Die Ausbildung zum/zur Glaser*in erfolgt im Modullehrberuf Glasbautechnik. Siehe Glasbautechnik (Modullehrberuf)
Glaser*innen führen sowohl Neuverglasungen als auch Reparatur- und Wartungsarbeiten an bereits bestehenden Verglasungen durch. Sie verglasen Außenbereiche von Gebäuden (z. B. Tür-, Fenster, Schaufensterverglasungen, Fassaden) und montieren Glasdächer und andere Glaskonstruktionen. Sie stellen Möbel, Schiebetüren, Zierverglasungen usw. für den Innenausbau und Fahrzeugverglasungen her. Sie erstellen Skizzen, transportieren das Glas und hantieren mit Glasschneidemaschinen, Glassägen und Glasbohrern. Sie arbeiten gemeinsam im Team mit Vorgesetzten und Berufskolleg*innen in den Werkstätten von Betrieben des Glasereigewerbes. Für Fassaden- und Außenverglasungen arbeiten sie mit Fachkräften des Baugewerbes direkt vor Ort an der Baustelle.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Ausbildung zum/zur Glaser*in erfolgt im Modullehrberuf Glasbautechnik. >>siehe °Glasbautechnik (Modullehrberuf)#
Art: Schulausbildung
Dauer: 4 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss: Abschlussprüfung
Berechtigungen:
Berechtigt die Ausübung facheinschlägiger Gewerbe sowie des Handelsgewerbes.
Info: Anmeldung: erfolgt ab dem ersten Tag der Semesterferien, bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien, unter Vorlage des Originals der Schulnachricht der 4. Klasse
Weitere Infos: http://www.htl-kramsach.ac.at/
Höhere Technische Lehranstalt für Glas und Chemie
Mariatal 2
6233 Kramsach
Tel.: +43 (0)5337 / 626 23 -0
email: direktion@htl-kramsach.ac.at
Internet: https://www.htl-kramsach.ac.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Chemieingenieure – Chemische Betriebstechnik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Objektdesign und Produktion
Kolleg/Aufbaulehrgang für Fassadentechnik
Fachschule für Glastechnik und Glasgestaltung:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:
Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
– Handwerk der Glasbläser und Glasinstrumentenerzeugung
– Handwerk der Glaser, Glasbeleger und Flachglasschleifer
– Handwerk der Hohlglasschleifer und Hohlglasveredler
Information zu REGLEMENTIERTEN HANDWERKEN UND GEWERBEN: Die Zulassungsbedingungen für reglementierte Handwerke und Gewerbe sind bundesgesetzlich geregelt, siehe hierzu die jeweils angegebenen Bundesgesetzblätter:
BGBl. Nr. II 53/2003. Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die Zugangsvoraussetzungen für das verbundene Handwerk der Glaser, Glasbeleger und Flachglasschleifer, der Hohlglasschleifer und Hohlglasveredler und der Glasbläser und Glasinstrumentenerzeugung,
einsehbar unter: Rechtsinformationssystem Österreich
Information/Kontakt: Mit der GewONov 2002 wurde die Gestaltung der Prüfungsordnung für Handwerke und reglementierte Gewerbe in den Aufgabenbereich der Fachorganisationen der WKÖ übertragen, Kontakt siehe unter Wirtschaftskammer Österreich.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Der Tätigkeitsbereich der Glaser*innen umfasst das Zuschneiden, Bearbeiten und Montieren sämtlicher Profil- und Flachglasprodukte wie Neuverglasungen und Reparatur bereits bestehender Verglasungen. Die Glaser*innen verglasen Gebäude aller Art, Möbel und Fahrzeuge, Glasdächer, Wintergärten und Aquarien, stellen zu verglasende Bilderrahmen aus fabrikmäßig erzeugten Leisten her, montieren Glasdächer, erzeugen Blei- und Messingsprossenverglasungen und ähnliche Glaskonstruktionen. Weiters stellen Glaser*innen Wandverkleidungen aus Glas, Portale, Fassaden und Eingänge sowie Wand- und Deckenteile aus Glasteilen und Glasbausteinen her und fertigen dekorative Kunstverglasungen sowie Glasschriften und Glasmosaike an.
Glaser*innen wenden bei ihrer Arbeit facheinschlägige Schneidetechniken, Schleiftechniken, Bohrtechniken, Befestigungstechniken, Trenntechniken für Glas und Glassubstitute und Verbindungstechniken für Holz, Metall und Kunststoffen an.
Glaser*innen verwenden für ihre Arbeit Werkzeuge und Maschinen wie z. B. Glasschneider, Glassägen, Glasbohrmaschinen, Diamantbohrer und Schleifmaschinen. Sie setzen verschiedene Klebstoffe, Metalle, Holz usw. zur Herstellung von Verbindungen ein und erstellen und lesen Skizzen und Konstruktionspläne. Auf Baustellen arbeiten sie auf Gerüsten, Leitern und mit Kränen.
Glaser*innen sind in Werkstätten von Betrieben des Glasereigewerbes tätig und auf Baustellen von Neubauten und bei der Restaurierung von Altbauten. Sie arbeiten zusammen mit Berufskolleginnen und -kollegen und mit verschiedenen Handwerker*innen auf Baustellen (z. B. Spengler*in (Lehrberuf), Dachdecker*in (Lehrberuf)).
Weiterbildungserfordernisse für Glaser*innen ergeben sich im Bereich neuer technischer Entwicklungen im Fachgebiet Verglasung und Glasbau (z. B. Sicherheitsgläser, Wärmeschutzgläser, Glaskonstruktion). Weiterbildung ist auch in den Bereichen CAD und Qualitätssicherung für Glaser*innen interessant.
Möglichkeiten zur Weiterbildung in den genannten Bereichen bieten Kurse der Herstellerbetriebe sowie der Erwachsenenbildungs-Einrichtungen, insbesondere Berufsförderungsinstitut (bfi) und Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI).
Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten weiters Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an berufsbildenden höheren Schulen oder Werkmeisterschulen für Berufstätige. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht. Auch die Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura) oder eine Studienberechtigungsprüfung ermöglichen den Zugang zum Studium.
Nach mehrjähriger beruflicher Erfahrung können Glaser*innen zu Teamleiter*innen, Vorarbeiter*innen aufsteigen und führen als solche Mitarbeiter*innen und Teams. Mit der Absolvierung der Meisterprüfung ist nicht nur der innerbetriebliche Aufstieg möglich, sondern auch die selbstständige Berufsausübung im Rahmen eines Gewerbes.
Auf der Webseite der Bauakademie Österreich (www.bauakdemie.at) finden Sie umfangreiche Informationen über die Zugangs- und Entwicklungsmöglichkeiten (Karrierewege) im Baubereich.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Entspiegelung | Trifft Licht auf eine Glasfläche, wird es zum Teil als Spiegelung zurückgeworfen. Weil das z. B. für Brillenträger*innen eine große Beeinträchtigung darstellt, werden die Brillengläser entspiegelt. Aber auch andere Glasanwendungen und -konstruktionen werden entspiegelt. Dabei werden mit Vakuum mehrere hauchdünne Beschichtungen auf die Brillengläser aufgebracht. Dieses Verfahren wurde 1935 von Carl Zeiss entwickelt. Eine andere Methode ist das sogenannte Reflexarm-Mattieren. |
Flachglas | Oberbegriff für alle ebenen Scheiben, farblos, aber auch farbig. Unter den Flachgläsern ist das Maschinen- oder Tafelglas, das im Bauwesen, für Fahrzeuge und für viele andere Zwecke am meisten verwendete Glas. Es wird als breites Band kontinuierlich aus der Wanne gezogen. Durch Abkühlung nimmt es nach einer gewissen Strecke eine solche Zähigkeit an, dass es mittels Transportrollen über eine Kühlstrecke geführt und an deren Ende geschnitten werden kann. Je höher die Ziehgeschwindigkeit und die Temperatur liegen, um so geringer ist die Dicke des erzeugten Glasbandes. |
Glasätzung | Die chemische Behandlung des Glases mit Fluss- oder Salzsäure. Flusssäuredämpfe ergeben matte Ätzfiguren, Eintauchen in Flusssäure verursacht blank bleibende Vertiefungen. Die Glasätzung bietet eine Fülle dekorativer Möglichkeiten. |
Kieselglas | Für spezielle Zwecke im chemischen Apparatebau, in der Optik und der Elektrotechnik wird Kiesel- oder Quarzglas aus Bergkristall hergestellt. Der Schmelzpunkt des Bergkristalls liegt bei über 1.700° Celsius. |
Nuppen | zur Verzierung von Glasgegenständen einzeln aufgelegte Glastropfen. |
Optisches Glas | Optisches Glas kühlt ab und erstarrt, ohne zu kristallisieren, denn optische Gläser müssen absolut frei von Schlieren, Bläschen oder mechanischen Spannungen sein. Um solche Materialspannungen zu vermeiden, lässt man große Glasblöcke monatelang abkühlen, und zwar gleichmäßig um nur wenige Grade pro Tag. |