Atem- und Sprechtrainer*innen trainieren und coachen Personen in Sprech-, Präsentations- und Atemtechniken. Zu ihren Kund*innen gehören Menschen, die ihre sprachliche Artikulation und Verständlichkeit verbessern möchten. Sie helfen dabei, die Atemtechniken und das Körperbewusstsein zu verbessern, um Präsentations- und Redeauftritte überzeugender gestalten zu können. Durch das Arbeiten an Präsentationstechnik, Sprechweise und Auftreten helfen Atem- und Sprechtrainer*innen ihren Kund*innen, professioneller aufzutreten, ihre Anliegen deutlicher zu kommunizieren sowie Lampenfieber und Redeangst zu bewältigen.
Atem- und Sprechtrainer*innen arbeiten großteils selbstständig und bieten ihre Leistungen oft ortsunabhängig an.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Wie für viele Trainer*innen, gilt auch für die Atem- und Sprechtrainer*innen: Die Ausübung gründet oft nicht in einer spezifischen Ausbildung, sondern in besonderem Interesse und Expertentum in dem Fachbereich. Je nach Trainingsbereich können aber auch spezielle Ausbildungen erforderlich sein, die hauptsächlich von privaten Ausbildungsinstituten angeboten werden. Zudem ist eine Reihe von Ausbildungen in den Bereichen Didaktik und Training/Coaching und Erwachsenenbildung empfehlenswert.
Wichtig ist aber vor allem persönliches Interesse, Bezug und Erfahrung in Rede-, Sprech- und Präsentationssituationen. Ein gutes Körperbewusstsein und Freude an der Stimme und dem Sprechen sind Voraussetzung. Viele Atem- und Stimmtrainer*innen üben diesen Beruf in Kombination mit verwandten Tätigkeitsbereichen aus und haben z. B. einen Background als °Mediator*in#nen, °Trainer*in#nen, °Coach (m./w./d.)#, °Sänger*in# oder °Schauspieler*in#nen.
Art: Lehrgang
Dauer: 152 Lehreinheiten
Form: Berufsbegleitend
Voraussetzungen:
Abschluss:
Zeugnis, Diplom
Info:
KommunikationstrainerIn zu sein bedeutet, die Freude an, das Wissen über und den Umgang mit Kommunikation an andere Menschen weiterzugeben. Kommunikation ist die Basis allen Miteinanders: Jeder kommuniziert ständig und wenige sind sich der Wirksamkeit und Komplexität bewusst und dessen, was beim Gegenüber ankommt.
Als KommunikationstrainerIn begleiten die TeilnehmerInnen Menschen auf ihrem Weg lösungsorientierter, konfliktfreier und erfolgreicher zu kommunizieren. Sie lehren die TeilnehmerInnen neue Wege und unterstützen sie dabei, ihrem Leben durch bewusstes Kommunizieren mehr Qualität zu geben. (Quelle: WIFI Stmk.)
Zielgruppe: Trainer*innen im Bereich Kommunikation und Persönlichkeit, Führungskräfte und Manager*innen, firmeninterne Fachtrainer*innen und Expert*innen, Pädagog*innen und Erwachsenenbildner*innen
Kosten: EUR 3.650,00
Inhalte:
Der Lehrgang umfasst neun Module:Weitere Infos: https://www.stmk.wifi.at/kurs/1460x-diplomlehrgang-kommunikationstrainer?vanr=1460024
WIFI Steiermark
Körblergasse 111-113
8021 Graz
Tel.: +43 (0)316 / 602 -1234
Fax: +43 (0)316 / 602 -301
email: info@wifi.wkstmk.at
Internet: https://www.stmk.wifi.at
Dauer: 410 UE
Form: Fernstudium / Fernlehrgang (Online oder Hybrid)
Voraussetzungen: keine besonderen Voraussetzungen
Abschluss: Diplom
Weitere Infos: https://holfinity.com/bundle/diplomausbildung-atemtrainer
HOLFINITY Akademie
Kornspitzstraße 5a
4481 Asten
Tel.: +43 (0)660 59 99 005
email: info@holfinity.com
Internet: https://holfinity.com/
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist beispielsweise durch die folgenden freiberuflichen Tätigkeiten gegeben:
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt / Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt / Rechtsanwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
In vielen Berufen wird erwartet, überzeugend sprechen, vortragen und präsentieren zu können. Atem- und Sprechtrainer*innen helfen Personen, die beruflich regelmäßig oder hauptsächlich vor solchen Aufgaben stehen, ihr Auftreten, ihre Stimme und somit ihre Überzeugungskraft zu verbessern. Dies sind vor allem Personen in Leitungsfunktionen, im Aus- und Weiterbildungsbereich (auch Trainer*in und Coach (m./w./d.)), sowie Schauspieler*innen, Moderator*innen, Sprecher*innen (z. B. Fernsehsprecher*in, Radiosprecher*in), Journalist*innen und Politiker*innen. Atem- und Sprechtrainer*innen führen viele Übungen und Aufgaben durch, um ihre Kund*innen an besseres Körperbewusstsein, leichtere Atmung und eine vollere und überzeugendere Stimme heranzuführen.
Atem- und Sprechtrainer*innen legen bei ihren Trainings vor allem Augenmerk auf die Bereiche Stimme, Atmung und Körperhaltung, die alle miteinander in Verbindung stehen. Durch Verbesserung der Atmung und gezielte Atemtechniken werden Körperbewusstsein, Redefluss und Stimmvolumen verbessert. Das Augenmerk auf die Atmung hilft auch beim Umgang mit Stress- und Belastungssituationen und daraus entstehendem Lampenfieber und bei Redeangst.
Atem- und Sprechtrainer*innen analysieren auch Körperspannung, Mimik, Gestik und Haltung ihrer Kund*innen und helfen, diese zu verbessern, um einen leichteren Sprechfluss zu ermöglichen. Sie unterstützen dabei, die Artikulation und Verständlichkeit ihrer Kund*innen zu verbessern, erarbeiten mit ihnen das ideale Sprechtempo. Stimmvolumen und -klang werden mittels gezielter Übungen der Artikulationsorgane (Kiefer, Zunge, Lippen) trainiert und so die individuelle Stimmlage gestärkt.
Atem- und Sprechtrainer*innen befassen sich auch mit der Rhetorik, sprich der Redekunst: Sie erklären und üben mit ihren Kund*innen verschiedene rhetorische Techniken und Methoden, um Reden und Präsentationen so zu gestalten, dass sie der jeweiligen Zielgruppe bestmöglich nähergebracht werden können.
Als Trainer*innen sind Atem- und Sprechtrainer*innen selbst ihr wichtigstes Arbeitsmittel. Sie trainieren vor allem mit Einzelpersonen aber auch mit Gruppen vor allem mit körperlichen, stimmlichen oder atemtechnischen Übungen und Aufgaben. Gegebenenfalls greifen sie auch auf Hilfsmittel zurück, um Inhalte zu vermitteln, z. B. Präsentationsmaterialien und -technik (Computer/Laptop und Beamer, Flipcharts, Kameras und andere Aufnahmegeräte etc.).
Für die Organisation ihrer Trainings arbeiten sie mit den üblichen Geräten eines modernen Büros (Computer/Laptop, Telefon, Mobiltelefon, Drucker etc.). Sie führen Kund*innenkarteien und pflegen ihre Trainingsmaterialien in Datenbanken und Ordnern.
Atem- und Sprechtrainer*innen arbeiten großteils selbstständig und bieten ihre Leistungen oft ortsunabhängig an. Je nach Angebot trainieren sie ihre Kund*innen entweder in eigenen oder angemieteten Büro- und Trainingsräumen oder in deren Seminar-, Besprechungs- oder Konferenzräumen.
Atem- und Sprechtrainer*innen arbeiten meist allein, mitunter aber auch im Team mit Berufskolleg*innen (etwa bei Gruppentrainings) oder mit Trainer*innen aus anderen Spezialbereichen (z. B. Schauspieltrainer*innen, Gesangslehrer*innen).
Atem- und Stimmtrainer*innen arbeiten meist selbstständig in Weiterbildungsinstitutionen, Institutionen der Erwachsenenbildung oder als private Kurs- und Seminaranbieter*innen.
Der Beruf Atem- und Sprechtrainer*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Atem- und Sprechtrainer*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) sowie verschiedene Universitäts- und Fachhochschullehrgänge oder Weiterbildungsstudien bieten eine gute Möglichkeit sich in relevanten Bereichen weiterzubilden und höher zu qualifizieren.
Außerdem ist für Atem- und Sprechtrainer*innen die laufende Lektüre von Fachzeitschriften, der Besuch von facheinschlägigen Seminaren, die Vernetzung bei Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an Expert*innennetzwerken (online und offline) eine wichtige Möglichkeit, um sich auf dem neuesten Stand zu halten.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Akustik | Die Lehre vom Schall, von den Tönen; Klangwirkung. |
Didaktik | Ein Fachbegriff der Pädagogik (Erziehungswissenschaft). Didaktik bedeutet ursprünglich "Kunst des Lehrens". Dabei geht es also um Unterrichtslehre (Lehrmethoden, Lehrinhalte, Lehrplan usw.). |
Hard Skills / Soft Skills | Die Bezeichnung für fachliche Kompetenzen. Im Gegensatz dazu: Soft Skills = Soziale Kompetenzen wie z. B. Teamfähigkeit, Kommunikationskompetenz, Kontaktfähigkeit. |
Social Skills | engl., bedeutet soziale Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Rhetorik usw. Social skills gehören längst nicht mehr nur in den Dienstleistungs- und Managementberufen zu den sogenannten "Schlüsselqualifikationen", sondern immer mehr auch in technischen und handwerklichen Berufen. Ihnen kommt oft eine gleich hohe Bedeutung zu wie der fachlichen Kompetenz. |