungsangeboten
  • Möglichkeit der selbstständigen Berufsausübung im Fachbereich gemäß Gewerbeordnung

Info:

Die Lehrausbildung (= duale Ausbildung) erfolgt überwiegend in einem Betrieb (Lehrbetrieb); rund 80 % der Ausbildungszeit. Um einen Ausbildungsplatz zu bekommen, musst du dich bei einem passenden Lehrbetrieb bewerben.
Im Lehrbetrieb erlernst du deinen gewählten Beruf direkt am Arbeitsplatz, in Werkstätten, Fertigungs- und Produktionshallen usw. in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen.

Etwa 20 % der Ausbildungszeit verbringst du in der Berufsschule.
In der Berufsschule wird das Allgemeinwissen vertieft und theoretisches Hintergrundwissen, aber auch praktische Fertigkeiten für den gewählte Beruf vermittelt.

Adressen:

Berufsschule Steyr 1
Otto-Pensel-Straße 14
4400 Steyr

Tel.: +43 (0)7252 / 7720 -37200
email: bs-steyr1.post@ooe.gv.at
Internet: https://bs-steyr1.ac.at/

Dauer: 4 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildende höhere Schule (AHS): positiver Abschluss der achten Schulstufe
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der achten Schulstufe mit Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard AHS“ oder bei Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ mit mindestens Befriedigend in den differenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache).
    Bei Beurteilung mit „Genügend“ Aufnahmeprüfung.
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe

Abschluss: Abschlussprüfung

Berechtigungen:

  • abgeschlossene Berufsausbildung
  • einschlägige Berechtigungen gemäß Gewerbeordnung

Info:

Die Fachschule für Kunststoff- und Recyclingtechnik ist eine Schwerpunktausbildung im Maschinenbau.

Themenschwerpunkte in der Ausbildung:

  • Herstellung und Bearbeitung von Materialien wie Kunststoffe, Verbundwerkstoffe, Metalle
  • Vertiefung in Kunststofftechnik und Kreislaufwirtschaft
  • Umfassendes Wissen über Materialien und ihre Fertigung
  • Konstruktion und Herstellung von Spritzgusswerkzeugen
  • Smarte Produktion durch Digitalisierung

Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen

Adressen:

Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Ferlach
Schulhausgasse 10
9170 Ferlach

Tel.: +43 (0)4227 23 31 -3800
email: direktion@htl-ferlach.at
Internet: https://www.htl-ferlach.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Art und Design:

  • Ausbildungsschwerpunkt Schmuck/Goldschmiede
  • Ausbildungsschwerpunkt Graviertechnik inkl. Tattoo Artist

Höhere Lehranstalt für Maschinenbau:

  • Ausbildungsschwerpunkt Industriedesign
  • Ausbildungsschwerpunkt Waffen- und Sicherheitstechnik
  • Fachrichtung Robotik & Smart Engineering

Fachschule für Büchsenmacher

Fachschule für Maschinen – Ausbildungsschwerpunkt Kunststoff- und Recyclingtechnik

Kolleg für Produktdesign – Innovationsdesign und additive Fertigung

Aufbaulehrgang für Produktdesign – Innovationsdesign und additive Fertigung


Art: Schulausbildung

Dauer: 5 Jahre

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildender höhere Schule (AHS): positiver Abschluss 4. oder einer höheren Klasse
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der vierten Klasse Mittelschule bei Beurteilung aller leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gemäß dem Leistungsniveau „Standard AHS“ oder eine Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als „Gut“;
    ansonsten Aufnahmeprüfung in den schlechter beurteilten Gegenständen
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe
  • erfolgreicher Abschluss der 1. Klasse einer berufsbildenden mittleren Schule

Abschluss:

Reife- und Diplomprüfung (Matura)

Berechtigungen:

  • berechtigt zur Ausübung facheinschlägiger Gewerbe laut Gewerbeordnung und Ingenieursgesetz
  • Studienberechtigung
  • Anwartschaft auf die Standesbezeichnung Ingenieur/in (Zertifizierungsverfahren einschl. Fachgespräch)

Info:

Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien; Vorlage des Orignals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich

Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen

Adressen:

Höhere Technische Bundeslehranstalt Kapfenberg
Viktor-Kaplan-Straße 1
8605 Kapfenberg

Tel.: +43 (0)5 0248 069
email: sekretariat@htl-kapfenberg.at
Internet: https://www.htl-kapfenberg.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Luftfahrt – Aviation Technology

Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik:

  • Vertiefung Fachspezifische Informationstechnik
  • Vertiefung Energie- und Antriebstechnik
  • Vertiefung Industrieelektronik
  • Vertiefung Automatisierung

Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik – Industrielle Informationstechnik

Höhere Lehranstalt für Mechatronik

Höhere Lehranstalt für Kunststoff- und Umwelttechnik

Höhere Lehranstalt für Maschinenbau:

  • Ausbildungsschwerpunkt Automatisierung und Robotik
  • Ausbildungsschwerpunkt Anlagentechnik

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Elektrotechnik

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschinenbau

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen – Maschinenbau

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschinenbau – Automatisierungstechnik (an der HTL Trieben)

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschinenbau (an der HTL Zeltweg)

Fachschule für Mechatronik

Fachschule für Maschinenbau – Ausbildungszweig Fertigungstechnik (mit Betriebspraktikum)


Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt Wien – Technologisches Gewerbemuseum (TGM)
Wexstraße 19-23
1200 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 331 26 -0
Fax: +43 (0)1 / 331 26 -204
email: info@tgm.ac.at
Internet: https://www.tgm.ac.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für:

  • Biomedizin- und Gesundheitstechnik
  • Elektronik und Technische Informatik
  • Elektrotechnik – Automatisierung
  • Elektrotechnik – Erneuerbare Energien
  • Informationstechnologie – Medientechnik
  • Informationstechnologie – Systemtechnik
  • Kunststofftechnik
  • Maschinenbau – Robotik und Smart Engineering
  • Maschinenbau – Fahrzeugtechnik
  • Maschinenbau – Anlagentechnik
  • Wirtschaftsingenieure – Betriebsinformatik
  • Wirtschaftsingenieure – Logistik
  • Wirtschaftsingenieure – Maschinenbau
  • Aufbaulehrgang für:

    • Wirtschaftsingenieure – Betriebsinformatik
    • Wirtschaftsingenieure – Maschinenbau
    • Elektronik und Technische Informatik – Netzwerktechnik

    Aufbaulehrgang für Berufstätige für:

    • Mechatronik
    • Erneuerbare Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit
    • Wirtschaftsingenieurwesen – Maschinenbau

    Kolleg für:

    • Erneuerbare Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit
    • Elektronik und Technische Informatik – Netzwerktechnik
    • Wirtschaftsingenieure – Betriebsinformatik
    • Wirtschaftsingenieure – Maschinenbau

    Kollege für Berufstätige für:

    • Mechatronik
    • Wirtschaftsingenieure – Maschinenbau
    • Erneuerbare Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit

    Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Erneuerbare Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit bzw. Mechatronik

    Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Wirtschaftsingenieure – Maschinenbau

    Vorbereitungslehrgang für Wirtschaftsingenieure


Dauer: 5 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildender höhere Schule (AHS): positiver Abschluss 4. oder einer höheren Klasse
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der vierten Klasse Mittelschule bei Beurteilung aller leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gemäß dem Leistungsniveau „Standard AHS“ oder eine Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als „Gut“;
    ansonsten Aufnahmeprüfung in den schlechter beurteilten Gegenständen
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe
  • erfolgreicher Abschluss der 1. Klasse einer berufsbildenden mittleren Schule

Abschluss:

Reife- und Diplomprüfung (Matura)

Berechtigungen:

  • berechtigt zur Ausübung facheinschlägiger Gewerbe laut Gewerbeordnung und Ingenieursgesetz
  • Studienberechtigung
  • Anwartschaft auf die Standesbezeichnung Ingenieur/in (Zertifizierungsverfahren einschl. Fachgespräch)

Info:

Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien; Vorlage des Orignals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich

Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen

Adressen:

Höhere Technische Bundeslehranstalt und Fachschule Andorf
Hannes-Schrattenecker Straße 1
4770 Andorf

Tel.: +43 (0)7766 / 411 00 -0
Fax: +43 (0)7766 / 411 00 -40
email: office@andorftechnologyschool.at
Internet: https://www.andorftechnologyschool.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Kunststofftechnik

  • schulautonome Vertiefung Werkstoffe und Umwelttechnik
  • schulautonome Vertiefung Produktdesign

Fachschule für Maschinenbau mit Betriebspraxis – Ausbildungschwerpunkt Werkzeug- und Vorrichtungsbau

Externistenprüfungskommission für die Berufsreifeprüfung


Dauer: 5 Jahre

Form: Dual

Voraussetzungen:

  • positiver Abschluss der 9. Schulstufe
  • KTLA-Bewerber*innen, die die 1. Klasse einer HTL für Maschineningenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen oder Elektrotechnik mit gutem oder sehr gutem Erfolg abgeschlossen haben, können bereits in den 2. Jahrgang der KTLA einsteigen
  • ein Einstieg in die KTLA ist auch für Lehrlinge in höheren Lehrjahren möglich – hier verläuft die Lehr- und HTL-Ausbildung entsprechend phasenverschoben. Die Anrechnung absolvierter Lehrjahre kann hier berücksichtigt werden

Über eine Aufnahme in die KTLA entscheidet der Ausbildungsbetrieb.

Abschluss:

  • Reife- und Diplomprüfung einer HTL
  • Lehrabschlussprüfung im jeweiligen Lehrberuf

Berechtigungen:

  • Ausübung des erlernten Berufes
  • Zugang zu facheinschlägigen Meisterprüfungen, zu Werkmeisterschulen und zu einschlägigen Weiterbildungsangeboten
  • Möglichkeit der selbstständigen Berufsausübung im Fachbereich gemäß Gewerbeordnung und Ingenieursgesetz
  • Studienberechtigung
  • Anwartschaft auf die Standesbezeichnung Ingenieur/in (Zertifizierungsverfahren einschl. Fachgespräch)

Info:

Die KTLA bietet eine Kombination aus HTL-Ausbildung in der Fachrichtung Maschinenbau & Automatisierungstechnik und einer Lehrausbildung in einem der folgenden Lehrberufe:

  • Konstrukteur*in – Maschinenbautechnik
  • Konstrukteur*in – Werkzeugbau
  • Kunststoffformgebung
  • Kunststofftechnik
  • Metalltechnik
  • Metalltechnik – Maschinenbautechnik
  • Metalltechnik – Zerspanungstechnik
  • Mechatronik
  • Prozesstechnik
  • Werkstofftechnik – Werkstoffprüfung

An der PTS Kirchdorf wird im Zuge der 9. Schulstufe ein Vorbereitungslehrgang für die KTLA angeboten.

Info zur Ausbildung: Der HTL-Unterricht erfolgt nach dem Lehrplan der HTL-Abendschule. Während der Lehre finden zwei bzw. drei Tage Theorieausbildung pro Woche im TIZ Kirchdorf statt. Nach dem Lehrabschluss (3,5 Jahre) folgt die Fortsetzung der Ausbildung bis zur Matura (Ende 5. Jahr) im TIZ Kirchdorf, zum Teil im LiTec Linz und manchmal im Tages- und Abendschulbetrieb. Parallel dazu erhalten die Teilnehmer*innen eine Teilzeitanstellung in ihrem Ausbildungsbetrieb.

Die KTLA wird als Berufsschulersatz im 2. + 3. Lehrjahr anerkannt (für Berufsschulen in OÖ in ausgewählten Lehrberufen). Die letzte Klasse Berufsschule wird als Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung besucht, während dieser Zeit pausiert der KTLA-Unterricht.

Weitere Infos: https://www.ktla.at/

Adressen:

KTLA – Kremstaler Technische Lehrakademie
Pyhrnstraße 16
4553 Schlierbach

Tel.: +43 (0)7582 / 617 61 -200
Fax: +43 (0)7582 / 617 61 -209
email: office@ktla.at
Internet: https://www.ktla.at/

Lehrabschluss im zweiten Bildungsweg (außerordentliche Zulassung zur Lehrabschlussprüfung):

Neben Lehrlingen, die ihre festgelegte Lehrzeit beendet haben und Personen, die aufgrund einer schulischen Ausbildung keine Lehrzeit zurücklegen müssen, werden ausnahmsweise auch folgende Personen zur Lehrabschlussprüfung zugelassen:

a) Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und glaubhaft machen können, dass sie die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse für den betreffenden Lehrberuf auf andere Weise erworben haben (z. B. durch entsprechende Anlernzeiten, praktische Tätigkeiten oder Kursveranstaltungen).

oder

b) Personen, die mindestens die Hälfte der Lehrzeit eines Lehrberufes absolviert haben (bei einer Lehrzeit von 3 Jahren also 1 1/2 Jahre) und keine Möglichkeit haben, für die restliche Zeit einen Lehrvertrag abzuschließen.

Für die Fachtheorie empfiehlt sich der Besuch entsprechender Kurse (oder der Berufsschule).

Hier geht es zu den Lehrlingstellen der Wirtschaftskammern Österreichs: » Lehrlingsstellen

Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.

Und so geht es:

Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.

Wie funktioniert die Vorbereitung?

Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.

Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.

Link: Häufig gestellte Fragen!

WKO-Bildungspfade:

Die WKO-Bildungspfade geben dir einen Überblick über durchgängige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen am Beispiel der WKO Bildungsangebote. Der Bildungspfad Berufsreifeprüfung steht in allen Lehrberufen offen:

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist beispielsweise gegeben durch:

a) reglementierte Gewerbe:

  • Kunststoffverarbeitung (BGBl. Nr. II 66/2003; Novelle mit Art. 29 BGBl. II Nr. 399/2008)

Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes oder Handwerks sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
Liste der reglementierten Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der reglementierten Gewerbe

b) Rechtskraftgewerbe:

  • Chemische Laboratorien (BGBl. II Nr. 36/2003; Novelle mit Art. 6 BGBl. II Nr. 399/2008)

Für die Herstellung von Chemikalien und Reagenzien oder zur Durchführung chemischer Analysen und chemischer Untersuchungen bedarf es einer Gewerbeberechtigung für das Gewerbe der Chemischen Laboratorien.

Rechtskraftgewerbe sind reglementierte Gewerbe, bei denen die Zuverlässigkeit des Gewerbeanmelders / der Gewerbeanmelderin durch die Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde bzw. Magistrat) geprüft und festgestellt wird.


ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Verwandte Lehrberufe

Durch die Verwandtschaftsregelung wird die Ausbildung in einem Lehrberuf auf Teile der Lehrzeit in anderen (verwandten) Lehrberufen angerechnet. Dadurch verkürzt sich die Lehrzeit bei der Ausbildung in einem weiteren Lehrberuf (oder auch beim Wechsel auf einen verwandten Lehrberuf). In manchen Fällen wird die Lehrzeit und die Lehrabschlussprüfung auch vollkommen ersetzt.

Bei folgenden verwandten Lehrberufen verkürzt sich die Lehrzeit im Ausmaß der angegebenen Lehrjahre. (Beispiel: Der Eintrag „1. voll“ bedeutet z. B., dass sich die Lehrzeit im verwandten Lehrberuf um ein Jahr verkürzt.)

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

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Arbeitsbereiche

Die Kunststofftechnologie zeichnet sich durch eine außergewöhnlich hohe Dynamik aus. Laufend werden neue Produkte und Anwendungsmöglichkeiten für Maschinen, Werkzeuge, Fahrzeuge, Geräte, Verpackungen usw. entwickelt. Neue Werkstoffe und Technologien, insbesondere Verbundstoffe und Leichtbauweisen, ermöglichen immer neue Einsatzmöglichkeiten.

Bei der Herstellung von Kunststoffartikeln und Kunststoffbauteilen werden Formmassen aus Kunststoff aufbereitet. Kunststofftechnolog*innen vermischen dafür zunächst die Grundmasse (Granulat, Pulver, Paste) mit Hilfsstoffen wie Weichmachern, Stabilisatoren, Farb- und Füllstoffen in Knet- und Walzmaschinen. Anschließend erhitzen sie die Kunststoffmasse und stellen daraus verschiedene Formteile her. Dazu bedienen sie z. B. Extrudermaschinen, welche die Kunststoffmasse mithilfe von formgebenden Düsen unter hohem Druck und hoher Temperatur in Formen pressen (extrudieren). Neben Spritzguss und Extrusion sind auch Thermoformen, Laminieren, Prototypenfertigung und Serienfertigung wichtige Verarbeitungstechniken.
So entstehen die unterschiedlichsten Produkte und Bauteile, etwa für Haushalts-, Bedarfs- oder Spielzeugartikel (z. B. Dosen, Deckel, Griffe und Gehäuse), Massenerzeugnisse wie Rohre, Platten, Schläuche, Kabel, Dämmstoffplatten, oder für Gehäuse, Computertastaturen, Fahrzeug- und Flugzeugbauteile, Sanitäreinrichtungen, Beleuchtungskörper, Fensterrahmen, Kunststoffverpackungen. Kunststofftechnolog*innen sind für die laufende Qualitätskontrolle zuständig und führen mit Mess- und Prüfgeräten verschiedene Tests an den Endprodukten durch, um z. B. Festigkeit, Druck, Biegsamkeit, Hitzebeständigkeit zu überprüfen.

Bei der handwerklichen Bearbeitung oder Nachbearbeitung von Kunststoffprodukten arbeiten Kunststofftechnolog*innen mit verschiedenen Werkzeugen und Geräten und wenden Verfahren wie Stanzen, Sägen, Bohren, Feilen, Drehen, Fräsen, Schleifen oder Polieren an. An den fertigen Erzeugnissen führen sie bestimmte Oberflächenbehandlungsarbeiten durch. Dazu stellen sie Oberflächenveredelungsanlagen ein, welche die fertigen Kunststoffteile schleifen, polieren, härten, versiegeln, lackieren, imprägnieren usw. Die fertigen Werkstücke werden sachgerecht verpackt, gelagert und ausgeliefert.

Außerdem sind Kunststofftechnolog*innen in der Planung und Steuerung der Produktionsprozesse tätig. Dabei sind sie auch für die Personalplanung und das Qualitätsmanagement zuständig. Bei der Planung und Überwachung sorgen sie zudem für den nachhaltigen und schonenden Einsatz von Materialien und Energie und das Recycling von Abfallstoffen. Sie erfassen laufend Produktions- und Prozessdaten, um die Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit der Abläufe sicherzustellen und bei Abweichungen und Problemen rasch eingreifen zu können.

Ein weiterer wichtiger Tätigkeitsbereich ist die Entwicklung von neuen Kunststoffprodukten. Sie erstellen gemäß den Vorgaben Pläne und Zeichnungen, führen die erforderlichen Berechnungen, etwa den Materialbedarf und die Steuerungsdaten zur Einrichtung der Maschinen und Anlagen. Sie wählen die geeigneten Materialien aus und starten die Produktionsprozesse.

Vergleiche auch den dreijährigen Lehrberuf Kunststoffverfahrenstechnik (Lehrberuf).

Arbeitsmittel

Kunststofftechnolog*innen arbeiten mit Kunststoffmaterialien und Kunststoffgrundmassen (Granulate, Pulver, Pasten) aller Art. Sie verwenden Weichmacher, Stabilisatoren, Farb- und Füllstoffe und bedienen verschiedene, meist computergesteuerte Maschinen und Anlagen wie Knet- und Walzmaschinen, Schneidmaschinen, Abfüll- und Spritzgussmaschinen.
Zur Qualitätskontrolle der fertigen Produkte verwenden sie verschiedene Mess- und Prüfgeräte und hantieren auch mit anderen Laborgerätschaften, wie z. B. mit Mikroskopen, Reagenzgläsern, Indikatoren, sowie mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln.

Zur Erfassung der erforderlichen Daten für die Produktionsplanung sowie zur Qualitäts- und Effizienzsicherung verwenden sie Systeme der Betriebsdatenerfassung (BDE) und Maschinendatenerfassung (MDE) sowie Manufactoring Execution Systems (MES) und führen Betriebsbücher, Material-, Lager- und Stücklisten.

Arbeitsumfeld

Kunststofftechnolog*innen arbeiten in Werkstätten, Produktions- und Werkshallen sowie Entwicklungs- und Prüflabors von Unternehmen. Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften aus allen Bereichen der Produktion, Forschung und Entwicklung in der Kunststofftechnologie und Chemie, aber auch der Metallverarbeitung und dem Maschinen- und Fahrzeugbau (z. B. Kunststoffverfahrenstechnik (Lehrberuf), Kunststofftechniker*in, Chemiker*in, Verfahrenstechniker*in).

Die Arbeitszeiten von Kunststofftechnolog*innen entsprechen den üblichen (gesetzlichen) Normalarbeitszeiten der Betriebe, in denen sie tätig sind. In der Produktion kann das auch Schichtbetrieb bedeuten, der frühe und späte Arbeitsstunden umfasst.

Beschäftigungsmöglichkeiten für Kunststofftechnolog*innen bieten

  • Betriebe der Kunststoffverarbeitung sowie
  • Betriebe des Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbaus.

Der Beruf Kunststofftechnologie ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • Herstellung von Kunststoff-Bauteilen wie z. B. Geräte- und Maschinenteile, Gehäuse, Zahnräder, Scheiben
  • Herstellung von Kunststoff-Bauteilen für Fahrzeuge und Flugzeuge
  • industrielle Fertigungstechnik, Verfahrenstechnik
  • spezielle Kunststoffbe- und -verarbeitungsverfahren
  • Prozess-Automatisierung, Prozessleitsysteme
  • Nachhaltigkeitsmanagement
  • Produktendkontrolle, Qualitätsmanagement, Werkstoffprüfung

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Fachkräfte in der Kunststofftechnologie sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Weiterbildungseinrichtungen wie das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten für Kunststofftechnolog*innen an, z. B. in Kunststofftechnik, Umwelttechnik, Recycling, Produktions- und Verfahrenstechnik, Prozessleittechnik usw., siehe beispielsweise die aktuellen Kursbücher des Berufsförderungsinstitutes (BFI) sowie des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI).

In größeren Betrieben der Kunststofftechnik werden zur beruflichen Weiterbildung der Mitarbeiter*innen innerbetriebliche Kurse und Schulung an neuen Maschinen und Einrichtungen oder zu neuen Verfahren, Prozessen und Technologien durchgeführt.

Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten außerdem facheinschlägige Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an Berufsbildenden Höheren Schulen (Höhere Technische Lehranstalt, HTLs) sowie Werkmeisterschulen für Berufstätige. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.

Studium ohne Matura:

Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:

  • Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura): Die Berufsreifeprüfung, die du bereits während deiner Lehrzeit beginnen kannst, ist eine vollwertige Matura, mit der du uneingeschränkten Zugang zum Studium hast.
  • Studienberechtigungsprüfung: Die Studienberechtigungsprüfung kannst du vor Beginn eines Studiums ablegen. Sie ermöglicht den Zugang zu einem bestimmten Studium.
  • ohne Matura mit Berufsausbildung und Berufserfahrung: Fachhochschulen bieten außerdem meist die Möglichkeit mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (insbesondere Lehre oder Berufsbildender Mittlerer Schule (BMS)) und mehrjähriger Berufserfahrung auch ohne Matura ein facheinschlägiges (d. h. mit der Berufsausbildung fachlich verwandtes) Bachelorstudien zu beginnen. Meist müssen dazu einzelne Zusatzprüfungen absolviert werden.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Downcycling

ist eine Form der Wiederverwertung von Abfallstoffen (Recycling), bei der das Abfallprodukt im Gegensatz zum Upcycling an Qualität verliert. So kann etwa bei der Wiederverwertung von Kunststoff (Plastik) nur ein Teil des ursprünglichen Produkts genutzt werden, da die Moleküle brüchig werden. Der restliche Teil wird zu Granulat "downgecycelt".

ERP

ERP steht für Enterprise Resource Planung und meint vereinfacht die unternehmerische Aufgabe, Ressourcen (insbesondere Kapital, Personal, Betriebsmittel, Material und Informations- und Kommunikationstechnik) rechtzeitig und bedarfsgerecht zu planen und zu steuern. Damit sollen ein effizienter Ablauf der betrieblicher Wertschöpfungsprozesse und eine laufende optimierte Steuerung dieser Prozesse und Abläufe sichergestellt werden.

In produzierenden Unternehmen gilt als eine Kernfunktion von ERP die Materialbedarfsplanung. Sie muss sicherstellen, dass alle für die Herstellung der Produkte erforderlichen Materialien an der richtigen Stelle, zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge zur Verfügung stehen.
(vgl. wikipedia)

Festigkeitslehre

Unter Festigkeitslehre versteht man die Wissenschaft der Kräfte und deren Wirkung auf und in einem Körper. Meist ist mit dem Körper ein Festkörper gemeint. Die Festigkeitslehre berechnet Widerstandsfähigkeit und Belastungsfähigkeit von Werkstoffen, Materialien und Produkten.

Industrie 4.0

Unter Industrie 4.0 versteht man die vermehrte Digitalisierung und Automatisierung von Arbeits- und Produktionsprozessen in allen Arbeits- und Wirtschaftsbereichen, etwa durch Computer und Roboter. Wesentliches Element von Industrie 4.0 ist dabei die intelligente, digitale Vernetzung der gesamten Produktionsumgebung ("smart production"), also von den Maschinen und Anlagen über die Logistik- und Manipulationssysteme bis hin zur Gebäudetechnik untereinander, aber auch mit dem Menschen (MitarbeiterInnen).

Die erste industrielle Revolution bestand in der Mechanisierung mittels Wasser- und Dampfkraft; darauf folgtedie zweite industrielle Revolution, geprägt durch Massenfertigung mit Hilfe von Fließbändern und elektrischer Energie, sowie daran anschließend die dritte industrielle Revolution oder digitale Revolution mit Einsatz von Elektronik und IT (v. a. die speicherprogrammierbare Steuerung und die CNC-Maschine) zur Automatisierung der Produktion.

Plastik

a) Kunstform der Bildhauerei; Formgebung durch Hinzufügen von Material wie z. B. Gips, Ton oder Bronze

b) umgangssprachliche Bezeichnung für Kunststoff

Polyester

Polyester sind Kunststoffe, die vor allem in der Textilindustrie eingesetzt werden (z. B. als Ersatz für teurere Naturgewebe wie Baumwolle oder Leinen). Weitere Chemiefasern aus synthetischen Polymeren sind z. B. Polyamid oder Elasthan.

Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement bezeichnet alle Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -verbesserung von Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen jeglicher Art. Dazu gehört z. B. die Einhaltung von rechtlich oder betrieblich vorgeschriebenen Normen, Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsstandards. In vielen Branchen wie z. B. in der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Arznei- und Lebensmittelherstellung ist Qualitätsmanagement gesetzlich vorgeschrieben.

Recycling

Recycling bedeutet Gewinnung von Rohstoffen aus Abfällen und ihre Verarbeitung zu neuen Produkten (stoffliche Verwertung). Zum Recycling eignen sind unter anderem Glas, Papier, Pappe, Eisen, Aluminium und andere Metalle und Kunststoffe. Voraussetzung für die stoffliche Wiederverwertung ist eine möglichst sortenreine Sammlung der Altstoffe oder ihre leichte Abtrennung (Sortierung) aus dem Gesamtabfall.

Schweißtechniken

sind verschiedene Verfahren, metallische Werkstoffe und zunehmend auch Kunststoffe bei hohen Temperaturen zu verbinden. Meist werden dabei Zusatzstoffe wie Schweißdrähte verwendet. Schweißtechniken sind z. B. Press-Schweißen, Schmelzschweißen, Gasschmelzschweißen (Autogenschweißen) mit Brenngas und Sauerstoff, Elektroschweißen (Lichtbogenschweißen), Schutzgasschweißen oder Kunststoffschweißen.

Smart Production

„Smart production“ bezeichnet die digitale und intelligente Vernetzung der Produktionsumgebungen und aller damit verbundenen Bestandteile. Insbesondere wird damit die Vernetzung von Maschinen, Services und Menschen über die gesamte Produktionskette hinweg beschrieben. Unternehmen sollen dadurch intelligenter, rascher und vorausschauender agieren und flexibler (individualisierter) und effizienter (günstiger) produzieren können. Smart production wird teilweise als Synonym für Industrie 4.0 verwendet, ist aber eher ein Bestandteil von Industrie 4.0.

Upcycling

Upcycling (engl. up "nach oben" und recycling "Wiederverwertung") ist eine Form des Recyclings, bei der die wiederverwerteten (recycelten) (Abfall-)Stoffe eine Aufwertung erfahren.

Verbundstoff

Verbundstoff bezeichnet Kombinationen aus zwei oder mehr verschiedenen Materialien. Eine typische Anwendung für Verbundstoffe sind Verpackungsmaterialien z. B. Getränkekartons. Sie besteht aus Karton sowie dem Kunststoff Polyethylen und einer Schicht Aluminium. Weitere Verpackungen aus Verbundstoffen sind Butterwickler (Aluminium/Papier) oder Beutel für Instantsuppen (Aluminium/Kunststoff).

Verbundstofftechnologie bekommt aber immer breitere Anwendungsfelder; z. B. Faserverbundstoffe zur Herstellung von Leichtbauteilen, Metall-Kunststoffverbindungen in der Fahrzeugindustrie usw.