Klimatologe / Klimatologin

Klimatolog*innen oder Klimaforscher*innen beobachten und erforschen das Klima auf der Erde sowie globale Klimaphänomene wie Erderwärmung, polare Eisschmelze, Luftverschmutzung und dergleichen mehr. Sie erforschen vor allem die Ursache von Klimaveränderungen und versuchen im Rahmen von Forschungsprojekten herauszufinden, ob für bestimmte Klimaphänomene der Einfluss des Menschen auf die Natur (Industrie, Abgase, Umweltverschmutzung) verantwortlich ist. Sie entwickeln Modelle zur Prognose von globalen Klimaentwicklungen, publizieren Forschungsberichte, formulieren Leitfäden und Programme zum Klimaschutz und beraten Umweltbehörden und politische Organisation.

Klimaforscher*innen arbeiten in der Regel an Forschungsinstituten im Team mit anderen Spezialist*innen wie Geophysiker*innen, Meteorolog*innen, Ökolog*innen, Meeresbiolog*innen oder Umweltsystemwissenschafter*innen.

Akademischer Beruf
Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Forschungsprojekte entwickeln und formulieren
  • klimarelevante, meteorologische Daten wie z. B. Temperatur, Niederschlagsmengen Luftfeuchtigkeit und Luftdruck laufend messen und erfassen
  • Klimadaten auswerten und modellieren
  • mathematische und statistische Modelle zur Klimaprognose entwickeln und anwenden
  • Forschungsberichte und Studien verfassen und publizieren
  • an internationalen Klimakonferenzen teilnehmen, Erkenntnisse präsentieren und diskutieren
  • klimatologische Grenzwerte formulieren
  • Leitfäden und Programme zu Klimaschutz entwickeln
  • wissenschaftliche Dokumentationen und Datenbanken führen
  • Behörden, Ministerien und Umwelt-Organisationen beraten

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • chemisches Verständnis
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • gute Beobachtungsgabe
  • mathematisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Aufgeschlossenheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kritikfähigkeit

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Geduld
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Naturliebe
  • Umweltbewusstsein
  • Zielstrebigkeit

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • Reisebereitschaft

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • interdisziplinäres Denken
  • komplexes / vernetztes Denken
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Für den Beruf Klimatologe / Klimatologin (Klimaforscher*in) ist in der Regel ein abgeschlossenes Universitätsstudium in Meteorologie, Atmosphärenwissenschaften, Geophysik oder ähnliches erforderlich.

Art: Doktoratsstudium/PhD

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • abgeschlossenes facheinschlägiges Master- oder Diplomstudium

Abschluss:

Doctor of Philosophy (PhD)

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 507 -0
Fax: +43 (0)512 / 507 -2804
email: studienberatung@uibk.ac.at
Internet: https://www.uibk.ac.at/

Art: Doktoratsstudium/PhD

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes Master- oder Diplomstudium

Abschluss:

PhD in Geosciences

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Technische Universität Graz
Rechbauerstraße 12
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 873 -0
Fax: +43 (0)316 / 873 -6125
email: info@TUGraz.at
Internet: https://www.tugraz.at/

Art: Bachelorstudium

Dauer: 7 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Reifeprüfung (Matura), Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung

Abschluss:

Bachelor of Science (BSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien

Weitere Infos: https://www.unileoben.ac.at/studium/bachelor/rohstoffe/angewandte-geowissenschaften/

Adressen:

Montanuniversität Leoben
Franz Josef-Straße 18
8700 Leoben

Tel.: +43 (0)3842 / 402-0
Fax: +43 (0)3842 / 402-7702
email: office@unileoben.ac.at
Internet: https://www.unileoben.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Diplomingenieur/in (Dipl.-Ing., DI)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien

Info:

Unterrichtssprache ist Englisch

Schwerpunkte: (Quelle: Montanuniversität)

  • Petroleum Geoscience: Die Erdölgeologie fokussiert sich auf die Themenkreise Kohlenwasserstoffsysteme, unkonventionelle Kohlenwasserstoffe, Speichergesteine und Kohle. Sie wird ergänzt durch Fächer der Angewandten Geopysik und des Petroleum Engineerings.
  • Applied Geophysics: In der Angewandten Geophysik werden seismische, petrophysikalische und paläomagnetische Verfahren zur Erkundung des Untergrundes, insbesondere von geothermischen und Kohlenwasserstoffreservoiren genutzt. Für die Prospektion mineralischer Lagerstätten werden elektrische, magnetische und elektromagnetische Verfahren eingesetzt.
  • Economic, Environmental and Technical Geology: Lagerstätten mineralischer Rohstoffe – vom High-Tech-Metall bis zum Massenrohstoff – die Beurteilung der Qualität und Umweltrelevanz von mineralischen Einsatzstoffen und montangeologische Untersuchungen stehen im Mittelpunkt des Schwerpunktes Rohstoffgeologie. Optional können sich Studierende auch in Umweltgeologie oder Geotechnik vertiefen

Weitere Infos: https://www.unileoben.ac.at/studium/master/rohstoffe/angewandte-geowissenschaften-en/

Adressen:

Montanuniversität Leoben
Franz Josef-Straße 18
8700 Leoben

Tel.: +43 (0)3842 / 402-0
Fax: +43 (0)3842 / 402-7702
email: office@unileoben.ac.at
Internet: https://www.unileoben.ac.at/

Art: Bachelorstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Reifeprüfung, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung

Abschluss:

Bachelor of Science (BSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 507 -0
Fax: +43 (0)512 / 507 -2804
email: studienberatung@uibk.ac.at
Internet: https://www.uibk.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Science (MSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

JKU – Johannes Kepler Universität Linz
Altenberger Straße 69
4040 Linz

Tel.: +43 (0)732 / 24 68 -3314
Fax: +43 (0)732 / 24 68 -3300
email: studium@jku.at
Internet: https://www.jku.at/

Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 507 -0
Fax: +43 (0)512 / 507 -2804
email: studienberatung@uibk.ac.at
Internet: https://www.uibk.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Science (MSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Graz – Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 380 -1066
Fax: +43 (0)316 / 380 -9030
email: 4students@uni-graz.at
Internet: https://studien.uni-graz.at/

Art: Bachelorstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Reifeprüfung (Matura), Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung

Abschluss:

Bachelor of Science (BSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Science (MSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes, facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Science (MSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/

Art: Sonstige Ausbildung

Dauer: 2 Tage je Modul (3 bis 5 Module)

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen: keine spezifischen Voraussetzungen

Info:

Kosten Je nach entsendenden Gemeinden zw. EUR 500,00 und EUR 1.100,00

Ziel: Ziel dieses Lehrganges ist die Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen in den Bereichen Klimawandel und Klimaschutz auf Gemeindeebene. Dabei steht die Förderung der Motivation und Kreativität der TeilnehmerInnen zur Entwicklung und Umsetzung von Klimaschutzprojekten, -aktivitäten und -maßnahmen im Vordergrund.

Zielgruppe: GemeindevertreterInnen und GemeindemitarbeiterInnen, regionale und kommunale MultiplikatorInnen, andere Interessierte

Inhalte:

  • Modul 1 (Pflichtmodul): Klimawandel – Wissen & Verantwortung (3./4. Februar 2017, Grillhof Tirol)
  • Klimawandel und Klimawandelanpassung
  • Klimaschutzinitiativen und Klimaschutzaktivitäten der Länder
  • Klimagerechtigkeit
  • Mobilität
  • Erneuerbare Energie und Energieeffizienz
  • BürgerInnenberteiligung
  • Raumplanung und Bodenschutz
  • Landwirtschaft und Ernährung
  • Sozial faire Beschaffung
  • Öffentlichkeitsarbeit

Weitere Infos: https://www.klimabuendnis.at/angebote/stmk-kommunaler-klimaschutzlehrgang-2023/

Adressen:

Klimabündnis Tirol
Anichstraße 34
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 583 558 -0
Fax: +43 (0)512 / 583 558 -20
email: tirol@klimabuendnis.at
Internet: http://tirol.klimabuendnis.at

Klimabündnis Österreich
Prinz-Eugen Straße 72/unterschiedliche Veranstaltungsorte
1040 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 581 588 10
email: office@klimabuendnis.at
Internet: https://www.klimabuendnis.at/

Selbstständigkeit

Berufliche Selbstständigkeit ist für Klimatolog*innen beispielsweise im journalistischen Bereich (Wissenschaftsjournalismus), in der Erwachsenenbildung sowie als Wissenschaftlerin/Wissenschaftler im Rahmen einer freiberuflichen Tätigkeit möglich.

Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt / Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt / Rechtsanwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.

Im gewerblichen Bereich ist die Möglichkeit einer selbstständige Berufsausübung beispielsweise gegeben durch:

a) reglementierte Gewerbe:

  • Ingenieurbüros (Beratende Ingenieure) (BGBl. II Nr. 89/2003; Novelle mit Art. 58 BGBl. II Nr. 399/2008)

Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes oder Handwerks sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
Liste der reglementierten Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der reglementierten Gewerbe

b) Rechtskraftgewerbe:

  • Chemische Laboratorien (BGBl. II Nr. 36/2003; Novelle mit Art. 6 BGBl. II Nr. 399/2008)

Rechtskraftgewerbe sind reglementierte Gewerbe, bei denen die Zuverlässigkeit des Gewerbeanmelders / der Gewerbeanmelderin durch die Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde bzw. Magistrat) geprüft und festgestellt wird.


ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Arbeitsbereiche

Klimatolog*innen erforschen globale Klima- und Wetterphänomene wie Luft- und Meeresströmungen, Gewitterbildung, Temperaturentwicklung, Niederschlagsmengen, Sturm- und Gewitterbildung, die Zirkulation von Luft- und Meeresströmung, den Anstieg der Meeresspiegel aufgrund der polaren Eisschmelze, den Anstieg des Ozongehalts aufgrund des Ozonlochs und vieles mehr. Im Unterschied zu Meteorolog*innen, die in erster Linie für die (regionale) Wetterbeobachtung und Wetterprognose zuständig sind, sind Klimatolog*innen mit globalen und langfristigen bzw. nachhaltigen Wetter- und Temperaturphänomenen und deren Ursachen befasst. Sie sind vor allem in der Forschung tätig.

Im Rahmen von nationalen und internationalen Forschungsprojekten untersuchen Klimatolog*innen die Ursachen von klimatischen Veränderungen wie Erderwärmung („Treibhauseffekt“), Polarschmelze und Ozonloch durch verschiedene Verursacher wie Industrie, Verkehr, Haushalte, Landwirtschaft usw. Sie messen und beobachten den Meeresspiegel von Ozeanen sowie den Verlauf der Meeresströmungen, da sich diese fundamental auf die globale Wetterentwicklung auswirken. Mit der Erwärmung der Ozeane hat sich auch der Verlauf der Meeresströmungen (z. B. des Golfstroms) verändert, was mitunter zur Vermehrung von Stürmen geführt hat.

Ziel der Untersuchungen ist es, die klimatologischen Phänomene zu erklären und die Klimaentwicklung zu prognostizieren (in Form von Klimamodellen und Klimasimulationen). Wichtig ist für Klimaforscher*innen vor allem zu klären, in welchem Ausmaß der Mensch bestimmte Klimaentwicklungen verursacht oder beeinflusst hat und für diese verantwortlich zeichnet. Die Klimaforschung ist sehr datenintensiv, für die computergestützte Modellierung und Prognose werden Daten in einem ungeheuer großen Ausmaß gesammelt und verarbeitet (Stichwort: Big Data). Für die Gewinnung dieser Daten kommen verschiedene Geräte wie z. B. digitale Luftdruckmesser, Niederschlagsmesser, Spectrometer und Wettersatelliten zum Einsatz.

Auf der Grundlage ihrer Forschungsergebnisse und Erkenntnisse entwickeln Klimaforscher*innen Vorschläge, Leitfäden und Programme zum Klima- und Umweltschutz. Sie formulieren Grenzwerte (z. B. für Ozon- und CO2-Gehalt) und beraten Umweltbehörden, Ministerien, nationale und internationale Organisation und Interessenverbände.

Arbeitsmittel

Klimatolog*innen bedienen analoge und digitale Messgeräte und Instrumente, Radioteleskope, Satelliten usw. zur Messung und Auswertung von Klimadaten wie Luftdruck und Temperatur, Luftströmungen, Windstärken und dergleichen. Zur Modellierung und Simulation von Klima-Szenarien arbeiten sie mit Computern/Laptops und entsprechenden Softwareprogrammen. Sie lesen und verwenden geographische und meteorologische Karten, Wetterkarten, Statistiken und Tabellen usw.

Arbeitsumfeld

Klimatolog*innen arbeiten in der Regel in den Räumlichkeiten (Büros, Labors) von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen, wissenschaftlichen Assistenzkräften und Spezialist*innen, z. B. Astronom*in, Geophysiker*in, Statistiker*in, Meteorologe / Meteorologin.

Die Klimatologie ist sehr international ausgerichtet, weil sich bestimmte Phänomene auch nur an bestimmten Orten gut beobachten lassen. Klimatolog*innen sind daher sowohl zu Forschungszwecken als auch für Konferenzen häufig international unterwegs.

  • Universitäten und wissenschaftliche Forschungseinrichtungen
  • meteorologische Institute
  • Umweltmessstellen

Der Beruf Klimatolog*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • Atmosphärenwissenschaften
  • Meteorologie
  • Klima und globale Großwetterlagen
  • meteorologische Messtechnik
  • Kartographie
  • Satellitentechnik, GPS
  • Ökologie, Umwelt- und Klimaschutz
  • wissenschaftliche Dokumentation

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Klimaforscher*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Weiterbildungsmöglichkeiten zu verschiedenen relevanten Bereichen bieten Weiterbildungseinrichtungen wie das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) mit Kursen und Lehrgängen für z. B. Hygienestandards, Arbeits- und Betriebssicherheit, Qualitätsmanagement aber auch zu betriebswirtschaftlichen Themenbereichen.

Viele privatwirtschaftliche und universitäre Laboratorien führen regelmäßig interne Schulungen, Kurse und Seminare zu Labortechnik, Laborgeräten und Arbeitsmethoden durch oder bieten Hersteller- und Zulieferbetrieben die Möglichkeit Produktschulungen vor Ort durchzuführen.

Auch die laufende Lektüre von Fachzeitschriften, der Besuch von facheinschlägigen Seminaren, die Vernetzung bei Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an einschlägigen Netzwerken (online und offline) sind wichtige Möglichkeiten, um sich auf dem neuesten Stand zu halten und neue Ideen zu entwickeln.

Darüber hinaus besteht für sie die Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung und Höherqualifizierung in Form eines Bachelor- oder Masterstudiums bzw. (falls man bereits ein abgeschlossenes Studium hat) in Form eines Zweitstudiums oder Weiterbildungsstudiums.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Emission

Der Begriff "Emission" meint den Ausstoß oder die Ausgabe von etwas.

  • Im Kontext Umwelt bedeutet Emission das Ausströmen von Stoffen oder Energien, die die Umwelt verunreinigen. Zum Beispiel verunreinigt die Emission von Treibhausgasen die Luft.
  • Im Kontext Wirtschaft beschreibt Emission die Ausgabe von Wertpapieren oder anderen Finanzinstrumenten sowie deren erstmalige Platzierung an einem organisierten Geld- oder Kapitalmarkt, zum Beispiel der Verkauf von Aktien an der Börse.
    Emission wird aber auch für die Ausgabe von Geld durch die Notenbank verwendet.

Öko-Audit

Umweltbetriebsprüfung (freiwillig) auf Basis der EU-Verordnungen, durch die in Unternehmen betriebliche Umweltmanagementsysteme, wie z. B. Maßnahmen zum Umweltschutz, zu umweltverträglichen Produktionsweisen, zur Abfall-/Schadstoffvermeidung, -reduzierung und -wiederverwertung geprüft und zertifiziert werden.

Ökosystem

ein System von verschiedenen Organismen (Tiere, Pflanzen), die in einer natürlichen Einheit und Wechselbeziehung stehen (z. B. Wald, Korallenriffe, Seen). Ein nachhaltig schädlicher Eingriff in ein Ökosystem gefährdet - wie in einer Kettenreaktion - alle darin lebenden Organismen.

Ökozid

Die Störung bzw. Zerstörung eines ökologischen Gleichgewichts (Ökologie ist der ungestörte Haushalt der Natur), eines Ökosystems (Ökosystem ist die natürliche Einheit der Natur) durch kontinuierliche Umweltverschmutzung.

Umweltverträglichkeitsprüfung

Bevor über die Zulassung von größeren Bauprojekten entschieden wird, muss ihr Einfluss auf die Umwelt überprüft werden. Das geschieht durch die Umweltverträglichkleitsprüfung (UVP). Im nachfolgenden Zulassungsverfahren werden dann die Umweltauswirkungen im einzelnen geprüft und bewertet.