Kaffeeröster*innen rösten Kaffee und Kaffeemischungen aus verschiedenen Kaffeesorten. Sie kaufen die rohen Bohnen von Lieferanten an und rösten diese nach eigenen Rezepturen. Je nach Temperatur und Röstdauer werden verschiedene Wirk- und Aromastoffe der Kaffeebohne freigesetzt. Ein Teil der gerösteten Bohnen wird anschließend vermahlen. Weiters werden aus den verschiedenen Bohnensorten sogenannte „Blends“ (Mischungen) hergestellt. Die fertigen Röstungen oder Mischungen werden gewogen und verpackt, kühl gelagert bzw. an die Kundinnen und Kunden verkauft. Viele kleine Kaffeeröster*innen führen eigene Coffee-Shops in denen sie ihren Kaffee zubereiten und oft gemeinsam mit Snacks und Gebäck anbieten. Zu ihren Kundinnen/Kunden gehören aber manchmal auch größere Abnehmer*innen wie Einzelhandelsbetriebe, Kaffeehäuser, Kantinen, Büros von Unternehmen und Organisationen.
Kaffeeröster*innen arbeiten in der Regel selbstständig im eigenen Betrieb gemeinsam mit Berufskolleginnen und -kollegen und Miterabeiter*innen im Service. Sie haben Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden und zu Lieferanten.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Der Beruf Kaffeeröster/Kaffeerösterin ist in Österreich kein geregelter Ausbildungsberuf. Kaffeeröster*innen bringen zumeist eine Ausbildung aus der Lebensmittelbranche mit, z. B. aus Gastronomie, Konditorei oder Konfiserie. Viele Kaffeeröster*innen haben einfach ihr Hobby zum Beruf gemacht.
Seminare und Lehrgänge von spezialisierten Bildungsanbietern ermöglichen einen Einstieg in die Materie. Aus- und Weiterbildungen zum/zur Barista (m./w./d.) umfassen teilweise auch Ausbildungsinhalte des Kaffeeröstens.
Beispielsweise bietet das „Institut für Kaffee-Experten-Ausbildung“ an der Volkshochschule Hietzing einen Grundkurs zum Kaffee-Experten/zur Kaffee-Expertin und Weiterbildungskurse an; siehe: www.kaffee-experten.at.
Auch das Kaffee-Institut in Innsbruck bietet ein breites Aus- und Weiterbildungsprogramm: www.kaffee-institut.at
Art: Schulausbildung
Dauer: 4 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Abschlussprüfung
Berechtigungen:
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at
Landwirtschaftliche Fachschule Pyhra
Kyrnbergstraße 4
3143 Pyhra
Tel.: +43 (0)2745 / 23 93 -0
Fax: +43 (0)2745 / 23 93 -19
email: office@lfs-pyhra.ac.at
Internet: https://lfs-pyhra.ac.at/
Schwerpunkte:
Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Land- und Forstwirtschaft mit kaufmännischer Zusatzausbildung
Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement – Soziale Dienste
Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Sozialbetreuungsberufe im ländlichen Raum inkl. Einzelhandel mit Betriebs- und Haushaltsmanagement
Fachschule für Lebensmitteltechnik und Ernährung mit kaufmännischer Zusatzausbildung
Bauern- und Bäuerinnenschule (Basis- und Fachausbildung)
Art: Schulausbildung
Dauer: 5 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Reife- und Diplomprüfung (Matura)
Berechtigungen:
Info:
Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien; Vorlage des Orignals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich
Weitere Infos: https://www.agrarschulen.at/
Höhere Bundes-Lehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft, Landtechnik und Lebensmittel- und Biotechnologie Wieselburg
Schloss Weinzierl 1
3250 Wieselburg
Tel.: +43 (0)7416 524 37
email: direktion@josephinum.at
Internet: https://www.josephinum.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Landtechnik
Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft
Höhere Lehranstalt für Lebensmittel- und Biotechnologie
Höhere Lehranstalt für Informationstechnologie in der Landwirtschaft
Aufbaulehrgang der Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft
Fachhochschulstudium Agrartechnologie & Digital Farming (Bachelor) am Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt
Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt in Tirol für Landwirtschaft und Ernährung sowie Lebensmittel- und Biotechnologie
Rotholz 50
6200 Strass im Zillertal
Tel.: +43 (0)5244 / 622 62 -919
email: schule@hblfa-tirol.at
Internet: https://www.hblfa-tirol.at/
Schwerpunkte:
Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Höhere Bundeslehranstalt für Lebensmittel- und Biotechnologie
Aufbaulehrgang der Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Art: Schulausbildung
Dauer: 5 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss: Reife- und Diplomprüfung (Matura)
Berechtigungen:
Abschluss einer Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe berechtigt zur Ausübung facheinschlägiger Gewerbe und umfasst die Studienberechtigung.
Info:
Höhere Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe sind mit unterschiedlichen Fachrichtungen und verschiedenen schulautonomen Vertiefungen eingerichtet.
Unabhängig von diesen Schwerpunkten qualifiziert der Abschluss einer Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe für eine Reihe kaufmännischer und wirtschaftlicher Berufe.
Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien; Vorlage des Originals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich
Weitere Infos: https://www.hum.at
Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe Linz-Auhof
Aubrunnerweg 4
4040 Linz
Tel.: +43 (0)732 / 750 903 -0
Fax: +43 (0)732 / 750 903 -50
email: s401569@bildung.gv.at
Internet: https://www.hlwauhof.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe:
Fachschule für wirtschaftliche Berufe:
Externistenprüfung für die Berufsreifeprüfung
Art: Schulausbildung
Dauer: 3 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Abschlussprüfung
Berechtigungen:
Weitere Infos: https://www.hum.at
Höhere Bundeslehranstalt für Tourismus Krems
Langenloiser Straße 22
3500 Krems
Tel.: +43 (0)2732 / 880 -0
Fax: +43 (0)2732 / 880 -123, -222
email: office@hlfkrems.ac.at
Internet: https://www.hlfkrems.ac.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Tourismus:
Hotelfachschule:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:
Freie Gewerbe, z. B.:
Informationen zum „Freien Gewerbe“:
Freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde). Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat). br>Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
In einer Kaffeerösterei werden die unterschiedlichsten Kaffeebohnen geröstet und verarbeitet und zu Spezialitäten zusammengestellt. Bei der handwerklichen Röstung mit Trommelröster und Heißluftröster werden niedrigere Temperaturen eingesetzt als in der industriellen Verarbeitung. Der Unterschied zwischen handwerklicher Röstung und Industrieröstung liegt auch in dem Volumen der Röstung. Kaffeeröster*innen verwiegen und verpacken die gerösteten Bohnen oder vermahlen sie weiter und stellen daraus Kaffeemischungen, sogenannte „Blends“ her.
Kaffeeröster*innen beschäftigen sich ausführlich mit den unterschiedlichen Kaffeesorten, der Herkunft der Bohnen und den Aromen, die durch die Röstung erzeugt werden können. Sie entwickeln eigene Rezepturen für den Röstvorgang, aber auch für Kaffeemischungen. Zuerst kaufen sie die benötigen Mengen an Bohnen an, reinigen und wiegen diese und bereiten sie für die Röstung vor. Sie überwachen den Röstvorgang, steuern die Hitze und Dauer der Röstung und verarbeiten die gerösteten Bohnen weiter. Je nach gewünschtem Produkt wird nach bestimmten Rezepturen der Mischvorgang durchgeführt und eine Kaffeemischung hergestellt. Kaffeeröster*innen führen regelmäßige Qualitätskontrollen durch. Bei der sensorischen Prüfung der Röstergebnisse wird auf Röstprofil, Crack, Aroma und Geruch besonders geachtet.
Je nach Größe der Kaffeerösterei verkaufen Kaffeeröster*innen ihre Produkte direkt an den Endkunden, servieren in Coffee-Shops ihren Kaffee gemeinsam mit kleinen Imbissen und Gebäck oder beliefern größere Abnehmer*innen wie z. B. Kaffeehäuser, Büros (Betriebe, Unternehmen, Organisationen) oder auch Einzelhandelsbetriebe. Für ihren Beruf benötigten Kaffeeröster*innen gute Kenntnisse über Kaffee (Sorten, Güteklassen, Herkunft, Anbau), Kaffeeröstung und die Bedienung und Wartung der Kaffeeröst-Anlagen, aber auch im Kundenservice.
Kaffeeröster*innen arbeiten mit verschiedenen Kaffeebohnen (Arabica, Robusta etc.). Sie bedienen, steuern und überwachen manuelle oder halb-automatische Maschinen der Kaffeeröstung, Waagen und Verpackungsgeräte. Sie hantieren mit Handwerkzeugen, Mess- und Prüfgeräten, lesen Lebensmittelgesetze und Hygienevorschriften und führen Betriebs- und Buchhaltungsbücher. In kleinen Röstereien sind sie auch im Kundenservice tätig, nehmen Bestellungen auf und bedienen Kassensysteme.
Kaffeeröster*innen arbeiten in den Räumlichkeiten (Werkstatt, Lager, Büro) von Kaffeeröstereien und in angeschlossenen Verkaufsräumen und Coffee-Shops. Sie arbeiten häufig als Selbstständige in ihrem eigenen Betrieb sowie im Team mit Berufskolleginnen und -kollegen und Mitarbeiter*innen aus dem Service. Sie haben Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden und zu Lieferanten.
Kaffeeröster*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Neue Entwicklungen und Weiterbildungsbereiche für Kaffeeröster*innen:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Crack | das Knacken beim Aufplatzen der Bohnen während des Röstens; Fachbezeichnung in der Kaffeeröstung |
Röstprofil | Fachbezeichnung der Kaffeeröstung; Aromastoffe, Geruch, Crack einer gerösteten Kaffeebohne |