Hinweis: Der Lehrberuf Buchbinder*in wurde per 01.07.2020 durch den Lehrberuf Buchbindetechnik und Postpresstechnologie – Buchbinder*in (Lehrberuf) ersetzt. Die Ausbildung erfolgt in diesem neuen Lehrberuf.
Buchbinder*innen stellen aus Papier und Karton Bücher, Broschüren, Schachteln etc. her. Sie beraten Kundinnen und Kunden über das Produktangebot von Einzelanfertigungen, die sie dann händisch herstellen. Für die Serienherstellung programmieren sie computergesteuerte Maschinen (z. B. Schneide- oder Falzmaschinen). Außerdem ziehen Buchbinder*innen Plakate, Landkarten und Bilder auf Platten auf und restaurieren alte Bücher. Sie arbeiten in den Werkstätten und Werkshallen von Betrieben des Druck- und Verlagswesens im Team mit ihren Vorgesetzten und Berufskolleginnen und -kollegen oder eigenständig in kleinen Buchbindereien.
Einzelanfertigung:
serielle Buchproduktion:
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Hinweis: Der Lehrberuf Buchbinder*in wurde per 01.07.2020 durch den Lehrberuf °Buchbindetechnik und Postpresstechnologie – Buchbinder*in (Lehrberuf)# ersetzt. Die Ausbildung erfolgt in diesem neuen Lehrberuf.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
a) Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe.
b) Freie Gewerbe:
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen Sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist/Journalistin, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Buchbinder*innen verarbeiten Papier und Karton zu Büchern, Broschüren, Urkundenrollen, Schachteln usw. und ziehen Plakate, Landkarten und Bilder auf Platten auf („kaschieren“). Fallweise restaurieren sie alte, wertvolle Bücher. Sie berechnen den Materialbedarf, wählen die geeigneten Materialien gemäß dem Kundenauftrag aus und legen die einzelnen Arbeitsschritte fest. Sie übernehmen die Druckbögen aus der Druckerei, beschneiden und falzen die Bögen, tragen sie zusammen und prüfen die Seitenzahlen und Bögen (kollationieren). Durch unterschiedliche Techniken werden die Seiten geheftet und geklebt und zu Buchblöcken geleimt. Im nächsten Schritt werden die Buchblöcke beschnitten, gerundet und abgepresst, bevor die Buchbinder*innen die Einbände (Buchdecken) durch Einhängen, Anpappen oder Einpressen anbringen.
Bei Einzelanfertigungen beraten sie Kundinnen und Kunden über das Produktangebot und die Gestaltungsmöglichkeiten und stellen die Produkte großteils händisch her. Für Bucheinbände werden die Pappendeckel mit Leinen, Leder, Pergament oder anderen Materialien überzogen und eventuell anschließend durch Prägedruck oder Vergoldungen verziert.
Bei der Massenfertigung (Verlagsbuchbinderei) arbeiten Buchbinder*innen meist mit elektronisch gesteuerten Maschinen. Sie programmieren die Maschinen und richten sie genau ein, überwachen den Produktionsablauf und führen Qualitätskontrollen durch. Dabei werden die Druckerzeugnisse durch Schneiden, Rillen, Stanzen, Prägen, Falzen, Heften und Binden in die passende Form gebracht und abschließend verpackt. Auch die Pflege und Wartung der verwendeten Maschinen und Anlagen gehört zu ihren Tätigkeiten.
Buchbinder*innen arbeiten mit Papier, Karton, Leinen, Leder, Kunstleder, Kunststoffen, Pergament. Bei der Einzelanfertigung und in der Restaurierungen von alten Büchern arbeiten sie händisch und verwenden Werkzeuge wie zum Beispiel Buchbindermesser, Schärfmesser, Falzbeine, Buchbinderahlen, Leimpinsel, Nadel und Fäden. Bei der Serienfertigung werden halb- und vollautomatische Maschinen eingesetzt, z. B. Decken- und Falzmaschinen, Schneide-, Zusammentrag- und Stanzmaschinen sowie Prägepressen und Klebebinder.
Buchbinder*innen arbeiten in Werkstätten und Produktionshallen von Verlagen, Druckereien, Bibliotheken und Archiven oder in kleinen Buchbindereien im Team mit ihren Kolleginnen und Kollegen und Vorgesetzten. Ihre Aufträge führen sie meist eigenständig durch. Für Einzelanfertigungen beraten sie Kundinnen und Kunden und informieren über unterschiedliche Materialien und Möglichkeiten der Verarbeitung und Gestaltung.
Buchbinder*innen arbeiten üblicherweise zu geregelten Arbeitszeiten, Überstunden sind eher die Ausnahme.
Buchbinder*innen, die in der Verlagsbinderei arbeiten, sollten sich regelmäßig im Bereich neuer Verfahrenstechniken (elektronisch gesteuerte Maschinen und Fertigungsstraßen) weiterbilden. Für Buchbinder*innen in der Sortimentsbinderei bieten sich Kurse über Lederbandrestaurierung und Papierrestaurieren zur Weiterbildung an, die z. B. vom Wirtscshaftsförderungsinstitut (WIFI) angeboten werden.
Das WIFI und das Berufsförderungsinstitut (bfi) bieten weiters Bildungsveranstaltungen für das Drucker*innengewerbe an (z. B. Kosten- und Leistungsrechnung, Material- und Produktionswirtschaft, Branchenspezifische Rechtsausprägung), die auch für Buchbindere*innen interessant sein können..
Für Buchbinder*innen sind auch Kurse im Bereich Software/Desktop Publishing (Xpress, Adobe Photoshop etc.), Internet und Multimedia (z. B. Dreamweaver, Flash) interessant, die von Weiterbildungseinrichtungen wie dem WIFI und BFI angeboten werden.
Weitere Themen, die immer wichtiger werden:
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die Meisterprüfung abzulegen.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Druckform | Bezeichnung für das Druckmedium von dem gedruckt wird (z. B. der Stein der Lithographie, das Linoleum des Linolschnitts oder die Metallplatte bei der Radierung). |