Feldgemüsebau (Lehrberuf)

Die Berufsausbildung im Feldgemüsebau bildet die Basis für den Beruf Gemüsebauer / Gemüsebäuerin.

Gemüsebauern und Gemüsebäuerinnen sorgen dafür, dass wir mit gesunden Lebensmitteln versorgt werden. Sie säen, züchten und pflegen die Aussaat von Freilandgemüsepflanzen aller Art (z. B. Erbsen, Bohnen, Kraut, Kohl, Kürbis, Gurken, Salat, Spinat). Nach der Ernteeinbringung sortieren und lagern sie die verschiedenen Gemüsesorten und sorgen für die fachgerechte Kennzeichnung und Verpackung der Produkte. Im Anschluss daran transportieren sie die Güter an Groß- und Einzelhändler*innen und verkaufen sie.

Gemüsebauern und -bäuerinnen arbeiten als Selbstständige, als mithelfende Familienangehörige in landwirtschaftlichen Kleinbetrieben oder sie sind in großen Gemüseanbaubetrieben beschäftigt. Sie arbeiten gemeinsam mit Berufskolleg*innen, Hilfskräften und Lagerarbeiter*innen und haben Kontakt zu Kund*innen und Lieferant*innen.

Lehrberuf
Hauptberuf
Lehrzeit:
3 Jahre

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Gemüseäcker und -beete pflügen, lockern, bewässern, düngen und jäten
  • Saatgut aussäen und Jungkulturen händisch oder mit Sä- und Pflanzmaschinen anpflanzen
  • Jungpflanzen in Gewächshäusern oder Anzuchträumen (sogenannte „Folientunnel“) züchten und kultivieren
  • das Wachstum der Pflanzen beobachten
  • Bewässerungsanlagen bedienen
  • Pflanzenschutzmaßnahmen (Unkraut- und Schädlingsbekämpfung) durchführen
  • Feldgemüsesorten händisch oder mit speziellen Erntemaschinen abernten
  • Gemüse in Waschanlagen reinigen
  • Gemüse nach Qualitätsklassen sortieren, verpacken und kennzeichnen
  • Ernteprodukte in Lagerhallen oder Kühlhäusern fachgerecht einlagern
  • Kund*innen beraten, Gemüsewaren an Groß- und Einzelhändler*innen oder im Direktvertrieb verkaufen

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Fingerfertigkeit
  • gute körperliche Verfassung
  • Wetterfest

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • mit Pflanzen umgehen können
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Ausdauer / Durchhaltevermögen
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Umweltbewusstsein

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit

Der Lehrberuf Feldgemüsebau ist ein landwirtschaftlicher Lehrberuf.

Die Lehre ist in einem anerkannten Lehrbetrieb zu absolvieren. Sie ist mit dem Besuch einer Berufsschule oder von Fachkursen verbunden, deren Abschluss die Voraussetzung für die Facharbeiterprüfung (Lehrabschlussprüfung) ist. Häufig erfolgt die Ausbildung in diesem Lehrberuf über den zweiten Bildungsweg (siehe unten).

Für den Lehrberuf Feldgemüsebau ist derzeit keine Berufsschule eingerichtet. Es bestehen dafür Ersatzbildungsmaßnahmen.

Weitere Informationen zu den Lehrlingsausbildungsmöglichkeiten in deinem Bundesland bekommst du bei der für das Bundesland zuständigen Land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle.

Facharbeiter*innenqualifikation im zweiten Bildungsweg:

Für Personen, die keine formale Berufsausbildung (Lehre, Schule) haben, aber beispielsweise durch Mitarbeit am elterlichen Hof praktische Berufserfahrung gesammelt haben, besteht die Möglichkeit zur Facharbeiterprüfung im 2. Bildungsweg anzutreten und damit einen formalen Abschluss zu bekommen, der z. B. für den Erwerb eines landwirtschaftlichen Betriebes Voraussetzung sein kann.
Voraussetzung für den Prüfungsantritt:

  • Vollendung des 20. Lebensjahres
  • Nachweis einer mindestens zweijährigen praktischen Tätigkeit im Ausbildungsgebiet
  • Besuch des Vorbereitungslehrganges für die Facharbeiterprüfung

Die Lehrgänge können je nach Bundesland etwas unterschiedlich gestaltet sein und werden von der Land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle (LFA) des Bundeslandes gemeinsam mit dem Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) durchgeführt. Informationen über den Kursen, Kursorten und Kontaktdaten im jeweiligen Bundesland findest du unter: https://www.lehrlingsstelle.at/ausbildungen/

Meister*innenqualifikation:

Die Meisterausbildung ist die höchste Stufe der beruflichen Ausbildung in der land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildung und ermöglicht folgende zusätzliche Berechtigungen:

  • Berechtigung, sich als „Meister*in“ zu bezeichnen
  • Ausbildung von Lehrlingen
  • Ersatz der gewerblichen Unternehmer*innenprüfung und des Fachbereichs bei der Berufsreifeprüfung
  • Bezug des Meister*innenlohns bei unselbständiger Tätigkeit
  • Bezug von meisterspezifischen Förderungen des landwirtschaftlichen Förderwesens (z. B. Bezug des Meisterbonus bei der Existenzgründungsbeihilfe)

Voraussetzungen für die Meister*innenprüfung sind:

  • Vollendung des 20. Lebensjahres, mindestens dreijährige Verwendung als Facharbeiter*in, und Besuch eines Vorbereitungslehrganges
  • oder
  • Vollendung des 24. Lebensjahres, mindestens dreijährige Führung eins land- und forstwirtschaftlichen Betriebes, und Besuch eines Vorbereitungslehrganges
  • oder
  • mindestens siebenjährige Praxis im betreffenden Ausbildungsgebiet und Besuch eines Vorbereitungslehrganges

Nachsichtsregelung: Betriebsleiter*innen und Praktiker*innen können die Meister*innenprüfung ohne Facharbeiter*innenausbildung, aber mit entsprechender Praxis in der jeweiligen Sparte und erfolgreicher Absolvierung des Vorbereitungslehrganges abgelegen)

Die Vorbereitungslehrgänge können je nach Bundesland etwas unterschiedlich gestaltet sein und werden von der Land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle (LFA) des Bundeslandes gemeinsam mit dem Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) durchgeführt. Informationen über die Lehrgänge, Kursorte und Kontaktdaten im jeweiligen Bundesland findest du unter: https://www.lehrlingsstelle.at/ausbildungen/

HINWEIS: Siehe auch die Informationen im Menüpunkt Weiterbildung

Die Ausbildung erfolgt als Lehrausbildung (= Duale Ausbildung). Voraussetzung dafür ist die Erfüllung der 9-jährigen Schulpflicht und eine Lehrstelle in einem Ausbildungsbetrieb. Die Ausbildung erfolgt überwiegend im Ausbildungsbetrieb und begleitend dazu in der Berufsschule. Die Berufsschule vermittelt den theoretischen Hintergrund, den du für die erfolgreiche Ausübung deines Berufs benötigst.

Wichtig: Der Besuch der Berufsschule setzt im Normalfall eine (betriebliche) Lehrstelle voraus. Du kannst dir deine Berufsschule NICHT aussuchen, sondern wirst ihr zugewiesen.

Dauer: 3 Jahre

Form: Dual

Voraussetzungen:

  • Erfüllung der 9-jährigen Schulpflicht

Abschluss: Lehrabschlussprüfung zum/zur Facharbeiter*in Feldgemüsebau

Berechtigungen:

Mit der abgeschlossenen Facharbeiter*innenprüfung sind folgende Berechtigungen und Anerkennungen verbunden:

  • Zulassung zur Meisterausbildung
  • Zulassung zur Berufsreifeprüfung
  • Inanspruchnahme verschiedener Agrarförderungen
  • Verkürzung der Lehrzeit eines weiteren Lehrberufes (land- und forstwirtschaftlich oder gewerblich) um zumindest ein Jahr.

Weitere Infos: https://www.lehrlingsstelle.at/

Adressen:

Berufsschule für Gartenbau Großwilfersdorf
Dorfstraße 147
8263 Großwilfersdorf

Tel.: +43 (0)3385 / 670
Fax: +43 (0)3385 / 670 -10
email: lfsgrossw@stmk.gv.at
Internet: https://www.growi.at

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Berufsschule:

  • Fachrichtung Gartenbau
  • Fachrichtung Gemüsebau

Weiterführende Fachschule für Gartenbau – Ausbildung Gärtner*in im 2. Bildungsweg

Weiterführende Fachschule für Gemüsebau – Ausbildung Feldgemüsebaufacharbeiter*in im 2. Bildungsweg


Art: Schulausbildung

Dauer: 5 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildender höhere Schule (AHS): positiver Abschluss 4. oder einer höheren Klasse
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der vierten Klasse Mittelschule bei Beurteilung aller leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gemäß dem Leistungsniveau „Standard AHS“ oder eine Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als „Gut“;
    ansonsten Aufnahmeprüfung in den schlechter beurteilten Gegenständen
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe
  • erfolgreicher Abschluss der 1. Klasse einer berufsbildenden mittleren Schule

Abschluss:

Reife- und Diplomprüfung

Berechtigungen:

  • berechtigt zur Ausübung einschlägiger Gewerbe laut Gewerbeordnung und Ingenieurgesetz
  • facheinschlägige Berechtigungen gemäß landwirtschaftlichem Berufsausbildungsgesetz (Ersatz der Facharbeiter*innenprüfung)
  • Studienberechtigung
  • Anwartschaft auf die Standesbezeichnung Ingenieur*in (Zertifizierungsverfahren einschl. Fachgespräch)

Info:

Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien; Vorlage des Orignals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich

Weitere Infos: https://www.agrarschulen.at/

Adressen:

Höhere Bundes-Lehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft, Landtechnik und Lebensmittel- und Biotechnologie Wieselburg
Schloss Weinzierl 1
3250 Wieselburg

Tel.: +43 (0)7416 524 37
email: direktion@josephinum.at
Internet: https://www.josephinum.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Landtechnik

Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft

Höhere Lehranstalt für Lebensmittel- und Biotechnologie

Höhere Lehranstalt für Informationstechnologie in der Landwirtschaft

Aufbaulehrgang der Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft

Fachhochschulstudium Agrartechnologie & Digital Farming (Bachelor) am Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt


Höhere landwirtschaftliche Bundeslehranstalt St. Florian
Fernbach 37
4490 St. Florian

Tel.: +43 (0)7224 / 89 17 -0
Fax: +43 (0)7224 / 89 17 -15
email: willkommen@hlbla-florian.at
Internet: https://www.hlbla-florian.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft:

  • Ausbildungsschwerpunkt Produktionsmanagement
  • Ausbildungsschwerpunkt Regionalmanagement

Externistenprüfungskommission für die Berufsreifeprüfüng


Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft, Umwelt und Ressourcenmanagement Elixhausen
Ursprungstraße 4
5161 Elixhausen

Tel.: +43 (0)662 / 480 301 -0
Fax: +43 (0)662 / 480 301 -15
email: schule@ursprung.at
Internet: https://www.ursprung.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft

Höhere Lehranstalt für Umwelt- und Ressourcenmanagement

Aufbaulehrgang der Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft


Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein
Raumberg 38
8952 Irdning-Donnersbachtal

Tel.: +43 (0)3682 / 22451 -0
Fax: +43 (0)3682 / 22451 -210
email: office@raumberg-gumpenstein.at
Internet: https://raumberg-gumpenstein.at

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft – Agrarmanagement

Höhere Lehranstalt für Umwelt- und Ressourcenmanagement

Aufbaulehrgang der Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft

Diplom-Lehrgang zum/zur Instruktor*in der funktionellen Klauenpflege

Externistenprüfungskommission für die Berufsreifeprüfung


Bäuerliches Schul- und Bildungszentrum – Landwirtschaftsschulen Vorarlberg
Rheinhofstraße 16
6845 Hohenems

Tel.: +43 (0)5576 / 73316
Fax: +43 (0)5576 / 73316 -48
email: sekretariat@bsbz.at
Internet: https://www.bsbz.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft – Ausbildungsschwerpunkt Ressourcenmanagement und erneuerbare Energien

Fachschule für ländliche Hauswirtschaft

Fachschule für Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Fachschule für Erwachsene:

  • Fachrichtung Feldgemüsebau
  • Fachrichtung Landwirtschaft

Art: Schulausbildung

Dauer: 5 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildender höhere Schule (AHS): positiver Abschluss 4. oder einer höheren Klasse
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der vierten Klasse Mittelschule bei Beurteilung aller leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gemäß dem Leistungsniveau „Standard AHS“ oder eine Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als „Gut“;
    ansonsten Aufnahmeprüfung in den schlechter beurteilten Gegenständen
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe
  • erfolgreicher Abschluss der 1. Klasse einer berufsbildenden mittleren Schule

Abschluss:

Reife- und Diplomprüfung (Matura)
Der Abschluss ist zusätzlich mit der Qualifikation zur Facharbeiter*in und Meister*in der ländlichen Hauswirtschaft verbunden.

Berechtigungen:

  • berechtigt zur Ausübung einschlägiger Gewerbe laut Gewerbeordnung und Ingenieurgesetz
  • facheinschlägige Berechtigungen gemäß landwirtschaftlichem Berufsausbildungsgesetz (Ersatz der Facharbeiter*innenprüfung)
  • Studienberechtigung
  • Anwartschaft auf die Standesbezeichnung Ingenieur*in (Zertifizierungsverfahren einschl. Fachgespräch)

Weitere Infos: https://www.agrarschulen.at/

Adressen:

Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung Pitzelstätten
Glantalstraße 59
9061 Klagenfurt-Wölfnitz

Tel.: +43 (0)463 49 391
email: direktion@pitzelstaetten.at
Internet: https://www.pitzelstaetten.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung – Ausbildungsschwerpunkt Informations- und Umweltmanagement

Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung – Ausbildungsschwerpunkt Produktmarketing und Regionaltourismus

Aufbaulehrgang der Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Aufbaulehrgang der Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft – Ausbildungsschwerpunkt Land-, Umwelt- und Energietechnik


Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung Schloss Sitzenberg-Reidling
Schloßbergstraße 4
3454 Sitzenberg-Reidling

Tel.: +43 (0)2276 / 2335 -0
email: direktion@hbla-sitzenberg.at
Internet: https://www.hbla-sitzenberg.at/

Schwerpunkte:

Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung – Ausbildungsschwerpunkt Ökosoziales Produktmanagement


Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung Elmberg
Elmbergweg 65
4040 Linz

Tel.: +43 (0)732 / 24 56 03 -0
Fax: +43 (0)732 / 24 56 03 -60
email: direktion@elmberg.at
Internet: https://www.elmberg.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung:

  • Ausbildungsschwerpunkt Lebensmitteltechnologie
  • Ausbildungsschwerpunkt Nachhaltige Unternehmensführung

Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung des Vereins für Franziskanische Bildung
Georgigasse 84a
8020 Graz-Eggenberg

Tel.: +43 (0)316 / 583 341 -134
email: hla@schulschwestern.at
Internet: https://www.hla-schulschwestern.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung – Ausbildungsschwerpunkt Ernährungsökologie


Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt in Tirol für Landwirtschaft und Ernährung sowie Lebensmittel- und Biotechnologie
Rotholz 50
6200 Strass im Zillertal

Tel.: +43 (0)5244 / 622 62 -919
email: schule@hblfa-tirol.at
Internet: https://www.hblfa-tirol.at/

Schwerpunkte:

Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Höhere Bundeslehranstalt für Lebensmittel- und Biotechnologie

Aufbaulehrgang der Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung


Art: Schulausbildung

Dauer: 4 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

positiver Abschluss der 8. Schulstufe oder Polytechnischen Schule

Abschluss:

Abschlussprüfung

Berechtigungen:

  • abgeschlossene Berufsausbildung
  • einschlägige Berechtigungen gemäß Gewerbeordnung

Weitere Infos: https://www.agrarschulen.at/

Adressen:

Landwirtschaftliche Fachschule und Weinbauschule Eisenstadt
Neusiedler Straße 6
7000 Eisenstadt

Tel.: +43 (0)2682 / 636 44 -0
Fax: +43 (0)2682 / 636 44 -44
email: lfs.eisenstadt@weinbauschule.at
Internet: https://www.weinbauschule.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule:

  • Fachrichtung Weinbau und Kellerwirtschaft
  • Fachrichtung Landwirtschaft mit Wein-, Obst-, Pflanzen- und Gemüsebau

Art: Schulausbildung

Dauer: 3 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • positiver Abschluss der 8. Schulstufe oder Polytechnischen Schule

Abschluss:

Abschlussprüfung

Berechtigungen:

  • abgeschlossene Berufsausbildung (Facharbeiter*innenqualifikation nach Praxiszeit)
  • facheinschlägige Berechtigungen gemäß Gewerbeordnung

Weitere Infos: https://www.agrarschulen.at

Adressen:

Landwirtschaftliche Fachschule Obersiebenbrunn
Feldhofgasse 6
2283 Obersiebenbrunn

Tel.: +43 (0)2286 / 22 02 -0
Fax: +43 (0)2286 / 22 02 -22
email: office@lfs-obersiebenbrunn.ac.at
Internet: https://lfs-obersiebenbrunn.ac.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Landwirtschaft, Ausbildungsschwerpunkt Ackerbau und Feldgemüsebau

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement – Soziale Dienste (inkl. Kinderbetreuung)

Bauern- und Bäuerinnenschule


Dauer: 3 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • positiver Abschluss der 8. Schulstufe oder Polytechnischen Schule

Abschluss:

Abschlussprüfung

Berechtigungen:

  • abgeschlossene Berufsausbildung (Facharbeiter*innenqualifikation nach Praxiszeit)
  • facheinschlägige Berechtigungen gemäß Gewerbeordnung

Weitere Infos: https://www.agrarschulen.at

Adressen:

Landwirtschaftliche Berufs- und Fachschule Waizenkirchen
Linzer Straße 2
4730 Waizenkirchen

Tel.: +43 (0)732 / 77 20 -34400
Fax: +43 (0)732 / 77 20 -34499
email: lwbfs-waizenkirchen.post@ooe.gv.at
Internet: https://www.lwbfs-waizenkirchen.ac.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Landwirtschaft:

  • Ausbildungsschwerpunkt Tierhaltung
  • Ausbildungsschwerpunkt Feldgemüsebau

Landwirtschaftliche Fachschule für Erwachsene – Fachrichtung Feldgemüsebau

Vorbereitungslehrgang Berufsreifeprüfung – Gesamtlehrgang


Art: Schulausbildung

Dauer: 1 -3 Jahre

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen:

  • Bei Eintritt in die 1. Schulstufe: Vollendung des 19. Lebensjahres zu Schulbeginn und nebenberufliche Tätigkeit im Bereich der Land- und Forstwirtschaft von mind. 3 Jahren
  • Bei Eintritt in die 2. Schulstufe: Facharbeiter*in in einem landwirtschaftlichen Beruf und mind. 3 Jahre praktische Tätigkeit

Abschluss:

Abschlussprüfung

Berechtigungen:

  • je nach Stufe Facharbeiter*innenprüfung oder Landwirtschaftsmeister*innenprüfung

Info:

1. Jahrgang (Facharbeiter*innenstufe): 270 Unterrichtsstunden (1 Schuljahr) / 2. Jahrgang (Meister*innenstufe): 420 Unterrichtsstunden (2,5 Schuljahre)

Vorbereitung zur selbständigen Führung eines land – und forstwirtschaftlichen Betriebes

Weitere Infos: https://www.agrarschulen.at/

Adressen:

Landwirtschaftliche Berufs- und Fachschule Waizenkirchen
Linzer Straße 2
4730 Waizenkirchen

Tel.: +43 (0)732 / 77 20 -34400
Fax: +43 (0)732 / 77 20 -34499
email: lwbfs-waizenkirchen.post@ooe.gv.at
Internet: https://www.lwbfs-waizenkirchen.ac.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Landwirtschaft:

  • Ausbildungsschwerpunkt Tierhaltung
  • Ausbildungsschwerpunkt Feldgemüsebau

Landwirtschaftliche Fachschule für Erwachsene – Fachrichtung Feldgemüsebau

Vorbereitungslehrgang Berufsreifeprüfung – Gesamtlehrgang


Bäuerliches Schul- und Bildungszentrum – Landwirtschaftsschulen Vorarlberg
Rheinhofstraße 16
6845 Hohenems

Tel.: +43 (0)5576 / 73316
Fax: +43 (0)5576 / 73316 -48
email: sekretariat@bsbz.at
Internet: https://www.bsbz.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft – Ausbildungsschwerpunkt Ressourcenmanagement und erneuerbare Energien

Fachschule für ländliche Hauswirtschaft

Fachschule für Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Fachschule für Erwachsene:

  • Fachrichtung Feldgemüsebau
  • Fachrichtung Landwirtschaft

Art: Schulausbildung

Dauer: 2 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • 3 Jahre Landwirtschaftliche Fachschule oder
  • Gärtnerfacharbeiter*in oder
  • 2- oder 3-jährige Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft oder
  • abgeschlossene „Landw. oder Gärtnerische Handelsschule“ oder
  • Landwirtschaftliche/r Facharbeiter*in
  • abgeschlossene Berufsausbildung oder berufsbildende mittlere oder höhere Schule oder Matura oder abgeschlossenes Studium oder
  • langjähriger Mitarbeiter*in in einem Gemüsebaubetrieb

Darüber hinaus ist ein 3 monatiges Praktikum in einem Gemüsebaubetrieb Voraussetzung

Abschluss:

Abschlusszeugnis

Berechtigungen:

Berechtigt zur Facharbeiterprüfung im Feldgemüsebau

Weitere Voraussetzungen:

  • Mindestalter 20 Jahre
  • 3 Jahre Praxis an einem von der Schule anerkannten Betrieb (7 Monate Schulzeit inkludiert)

Info:

Dauer: Der Lehrgang dauert von Anfang November bis Mitte Februar und die letzten drei Maiwochen. Dazwischen sind 2 Projektwochen und 8 Wochen Heim- oder Fremdpraxis zu absolvieren.

Inhalte, u. a.

  • Gemüsebau
  • Technik im Gemüsebau
  • Pflanzenschutz
  • Bodenkunde und Düngung
  • Verwertung von Gemüse
  • Praktischer Unterricht
  • Politische Bildung und Recht
  • Betriebswirtschaft und Unternehmensführung
  • Wirtschaftskunde und Marketing
  • Buchführung und Steuerrecht inkl. EDV

Weitere Infos: https://www.growi.at

Adressen:

Berufsschule für Gartenbau Großwilfersdorf
Dorfstraße 147
8263 Großwilfersdorf

Tel.: +43 (0)3385 / 670
Fax: +43 (0)3385 / 670 -10
email: lfsgrossw@stmk.gv.at
Internet: https://www.growi.at

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Berufsschule:

  • Fachrichtung Gartenbau
  • Fachrichtung Gemüsebau

Weiterführende Fachschule für Gartenbau – Ausbildung Gärtner*in im 2. Bildungsweg

Weiterführende Fachschule für Gemüsebau – Ausbildung Feldgemüsebaufacharbeiter*in im 2. Bildungsweg


Lehrabschluss im zweiten Bildungsweg (außerordentliche Zulassung zur Lehrabschlussprüfung):

Neben Lehrlingen, die ihre festgelegte Lehrzeit beendet haben und Personen, die aufgrund einer schulischen Ausbildung keine Lehrzeit zurücklegen müssen, werden ausnahmsweise auch folgende Personen zur Lehrabschlussprüfung zugelassen:

a) Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und glaubhaft machen können, dass sie die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse für den betreffenden Lehrberuf auf andere Weise erworben haben (z. B. durch entsprechende Anlernzeiten, praktische Tätigkeiten oder Kursveranstaltungen).

oder

b) Personen, die mindestens die Hälfte der Lehrzeit eines Lehrberufes absolviert haben (bei einer Lehrzeit von 3 Jahren also 1 1/2 Jahre) und keine Möglichkeit haben, für die restliche Zeit einen Lehrvertrag abzuschließen.

Für die Fachtheorie empfiehlt sich der Besuch entsprechender Kurse (oder der Berufsschule).

Hier geht es zu den Lehrlingstellen der Wirtschaftskammern Österreichs: » Lehrlingsstellen

Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.

Und so geht es:

Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.

Wie funktioniert die Vorbereitung?

Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.

Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.

Link: Häufig gestellte Fragen!

WKO-Bildungspfade:

Die WKO-Bildungspfade geben dir einen Überblick über durchgängige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen am Beispiel der WKO Bildungsangebote. Der Bildungspfad Berufsreifeprüfung steht in allen Lehrberufen offen:

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:

a) Betriebe der Land- und Forstwirtschaft:

  • Land- und forstwirtschaftlicher Betrieb
  • Nebengewerbe der Land- und Forstwirtschaft, z. B. Ver- und Bearbeitung des eigenen Naturproduktes, Dienstleistungen mit land- und forstwirtschaftlichen Betriebsmitteln, die im eigenen Betrieb verwendet werden usw.
  • Land- und forstwirtschaftliche Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaft, soweit kein Handelsgewerbe oder Lohnverarbeitung für andere Genossenschaften oder Nicht-Genossenschaftsmitgliedern vorliegt

Informationen zu „Betrieben der Land- und Forstwirtschaft“:
Die Land- und Forstwirtschaft und ihre Nebengewerbe unterliegen nicht der Gewerbeordnung und für die selbstständige Berufsausübung in diesem Bereich sind grundsätzlich keine Befähigungsnachweise zu erbringen.
Beim Kauf eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes ist allerdings eine Bewilligung erforderlich, für die u. a. der*die Käufer*in eine Fachausbildung in der Land- und Forstwirtschaft nachweisen muss. Auch für den Bezug diverser Förderungen ist der Nachweis einer landwirtschaftliche Berufsausbildung erforderlich.
Mehr Informationen über die möglichen Tätigkeitsbereiche in der Land- und Forstwirtschaft bietet ein Infoblatt der Wirtschaftskammer Österreich.

b) Freie Gewerbe (im Wortlaut der Liste der freien Gewerbe):

  • Direktvertrieb
  • Handelsgewerbe
  • Feilbieten von Obst, Gemüse, Kartoffeln, Naturblumen, inländischem Brennholz, inländischer Butter und inländischen Eiern im Umherziehen

Informationen zum „Freien Gewerbe“:
Freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde). Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:

ALLGEMEINE HINWEISE:

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit oder in der Land- und Forstwirtschaft) ist diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt (z. B. Sozialversicherungsanstalt der Bauern oder Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft) und dem zuständigen Finanzamt zu melden.

Weitere Informationen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

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Arbeitsbereiche

Gemüsebauern und -bäuerinnen sind mit der Bodenbearbeitung, Aussaat und Pflanzung, Pflege, Ernte und Lagerung der verschiedensten Gemüsesorten, die im Freiland angebaut werden, befasst. Zu den wichtigsten Produkten des Feldgemüsebaus gehören Zwiebelgemüse (z. B. Zwiebel, Knoblauch), Kohlgemüse (z. B. Kraut, Karfiol, Kohlrabi), Hülsenfrüchte (z. B. Erbsen, Bohnen, Linsen), Kürbis- und Gurkengewächse sowie Blattgemüse (z. B. Salat und Spinat).
Sie sorgen für eine sachgemäße Lagerung und verpacken, vermarkten und verkaufen ihre Erzeugnisse und stellen damit über das ganze Jahr ein reiches Gemüseangebot für die Konsument*innen sicher.

Vor der Aussaat lockern die Gemüsebauern und -bäuerinnen den Boden mit Pflügen, Hackgeräten oder Eggen auf, treffen Maßnahmen zur Unkraut- und Schädlingsbekämpfung (z. B. Desinfektion des Bodens) und bringen Düngemittel (Stallmist, Kunstdünger, mineralische Düngemittel) mit dem Düngerstreuer auf den Boden auf. Anschließend streuen sie das Saatgut mit Sämaschinen aus oder setzen mit einer Pikiermaschine die Samen in Beeten ein. Vorkultivierte Jungpflanzen werden händisch oder mit Pflanzmaschinen in Freilandbeete eingesetzt. Gemüsebauern und -bäuerinnen kontrollieren das Wachstum der Pflanzen, jäten Unkraut und sorgen für eine fachgerechte Bewässerung.

Die Ernte der Gemüsepflanzen erfolgt je nach Gemüsesorte entweder händisch oder mit Spezialerntemaschinen. Bei einigen Gemüsearten reinigen Gemüsebauern und -bäuerinnen das Gemüse am Feld vor, indem sie Blattwerk, Wurzeln oder Wurzelfasern entfernen. Nach der Ernteeinbringung wird das Gemüse in Waschanlagen gewaschen, nach Qualitätsklassen sortiert, in Steigen und Kisten geschlichtet und zu Lagerhäusern gebracht, an Groß- und Einzelhändler*innen ausgeliefert oder direkt an Verbraucher*innen verkauft.

Arbeitsmittel

Gemüsebauern und -bäuerinnen benötigen für ihre Arbeit Bodenbearbeitungs- und Saatmaschinen (z. B. Eggen, Pflüge, Sä- und Setzmaschinen) und spezielle Erntemaschinen, aber auch Handgeräte, wie z. B. Rechen, Schaufel, Spaten, Scheren und Kübel. Sie hantieren mit Jungpflanzen, Saatgut und Schädlingsbekämpfungsmitteln, sie bedienen Bewässerungsanlagen und Wasch- und Verpackungsanlagen. Gemüsebauern und -bäuerinnen lenken auch Traktoren mit Anhängern bzw. angekoppelten landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten.

Für die Planung und Dokumentation ihrer Arbeit, der Ernteergebnisse oder auch des Saatgut- und Düngemittelverbrauches setzen sie Computer, Notebooks und Tablets mit entsprechender Bürosoftware ein.

Arbeitsumfeld

Gemüsebauern und -bäuerinnen sind als Selbstständige, als mithelfende Familienangehörige in landwirtschaftlichen Klein- und Mittelbetrieben oder als Angestellte in großen Gemüseanbaubetrieben tätig. Sie arbeiten gemeinsam mit Berufskolleg*innen, mit anderen landwirtschaftlichen Fachkräften (z. B. Landwirtschaftliche Lagerhaltung (Lehrberuf)), mit Landwirt*innen, Erntehelfer*innen und Lagerarbeiter*innen und haben Kontakt zu Kund*innen und Lieferant*innen.

Gemüsebauern und -bäuerinnen arbeiten bei unterschiedlichster Witterung überwiegend im Freien.

  • Landwirtschaftliche Klein- und Mittelbetriebe (Familienbetriebe)
  • Großbetriebe des Gemüsebaus und Gutsbetriebe

HINWEIS:
Wenn du einen landwirtschaftlichen Betrieb (Bauernhof) oder landwirtschaftlichen Flächen kaufen willst, um deinen eigenen Bauernhof zu führen, solltest du dich über die im jeweiligen Bundesland geltenden Ausbildungsnachweise informieren. Beispielsweise kann es erforderlich sein, dass du einen Facharbeiter*innenbrief, also eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum/zur landwirtschaftlichen Facharbeiter*in hast. Rechtsgrundlage dafür ist das jeweilige Grundverkehrsgesetz deines Bundeslandes. (vgl. www.lehrlingsstelle.at)

Der Beruf Gemüsebauern und -bäuerinnen ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • Pflanzenzucht, Feldgemüsezucht
  • biologischer/ökologischer, nachhaltiger Feldgemüsebau
  • Erntearbeit, Ernteorganisation
  • Verarbeitung, Verwertung
  • Maschinen- und Gerätepark: Bedienung, Wartung, Funktionskontrolle
  • Betriebsmanagement, Verwaltung
  • Lagerhaltung, Verpackung, Vertrieb

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Gemüsebauern und -bäuerinnen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft führen vor allem die Landwirtschaftskammern und die Landarbeiterkammern gemeinsam mit den Ländlichen Fortbildungsinstituten (LFI) Kurse und Lehrgänge für die einzelnen Betriebszweige durch, wie z. B.: Biolandbau, Bodenökologie, Düngungsplanung und -technik, Pflanzenschutz, Unkraut- und Schädlingsbekämpfung, Gesundheit, Ernährung; aber auch zu Themenbereichen wie z. B. IT und Internet, Recht, Unternehmensführung, Personalverrechnung, Sicherheitsvertrauenspersonenausbildung, Staplerkurs, Verkaufstraining, Unfallverhütung.

Darüber hinaus gibt es teilweise in manchen Bereichen auch berufspezifische Verbände, die gemeinsame Weiterbildungen organisieren und anbieten. Der Bundesverband der Erwerbsgärtner Österreichs und der Bundesgemüsebauverband Österreichs halten Kurse zu verschiedenen Themen des Gemüse- und Gartenbaus ab.

Außerdem sind viele Landwirtschaftlichen Schulen auch in der Weiterbildung tätig. Beispielsweise bietet die Landwirtschaftliche Fachschule, Fachrichtung Landwirtschaft mit Feldgemüsebau in Obersiebenbrunn, NÖ Gemüsebaukurse an, und die Höhere Lehranstalt für Gartenbau, Wien (im Rahmen der Schönbrunner Akademie) führt Kurse zu verschiedenen Themen des Gemüse- und Gartenbaus durch.

Die Landwirtschaftskammern in Zusammenarbeit mit den land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstellen bieten Fachfortbildungskurse (diese sind für Lehrlinge, die während der Lehrzeit keine einschlägige Berufs- oder Fachschule besuchen, gesetzlich vorgeschrieben) und Vorbereitungskurse für die Lehrabschlussprüfung oder die Meister*innenprüfung sowie verschiedene Meister*innenlehrgänge.

Weiterbildungseinrichtungen wie das Berufsförderungsinstitut (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zahlreiche berufsübergreifende Weiterbildungsmöglichkeiten, die für landwirtschaftliche Berufe relevant sein können an, beispielsweise zu kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Themen (Betriebswirtschaft, Buchhaltung, Personalmanagement), zu touristischen oder technischen Themenbereichen. Siehe beispielsweise die aktuellen Kursbücher des Berufsförderungsinstitutes (BFI) sowie des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI).

Große landwirtschaftliche Betriebe führen zur beruflichen Weiterbildung ihrer Mitarbeiter*innen innerbetriebliche Kurse und Schulungen durch, z. B. an neuen Maschinen und Geräten, oder im Rahmen von neuen Verfahren und Produkten (z. B. Bioprodukte) oder bieten landwirtschaftlichen Maschinen-, Service- und Zulieferbetrieben die Möglichkeit Produktschulungen durchzuführen.

Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten facheinschlägige Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an berufsbildenden höheren Schulen (Höhere Landwirtschaftliche Lehranstalten). Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht (z.B. Agrartechnik, Ökologie).

Studium ohne Matura:

Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:

  • Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura): Die Berufsreifeprüfung, die du bereits während deiner Lehrzeit beginnen kannst, ist eine vollwertige Matura, mit der du uneingeschränkten Zugang zum Studium hast.
  • Studienberechtigungsprüfung: Die Studienberechtigungsprüfung kannst du vor Beginn eines Studiums ablegen. Sie ermöglicht den Zugang zu einem bestimmten Studium.
  • ohne Matura mit Berufsausbildung und Berufserfahrung: Fachhochschulen bieten außerdem meist die Möglichkeit mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (insb. Lehre oder Berufsbildender Mittlerer Schule (BMS)) und mehrjähriger Berufserfahrung auch ohne Matura ein facheinschlägiges (d. h. mit der Berufsausbildung fachlich verwandtes) Bachelorstudien zu beginnen. Meist müssen dazu einzelne Zusatzprüfungen absolviert werden.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Egge

landwirtschaftliches Gerät zur Zerkleinerung von Erdbrocken und Erdschollen

Nachhaltige Landwirtschaft

Anbau- bzw. Nutzungsmethode bei der eine schonende Nutzung von natürlichen Ressourcen wie Wald, Boden oder Wasser angestrebt wird.

pikieren

Fachbegriff im Gartenbau: beim Pikieren werden zu dicht stehende Sämlinge auf größere Abstände verpflanzt. Dies wird gemacht, sobald aus den Keimblättern die ersten Blattpaare der Pflanze entstanden sind.

Sämling

= eine junge Pflanze, die durch Keimung aus einem Samen entstanden ist.

Schädlinge

Tiere, die an Nutzpflanzen fressen oder saugen und sie dadurch in ihrem Wachstum behindern oder sogar zum Absterben bringen. Manche Schädlinge übertragen Krankheiten. Schädlinge sind bestimmte Insekten, Milben, Fadenwürmer oder Nagetiere. Schädlinge neigen unter den günstigen Nahrungsbedingungen, die sie auf dem Feld vorfinden, zur Massenvermehrung.