Filmrestaurator*in

Filmrestaurator*innen arbeiten in Film- und Fernsehanstalten sowie in Filmarchiven, Dokumentationszentren und Museen. Sie erhalten, pflegen und restaurieren alte Filme, Filmrollen, Filmschnitte, Rohmaterialien und dergleichen. Immer wichtiger wird in ihrer Arbeit die Digitalisierung alter Filme. Dabei arbeiten sie mit Spezialgeräten, Mikroskopen, Pinseln, Pinzetten, Chemikalien, Farben und Lösungsmitteln. Im Rahmen von Filmfestivals holen sie die Filme aus den Archiven und achten auf die sachgerechte Handhabung bei Neuvertonungen, Synchronisierungen oder Colorierungen von Schwarz-Weiß-Filmen.

Neben der Planung und Organisation von Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen sind sie auch mit verschiedenen Aufgaben im Rahmen der Erfassung, Archivierung und Lagerung der Filme befasst. Filmrestaurator*innen arbeiten vorwiegend in Filmstudios, Labors und Werkstätten im Team mit verschiedenen Fachkräften, wie z. B. Filmschnittmeister*innen oder Tontechniker*innen.

Akademischer Beruf
Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Filme sichten, erfassen, bewerten; Schadensanalysen und Diagnosen erstellen
  • Konzepte und Maßnahmen zur Konservierung oder Restauration erstellen
  • Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten planen, organisieren und durchführen
  • Filme reinigen und desinfizieren, Retuschierungen oder Colorierungen anbringen
  • dabei mit verschiedenen Chemikalien, Farben, Binde- und Lösungsmittel arbeiten
  • Laborgeräte, Mikroskope, Feinwerkzeuge, Feinpinsel und andere Präzisionsgeräte bedienen
  • bei der Digitalisierung (Übertragen des Films von Zelluloid auf digitalen Datenträger) mitwirken
  • bei Neuvertonungen oder Synchronisierungen mitwirken
  • Kamera- und Filmapparaturen, Gerätschaften im Tontechnik- und Schnittstudio bedienen
  • Filme sachgerecht archivieren und lagern: Werte wie Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftzirkulation und Beleuchtung optimal einstellen und laufend kontrollieren

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • Farbsehen
  • gutes Sehvermögen (viel Lesen bzw. Arbeiten am Computer)
  • Unempfindlichkeit gegenüber chemischen Stoffen
  • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung generativer künstlicher Intelligenz (KI)
  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • chemisches Verständnis
  • Gefühl für Farben und Formen
  • gutes Augenmaß
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • Kunstverständnis
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Geduld
  • Sicherheitsbewusstsein

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Informationsrecherche und Wissensmanagement
  • Problemlösungsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Für den Beruf Filmrestaurator*in ist in der Regel ein abgeschlossenes Universitäts- oder Fachhochschulstudium im Bereich Film und Restauration erforderlich.

Art: Schulausbildung

Dauer: 5 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildender höhere Schule (AHS): positiver Abschluss 4. oder einer höheren Klasse
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der vierten Klasse Mittelschule bei Beurteilung aller leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gemäß dem Leistungsniveau „Standard AHS“ oder eine Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als „Gut“;
    ansonsten Aufnahmeprüfung in den schlechter beurteilten Gegenständen
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe
  • erfolgreicher Abschluss der 1. Klasse einer berufsbildenden mittleren Schule
  • Eignungsprüfung

Abschluss: Reife- und Diplomprüfung (Matura)

Berechtigungen:

  • berechtigt zur Ausübung einschlägiger Gewerbe laut Gewerbeordnung
  • Studienberechtigung

Info:

Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien; Vorlage des Orignals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich

Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen

Adressen:

Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Graz – Ortweinschule
Körösistraße 157
8010 Graz

Tel.: +43 (0)5 0248 019
Fax: +43 (0)5 0248 019 -999
email: dion@ortweinschule.at
Internet: https://www.ortweinschule.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Bautechnik:

  • Ausbildungsschwerpunkt Hochbau
  • Ausbildungsschwerpunkt Tiefbau
  • Ausbildungsschwerpunkt Holzbau
  • Ausbildungsschwerpunkt Bauwirtschaft

Fachschule für Bautechnik (mit Betriebspraktikum)

Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik:

  • Ausbildungsschwerpunkt Hochbautechnologie und Entwurf
  • Ausbildungsschwerpunkt Facility Management
  • Ausbildungsschwerpunkt Holzbau und Montagetechnik
  • Ausbildungsschwerpunkt Infrastruktur und Ingenieurbau
  • Ausbildungsschwerpunkt Sanierungstechnik

Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik:

  • Ausbildungsschwerpunkt Hochbautechnologie und Entwurf
  • Ausbildungsschwerpunkt Facility Management
  • Ausbildungsschwerpunkt Holzbau und Montagetechnik
  • Ausbildungsschwerpunkt Infrastruktur und Ingenieurbau
  • Ausbildungsschwerpunkt Sanierungstechnik

Höhere Lehranstalt für Grafik- und Kommunikations-Design

Höhere Lehranstalt für Medien:

  • Fachrichtung Film und MultimediaArt
  • Fachrichtung Fotografie und MultimediaArt

Höhere Lehranstalt für Innenarchitektur und Holztechnologie – Raum- und Objektgestaltung

Höhere Lehranstalt für Kunst und Design:

  • Ausbildungszweig Bildhauerei Objektdesign Restauration
  • Ausbildungszweig Produktdesign und -präsentation
  • Ausbildungszweig Keramik Art Craft
  • Ausbildungszweig Schmuck Metall Design

Kolleg für Kunst und Design für Berufstätige:

  • Ausbildungszweig Grafik- und Kommunikationsdesign
  • Ausbildungszweig Fineart Photography & MultimediaArt

Bauhandwerkerschule für Maurer*innen

Bauhandwerkerschule für Zimmerei

Meisterschule für Kunst und Gestaltung:

  • Ausbildungszweig Bildhauerei
  • Ausbildungszweig Keramische Formgebung
  • Ausbildungszweig Malerei
  • Ausbildungszweig Metallgestaltung

Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung

Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Bautechnik


Art: Diplomstudium

Dauer: 10 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Nachweis der künstlerischen Eignung durch Aufnahmeprüfung/Zulassungsprüfung
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Abschluss:

Magister/Magistra der Künste (Mag. art.)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at/

Adressen:

Akademie der bildenden Künste Wien
Schillerplatz 3
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 588 16 -1818
Fax: +43 (0)1 / 588 16 -1898
email: studienabteilung@akbild.ac.at
Internet: http://www.akbild.ac.at

Universität für Angewandte Kunst Wien
Oskar Kokoschka-Platz 2
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 711 33 -0
Fax: +43 (0)1 / 711 33 -2089
email: info@uni-ak.ac.at
Internet: https://www.dieangewandte.at/

Art: Bachelorstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Reifeprüfung (Matura), Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung

Abschluss:

Bachelor of Arts (BA)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien

Info:

Berufsfelder: Theater und Film (Dramaturgie, Leitungsfunktionen); Hörfunk und Fernsehen (redaktionelle, gestalterische und administrative Bereiche); Theater- und Medienpädagogik, Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit, Kunst-, Kultur- und Projektmanagement, Kulturpolitik, Verlagswesen; Universitäten, wissenschaftliche Institutionen, Bibliotheken, Archive, Museen.

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes, facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Arts (MA)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:

a) Freie Gewerbe:

  • Erzeugung von Filmmaterial
  • Technischer Transfer (d.h. Entwickeln, Kopieren und Überspielen) und Synchronisation audiovisueller Produktionen, Überspielen auf Trägermaterial jeder Art sowie Be- und Nachbearbeitung und digitale Bild- und Tongestaltung für Bewegtbild, unter Ausschluss der den Berufsfotografen vorbehaltenen Tätigkeiten
  • Betrieb von Filmstudios
  • Filmproduktion
  • Filmverleih und -vertrieb

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:

b) Rechtskraftgewerbe:

  • Chemische Laboratorien, BGBl. II Nr. 36/2003 idF BGBl. II Nr. 399/2008

Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Rechtskraftgewerbe sind reglementierte Gewerbe, bei denen die Zuverlässigkeit des Gewerbeanmelders/der Gewerbeanmelderin durch die Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde bzw. Magistrat) geprüft und festgestellt wird.

Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe


ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Arbeitsbereiche

Filmrestaurator*innen (Archiv) befassen sich mit der Erhaltung und Restaurierung von alten Filmen. Ihre Aufgabe ist es, den Prozess der Alterung und chemischen Veränderung bzw. Verfärbung von Filmen, Filmrollen, Schnittmaterialien usw. aufzuhalten bzw. zu eliminieren. Damit sichern und bewahren sie den Bestand von historisch und kunstgeschichtlich wichtigen Filmen und filmischen Dokumenten. An stark beschädigten, vergilbten oder verfärbten Filmen führen sie aufwendige Restaurationsarbeiten durch.

Dazu führen sie zunächst verschiedene Untersuchungen durch, um den Erhaltungszustand der Filme zu bestimmen. Anschließend entwickeln sie ein Restaurierungskonzept, in welchem sie Art und Ausmaß der erforderlichen Behandlung festlegen. Ziel ist es, die filmischen Materialien zu sichern und einem weiteren Verfall vorzubeugen. Weiters sollen die Filme soweit wiederhergestellt werden, dass sie präsentiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können (z. B. im Rahmen von Filmfestivals). Neben der Planung und Organisation von Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen sind sie auch mit verschiedenen Aufgaben im Rahmen der Erfassung, Archivierung und Lagerung der Filme befasst. Bei der Lagerung der wertvollen Filme spielen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtverhältnisse eine große Rolle. Filmrestaurator*innen achten auf eine optimale Einstellung dieser Werte, um eine sichere Lagerung der Filmdokumente zu gewährleisten.

Für den dauerhaften Erhalt historischen Filmmaterials ist heute die Digitalisierung der Filme ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von Filmrestaurator*innen.

Arbeitsmittel

Filmrestaurator*innen arbeiten mit Filmen, Filmrollen und Filmträgermaterialien wie Nitrozellulose oder Zelluloid. Bei Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten verwenden sie Handwerkzeuge wie Messer, Scheren, Skalpelle und feinste Pinsel und Geräte sowie Chemikalien wie Farben, Bleich-, Retuschier-, Binde- und Lösungsmittel. Zur Analyse und Untersuchung der Filmmaterialien setzen sie Lupen, Mikroskope und andere Spezialgeräte ein. Wenn sie mit besonders giftigen Chemikalien oder sehr empfindlichen Materialien zu tun haben, tragen sie Schutzbekleidung, Mundschutz und Handschuhe. Weiters arbeiten sie mit Computer, Laptops, analogen und digitalen Film- und Videoschnittgeräten, Tontechnikanlagen und dergleichen und führen Archive, Datenbanken und Dokumentationen.

Arbeitsumfeld

Filmrestaurator*innen arbeiten in Labors, Büroräumen, Werkstätten und Lagern von Filmarchiven, Restaurierungsbetrieben, Museen oder Kunsthochschulen. Bei ihrer Arbeit sind sie oft Staub, Gasen und Dämpfen ausgesetzt. Beim Umgang mit Chemikalien und empfindlichen Filmmaterialien tragen sie Mundschutz und Handschuhe. Filmrestaurator*innen arbeiten eigenständig sowie im Team mit Fachkräften aus verschiedenen Film- und Kulturbereichen, siehe z. B. Filmschnittmeister*in, Tontechniker*in und haben Kontakt zu Regisseur*innen, Medienwissenschafter*innen und Kunsthistoriker*innen.

Beschäftigungsmöglichkeiten für Filmrestaurator*innen bieten insbesondere:

  • Filmarchive, Bibliotheken, Dokumentationszentren
  • Museen
  • Kunsthochschulen, Universitäten, Filmakademien
  • Film- und Fernsehanstalten

Teilweise sind Filmrestaurator*innen auch selbstständig in ihrem eigenen Unternehmen tätig.

Der Beruf Filmrestaurator*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Weiterentwicklung und Spezialisierung auf:

  • Digitalisierung historischer Filme

Filmrestaurator*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Aufgrund der schnell voranschreitenden Entwicklungen, insbesondere bei digitalen Technologien, ist eine ständige berufliche Weiterentwicklung und Fortbildung erforderlich.

Weiterbildungsmöglichkeiten zu verschiedenen relevanten Bereichen bieten unter anderem das Berufsförderungsinstitutes (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitutes(WIFI) sowie bereichspezifische Anbieter.

Außerdem bieten sich für Filmrestaurator*innen berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten in Form eines Bachelor- oder Masterstudiums (auch als Zweitstudium) oder im Rahmen von Universitäts- und Fachhochschullehrgängen an.

Auch die laufende Lektüre von Fachzeitschriften (beispielsweise facheinschlägige Zeitschriften, online und offline), der Besuch von facheinschlägigen Seminaren, die Vernetzung bei Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an Technik-Netzwerken (online und offline) ist für Filmrestaurator*innen eine wichtige Möglichkeit, um sich auf dem neuesten Stand zu halten.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Abblende

Fachbegriff in der Kamera- und Filmschnitttechnik für das langsame Abdunkeln einer Szene bzw. eines Bildes bis Schwarz durch Schließen einer Blende mit der Filmkamera bzw. mit dem Fotoapparat. Beim Fernsehen durch Absenken des Bildsignalpegels bis auf Null.

Chromatographie

Ein Verfahren zur Trennung chemisch nahe verwandter Stoffe.

Digitaltechnik

Die Umsetzung von Analogtechnik (Messungen von Licht- oder Schallwellen, elektrischen Schwingungen etc.) in digitale Computertechnik. Digitaltechnik wird vorwiegend in den Bereichen Film, Musik, Fotografie und Fernsehen eingesetzt. Insgesamt Umstellung von ehemals analogen Medien in Digitale (z. B. vom LP auf CD, von Video auf DVD usw.).

Fotolabortechnik

Im Fotolabor wird das Aufnahmematerial entwickelt und Vergrößerungen von den Negativen hergestellt. Zur Herstellung eines Positiv wird das Negativ in einen Vergrößerer eingelegt. Licht, das durch ein Objektiv mit einer verstellbaren Blende gebündelt wird, fällt durch das Negativ auf das lichtempfindliche Fotopapier. Die richtige Belichtungszeit und bei Farbnegativen eine spezielle Farbfilterung lassen ein optimales Positiv entstehen. In einem Entwicklerbad wird das Bild auf dem Fotopapier sichtbar, im Fixierbad fixiert, anschließend gewässert und getrocknet.

Mehrkanaltechnik

"Kanal" ist die allgemeine Bezeichnung für einen Übertragungsweg. Die Mehrkanaltechnik eignet sich nicht nur zur Übertragung von verschiedenen Sprachen bei einer Dolmetschanlage, sondern ganz generell zur Übertragung von verschiedenen Audiokanälen. So ist es z. B. möglich, in einem Raum die Tonsignale von mehreren aufgestellten Fernsehmonitoren gleichzeitig zu drahtlosen Empfängern zu senden. Mehrkanalanlagen finden z. B. in Video-Lernzentren, Museen oder verschiedenen kulturellen Events und Veranstaltungen Anwendung.