Die Ausbildung zum/zur Fahrzeugtapezierer*in erfolgt im Lehrberuf Sattlerei – Fahrzeugsattlerei. Eine aktuelle Berufs- und Ausbildungsinformation findest du unter:
Fahrzeugtapezierer*innen stellen Fahrzeuginnenausstattungen, Fahrzeugdächer und Planen für LKW-Aufbauten, Reitzubehör, Turngeräte aus Leder (Bock), Zahnarztstühle etc. her und reparieren sie. Sie bearbeiten dabei verschiedene Materialien wie Leder, Kunstleder, Leinen und Kunststoff. Sie lösen das alte Material ab, nehmen Maß, schneiden das neue Material zu und verbinden die Teile durch Nähen, Nieten oder Kleben. Manche Tätigkeiten verrichten sie händisch, meistens hantieren sie jedoch mit Schneide-, Schleif-, Klammer- und Nähmaschinen. In größeren Betrieben arbeiten sie vorwiegend in Teilbereichen der Produktion. Fahrzeugtapezierer*innen arbeiten in Werkstätten und Fertigungshallen gewerblicher und industrieller Betriebe mit Arbeitskolleg*innen zusammen.
gewerbliche Maß- und/oder Einzelanfertigung:
Serienfertigung in der Kraftfahrzeugindustrie:
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Der Lehrberuf Fahrzeugtapezierer*in wurde per 1. Juli 2010 durch den Schwerpunktlehrberuf Sattlerei (siehe °Sattlerei – Fahrzeugsattlerei (Lehrberuf)#) ersetzt. Die Ausbildung zum/zur Fahrzeugtapezierer*in erfolgt im Lehrberuf Sattlerei – Fahrzeugsattlerei. >>siehe °Sattlerei – Fahrzeugsattlerei (Lehrberuf)#
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
a) Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
b) Freies Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Fahrzeugtapezierer*innen (Fahrzeugsattler*innen) fertigen Sitze sowie Seiten- und Dachverkleidungen für Personen- und Lastkraftwagen, für Straßen- und Eisenbahnwaggons, für Flugzeug- und Motorbootkabinen und flexible Fahrzeugdächer, wie Cabriodächer an. Sie erzeugen Lederbälge für Pressen und Motoren, Massagebetten, Zahnarztstühle, verschiedene Turngeräte (Bock, Pferd etc.) sowie Reitzubehör (Sattel usw.). Fahrzeugtapezierer*innen führen an alten Fahrzeugen (Oldtimer) Restaurierungsarbeiten durch. Sie verarbeiten dabei Materialien wie Leder, Kunstleder und andere Kunststoffe, imprägniertes Leinen, Jute, Kunstfaserteppich usw.
Fahrzeugtapezierer*innen in Gewerbebetrieben führen alle bei der Erzeugung bzw. Reparatur ihrer Produkte anfallenden Arbeiten durch. In der Fahrzeugindustrie sind Fahrzeugtapezierer*innen meist nur in einem Aufgabenbereich (Zuschnitt oder Montage) tätig, sie arbeiten vorwiegend mit Halbfertig- und Fertigteilen.
Bei der Anfertigung von Sitzpolsterungen, Seiten- und Dachverkleidungen bauen Fahrzeugtapezierer*innen die entsprechenden Teile am Fahrzeug aus und lösen die alte Bespannung ab. Sie nehmen Maß und schneiden das passende Material händisch oder mit der Zuschneidemaschine nach einer Schablone aus. Die Kanten der zugeschnittenen Teile schleifen sie dünner, damit beim späteren Übereinanderlegen der Teile keine Wülste an der Verbindungsstelle entstehen (Schärfen mit der Schärfmaschine).
Fahrzeugtapezierer*innen verbinden die zugeschnittenen Teile durch Kleben, Nieten oder Nähen. Das maschinelle Nähen führen sie an speziellen Nähmaschinen durch. Sie befestigen Bespannungen und Überzüge am Untergrund mit Klammern und Stiften, Fußbodenbeläge verkleben sie am Boden des Fahrzeugs.
Fahrzeugtapezierer*innen arbeiten mit mechanischen, pneumatischen und elektronischen Maschinen und Anlagen wie (Industrie-)nähmaschinen, Zuschneide- und Füllmaschinen. Sie arbeiten nach Entwurfszeichnungen und Schablonen und überprüfen ihre Arbeiten mit Mess- und Prüfgeräten. Sie verwenden Gurte, Füllstoffe und verschiedene Bezugsstoffe, die sie mit Scheren, Pressluftpistolen, Gurtspannern usw. be- und verarbeiten.
Fahrzeugtapezierer*innen sind in Werkstätten und Fertigungshallen gewerblicher und industrieller Betriebe beschäftigt. Sie arbeiten mit Berufskolleg*innen und anderen Fach- und Hilfskräften insbesondere der Kraftfahrzeugindustrie zusammen. In der Maßfertigung von kleinen und mittleren Gewerbebetrieben haben sie Kontakt zu Kund*innen und Lieferant*innen.
Weiterbildung bedeutet für Fahrzeugtapezierer*innen, sich kontinuierlich zusätzliche Fähigkeiten und Kenntnisse z. B. in den Bereichen Kunststofftechnik und -verarbeitung anzueignen.
Wegen der geringen Anzahl an Fahrzeugtapezierer*innen (Fahrzeugsattler*innen) werden aber kaum berufsspezifischen Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten, das Berufsförderungsinstitut (bfi) führt aber in einigen Bundesländern Weiterbildungsveranstaltungen im Bereich Kunststofftechnik durch.
Interessante Entwicklungen und Weiterbildungsbereiche für Fahrzeugtapezierer*innen:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Armatur | Ausrüstung und Ausstattung von technischen Anlagen, Maschinen und Fahrzeugen mit Bedienungs- und Messgeräten. |
Autosattlerei | Synonym für Fahrzeugtapeziererei; Sattlerei ist in Betrieben des Fahrzeugbaus jene Abteilung, in der die Sitze und Sitzbezüge für Motorräder, Autos usw. hergestellt oder repariert werden. |
Frontantrieb | Motor mit Vorderradantrieb. |
Punzieren von Leder | Beim Punzieren werden durch Vertiefungen in der Oberfläche des Leders an bestimmten Stellen reliefartig Muster in das Leder geprägt. Vegetabil (pflanzlich) gegerbtes Leder eignet sich dafür am besten. |
Reifeleisen | Reifeleisen, ein eisernes Werkzeug, das für Verzierungen oder zum Kantenziehen verwendet wird. Der Vorgang wird als "Reifeln" bezeichnet. |
Stanzen | Arbeitsvorgang, bei dem bestimmte Formen aus einem Werkstoff (Metall, Kunststoff, Papier, Leder) anhand eines speziellen Schnittwerkzeuges herausgeschnitten werden. |