Entsorgungs- und Recyclingfachmann / Entsorgungs- und Recyclingfachfrau – Abwasser (Lehrberuf – auslaufend)

Der Lehrberuf Entsorgungs- und Recyclingfachmann / Entsorgungs- und Recyclingfachfrau im Schwerpunkt Abwasser wurde mit 1. Mai 2023 durch den Lehrberuf Abwassertechnik ersetzt. Siehe Abwassertechnik (Lehrberuf).

Entsorgungs- und Recyclingfachleute im Bereich Abwasser arbeiten in allen Bereichen der Abwasserentsorgung und -wiederaufbereitung. Zunächst überprüfen und beurteilen sie die zu behandelnden Abwässer. Sie erstellen chemische und physikalische Analysen und legen die weitere Vorgangsweise zur fachgerechten Entsorgung oder Wiederaufbereitung des Wassers fest. Schließlich bedienen und überwachen sie die abwassertechnischen Maschinen, Anlagen und Geräte. Sie arbeiten gemeinsam im Team mit Berufskolleg*innen sowie mit Fachkräften aus dem Bereich Umwelttechnik und Umweltberatung.

Synonym zu Hauptberuf
Lehrzeit:
3 Jahre

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Abwässer in Wiederaufbereitungsbecken leiten, klassifizieren und analysieren
  • Behandlungsmethoden auswählen und Behandlungsschritte festlegen
  • abwassertechnische Geräte, Maschinen und Anlagen wie Filteranlagen, Zentrifugen, Schlammbecken und Chloranlagen einstellen, bedienen und steuern
  • betriebsspezifische Hebezeuge, Transporteinrichtungen und Förderanlagen bedienen
  • chemische, biochemische und physikalische Hilfsmittel und Messgeräte handhaben
  • Kanalisationsanlagen, Wiederaufbereitungsanlagen, Wasserleitungen regelmäßig prüfen, warten und instand setzen
  • Protokolle, Listen, Datenbanken und Betriebsbücher führen

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gute körperliche Verfassung
  • Unempfindlichkeit gegenüber chemischen Stoffen
  • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • chemisches Verständnis
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Gesundheitsbewusstsein
  • Rechtsbewusstsein
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Hygienebewusstsein

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Koordinationsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Der Lehrberuf Entsorgungs- und Recyclingfachmann / Entsorgungs- und Recyclingfachfrau im Schwerpunkt Abwasser wurde mit 1. Mai 2023 durch den Lehrberuf Abwassertechnik ersetzt. Siehe °Abwassertechnik (Lehrberuf)#.

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist unter anderem durch folgende freie Gewerbe gegeben:

  • Abfallbeauftragte*r gem. § 11 Abfallwirtschaftsgesetz
  • Abfallberatung, eingeschränkt auf die Erteilung von Informationen über Möglichkeiten der Vermeidung, Entsorgung und Lagerung von Abfällen sowie die Abwasserentsorgung und -reinigung unter Ausschluss der Erstellung von Abfallkonzepten
  • Sammeln und Behandeln von Abfällen und Abwässern (zu berücksichtigen sind die Bewilligungspflichten nach § 15 Abfallwirtschaftsgesetz unter anderem betreffend die Genehmigungspflicht für Deponien)
  • Betrieb einer Deponie (zu berücksichtigen sind die Bewilligungspflichten nach § 15 Abfallwirtschaftsgesetz unter anderem betreffend die Genehmigungspflicht für Deponien)

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der freien Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe


ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

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Arbeitsbereiche

Die Reinhaltung der Gewässer und des Grundwassers ist heute angesichts der immer größer werdenden Abwassermengen der Großstädte und der Industrie eine der wichtigsten Aufgaben des Umweltschutzes. Die wichtigsten Aufgaben von Entsorgungs- und Recyclingfachleuten für Abwasser ist die Analyse und Klassifizierung von Abwässern aus Haushalten und Betrieben sowie die Festlegung und Durchführung von Behandlungsmethoden zur Wasserreinigung und Wasseraufbereitung.

Entsorgungs- und Recyclingfachleute für Abwasser arbeiten in öffentlichen und privaten Kanalisations- und Kläranlagen. Zunächst überprüfen und beurteilen sie die zu behandelnden Abwässer. Sie erstellen chemische und physikalische Analysen und legen die notwendigen Behandlungsschritte fest. In mehreren Phasen (z. B. Filtern, Zentrifugieren, Chlorieren) werden Abwässer gereinigt, von Bakterien und Verschmutzungen befreit und abschließend wieder über Wasserleitungen den Haushalten und Betrieben zugeführt. Abwässer, die nicht wiederaufbereitet werden können, werden fachgerecht entsorgt. Sie bedienen und steuern dabei verschiedene abwassertechnische Maschinen, Geräte und Anlagen.

Entsorgungs- und Recyclingfachleute im Bereich Abwasser verfügen über Kenntnisse in Mikrobiologie, Biotechnologie sowie über technische Grundlagenkenntnisse in Mechanik, Elektrotechnik, Hydraulik und Pneumatik.

Arbeitsmittel

Entsorgungs- und Recyclingfachleute für Abwasser steuern und überwachen abwassertechnische Maschinen, Geräte und Anlagen wie z. B. Filteranlagen, Zentrifugen, Schleusen, Chloranlagen. Sie arbeiten an computergesteuerten Messgeräten sowie mit chemischen und biochemischen Labor-Utensilien wie z. B. Analyseautomaten, Reagenzgläser, Mikroskope, Thermometer, Indikatoren und Filter. Sie führen Listen, Protokolle, Betriebsbücher und Datenbanken.

Arbeitsumfeld

Entsorgungs- und Recyclingfachleute für Abwasser arbeiten in Kläranlagen häufig im Freien. Die Analyse der Proben erfolgt in Labors. Je nach Größe des Unternehmens arbeiten sie eigenständig oder im Team mit Berufskolleg*innen sowie mit Fach- und Hilfskräften im Bereich Umwelttechnik und Abfallwirtschaft (z. B. Abfallberater*in, Abfallbeauftragte*r, Deponiewart*in, Umwelttechniker*in, Klärwart*in). Sie haben weiters Kontakt zu ihren Kund*innen und Auftraggeber*innen.

Entsorgungs- und Recyclingfachleute für Abwasser sind in

  • öffentlichen und privaten Unternehmen der Abwasserbehandlung, -entsorgung und -wiederaufbereitung, wie z. B. Kläranlagen, Kanalisationsbetriebe,
  • Unternehmen mit Spezialisierung auf bestimmte Abwässer (z. B. Industrieabwässer),
  • Industriebetriebe mit eigenen Entsorgungs- und Wiederaufbereitungsanlagen oder
  • Serviceunternehmen für Montage, Wartung und Betreuung von Abwasserentsorgungsanlagen beschäftigt.

Der Beruf Entsorgungs- und Recyclingfachmann / Entsorgungs- und Recyclingfrau für Abwasser ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • betriebliche Fachbereiche wie Kanalisation, Kläranlagen, Wasseraufbereitung
  • Labortechnik, technische Chemie, analytische Chemie
  • Umwelttechnik, Umweltschutz, Wertstoffkreisläufe
  • chemische Mess- und Prüftechnik
  • Qualitätsmanagement, Dokumentation

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Entsorgungs- und Recyclingfachleute für Abwasser sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Weiterbildungseinrichtungen wie das Berufsförderungsinstitut (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zu verschiedenen relevanten Themenbereichen Kurse und Lehrgänge für Entsorgungs- und Recyclingfachleute an, z. B. in Öko-Audit, Umweltschutz, Umwelttechnik, Nachhaltigkeitsmanagement usw. aber auch zu kaufmännischen-betriebswirtschaftlichen Themen wie Buchhaltung, Kostenrechnung, Controlling, Marketing, Unternehmensführung. Vergleiche dazu die aktuellen Kursbücher des Berufsförderungsinstitutes (BFI) sowie des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI) aber auch anderer Weiterbildungseinrichtungen.

Weiterbildungsveranstaltungen für Entsorgungs- und Recyclingfachleute werden auch von Abfallwirtschaftsunternehmen und facheinschlägigen Unternehmensverbänden (Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB), Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV)) angeboten.

Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten facheinschlägige Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an Berufsbildenden Höheren Schulen (Höhere Technische Lehranstalt, HTLs) sowie Werkmeisterschulen für Berufstätige. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.

Studium ohne Matura:

Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:

  • Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura): Die Berufsreifeprüfung, die du bereits während deiner Lehrzeit beginnen kannst, ist eine vollwertige Matura, mit der du uneingeschränkten Zugang zum Studium hast.
  • Studienberechtigungsprüfung: Die Studienberechtigungsprüfung kannst du vor Beginn eines Studiums ablegen. Sie ermöglicht den Zugang zu einem bestimmten Studium.
  • ohne Matura mit Berufsausbildung und Berufserfahrung: Fachhochschulen bieten außerdem meist die Möglichkeit mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (insbesondere Lehre oder Berufsbildender Mittlerer Schule (BMS)) und mehrjähriger Berufserfahrung auch ohne Matura ein facheinschlägiges (d. h. mit der Berufsausbildung fachlich verwandtes) Bachelorstudien zu beginnen. Meist müssen dazu einzelne Zusatzprüfungen absolviert werden.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Abfallbehandlung

Als Abfallbehandlung bezeichnet man die Aufbereitung der Abfälle, um deren Wiederverwertung (Recycling) oder umweltverträgliche Ablagerung zu ermöglichen. Gängige Verfahren sind:
- mechanische Abfallbehandlung (Zerkleinern, Sieben)
- chemisch-physikalische Abfallbehandlung (Zusetzen chemischer Stoffe)
- biologische Abfallbehandlung (Kompostierung)
- thermische Abfallbehandlung (Abfallverbrennung)

Abfallentsorgung

Die Abfallentsorgung umfasst die Beseitigung, Ablagerung oder Verwertung von Abfällen sowie die dafür erforderlichen Maßnahmen des Einsammelns, Abtransportierens und Beförderns zu Mülldeponien und Sammelstellen.

Abwasser

Bezeichnet das durch häuslichen, gewerblich-industriellen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch verunreinigte, veränderte Wasser (sog. Schmutzwasser). Als Abwasser gilt auch jedes sonstige in die Kanalisation gelangte Wasser (z. B. Regen).

Altlasten

Ein Begriff aus dem technischen Umweltschutz. Gemeint sind damit Belastungen der Umwelt, vor allem des Bodens und des Wassers, die durch Stoffe (Abfälle und sonstige umweltgefährdende Stoffe) im Bereich von Altablagerungen und Altstandorten aufgetreten sind.

Biotechnologie

Die technische Nutzbarmachung und industrielle Verwertung biologischer Vorgänge (z. B. Hefegärung in der Lebensmittelindustrie).

Endlagerung

Die langfristige, sichere Verwahrung von radioaktiven Abfällen aus Forschung, Medizin, Industrie und Kernkraftwerken. Wegen seiner Gefährlichkeit muss der Atommüll so gelagert werden, dass er nicht mit der übrigen Umwelt in Berührung kommt.

Entsorgung

Die Abfallentsorgung umfasst die Verwertung und die Beseitigung von Abfällen. Dazu gehören auch alle erforderlichen Maßnahmen des Einsammelns, Beförderns und Lagerns sowie die Schadstoffminimierung.

Entwässerung

Die Ableitung von Wasser. In Siedlungen wird das Abwasser, in der Landwirtschaft das überschüssige Bodenwasser beseitigt. Auch die von Installateur*innen durchgeführte Ableitung des Kondensats (jene Flüssigkeit, die sich aus Dampf bildet) aus Dampfleitungen nennt man Entwässerung.

Klärgas

Ein Gemisch, hauptsächlich aus Methan und Kohlendioxid, das sich im Faulraum der Kläranlage unter dem Einfluss der Gärung des Klärschlamms entwickelt.

Klärschlammkompostierung

Eine biologische Methode zur Behandlung von Klärschlämmen. Die Verrottung (aerobe Zersetzung fester organischer Stoffe) kann in Behältern (sogenannte Bioreaktoren) bei Temperaturen von etwa 650 Celsius ablaufen. Neben einer Belüftung ist die Beimengung organischen Kohlenstoffes erforderlich. Der auf diese Weise entstandene Kompost ist hygienisch einwandfrei.

Klärschlammverbrennung

Ein Verfahren zur Beseitigung von Klärschlämmen. Die Klärschlammverbrennung kann bei Klärschlämmen angewendet werden, die nicht verwertet werden. Dabei werden schädliche organische Inhaltsstoffe zerstört und die zu entsorgende Menge reduziert. Zur Verbesserung der Energiebilanz der Klärschlammverbrennung wird der Klärschlamm zuvor weitestgehend mechanisch entwässert.

Klärschlammvererdung

Ein Verfahren der Klärschlammentwässerung. Der aus der Kläranlage stammende, stabilisierte Klärschlamm wird in flache Mulden eingeleitet und dort getrocknet (Trockenverfahren). Durch Bepflanzung der Mulden mit Sumpfpflanzen (z. B. Schilf) lässt sich eine weitergehende Schlammstabilisierung erzielen, die unter Umständen eine Verwertung des kompostartigen Endproduktes z. B. als Dünger erlauben.

Mikrobiologie

Ein Wissenschaftszweig, der mikroskopisch kleine Lebewesen erforscht.

Ökologie

ist die Wissenschaft von den Beziehungen der Lebewesen zu ihrer Umwelt.

Problemstoffe

Materialien, die umweltgefährdende Zusatzstoffe enthalten. Ein großes Problem stellt die Entsorgung von Problemstoffen dar. Im Haushalt zählen z. B. Lacke und Farben, Pflanzenschutzmittel, Reinigungs- und Putzmittel sowie sonstige Chemikalien zu den Problemstoffen.

Recycling

Recycling bedeutet Gewinnung von Rohstoffen aus Abfällen und ihre Verarbeitung zu neuen Produkten (stoffliche Verwertung). Zum Recycling eignen sind unter anderem Glas, Papier, Pappe, Eisen, Aluminium und andere Metalle und Kunststoffe. Voraussetzung für die stoffliche Wiederverwertung ist eine möglichst sortenreine Sammlung der Altstoffe oder ihre leichte Abtrennung (Sortierung) aus dem Gesamtabfall.

Sammelstelle

Zwischenlager, in dem regional Abfälle angenommen und zu größeren bedarfsgerechten Transporten zur Entsorgungsanlage zusammengestellt werden.