Unternehmer*in

Unternehmer*innen leiten eigene Betriebe aller Branchen und Größen, vom gewerblichen Kleinbetrieb bis zum Industrieunternehmen. Als Eigentümer*innen ihrer Betriebe tragen sie die Hauptverantwortung für den Geschäftserfolg und damit auch das Risiko für Misserfolg. Sie planen, koordinieren und steuern die Aktivitäten ihres Unternehmens, arbeiten Leitlinien und Unternehmensstrategien aus, legen Zielvorgaben fest, erstellen Bilanzen und Geschäftsberichte, nehmen Mitarbeiter*innen auf und teilen diese ein. Sie stehen in Kontakt zu Geschäftspartner*innen, Banken, Kund*innen und Lieferant*innen. In vielen kleineren und mittleren Betrieben sind Unternehmer*innen aber auch direkt in der Herstellung ihrer Produkte und Dienstleistungen tätig, d. h. sie produzieren, bedienen, beraten, reparieren, bauen usw.

Beruf mit schulischer (Fach-)ausbildung
Hauptberuf

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • gute Allgemeinbildung
  • kaufmännisches Verständnis
  • Repräsentationsvermögen
  • wirtschaftliches Verständnis
  • Zahlenverständnis und Rechnen

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Aufgeschlossenheit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Führungsfähigkeit (Leadership)
  • interkulturelle Kompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung
  • Motivationsfähigkeit
  • Verhandlungsgeschick
  • Verkaufstalent

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Ausdauer / Durchhaltevermögen
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Freundlichkeit
  • Geduld
  • Selbstmotivation
  • Selbstorganisation
  • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein
  • Zielstrebigkeit

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Koordinationsfähigkeit
  • Kreativität
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • unternehmerisches Denken

Selbstständigkeit

ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten (Unternehmertum) sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht als Arbeitnehmer*in), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Mit den alternativen Berufen wollen wir dir helfen, Berufe zu finden, die für dich sonst noch interessant sein könnten.
In dieser Liste findest du Berufe, die zum Beispiel eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Tätigkeiten haben, in denen du mit ähnlichen Materialien oder in einer ähnlichen Arbeitsumgebung arbeitest. Die Gemeinsamkeit kann auch in den Interessen und Fähigkeiten liegen, die in den Berufen gefragt sind oder es gibt gemeinsame Schul- oder Berufsschulstandorte.

BITTE BEACHTE: Bei manche Berufe ist auf den ersten Blick nicht immer klar, worin die Ähnlichkeit liegt. Es gibt aber trotzdem Überschneidungen und es kann spannend sein, diese herauszufinden, um auf neue Ideen zu kommen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

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ABC-Analyse

Die ABC-Analyse ist ein Planungs- und Organisationsverfahren, das in der Lager- und Warenbewirtschaftung, aber auch in Werbung und Marketing eingesetzt wird. Die Analyse klassifiziert und systematisiert Güter, Materialien, KundInnen, LieferantInnen und andere Parameter je nach ihrer Bedeutung und Wichtigkeit/Dringlichkeit. In abfallender Reihenfolge A, B, C usw. ergibt sich eine Rangfolge, welche hilft, Präferenzen zu setzen und die betriebliche Planung auf jene Faktoren zu lenken, die für den Erfolg am meisten ausschlaggebend sind, und jene Faktoren zu kürzen oder zu streichen, die es am wenigsten sind.

Bilanz

Die Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) eines Unternehmens. Bilanzen müssen zumindest einmal jährlich für ein Geschäftsjahr erstellt werden.

Break-Even-Point

Der Break-Even-Point ist wirtschaftlich gesehen die Gewinnschwelle und bezeichnet jene Absatzmenge/Produktionsmenge, bei der die Fixkosten eines Produktes/einer Leistung (oder auch der gesamten Produktion) durch die Deckungsbeiträge (= Erlös abzüglich der variablen Kosten) dieses Produktes/dieser Leistung abgedeckt sind und damit weder Gewinn noch Verlust entsteht.

Businessplan

Ein Businessplan ist eine umfangreiche Beschreibung einer Geschäftsidee. Darin wird, neben Kosten-, Umsatz- und Gewinnerwartungen, auch der Personal-, Kapital- und Materialbedarf angegeben. Ein Businessplan dient meist dazu, mögliche Geldgeber wie z. B. Banken oder Venture Capitalists von der Wirtschaftlichkeit der Idee zu überzeugen.

Corporate Identity

Die Corporate Identity (CI) beschreibt die Identität eines Unternehmens, also die Art, wie ein Unternehmen sich selbst nach innen und außen darstellt. Wichtig ist, dass diese Darstellung einer einheitlichen Linie folgt. Das betrifft das einheitliche Verhalten (Corporate Culture), die einheitliche Kommunikation (Corporate Communications) und das einheitliche Erscheinungsbild (Corporate Design, CD).

Franchising

Franchising ist also ein Kooperations- und Vertriebssystem, mit dem Waren und Dienstleistungen von rechtlich unabhängigen Unternehmen vermarktet werden. Franchisegeber*innen entwickeln ein Vertriebskonzept, das sie gegen einen Vertrag und gewisse Gebühren den sogenannten Franchisenehmer*innen zur Verfügung stellen. (Definition WKO) Die Franchisenehmer*innen verkaufen die Waren und Dienstleistungen als unabhängige Unternehmen, aber auf Basis des Konzeptes der Franchisegeber*innen.

Innovationsmanagement

Innovationsmanagement ist die systematische Planung und Umsetzung von neuen Ideen in Unternehmen und Organisationen. Das Management von Innovationen ist ein Teil der Unternehmensstrategie und kann sich auf neue Produkte, Dienstleistungen, Fertigungsprozesse oder Organisationsstrukturen beziehen. Während Produktinnovationen meist auf den Markt und die KundInnen abzielen, sind betriebliche Prozessinnovationen in erster Linie auf die Verbesserung von Effektivität, Effizienz und Kostensenkung ausgerichtet.

Portfoliomanagement

Das Portfoliomanagement umfasst die Planung, Zusammenstellung und Verwaltung eines Portfolios, d. h. eines Bestandes an Investitionen. Dabei wird versucht (unter Berücksichtigung der mit dem*der Investor*in vereinbarten Anlagekriterien), eine möglichst günstige Wertentwicklung zu erreichen.

Verallgemeinert befasst sich Portfoliomanagement auch mit der Planung, Zusammenstellung und Verwaltung von Investitionsgütern, Produkten und Projekten eines Unternehmens.

Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement bezeichnet alle Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -verbesserung von Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen jeglicher Art. Dazu gehört z. B. die Einhaltung von rechtlich oder betrieblich vorgeschriebenen Normen, Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsstandards. In vielen Branchen wie z. B. in der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Arznei- und Lebensmittelherstellung ist Qualitätsmanagement gesetzlich vorgeschrieben.

Umlaufvermögen

Umlaufvermögen bezeichnet Vermögenswerte, die sich für einen kürzeren Zeitraum in einem Unternehmen befinden (z. B. Lagerbestände, Forderungen, Kassenbestände, Bankguthaben). Das Umlaufvermögen wird vor allem in der laufenden Geschäftstätigkeit, z. B. Produktion, Verkauf eingesetzt.