Kaffeeröster*in

Kaffeeröster*innen rösten Kaffee und Kaffeemischungen aus verschiedenen Kaffeesorten. Sie kaufen die rohen Bohnen von Lieferanten an und rösten diese nach eigenen Rezepturen. Je nach Temperatur und Röstdauer werden verschiedene Wirk- und Aromastoffe der Kaffeebohne freigesetzt. Ein Teil der gerösteten Bohnen wird anschließend vermahlen. Weiters werden aus den verschiedenen Bohnensorten sogenannte „Blends“ (Mischungen) hergestellt. Die fertigen Röstungen oder Mischungen werden gewogen und verpackt, kühl gelagert bzw. an die Kundinnen und Kunden verkauft. Viele kleine Kaffeeröster*innen führen eigene Coffee-Shops in denen sie ihren Kaffee zubereiten und oft gemeinsam mit Snacks und Gebäck anbieten. Zu ihren Kundinnen/Kunden gehören aber manchmal auch größere Abnehmer*innen wie Einzelhandelsbetriebe, Kaffeehäuser, Kantinen, Büros von Unternehmen und Organisationen.

Kaffeeröster*innen arbeiten in der Regel selbstständig im eigenen Betrieb gemeinsam mit Berufskolleginnen und -kollegen und Miterabeiter*innen im Service. Sie haben Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden und zu Lieferanten.

Sonstiger Beruf
Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

  • rohe Kaffeebohnen auswählen, bestellen, von Lieferanten annehmen
  • die Kaffeeröstung vorbereiten
  • Röstverfahren durchführen: Anlagen und Maschinen der Kaffeeröstung steuern und bedienen
  • Ausrüstung, Maschinen und Werkzeuge reinigen und warten
  • aus Kaffeebohnen verschiedene Mischungen (Blends) herstellen
  • Kaffeebohnen (ganz oder gemahlen) verwiegen, lagern und verpacken
  • Qualitätssicherung durchführen, Röstergebnisse sensorisch prüfen (Aroma, Crack)
  • Bestellungen von Kundinnen und Kunden entgegen nehmen
  • Kundinnen und Kunden beraten und informieren
  • Kaffeewaren an Kundinnen/Kunden ausliefern
  • in Coffee-Shops Kaffee zubereiten und servieren

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • guter Geruchssinn
  • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • chemisches Verständnis
  • gute Beobachtungsgabe
  • gutes Augenmaß
  • wirtschaftliches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung
  • Verhandlungsgeschick

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Geduld
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Zielstrebigkeit

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • systematische Arbeitsweise
  • unternehmerisches Denken

Der Beruf Kaffeeröster/Kaffeerösterin ist in Österreich kein geregelter Ausbildungsberuf. Kaffeeröster*innen bringen zumeist eine Ausbildung aus der Lebensmittelbranche mit, z. B. aus Gastronomie, Konditorei oder Konfiserie. Viele Kaffeeröster*innen haben einfach ihr Hobby zum Beruf gemacht.

Seminare und Lehrgänge von spezialisierten Bildungsanbietern ermöglichen einen Einstieg in die Materie. Aus- und Weiterbildungen zum/zur Barista (m./w./d.) umfassen teilweise auch Ausbildungsinhalte des Kaffeeröstens.

Beispielsweise bietet das „Institut für Kaffee-Experten-Ausbildung“ an der Volkshochschule Hietzing einen Grundkurs zum Kaffee-Experten/zur Kaffee-Expertin und Weiterbildungskurse an; siehe: www.kaffee-experten.at.
Auch das Kaffee-Institut in Innsbruck bietet ein breites Aus- und Weiterbildungsprogramm: www.kaffee-institut.at

Art: Schulausbildung

Dauer: 4 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildende höhere Schule (AHS): positiver Abschluss der achten Schulstufe
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der achten Schulstufe mit Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard AHS“ oder bei Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ mit mindestens Befriedigend in den differenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache).
    Bei Beurteilung mit „Genügend“ Aufnahmeprüfung.
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe

Abschluss:

Abschlussprüfung

Berechtigungen:

  • abgeschlossene Berufsausbildung (Facharbeiter*innenqualifikation nach Praxiszeit)
  • facheinschlägige Berechtigungen gemäß Gewerbeordnung

Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at

Adressen:

Landwirtschaftliche Fachschule Pyhra
Kyrnbergstraße 4
3143 Pyhra

Tel.: +43 (0)2745 / 23 93 -0
Fax: +43 (0)2745 / 23 93 -19
email: office@lfs-pyhra.ac.at
Internet: https://lfs-pyhra.ac.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Land- und Forstwirtschaft mit kaufmännischer Zusatzausbildung

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement – Soziale Dienste

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Sozialbetreuungsberufe im ländlichen Raum inkl. Einzelhandel mit Betriebs- und Haushaltsmanagement

Fachschule für Lebensmitteltechnik und Ernährung mit kaufmännischer Zusatzausbildung

Bauern- und Bäuerinnenschule (Basis- und Fachausbildung)


Art: Schulausbildung

Dauer: 5 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildender höhere Schule (AHS): positiver Abschluss 4. oder einer höheren Klasse
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der vierten Klasse Mittelschule bei Beurteilung aller leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gemäß dem Leistungsniveau „Standard AHS“ oder eine Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als „Gut“;
    ansonsten Aufnahmeprüfung in den schlechter beurteilten Gegenständen
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe
  • erfolgreicher Abschluss der 1. Klasse einer berufsbildenden mittleren Schule

Abschluss:

Reife- und Diplomprüfung (Matura)

Berechtigungen:

  • berechtigt zur Ausübung einschlägiger Gewerbe laut Gewerbeordnung und Ingenieurgesetz
  • Studienberechtigung
  • Anwartschaft auf die Standesbezeichnung Ingenieur*in (Zertifizierungsverfahren einschl. Fachgespräch)

Info:

Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien; Vorlage des Orignals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich

Weitere Infos: https://www.agrarschulen.at/

Adressen:

Höhere Bundes-Lehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft, Landtechnik und Lebensmittel- und Biotechnologie Wieselburg
Schloss Weinzierl 1
3250 Wieselburg

Tel.: +43 (0)7416 524 37
email: direktion@josephinum.at
Internet: https://www.josephinum.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Landtechnik

Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft

Höhere Lehranstalt für Lebensmittel- und Biotechnologie

Höhere Lehranstalt für Informationstechnologie in der Landwirtschaft

Aufbaulehrgang der Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft

Fachhochschulstudium Agrartechnologie & Digital Farming (Bachelor) am Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt


Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt in Tirol für Landwirtschaft und Ernährung sowie Lebensmittel- und Biotechnologie
Rotholz 50
6200 Strass im Zillertal

Tel.: +43 (0)5244 / 622 62 -919
email: schule@hblfa-tirol.at
Internet: https://www.hblfa-tirol.at/

Schwerpunkte:

Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Höhere Bundeslehranstalt für Lebensmittel- und Biotechnologie

Aufbaulehrgang der Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung


Art: Schulausbildung

Dauer: 5 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildende höhere Schule (AHS): positiver Abschluss der achten Schulstufe
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der vierten Klasse Mittelschule bei Beurteilung aller leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gemäß dem Leistungsniveau Standard AHS oder eine Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als „Gut“;
    ansonsten Aufnahmeprüfung in den schlechter beurteilten Gegenständen
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe

Abschluss: Reife- und Diplomprüfung (Matura)

Berechtigungen:

Abschluss einer Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe berechtigt zur Ausübung facheinschlägiger Gewerbe und umfasst die Studienberechtigung.

Info:

Höhere Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe sind mit unterschiedlichen Fachrichtungen und verschiedenen schulautonomen Vertiefungen eingerichtet.
Unabhängig von diesen Schwerpunkten qualifiziert der Abschluss einer Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe für eine Reihe kaufmännischer und wirtschaftlicher Berufe.

Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien; Vorlage des Originals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich

Weitere Infos: https://www.hum.at

Adressen:

Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe Linz-Auhof
Aubrunnerweg 4
4040 Linz

Tel.: +43 (0)732 / 750 903 -0
Fax: +43 (0)732 / 750 903 -50
email: s401569@bildung.gv.at
Internet: https://www.hlwauhof.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe:

  • Vertiefung Management und Gestaltung von Dienstleistungen (auslaufend)
  • Vertiefung Lebensmittel und Ernährung (auslaufend)
  • Vertiefung Eventmanagement und Marketing (NEU ab SJ 2025/26)
  • Vertiefung Medicine, Innovation and Health (NEU ab SJ 2025/26)

Fachschule für wirtschaftliche Berufe:

  • Vertiefung Gesundheit und Soziales (auslaufend)
  • Vertiefung Health and Lifestyle (NEU ab SJ 2025/26)
    • Externistenprüfung für die Berufsreifeprüfung


Art: Schulausbildung

Dauer: 3 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildende höhere Schule (AHS): positiver Abschluss der achten Schulstufe
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der achten Schulstufe mit Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard AHS“ oder bei Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ mit mindestens Befriedigend in den differenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache).
    Bei Beurteilung mit „Genügend“ Aufnahmeprüfung.
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe

Abschluss:

Abschlussprüfung

Berechtigungen:

  • abgeschlossene Berufsausbildung
  • facheinschlägige Berechtigungen gemäß Gewerbeordnung einschließlich Handelsgewerbe

Weitere Infos: https://www.hum.at

Adressen:

Höhere Bundeslehranstalt für Tourismus Krems
Langenloiser Straße 22
3500 Krems

Tel.: +43 (0)2732 / 880 -0
Fax: +43 (0)2732 / 880 -123, -222
email: office@hlfkrems.ac.at
Internet: https://www.hlfkrems.ac.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Tourismus:

  • Vertiefung Hotel- und Dienstleistungmanagement
  • Vertiefung Internationale Kommunikation
  • Vertiefung Eventmanagement

Hotelfachschule:

  • Ausbildungsschwerpunkt Patisserie
  • Ausbildungsschwerpunkt Kaffee

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:

Freie Gewerbe, z. B.:

  • Erzeugung von Lebensmitteln mit Ausnahme der reglementierten Nahrungsmittelerzeugung (Anmerkung: die Anbringung von Zusätzen in Klammer wie Sekterzeugung, Essigerzeugung, Erzeugung von Fruchtsäften ist möglich)
  • Gastgewerbe in der Betriebsart Verabreichung von Speisen in einfacher Art und Ausschank von nichtalkoholischen Getränken und von Bier in handelsüblichen verschlossenen Gefäßen, wenn hiebei nicht mehr als acht Verabreichungsplätze (zum Genuss von Speisen und Getränken bestimmte Plätze) bereitgestellt werden

Informationen zum „Freien Gewerbe“:
Freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde). Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:


ALLGEMEINE HINWEISE:

Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.

Weitere Informationen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Arbeitsbereiche

In einer Kaffeerösterei werden die unterschiedlichsten Kaffeebohnen geröstet und verarbeitet und zu Spezialitäten zusammengestellt. Bei der handwerklichen Röstung mit Trommelröster und Heißluftröster werden niedrigere Temperaturen eingesetzt als in der industriellen Verarbeitung. Der Unterschied zwischen handwerklicher Röstung und Industrieröstung liegt auch in dem Volumen der Röstung. Kaffeeröster*innen verwiegen und verpacken die gerösteten Bohnen oder vermahlen sie weiter und stellen daraus Kaffeemischungen, sogenannte „Blends“ her.

Kaffeeröster*innen beschäftigen sich ausführlich mit den unterschiedlichen Kaffeesorten, der Herkunft der Bohnen und den Aromen, die durch die Röstung erzeugt werden können. Sie entwickeln eigene Rezepturen für den Röstvorgang, aber auch für Kaffeemischungen. Zuerst kaufen sie die benötigen Mengen an Bohnen an, reinigen und wiegen diese und bereiten sie für die Röstung vor. Sie überwachen den Röstvorgang, steuern die Hitze und Dauer der Röstung und verarbeiten die gerösteten Bohnen weiter. Je nach gewünschtem Produkt wird nach bestimmten Rezepturen der Mischvorgang durchgeführt und eine Kaffeemischung hergestellt. Kaffeeröster*innen führen regelmäßige Qualitätskontrollen durch. Bei der sensorischen Prüfung der Röstergebnisse wird auf Röstprofil, Crack, Aroma und Geruch besonders geachtet.

Je nach Größe der Kaffeerösterei verkaufen Kaffeeröster*innen ihre Produkte direkt an den Endkunden, servieren in Coffee-Shops ihren Kaffee gemeinsam mit kleinen Imbissen und Gebäck oder beliefern größere Abnehmer*innen wie z. B. Kaffeehäuser, Büros (Betriebe, Unternehmen, Organisationen) oder auch Einzelhandelsbetriebe. Für ihren Beruf benötigten Kaffeeröster*innen gute Kenntnisse über Kaffee (Sorten, Güteklassen, Herkunft, Anbau), Kaffeeröstung und die Bedienung und Wartung der Kaffeeröst-Anlagen, aber auch im Kundenservice.

Arbeitsmittel

Kaffeeröster*innen arbeiten mit verschiedenen Kaffeebohnen (Arabica, Robusta etc.). Sie bedienen, steuern und überwachen manuelle oder halb-automatische Maschinen der Kaffeeröstung, Waagen und Verpackungsgeräte. Sie hantieren mit Handwerkzeugen, Mess- und Prüfgeräten, lesen Lebensmittelgesetze und Hygienevorschriften und führen Betriebs- und Buchhaltungsbücher. In kleinen Röstereien sind sie auch im Kundenservice tätig, nehmen Bestellungen auf und bedienen Kassensysteme.

Arbeitsumfeld

Kaffeeröster*innen arbeiten in den Räumlichkeiten (Werkstatt, Lager, Büro) von Kaffeeröstereien und in angeschlossenen Verkaufsräumen und Coffee-Shops. Sie arbeiten häufig als Selbstständige in ihrem eigenen Betrieb sowie im Team mit Berufskolleginnen und -kollegen und Mitarbeiter*innen aus dem Service. Sie haben Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden und zu Lieferanten.

  • Kaffeeröstereien (gewerbliche Klein- und Mittelbetriebe)
  • Kaffeehäuser, Coffee-Shops

Kaffeeröster*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Neue Entwicklungen und Weiterbildungsbereiche für Kaffeeröster*innen:

  • Kaffeesorten – Fair Trade, organischer Anbau
  • Produktmarketing
  • Buchhaltung, Betriebswirtschaft
  • Qualitätssicherung und Hygiene
  • Kundenbetreuung

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Crack

das Knacken beim Aufplatzen der Bohnen während des Röstens; Fachbezeichnung in der Kaffeeröstung

Röstprofil

Fachbezeichnung der Kaffeeröstung; Aromastoffe, Geruch, Crack einer gerösteten Kaffeebohne