Sinolog*innen (abgeleitet vom Studienfach Sinologie = die „Lehre von China“) sind Spezialist*innen für China und Südostasien. Sie beherrschen die chinesische Sprache in Wort und Schrift und beschäftigen sich mit der chinesischen Geschichte und Gesellschaft, Politik und Recht sowie mit chinesischer Literatur und Kunst.
Eine der Hauptaufgaben von Sinolog*innen ist sinologische Forschung und Lehre an Universitäten. Darüber hinaus können sie in Bereichen der Publizistik und Medien, im Tourismus (z. B. Studienreisen) oder im Dolmetsch- und Übersetzungswesen tätig sein. Auch internationale Unternehmen und Konzerne, die in China / Südostasien tätig sind, beschäftigen Sinolog*innen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Für den Beruf Sinolog*in ist ein abgeschlossenes Universitätsstudium in Sinologie erforderlich.
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Bachelor of Arts (BA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Info:
Berufsfelder: transnationale Kultur- und Bildungsarbeit, Tourismus, Massenmedien, diplomatischer Dienst, Tätigkeiten in nationalen und internationalen Organisationen (Entwicklungspolitik), in der Wissenschaft, in bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, Consulting und Unternehmen im chinesischen Kulturraum und in internationalen Unternehmen, die den chinesischen Markt bearbeiten.
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes, facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Arts (MA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/
Berufliche Selbstständigkeit ist für Sinolog*innen vor allem als freiberufliche*r Wissenschafter*in, im journalistischen Bereich (z. B. Kulturjournalismus) oder auch in der Erwachsenenbildung möglich.
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessenvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Mit der zunehmenden Bedeutung von China als globale Wirtschaftsmacht wächst auch der Bedarf an Sinolog*innen als Exptert*innen für China und Südostasien. So beschäftigen immer mehr internationale Konzerne die am chinesischen Markt tätig sind, Sinolog*innen, die in diesem Rahmen für Consulting, Kommunikation und Aufbau und Pflege der Wirtschaftsbeziehungen zuständig sind.
Sinolog*innen im wissenschaftlichen Bereich / an Universitäten sind meist auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert, z. B. auf Literatur, Geschichte oder Sprachwissenschaft. Die Ergebnisse ihrer Forschungen werden in Form von Aufsätzen in einschlägigen wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht sowie im Rahmen von Vorträgen, Tagungen und Lehrtätigkeiten in akademischen Kontexten präsentiert.
Sinolog*innen, die in journalistischen Bereichen tätig sind, recherchieren und verfassen Artikel und arbeiten redaktionell z. B. an Dokumentationen und Informationssendungen für Rundfunk und Fernsehen Für Verlage führen Sinolog*innen Übersetzungen oder Lektoratsarbeiten durch. Im Rahmen der Erwachsenenbildung geben sie Sprachunterricht im Fach Chinesisch. Darüber hinaus können sie als Reiseleiter*innen (Studienreisen) im Bereich China-Tourismus tätig sein.
Sinolog*innen arbeiten mit Computer, Laptops und Tablets und Peripheriegeräten wie Drucker, Scanner und Kopiergeräten. Als Arbeitsgrundlage verwenden sie sinologische Fachbücher, Studien, Lexika und Wörterbücher. Sie verwenden Büromaterialien wie Ordner, Mappen, Hefter und führen digitale Datenbanken, Archive, Dokumente und Journale.
Sinolog*innen arbeiten in den Räumlichkeiten, Büros, Besprechungszimmern und Seminarräumen ihrer Institutionen. Als Journalist*innen arbeiten sie in / für Verlage (siehe Verlagslektor*in) und recherchieren in einschlägigen Archiven und Bibliotheken.
Weitere wichtige Tätigkeitsbereiche für Sinolog*innen sind Tourismus, Kulturmanagement (siehe Kulturmanager*in), Diplomatie und Internationale Beziehungen. In diesem Zusammenhang sind oft längere Reisen und Aufenthalte in China erforderlich.
Im Bereich der Lehre und Forschung arbeiten Sinolog*innen überwiegend in Lehrsälen und Büros. Bei ihrer Tätigkeit im sozialen und kulturellen Bereich sind sie in verschiedenen Sozialeinrichtungen und in Kulturzentren tätig.
Sinolog*innen arbeiten eigenständig sowie im Team mit wissenschaftlichen und administrativen Mitarbeiter*innen sowie mit Fachkräften aus verschiedenen Bereichen und haben Kontakt zu Studierenden.
Beschäftigungsmöglichkeiten für Sinolog*innen bestehen bei:
Der Beruf Sinolog*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):
Sinolog*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Weiterbildungsmöglichkeiten bieten sich im Bereich Kulturmanagement, Informationsmanagement, Verlagswesen, Bibliotheken oder Öffentlichkeitsarbeit. Auch im Bereich der Wirtschaft ist Sprachkompetenz und kommunikative Kompetenz ein großes Plus. Für Tätigkeiten für internationale Wirtschaftsunternehmen und Konzerne sind Weiterbildungen in betriebswirtschaftlichen Bereichen von Vorteil.
Weiterbildungseinrichtungen wie zum Beispiel das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten Kurse und Lehrgänge zu verschiedenen Themen an, die auch für Sinolog*innen relevant sein können, wie z. B. zu Digitalisierung, Unternehmenskommunikation, Informations- und Wissensmanagement.
Viele Institutionen und Organisationen führen für ihre Mitarbeiter*innen interne Kurse, Seminare und Schulungen z. B. zu neuen Softwareprogrammen, Datenbank- oder Archivsystemen durch.
Neben Fachliteratur, Onlinemedien, Kongressen oder anderen Fachveranstaltungen bestehen Weiterbildungsmöglichkeiten für Sinolog*innen beispielsweise über facheinschlägige Universitätslehrgänge und Weiterbildungsstudien. Außerdem besteht die Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung in Form eines Zweitstudiums oder weiterführenden PhD-Studiums.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung: