Der Lehrberuf Edelsteinschleifer*in wurde mit 31. Mai 2011 aufgehoben. In diesem Beruf können seit 31. Mai 2011 keine Lehrausbildungen mehr neu begonnen werden!
Edelsteinschleifer*innen verarbeiten vor allem Edel- und Halbedelsteine zu Schmucksteinen. Sie spalten und sägen (schneiden) die Rohsteine auf die gewünschte Größe, rundieren, schleifen, facettieren und polieren sie. Edelsteinschleifer*innen verwenden zur Bearbeitung der Steine Schleif- und Polierscheiben, Diamantbohrer, Haltevorrichtungen usw. Sie arbeiten meist in gewerblichen Werkstätten von Kleinbetrieben mit Berufskolleg*innen zusammen und haben Kontakt zu Kund*innen und Lieferant*innen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Der Lehrberuf Edelsteinschleifer*in wurde mit 31. Mai 2011 aufgehoben. In diesem Beruf können seit 31. Mai 2011 keine Lehrausbildungen mehr neu begonnen werden!
Eine Grundlage für den Beruf könnte eine Ausbildung im Bereich Kunsthandwerk bilden.
Art: Kolleg
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Diplomprüfung
Berechtigungen:
Info: Hinweis: Nicht-MaturantInnen absolvieren im Rahmen der Ausbildung ein zusätzliches Allgemeinbildungsmodul.
Weitere Infos: https://www.htl-kramsach.ac.at/
Höhere Technische Lehranstalt für Glas und Chemie
Mariatal 2
6233 Kramsach
Tel.: +43 (0)5337 / 626 23 -0
email: direktion@htl-kramsach.ac.at
Internet: https://www.htl-kramsach.ac.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Chemieingenieure – Chemische Betriebstechnik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Objektdesign und Produktion
Kolleg/Aufbaulehrgang für Fassadentechnik
Fachschule für Glastechnik und Glasgestaltung:
Art: Schulausbildung
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Reif- und Diplomprüfung
Berechtigungen:
Weitere Infos: https://www.htl-kramsach.ac.at/
Höhere Technische Lehranstalt für Glas und Chemie
Mariatal 2
6233 Kramsach
Tel.: +43 (0)5337 / 626 23 -0
email: direktion@htl-kramsach.ac.at
Internet: https://www.htl-kramsach.ac.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Chemieingenieure – Chemische Betriebstechnik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Objektdesign und Produktion
Kolleg/Aufbaulehrgang für Fassadentechnik
Fachschule für Glastechnik und Glasgestaltung:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:
Freies Gewerbe:
– Edelsteinschleifer*in
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Edelsteinschleifer*innen verarbeiten Edelsteine, Halbedelsteine und synthetische Steine zu Schmuckstücken, Schmuckgegenständen und Gebrauchssteinen für technische Geräte. Sie kaufen die Rohware selbst ein und verkaufen die fertig bearbeiteten Steine. Sie arbeiten nach eigenen Entwürfen und nach Angaben von Kund*innen. Handwerkliches Geschick, Genauigkeit sowie ein gutes Sehvermögen sind Voraussetzung für diesen Beruf.
Bei der Herstellung von Schmucksteinen spalten oder schneiden Edelsteinschleifer*innen die Rohsteine in Stücke der erforderlichen Größe. Danach rundieren sie die Steine, um ihnen die grobe Form zu geben. Sie befestigen die grob geformten Steine mit einer Kittmasse auf dem Kittstock, das ist ein Holzstück, mit dem der Stein beim Schleifen gehalten wird. Dann schleifen sie an einer rotierenden Metallscheibe Facetten oder Rundungen in den Stein (Facettieren). Edelsteinschleifer*innen verwenden dabei vor allem Schleifmittel wie Diamantpulver. Beim Facettieren verwenden sie auch eine Haltevorrichtung, mit deren Hilfe sie die genaue Einstellung der Winkel, in denen die Flächen zueinander stehen sollen, vornehmen können.
Beim Anfertigen von Steingravuren verwenden sie Gravierstifte aus Diamant, mit denen sie Ornamente, Symbole oder andere bildliche Darstellungen in die Steinoberfläche gravieren. Das Steingravieren erfolgt heute allerdings mehrheitlich durch chemische Verfahren wie Säureätzung oder mittels Ultraschallgeräten. Edelsteinschleifer*innen reinigen die fertig geschliffenen Steine mit Spiritus und polieren sie mit verschiedenen chemischen Poliermitteln. Ebenso führen sie Reparaturarbeiten wie Umschleifen oder Polieren an zerkratzten oder beschädigten Steinen durch. Sie bewerten die Steine und setzen die Preise anhand von verschiedenen Kriterien wie z. B. Form, Farbe, Reinheit fest.
Bei ihrer Tätigkeit verwenden Edelsteinschleifer*innen zur Bearbeitung der Steine Schleif- und Polierscheiben, Ultraschallgeräte, Diamantbohrer, Gravierstifte, Haltevorrichtungen (z. B. Kittstöcke), Mess- und Prüfgeräte, Pinsel usw. Sie arbeiten mit Säuren, chemischen Poliermitteln, Spiritus usw. Als Rohmaterial werden sowohl natürliche wie auch synthetische (künstlich hergestellte) Mineralien verwendet
Edelsteinschleifer*innen arbeiten vor allem in gewerblichen Werkstätten von Kleinbetrieben und angeschlossenen Verkaufsräumen. Sie arbeiten mit Berufskolleg*innen und Vorgesetzten, haben Kontakt zum Verkaufspersonal und zu Kund*innen und Lieferant*innen.
Weiterbildung bedeutet für Edelsteinschleifer*innen, sich zusätzliche Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Edelsteinkunde oder Edelsteinfassen anzueignen.
Da Edelsteinschleifer*innen zumeist in Kleinbetrieben des Gewerbes tätig sind, sind auch Kurse in den Bereichen Kund*innenberatung und -betreuung, EDV, Finanz- und Rechnungswesen interessant.
Das Berufsförderungsinstitut (bfi) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten in den genannten Bereichen Weiterbildungsveranstaltungen an.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung: