Songwriter (m./w./d.) schreiben und komponieren Songs, beispielsweise im Genre Popmusik. Einige sind auch in der Film-, Fernseh-, Streaming- und Werbebranche tätig, wo sie an Vokalmusik für Filme und Serien (z. B. Intro für eine Kindersendung) arbeiten oder Lieder für Produktwerbungen produzieren. Sie spielen selbst mindestens ein Musikinstrument, was ihnen ermöglicht, ihre Ideen gleich umzusetzen (häufig Gitarre, Klavier). Viele Songwriter (m./w./d.) arbeiten auch mit spezieller Software zur digitalen Musikkomposition, um Rhythmus, Klang- und Stimmeffekte selbst erzeugen zu können. Teilweise setzen sie auch KI-unterstützte Anwendungen ein, z. B. für Recherchen, Text- oder Melodievorschläge usw.
Songwriter (m./w./d.) konzentrieren sich zunächst auf das Thema, die Stimmung und die Gefühle, die der Song transportieren und das Format, das der Song haben soll z. B. eine Geschichte erzählen (storytelling) oder eine Stimmung transportieren. Je nach Arbeitsweise beginnen sie gleich, oder erst nach genauer Festlegung des Themas, mit ersten Versionen von Text und Melodie. Auf Grundlage von eigenen Erfahrungen, Beobachtungen und Eindrücken finden sie zu Ideen, die sie in die Komposition (Text und/oder Musik) einfließen lassen. Oft arbeiten Songwriter (m./w./d.) mehrere Wochen lang an einem Song. Sie bearbeiten die Komposition laufend weiter und legen nach der Improvisations- und Kombinationsphase schlussendlich den Text fest. In der, je nach Arbeitsweise, zeitgleichen oder anschließenden Play-Along-Phase, am eigenen Instrument oder mit Kompositions-Software, finden sie zu Harmonie, Melodie und Rhythmus des Liedes. Dabei beachten sie die gängigen Strukturen von Songs des jeweiligen Genres (Refrain, Strophe, Bridge, Hookline) und achten darauf, alle wichtigen Elemente in die Komposition aufzunehmen. Am Ende produzieren sie selbstständig oder in einem Tonstudio eine Demo-Version des Songs, die sie meist selbst einspielen und -singen.
Je nach Arbeitsweise und Auftrag erarbeiten Songwriter (m./w./d.) den Text, während Komponist*innen die Musik schreiben, komponieren und schreiben selbst Text, Melodie, Harmonie und Rhythmus eines Songs oder unterstützen Popmusiker*innen, Instrumentalmusiker*innen oder Sänger*innen bei ihrem Songwriting. Viele Songwriter (m./w./d.) sind auch selbst Interpret*innen ihrer eigenen Songs und treten als Singer-Songwriter oder mit einer Band mit ihren eigenen Werken auf.
Songwriter (m./w./d.) arbeiten meist selbstständig. Werden sie damit beauftragt, Songs für oder zusammen mit Interpret*innen / Musiker*innen zu schreiben, müssen sie sich in deren Genre und Musikstil einarbeiten und bei der gemeinsamen Zusammenarbeit viel Empathie zeigen, um den passenden Song produzieren zu können.
Professionelle Songwriter (m./w./d.) werden von Verlagen, Künstleragent*innen oder Musikmanager*innen vertreten und pflegen ein umfangreiches Netzwerk im Musik-Geschäft, um Aufträge zu erhalten. Ihr Einkommen erhalten sie durch Auftragshonorare und Tantiemen von Verwertungsgesellschaften (Urheberrecht).
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
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Audio-Tool | Audio-Tools (aus dem Englischen: Audio = Ton, Tool = Werkzeug) sind Computerprogramme zur Bearbeitung von Tonmaterialien, wie z. B. Studioaufnahmen von Konzerten, Livemitschnitten, Aufnahmen von Interviews, Diskussionen, Vorträgen und dergleichen. |
Bridge | (engl. Brücke) ist eine Überleitung oder ein Zwischenspiel zwischen den Strophen und dem Refrain eines Liedes, Musikstücks oder Popsongs. Die Bridge ist meistens ausschließlich instrumental und soll sich harmonisch und melodisch vom restlichen Stück abheben, um für Abwechslung beim Hören zu sorgen. |
Hookline | Ein Hookline (engl: hook = Haken, Line = Zeile) bezeichnet eine Melodie, eine Textstelle und/oder Gesangsart, die ein Lied, einen Popsong oder ein Instrumentalstück besonders prägt und den Wiedererkennungswert ausmacht. Die Hookline ist meistens im Refrain eingebaut. |
Refrain | Als Refrain (engl. Chorus) bezeichnet man den Hauptteil eines Musikstücks, Lieds oder Popsongs der sich mehrmals wiederholt. Zwischen dem Refrain stehen die Strophen und die Bridge. In den Refrain ist meistens die Hookline eingebaut. |
Strophe | Als Strophe bezeichnet man jenen Teil eines Musikstücks, Lieds oder Popsongs der die Geschichte bzw. das Thema transportiert. Der Text wird in kurzen Sätzen und Wortfolgen, in Versen oder Reimen gesungen. Die Melodie der Strophe ist anders als beim Refrain, der sich mit den Strophen abwechselt. |
Tantiemen | Tantiemen erhalten Künstler*innen für die Verwendung ihres Werkes. z. B. Schrifsteller*innen, Musiker*innen, Songwriter (m./w./d.). Die Tantiemen werden von Verwertungsgesellschaften ausbezahlt. |
Urheberrecht | Das Urheberrecht legt fest, wie künstlerische bzw. kreative Werke z. B. Texte, Videos/Filme, Fotos, Musik verwendet werden dürfen. Urheber*innen dieser Werke können anderen Personen ein sogenanntes Verwertungsrecht geben, d. h. die Zustimmung, dass das Werk für eigene Zwecke (z. B. als Hintergrundmusik für einen Film) verwendet werden darf. Bevor kreative Produkte für eigene Zwecke verwendet werden z. B. für ein Video, einen Zeitungsartikel, ein Werbeprospekt oder einen Blogbeitrag, sollte unbedingt geklärt werden, ob der/die Urheber*in damit einverstanden ist bzw. unter welcher Lizenz (freie Verwendung, Verwendung unter bestimmten Bedingungen, Verwendung nur mit Bezahlung) das künstlerische bzw. kreative Werk steht. Urheber*innen können ansonsten Schadenersatz verlangen. Der/Die Urheber*in muss bei Verwendung immer angegeben werden. Das Urheberrecht gilt übrigens auch für Software und Computerprogramme. |