Der Lehrberuf Informationstechnologie – Informatik wurde mit 1. September 2018 durch den Lehrberuf Applikationsentwicklung – Coding ersetzt (siehe Applikationsentwicklung – Coding (Lehrberuf)). In diesem Lehrberuf können keine Ausbildungen mehr begonnen werden.
IT-Informatiker*innen erstellen Standard- und spezielle Branchensoftware (Computerprogramme), entwickeln Datenbank-Anwendungen und passen diese an die jeweiligen Kundenanforderungen an. Sie installieren und konfigurieren (gestalten) Hard- und Software, verwalten und sichern Daten und führen Beratungen und Schulungen für Anwender*innen durch. Informatiker*innen arbeiten in Werkstätten und Verkaufsräumen mit Berufskolleg*innen aus unterschiedlichen Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnologie zusammen und stehen in Kontakt mit ihren Kund*innen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Der Lehrberuf Informationstechnologie – Informatik wurde mit 1. September 2018 durch den Lehrberuf Applikationsentwicklung – Coding ersetzt (siehe °Applikationsentwicklung – Coding (Lehrberuf)#). In diesem Lehrberuf können keine Ausbildungen mehr begonnen werden.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
Freies Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Mit den alternativen Berufen wollen wir dir helfen, Berufe zu finden, die für dich sonst noch interessant sein könnten.
In dieser Liste findest du Berufe, die zum Beispiel eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Tätigkeiten haben, in denen du mit ähnlichen Materialien oder in einer ähnlichen Arbeitsumgebung arbeitest. Die Gemeinsamkeit kann auch in den Interessen und Fähigkeiten liegen, die in den Berufen gefragt sind oder es gibt gemeinsame Schul- oder Berufsschulstandorte.
BITTE BEACHTE: Bei manche Berufe ist auf den ersten Blick nicht immer klar, worin die Ähnlichkeit liegt. Es gibt aber trotzdem Überschneidungen und es kann spannend sein, diese herauszufinden, um auf neue Ideen zu kommen.
ADSL | Abkürzung für Asymmetric Digital Subscriber Line (asymmetrische, digitale Anschlussleitung). Dabei handelt es sich um eine Hochgeschwindigkeits-Internetverbindung. Das Frequenzband (eine Kupferleitung) wird in Teilbänder für die Übertragung von Videodaten und Telefonverkehr unterteilt. Diese haben unterschiedliche Bandbreiten (asymmetrisch). So sind schnellere Übertragungen möglich und es können mehr Daten empfangen als gesendet werden. |
Algorithmus | Ein Vorgehen oder eine Formel, die angewendet wird, um ein Problem zu lösen; Rechenvorschrift für Verfahren in der Mathematik und Informatik. Bezeichnet die genaue Folge von Einzelschritten, die im Rahmen von mathematischen Berechnungen oder Softwareprogrammierungen angewandt werden müssen. |
Anwendungsprogramme | Programme, die spezifische Probleme der Anwender*innen lösen. Typische Anwendungen sind Office-Programme wie z. B. Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation. |
App – Applikation | "App" bezeichnet eine Anwendungssoftware (Applikation), die hauptsächlich für Smartphones und Tablets, aber auch für Browser und Computer hergestellt wird. Im Vergleich zu einer Systemsoftware ist eine App (Applikation) für den normalen Betrieb eines Geräts nicht notwendig, sondern erfüllt nur eine bestimmte Funktion (z. B. E-Mail-Client, Spiel). Nutzungsbereiche sind vor allem Konsumgüter, Unterhaltung, Sport, Medien, aber auch Aktienmärkte und Wirtschaft. |
ASCII | American Standard Code for Information Interchange. ASCII bezeichnet ein Art der Textspeicherung, die nur Text und keine weiteren Gestaltungen zulässt. Damit wird die Textübertragung (z. B. beim Mailen) erleichtert. In amerikanischen Mailboxen werden Texte normalerweise im ASCII-Code dargestellt. |
Backup | Backup ist der englische Ausdruck für Sicherungskopie. Ein Backup kann sowohl von einem Programm, einem Verzeichnis, von bestimmten Dateien als auch von einer gesamten Festplatte gemacht werden. |
Betriebssystem | Das Betriebssystem, auch operating system (engl.) genannt ist die Software eines Rechners, über welche die verschiedenen Anwendungsprogramme (z. B. Textverarbeitungsprogramme, Bildbearbeitungsprogramme etc.) starten und laufen. Man bezeichnet die Programme des Betriebssystems als Systemprogramme. |
Browser | Bezeichnung für Navigationsprogramme für das Internet und World Wide Web (www). Die leicht bedienbaren Steuerprogramme zeigen Bilder und Texte, spielen Videosequenzen oder Tonfolgen ab und führen per Mausklick zu weiteren Informationen. Die bekanntesten Browser sind Microsoft Edge (früher Internet Explorer), Mozilla Firefox, Apple Safari und Google Chrome. Durch einfaches Klicken auf Vorwärts- oder Rückwärtspfeile blättern die AnwenderInnen zwischen den Web-Seiten. |
BUS | Binary Unit System. Ein BUS ist ein Datenübertragungssystem, das verschiedene Kommunikationsgeräte miteinander verbindet. Diese Busteilnehmer sind Sensoren (Befehlsgeber wie Taster, Schalter und Bewegungsmelder) und Aktoren (Befehlsempfänger wie Relais, Dimmer für Leuchten oder Antriebe). Die übertragenen Daten dienen vor allem dem Melden und Steuern jener Geräte, die an einem BUS angehängt sind. |
Computer-Viren | Bösartige Miniprogramme landen schnell (beim Herunterladen aus dem Netz) im Speicher von PCs oder anderen elektronischer Geräte mit Internetzugang (Tabletts, Smartphone, Smart-TV) oder in Netzwerken und können einzelne Anwendungen oder das gesamte System lahmlegen, Daten verschlüsseln oder geheime Daten abrufen. Schutzprogramme und Firewalls helfen, die Geräte vor Computer-Virenbefall zu schützen. |
Datenbank | Softwareprogramme zur Sammlung, Speicherung und Weiterverarbeitung von Daten aller Art (z. B. Kundendaten, Stücklisten, Produktionsdaten, statistische Daten und Kennzahlen, wissenschaftliche Daten und vieles mehr). Geläufige Datenbankprogramme sind z. B. Access oder SQL. |
Firewall | Firewalls ('Feuermauern') sind speziell gestaltete Netzwerkrechner, die dazu dienen, firmeninterne Netzwerke gegen unbefugten Zugriff von außen, z. B. von "Hackern" zu schützen. |
Freeware | Software, die kostenlos über das Netz erhältlich ist. |
FTP | File Transfer Protocol. Datenübertragungsprotokoll zwischen zwei Rechnern. Es wird im weltumspannenden Internet oder in lokalen Netzen eingesetzt, die auf TCP/IP Basis arbeiten. |
Großrechnersystem | Computer mit einer sehr hohen Rechenleistung. Sie werden vor allem in Großunternehmen, wissenschaftlichen Institutionen und zentralen Behörden eingesetzt. |
Hotkey | Gängige Bezeichnung für eine Tastenkombination, die eine bestimmte Aktion in einem Anwendungsprogramm auslöst. Häufig werden aber auch normale Tastaturbefehle zur Steuerung von Anwendungsprogrammen als Hotkeys bezeichnet. |
HTML | Abkürzung für "Hypertext Markup Language". Eine Programmiersprache zur Dokument-Erstellung im Internet (z. B. Homepages). |
JAVA | Eine einfache Programmiersprache, die vom verwendeten Computertyp unabhängig ist. Über die WWW-Sprache HTML können Java-Programme aufgerufen werden: stößt der WWW-Browser auf einen entsprechenden Vermerk, lädt er automatisch die passende Java-Datei und führt sie aus. |
JPEG | Abkürzung für Joint Photographic Expert Group. Ein Kompressionsverfahren für Fotos und Grafikdateien (Kompression bedeutet Zusammenpressung). |
Kleinserveranlage | Ein Computer mit kleiner oder mittlerer Rechenleistung, dessen Leistung allen an ein Netzwerk angeschlossenen Computern zur Verfügung steht. Ein Netzwerk besteht aus verschiedenen Computern, z. B. in einem Unternehmen oder einer Abteilung, die miteinander verbunden sind. |
Komponente | In der EDV häufig verwendeter Begriff für Bestandteile oder Elemente der Hardware oder Software. |
konfigurieren | Fachbegriff der EDV/Informatik: Hard- und Softwarekomponenten zu einem funktionierenden Computersystem zusammenstellen und abstimmen. |
Künstliche Intelligenz | Kurz KI oder engl. Artificial Intelligence (AI). Dieser Forschungszweig, ausgehend von der Mathematik und Informatik, geht davon aus, dass die Funktionsweise des menschlichen Denkens technisch nachgebildet werden kann. In den Computerwissenschaften und der Robotik wird daher zunehmend versucht, selbststeuernde, selbstlernende oder sich selbst organisierende Geräte zu entwickeln. |
Motherboard | Ein Brett aus elektronisch isoliertem Material (Grundplatine), welches das Rechenwerk des Computers, den Arbeitsspeicher, Datenleitungen sowie die Schnittstellen zu anderen technischen Bestandteilen des Computers wie Grafik- oder Soundkarte, internes Modem usw. enthält. |
Netzwerkbetriebssystem | Ein Netzwerksbetriebssystem verwaltet Dateien, Drucker, Faxgeräte und andere gemeinsam genutzte Hardware-Komponenten für alle eingebundenen Computer. |
Netzwerkkarte | Eine Steckkarte, die in jeden Computer eingesetzt wird, der mit einem Netzwerk verbunden ist. Netzwerkkarten kopieren Daten und Datenpakete, die über Datenleitungen (sogenannte "Buse") zu anderen Computern im Netzwerk bzw. zum Zentralrechner (Server) wandern. |
Smart Data | Als Smart Data werden große Datenmengen (Big Data) bezeichnet die, nach bestimmten Vorgaben gesammelt, geordnet und analysiert wurden. Erst dadurch wird Big Data zu Smart Data und hilft dabei, nützliche Erkenntnisse aus den Daten zu erhalten. |
SMTP | Simple Mail Transfer Protocol. Ein Übertragungsprotokoll speziell für den Austausch von E-Mails. |
Systemanalyse | Die Untersuchung eines Problems und Zerlegung in seine Einzelteile. In der IT eine Vorstufe der Programmierung. |
TCP/IP | Transmission Controll Protocol/Internet Protocoll; ein Netzwerkprotokoll für das Internet, mit dem verschiedene Dienste angeboten werden können. |
Tool | engl. für Werkzeug. In der IT die Bezeichnung für Hilfsprogramme und verschiedene Anwendungen. |
WAN | = Wide Area Network oder Weitverkehrsnetzwerk (z. B. Internet). WANs bestehen aus mehreren LANs (=LAN - Local Area Network), die über Fernleitungen miteinander verbunden sind. |
WAP | Wireless Application Protocol oder kabelloses Anwendungsprotokoll. WAPs dienen als Standard-Protokolle für die Funkübertragung von Internetinhalten. Nutzer*innen könnten damit mit Handy oder Notebook auf das Internet zugreifen, E-Mails versenden, empfangen usw. |
World Wide Web | WWW steht gleichbedeutend für das Internet. Das World Wide Web ist ein weltweites Netz mit Informationsdiensten bestehend aus Texten, Grafiken, Sound- und Videosequenzen. |