Gold-, Silber- und Metallschläger*innen stellen Blattgold, Blattsilber und Blattmetall her. Es handelt sich dabei um äußerst dünne Plättchen, die bis zu einem zehntausendstel Millimeter ausgeschlagen werden. Diese werden später zum Vergolden oder Versilbern von Kunstgegenständen, Schmuck, zur Ausgestaltung von Kirchen, Statuen, Bilderrahmen und für Grabsteine usw. verwendet. Gold-, Silber- und Metallschläger*innen verwenden für ihre Arbeit spezielle Schlagmaschinen und Spezialhämmer. Sie arbeiten gemeinsam mit ihren Kolleg*innen in den Werkstätten und Verkaufsräumen von Goldschlägereien oder in Juwelier- und Schmuckgeschäften. Gegebenenfalls arbeiten sie auch mit Fachkräften aus dem Bereich Schmuckdesign und Metallbearbeitung zusammen.
Metall-Legierungen (Beispiel Goldlegierung) herstellen:
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Der Beruf Gold-, Silber- und Metallschläger*in war ursprünglich ein Lehrberuf, der mit 31. Dezember 2007 ausgelaufen ist. In diesem Beruf können keine Lehrausbildungen mehr begonnen werden!
Eine Ausbildung ist durch innerbetriebliche Schulung oder an kunsthandwerklichen Schulen möglich.
Art: Schulausbildung
Dauer: 5 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Reife- und Diplomprüfung (Matura)
Berechtigungen:
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen
Höhere Technische Bundeslehranstalt Steyr
Schlüsselhofgasse 63
4400 Steyr
Tel.: +43 (0)7252 / 729 14 -0
Fax: +43 (0)7252 / 729 14 -25
email: office@htl-steyr.ac.at
Internet: https://www.htl-steyr.ac.at
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für
Fachschule für Maschinenbau mit Betriebspraxis – Fahrzeugtechnik
Art: Schulausbildung
Dauer: 5 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss: Reife- und Diplomprüfung (Matura)
Berechtigungen:
Info:
Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien; Vorlage des Originals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich
Schmuck Metall Design ist eine Ausbildung zu kreativen SchmuckgestalterInnen. Die Ausbildung führt technisch-handwerkliches Wissen in praktischer und theoretischer Hinsicht mit der Fähigkeit zusammen, eigenständige Schmuckstücke und Kleinobjekte zu entwerfen. So bekommen die SchülerInnen die Kompetenz, ihre individuellen Ideen zu entwickeln, konstruktives Denken für die Fertigung zu trainieren und all das handwerklich fundiert in einem Schmuckstück umzusetzen. Die traditionellen Fertigungsmethoden des Gold- und Silberschmieds und innovative Technologien sind ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Die SchülerInnen lernen, sich entsprechend zu präsentieren und ihre Werke zu dokumentieren. (Quelle: Ortweinschule)
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen
Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Graz – Ortweinschule
Körösistraße 157
8010 Graz
Tel.: +43 (0)5 0248 019
Fax: +43 (0)5 0248 019 -999
email: dion@ortweinschule.at
Internet: https://www.ortweinschule.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Bautechnik:
Fachschule für Bautechnik (mit Betriebspraktikum)
Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik:
Höhere Lehranstalt für Grafik- und Kommunikations-Design
Höhere Lehranstalt für Medien:
Höhere Lehranstalt für Innenarchitektur und Holztechnologie – Raum- und Objektgestaltung
Höhere Lehranstalt für Kunst und Design:
Kolleg für Kunst und Design für Berufstätige:
Bauhandwerkerschule für Maurer*innen
Bauhandwerkerschule für Zimmerei
Meisterschule für Kunst und Gestaltung:
Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung
Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Bautechnik
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:
a) Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
Information zu REGLEMENTIERTEN HANDWERKEN UND GEWERBEN:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes (einschließlich Rechtskraftgewerbe) sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
b) Freies Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“:
freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Gold-, Silber- und Metallschläger*innen stellen zunächst die gewünschte Metall-Legierung her. Für eine Goldlegierung verwenden sie Rohgold, Silber und Kupfer, wobei sie durch unterschiedliche Mengenverhältnisse dieser Bestandteile feine Farbunterschiede erzielen können. Sie wiegen die Legierungsbestandteile im gewünschten Mengenverhältnis zueinander ab, füllen sie in einen Tonschmelztiegel und verschmelzen sie in einem Schmelzofen. Danach gießen sie die flüssige Goldlegierung in einer Spezialform zu einer Goldstange. Diese Stangen walzen sie maschinell zu dünnen Streifen aus, wobei dieser Vorgang mehrmals wiederholt und die Legierung dazwischen immer wieder erhitzt wird, um den Dehnungsvorgang zu beschleunigen. Die ausgewalzten Goldstreifen schneiden sie dann in kleine quadratische Stücke, die sie zwischen Spezialpapier legen und in einer Kunststoffform aufschichten. Die gefüllte Form legen sie in einen automatischen Federhammer ein, in dem die Plättchen vorgeschlagen werden.
Das eigentliche Dünnschlagen der Metallplättchen erfolgt danach händisch mit Spezialhämmern: Die Gold-, Silber- und Metallschläger*innen legen die erneut zugeschnittenen Plättchen zwischen Papier oder Kunststofffolien und schlagen sie auf einem Steinblock auf die gewünschte Dicke. Das fertige Blattgold reinigen sie, schneiden es in kleine Plättchen und legen diese mit einer Holzpinzette in Bücher aus speziellem Papier. Die Herstellung von Blattmetallen erfolgt auf ähnliche Weise, jedoch wird hier das Schlagen ausschließlich maschinell durchgeführt.
Gold-, Silber- und Metallschläger*innen verwenden für ihre Arbeit Rohstoffe wie Gold, Silber und Kupfer. Als Werkzeuge setzen Sie z. B. Hämmer und Pinzetten ein. Beim Dünnschlagen helfen ihnen spezielles Papier, Kunststofffolien und Steinblöcke aber auch eigene Schlagmaschinen.
Gold-, Silber- und Metallschläger*innen arbeiten in Werkstätten von kleinen Betrieben des Goldschlägereigewerbes. Sie arbeiten gemeinsam mit ihren Berufskolleg*innen und ihren Vorgesetzten. Teilweise haben sie auch Kontakte zu Metalldesigner*innen (siehe z. B. Metalldesign – Gürtlerei (Lehrberuf), Metalldesign – Gravur (Lehrberuf), Metalldesign – Metalldrückerei (Lehrberuf)), zu Künstler*innen, die Mustervorlagen entwerfen und zu ihren Kund*innen.
Beschäftigungsmöglichkeiten für Gold-, Silber- und Metallschläger*innen bestehen insbesondere bei:
Der Beruf Gold-, Silber- und Metallschläger*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):
Gold-, Silber- und Metallschläger*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Das Berufsförderungsinstitut (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten für Gold-, Silber- und Metallschläger*innen an, z. B. Programmierung und Steuerung von CNC-Maschinen, Metallbearbeitungstechniken, Schweißkurse, Oberflächenschutz, neue Werkstoffe, usw., siehe aktuelle Kursbücher des Berufsförderungsinstitutes (BFI) sowie des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI). Die Schweißtechnische Zentralanstalt (SZA) in Wien führt beispielsweise Schweißtechnikkurse durch.
Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten facheinschlägige Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an berufsbildenden höheren Schulen (Höhere Technische Lehranstalt, HTLs) sowie Werkmeisterschulen für Berufstätige. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.
Studium ohne Matura:
Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Karat | Das Karat ist eine Maßeinheit, die vorwiegend zur Edelsteinbewertung eingesetzt wird. Das "metrische Karat" bezeichnet Masse (Gewicht) von Edelsteinen. Die Bezeichnung Karat (Abkürzung kt) wird aber auch für die Angabe der Reinheit von Gold eingesetzt (24 karätiges Gold ist reines Gold). |
Legierung | Legierung nennt man das Zusammenschmelzen verschiedener Metalle zu einem Mischmetall. |