Der Beruf Etui- und Kassettenerzeuger*in war ursprünglich ein Lehrberuf, der mit 31. Dezember 2007 ausgelaufen ist. In diesem Beruf können keine Lehrausbildungen mehr begonnen werden!
Etui- und Kassettenerzeuger*innen stellen Etuis und Kassetten her. Zunächst fertigen sie – je nach aufzubewahrendem Gegenstand, für den das Etui hergestellt wird – Werkzeichnungen an. Das können Münzen, Schmuck, Medaillen, Brillen, medizinische oder technische Geräte etc. sein. Danach bearbeiten die Etui- und Kassettenerzeuger*innen das Material (z. B. Leder, Kunststoffe, Holz, Metall) mit Handwerkzeugen oder Maschinen (Zuschneidemaschinen, Stanzautomaten, Messern). Sie arbeiten in Werkstätten von gewerblichen Klein- und Mittelbetrieben oder in Produktionshallen von Industriebetrieben im Team mit ihren Berufskolleg*innen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Der Beruf Etui- und Kassettenerzeuger*in war ursprünglich ein Lehrberuf, der mit 31. Dezember 2007 ausgelaufen ist. In diesem Beruf können keine Lehrausbildungen mehr begonnen werden!
Eine Basis für die Ausübung dieses Berufes könnte die Ausbildung in einem anderen kunsthandwerklichen Beruf oder der Besuch eine Schule für Kunsthandwerk sein.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:
Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
– Handwerk der Buchbinder
– Handwerk der Kartonagewarenerzeugung
Information zu REGLEMENTIERTEN HANDWERKEN UND GEWERBEN: Die Zulassungsbedingungen für reglementierte Handwerke und Gewerbe sind bundesgesetzlich geregelt, siehe hierzu die jeweils angegebenen Bundesgesetzblätter:
BGBl. Nr. II 34/2003. Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die Zugangsvoraussetzungen für das verbundene Handwerk der Buchbinder, der Etui- und Kassettenerzeugung und der Kartonagewarenerzeugung,
einsehbar unter: Rechtsinformationssystem Österreich
Information/Kontakt: Mit der GewONov 2002 wurde die Gestaltung der Prüfungsordnung für Handwerke und reglementierte Gewerbe in den Aufgabenbereich der Fachorganisationen der WKÖ übertragen, Kontakt siehe unter Wirtschaftskammer Österreich.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Etui- und Kassettenerzeuger*innen stellen Etuis und Kassetten für Schmuck, Münzen, Medaillen, Essbestecke, medizinische und technische Geräte und Musterkoffer aus Holz her. Das Grundmaterial der Etuis und Kassetten ist hauptsächlich Holz, überzogen mit Papier, Kunststoff, Leder oder Textilien, ausgestattet mit Samt und Seide oder anderen Stoffen. Etui- und Kassettenerzeuger*innen sind für den gesamten Herstellungsprozess – von der Werkzeichnung bis zur Produktion verantwortlich.
Etui- und Kassettenerzeuger*innen verwenden bei ihrer Arbeit eine Vielzahl von Maschinen, Geräten und Werkzeugen, abhängig von den Werkstoffen, wie zum Beispiel Leder, Textilien, Kunststoffe, Holz und Metallzubehör und natürlich abhängig vom Produkt. Leder beispielsweise wird nach Schnittschablonen mit Stanzmessern zugeschnitten oder mit Stanzautomaten oder Zuschneidemaschinen. Lederkanten werden mit dem Schärfmesser bearbeitet oder der Schärfmaschine und mit dem Reifelholz oder der Reifelmaschine verziert.
Etui- und Kassettenerzeuger*innen arbeiten in Werkstätten von Klein- und Mittelbetrieben des Gewerbes oder in Produktionshallen von Industriebetrieben. Sie arbeiten im Team mit ihren Berufskolleg*innen, Hilfskräften und Vorgesetzten zusammen.
Heute arbeiten Etui- und Kassettenerzeuger*innen vor allem noch in eigenen kleinen Kunsthandwerksbetrieben.
Beschäftigungsmöglichkeiten für Etui- und Kassettenerzeuger*innen bieten Klein- und Mittelbetriebe des Gewerbes oder Betriebe der Verpackungsmittelindustrie, die Abteilungen für Etui- und Kassettenerzeugung haben.
Als Weiterbildungsmöglichkeiten für Etui- und Kassettenerzeuger*innen kommen Kurse für Buchbinder*innen und andere Papier verarbeitende Berufe in Frage, die vom Berufsförderungsinstitut (bfi) und vom Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) abgehalten werden, z. B.:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Intarsien | Einlagen aus Holz oder Metall in Holzarbeiten. Intarsien waren früher ein beliebter Möbelschmuck. Heute sind diese zeitaufwendigen Arbeiten in der Herstellung zu teuer und nur noch selten anzutreffen. |
Kaschieren | Holz oder Karton mit buntem oder bedrucktem Papier überkleben. |