A&R-Manager*innen sind die Talentscouts im Musikgeschäft. A&R steht dabei für Artist & Repertoire.
Sie arbeiten für eine Plattenfirma bzw. ein Musiklabel oder sind selbstständig tätig. Auf der Suche nach vielversprechenden Musiker*innen oder Bands und Ensembles besuchen sie Konzerte und recherchieren auf einschlägigen Musik-Plattformen.
A&R-Manager*innen informieren sich in Fachmedien und bei Branchentreffen über aktuelle und zukünftige Trends am Musikmarkt und verfügen über ein großes Netzwerk von Konzertveranstalter*innen (Eventmanager*innen), Labelmanager*innen, Musikmanager*innen und Musikschaffenden (Popmusiker*in, Instrumentalmusiker*in, Sänger*in, Songwriter (m./w./d.)). Bekannte A&R-Manager*innen erhalten zudem täglich zahllose Demo-Versionen von Musiker*innen oder Bands, denn sie sind die wichtigsten Ansprechpartner*innen auf dem Weg zu einem Vertrag mit einem Musiklabel.
Haben A&R-Manager*innen eine/einen vielversprechende*n Musiker*in oder Band „entdeckt“, treten sie mit den Künstler*innen bzw. deren Musikmanager*innen in Kontakt und stellen erste Prognosen darüber an, wie das Talent der Künstler*innen noch weiter gefördert werden kann, was von ihnen zu erwarten ist und machen Vorschlage. Sie kennen die Abläufe des Musikgeschäfts genau und erstellen betriebswirtschaftliche Berechnungen des Produktionsaufwands, sowie über die zu erwartenden Einnahmen (Tonträger- und Downloadverkäufe, Streaming). Sie besprechen diese Vorschläge mit den Labelmanager*innen des eigenen oder passenden Musiklabels und arbeiten Vertragsentwürfe für die Verhandlungen zwischen den Künstler*innen bzw. deren Manager*innen und dem Musiklabel aus.
Den Künstler*innen liefern sie erste Vorschläge für die Produktion eines Vertragsalbums und bringen sie, je nach Bedarf, mit den passenden Songwriter (m./w./d.), Musikproduzent*innen, Tontechniker*innen, Tonmeister*innen, etc. zusammen.
Der Beruf A&R-Manager*in ist kommunikationsintensiv und zeitaufwändig. Neben dem Anhören zahlreicher Demo-Zusendungen und Musik aus der eigenen Recherche, besuchen sie mehrmals wöchentlich Konzerte und reisen zu verschiedensten Branchenevents und Musikfestivals. A&R-Manager*innen sind bzw. waren oft selbst Musiker*innen, Labelmanager*innen oder Musikmanager*innen und kennen die Abläufe der Musikproduktion ebenso, wie die der Musikvermarktung und das Verwertungs- und Urheberrecht.
Auch wenn ihr Schwerpunkt auf der Entdeckung neuer musikalischer Talente liegt, müssen sie auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse haben, um die Interessen der Musiklabel (Einnahmen durch den Tonträger- und Downloadverkauf, Streaming) gut einschätzen zu können.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Musiklabel | Als Musiklabel (engl: label = Marke) wird der öffentliche Auftritt bzw. die Marke einer Plattenfirma verstanden, unter der die Musik veröffentlicht wird. Einerseits kann eine Plattenfirma mehrere Labels betreiben (z. B. für verschiedene Musik-Genres), andererseits können Plattenfirmen neben einem Label noch andere Geschäftsbereiche haben z. B. Tonträgerproduktion, Musikproduktion, Vertrieb, Musikmanagement. Labels können über einen international geltenden Label Code (LC) identifiziert werden, was vor allem für die Abrechnung der Leistungsschutzrechte (Urheberrecht) wichtig ist z. B. wenn ein Song eines Labels im Radio gespielt wird. |
Recherche | "Recherche" ist die Bezeichnung für das gezielte Suchen und Wiederauffinden von Informationen zu einem bestimmten Sachverhalt, insbesondere für das Online-Retrieval, bei dem durch Direktzugriff auf eine Datenbank in Frage und Antwort recherchiert wird. |
Urheberrecht | Das Urheberrecht legt fest, wie künstlerische bzw. kreative Werke z. B. Texte, Videos/Filme, Fotos, Musik verwendet werden dürfen. Urheber*innen dieser Werke können anderen Personen ein sogenanntes Verwertungsrecht geben, d. h. die Zustimmung, dass das Werk für eigene Zwecke (z. B. als Hintergrundmusik für einen Film) verwendet werden darf. Bevor kreative Produkte für eigene Zwecke verwendet werden z. B. für ein Video, einen Zeitungsartikel, ein Werbeprospekt oder einen Blogbeitrag, sollte unbedingt geklärt werden, ob der/die Urheber*in damit einverstanden ist bzw. unter welcher Lizenz (freie Verwendung, Verwendung unter bestimmten Bedingungen, Verwendung nur mit Bezahlung) das künstlerische bzw. kreative Werk steht. Urheber*innen können ansonsten Schadenersatz verlangen. Der/Die Urheber*in muss bei Verwendung immer angegeben werden. Das Urheberrecht gilt übrigens auch für Software und Computerprogramme. |