Der Beruf Keltologe / Keltologin leitet sich vom Studium der Keltologie ab und umfasst die Wissenschaft der keltischen Kultur und Sprache. Keltolog*innen beschäftigen sich mit der Geschichte, den Sprachen und der Kultur keltischer Völker und ihrer Nachfahren von der Hallstattzeit bis zur Gegenwart sowie mit der Archäologie der Eisenzeit. Weiters erforschen sie die noch heute in Irland, Schottland, Wales und der Bretagne gesprochenen Dialekte keltischer Sprachen.
Eine der Hauptaufgaben von Keltolog*innen ist die Vermittlung der Keltologie durch Lehre, Unterricht oder durch publizistische Tätigkeiten. Im Bereich der Lehre und Forschung finden sie an Universitäten Beschäftigung. Teilweise sind sie auch im Medienbereich z. B. als Journalist*in und Übersetzer*in tätig oder in Bereichen des Fremdenverkehrs sowie in Archiven, Bibliotheken und Verlagen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Für den Beruf Keltologe / Keltologin ist in der Regel ein abgeschlossenes Universitätsstudium in Vergleichende indoeuropäische Sprachwissenschaft und Keltologie erforderlich.
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Arts (MA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Bachelor of Arts (BA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes, facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Arts (MA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/
Berufliche Selbstständigkeit ist für Keltolog*innen beispielsweise gegeben, indem sie ihre Tätigkeit freiberuflich als Wissenschafter*in oder als Journalist*in ausüben:
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessenvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Keltolog*innen erforschen die Geschichte, die Sprachen und die Kultur keltischer Völker und ihrer Nachfahren von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Sie sind in der Regel auf einzelne Fachgebiete (z. B. Archäologie) oder Fachregionen (z. B. Deutschland, Frankreich, Irland) spezialisiert. Sie erforschen und dokumentieren keltologische Kulturwissenschaft, Archäologie des keltischen Raumes, Geschichte des keltischen Raumes, keltische Sprachwissenschaft. Sie befassen sich aber auch mit der praktischen Sprachbeherrschung, z. B. Alt- und Mittelirisch.
Die Ergebnisse ihrer Forschungen veröffentlichen sie in Form von Artikeln in facheinschlägigen wissenschaftlichen Zeitschriften und Foren. Weiters präsentieren und diskutieren sie ihre Arbeiten im Rahmen von Vorträgen, Tagungen und Lehrtätigkeiten. Keltolog*innen, die im journalistischen Arbeitsbereich (z. B. als Kulturjournalist*in) tätig sind, recherchieren und verfassen meist populärwissenschaftliche Artikel und arbeiten redaktionell an Dokumentationssendungen in Rundfunk und Fernsehen. Darüber hinaus arbeiten sie häufig in Museen, Archiven und im Bibliothekswesen, wo sie Ausstellungen kuratieren bzw. Archiv- und Museumsbestände verwalten.
Keltolog*innen führen auch Lektorats- und Übersetzungsarbeiten für Verlage durch und sind in der Erwachsenenbildung tätig. Darüber hinaus arbeiten sie in Bereichen des Fremdenverkehrs.
Keltolog*innen sind häufig im unterrichtenden und lehrenden Bereich tätig. Sicheres Auftreten und gute sprachliche Ausdrucksweise sind daher besonders wichtig. Sie hantieren dabei mit Unterrichtsmaterialien und Medien und müssen auch Aufzeichnungen über die Studierenden führen. In fast allen Tätigkeitsbereichen ist der Umgang mit IT- und Kommunikationstechnologien erforderlich (Computer, Laptops, Smartphones und Peripheriegeräten wie Drucker, Scanner und Kopiergeräten) und die sichere Anwendung von Onlinemeetings und Webinaren sowie E-Learning-Plattformen.
Als Arbeitsgrundlage dienen ihnen sprach- und kulturwissenschaftliche Fachbücher, Studien, Artikel, Lexika und Wörterbücher. Sie verwenden aber auch Büromaterial und führen Datenbanken, Archive, Karteien, Dokumente und Journale.
Keltolog*innen arbeiten in Unterrichtsräumen von Universitäten und in der Erwachsenenbildung. Häufig sind sie auch in kulturellen Institutionen wie z. B. in Bibliotheken (als Bibliothekar*in), in Archiven (als Archivar*in), in Kulturvereinen (als Kulturmanager*in), in Verlagen (z. B. als Verlagslektor*in) oder als Journalist*in in Büros von Zeitungs- oder Zeitschriftenverlagen oder bei Film- und Hörfunkanstalten tätig.
Je nach Arbeitsbereich haben Keltolog*innen Kontakte zu Studierenden, zu anderen Wissenschafter*innen und Lehrer*innen, zu den Besucher*innen von Bibliotheken und Archiven oder zu anderen Fachkräften aus ihrem jeweiligen Tätigkeitsbereich. Vor allem im Bereich der archäologischen Forschung sind sie auch viel unterwegs und bei Ausgrabungen vor Ort und dabei mitunter auch bei schlechten Wetterbedingungen tätig.
Beschäftigungsmöglichkeiten für Keltolog*innen bieten insbesondere:
Der Beruf Keltolog*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):
Keltolog*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Weiterbildungseinrichtungen wie zum Beispiel das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten unterschiedliche Kurse und Lehrgänge, die auch für Keltolog*innen interessant sein können, z. B. in den Bereichen Betriebswirtschaft, Datenbanken, Informations- und Wissensmanagement an.
Viele wissenschaftliche Institutionen und Organisationen führen für ihre Mitarbeiter*innen interne Kurse, Seminare und Schulungen.
Neben Fachliteratur, Onlinemedien, Kongressen oder anderen Fachveranstaltungen bestehen Weiterbildungsmöglichkeiten für Keltolog*innen beispielsweise über facheinschlägige Universitätslehrgänge oder . Außerdem besteht die Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung in Form eines Zweitstudiums oder weiterführenden PhD-Studiums.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Anthropologie | Anthropologie heißt wörtlich übersetzt soviel wie "Menschenlehre" bzw. die "Lehre vom Menschen" und handelt von der Entwicklungsgeschichte der Menschheit. |
Archäologie | Altertumswissenschaft, Wissenschaft von den sichtbaren Überresten alter Kulturen. |
Archiv | Archive sind Einrichtungen, die der systematischen Erfassung, Ordnung, Verwahrung und Erhaltung, Betreuung und Erschließung rechtlicher und politischer Dokumente (Schrift-, Bild- und Tongut) staatlicher Dienststellen, anderer Institutionen (Verbände, Unternehmen) oder Einzelpersonen dienen. |
Numismatik | Fachbegriff für Münzkunde |
Romanistik | Die Romanistik, auch Romanische Philologie genannt, ist der Oberbegriff für die wissenschaftliche Beschäftigung mit den aus dem Latein hervorgegangenen Romanischen Sprachen und den in diesen Sprachen verfassten Literaturen, und zwar in deren ursprünglichen Sprachgebieten in Europa sowie in den durch Kolonisation hinzugekommenen Gebieten in Übersee. (Quelle: WIKIPEDIA, http://de.wikipedia.org) |