Musikproduzent*in

Musikproduzent*innen haben einen der vielfältigsten Berufe im Musikgeschäft. Selbst oft als DJs oder Musiker*innen aktiv, verfügen sie über umfangreiches musikalisches Wissen und Gespür für Sounds, Klänge und Stimmungen. Gleichzeitig haben sie umfangreiche technische Kenntnisse über die Möglichkeiten von Aufnahme und Bearbeitung von Musik und kennen die Trends vieler Musikgenres genau.

Musikproduzent*innen sind das künstlerische Bindeglied zwischen Musiker*innen und dem Musiklabel und haben dabei einerseits den künstlerischen Produktionsprozess im Auge und beachten andererseits die Wünsche des Labels, Musik zu produzieren, die auch kommerziell erfolgreich ist. Sie arbeiten dabei direkt mit den Musiker*innen, Bands und Ensembles zusammen. Sie unterstützen die Musiker*innen in Tonstudios und Proberäumen bei Produktion und Aufnahme und sind gegenüber dem Musiklabel für die Produktionskosten und das Endprodukt (Song, Album) verantwortlich.

Akademischer Beruf
Hauptberuf

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gute Stimme
  • gutes Hörvermögen
  • Lärmunempfindlichkeit

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Datensicherheit und Datenschutz
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • gestalterische Fähigkeit
  • gute Beobachtungsgabe
  • kaufmännisches Verständnis
  • Kunstverständnis
  • Rhythmikgefühl

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Aufgeschlossenheit
  • Bereitschaft zum Zuhören
  • Einfühlungsvermögen
  • Führungsfähigkeit (Leadership)
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kompromissbereitschaft
  • Kontaktfreude
  • Kritikfähigkeit
  • Kund*innenorientierung
  • Motivationsfähigkeit

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Geduld
  • Musikalität
  • Verschwiegenheit / Diskretion

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Mobilität (wechselnde Arbeitsorte)
  • Reisebereitschaft

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • interdisziplinäres Denken
  • komplexes / vernetztes Denken
  • Koordinationsfähigkeit
  • Kreativität
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Umgang mit sozialen Medien

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung besteht unter anderem durch:

Freies Gewerbe:

  • Ton- und Musikproduktion

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:


ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

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Akustik

Die Lehre vom Schall, von den Tönen; Klangwirkung.

Beat

Als Beat (engl. Taktschlag) wird der Rhythmus eines Musikstücks oder Songs bezeichnet. Neben Schlagzeuger*innen und Percussionst*innen können auch DJs (m./w./d.) oder Musikprodukzent*innen Beats aus Samples oder digital erzeugen.

Break

Der Break (engl. für Pause, Bruch, Lücke, Wechsel) bezeichnet ein Element in der Musik (v. a. im Hip Hop, dem Jazz, der elektronischen Musik und der Popmusik) das einen Bruch oder Wechsel in der Melodie, der Harmonie oder dem Rhythmus herbeiführt. Ein Break kann auch ein Zwischensolo sein, wird aber ganz unterschiedlich umgesetzt, wichtig ist das Element des Wechsels, der Pause bzw. der kurzen Lücke im Song oder im Takt. Meistens ist mit Break im Hip Hop, im Jazz und der elektronischen Musik ein Rhythmus gemeint der innerhalb eines oder mehrere Takte wechselt, durch einen abweichenden Anschlag hervorsticht, etc. Dort werden Breaks auch aneinandergereiht und dann als Beats bzw. Breakbeats bezeichnet.

Bridge

(engl. Brücke) ist eine Überleitung oder ein Zwischenspiel zwischen den Strophen und dem Refrain eines Liedes, Musikstücks oder Popsongs. Die Bridge ist meistens ausschließlich instrumental und soll sich harmonisch und melodisch vom restlichen Stück abheben, um für Abwechslung beim Hören zu sorgen.

Gage

Als Gage bezeichnet man das Honorar das Künstler*innen, Musiker*innen, Fotomodels, Schauspieler*innen, DJs, etc. für ihre künstlerische Leistung erhalten. Eine Gage wird im Vorfeld vertraglich festgelegt und nach dem Auftritt, Konzert, Schauspiel, etc. ausbezahlt.

Hookline

Ein Hookline (engl: hook = Haken, Line = Zeile) bezeichnet eine Melodie, eine Textstelle und/oder Gesangsart, die ein Lied, einen Popsong oder ein Instrumentalstück besonders prägt und den Wiedererkennungswert ausmacht. Die Hookline ist meistens im Refrain eingebaut.

Mastering

Als Mastering bezeichnet man den letzten Schritt in der Musikproduktion. Nach der Aufnahme und dem Mischen können im Mastering noch Klangqualität und Effekte bearbeitet werden bevor das endgültige Mastering erstellt wird, das die Grundlage für die CD- oder Schallplattenproduktion ist.

Refrain

Als Refrain (engl. Chorus) bezeichnet man den Hauptteil eines Musikstücks, Lieds oder Popsongs der sich mehrmals wiederholt. Zwischen dem Refrain stehen die Strophen und die Bridge. In den Refrain ist meistens die Hookline eingebaut.

Sample

(engl. für Stichprobe, Ausschnitt, Muster, Warenprobe) bezeichnet:

  • in der Meinungsforschung und Statistik: eine Personengruppe die eine bestimmte Gesellschaftsgruppe präsentiert (Stichprobe)
  • in der Wirtschaft: ein Muster, eine Probe eines Produktes
  • in der Musik: einen Tonausschnitt eines Liedes der wiederum in ein neues integriert wird. Sampling ist das Zusammenstellen von Musik mit Teilen (Samples) von anderer Musik und hat seinen Ursprung im Hip Hop, wo es heute noch am meisten vorkommt. Es ist aber mittlerweile überall in der Popmusik verbreitet.

Strophe

Als Strophe bezeichnet man jenen Teil eines Musikstücks, Lieds oder Popsongs der die Geschichte bzw. das Thema transportiert. Der Text wird in kurzen Sätzen und Wortfolgen, in Versen oder Reimen gesungen. Die Melodie der Strophe ist anders als beim Refrain, der sich mit den Strophen abwechselt.

Urheberrecht

Das Urheberrecht legt fest, wie künstlerische bzw. kreative Werke z. B. Texte, Videos/Filme, Fotos, Musik verwendet werden dürfen. Urheber*innen dieser Werke können anderen Personen ein sogenanntes Verwertungsrecht geben, d. h. die Zustimmung, dass das Werk für eigene Zwecke (z. B. als Hintergrundmusik für einen Film) verwendet werden darf. Bevor kreative Produkte für eigene Zwecke verwendet werden z. B. für ein Video, einen Zeitungsartikel, ein Werbeprospekt oder einen Blogbeitrag, sollte unbedingt geklärt werden, ob der/die Urheber*in damit einverstanden ist bzw. unter welcher Lizenz (freie Verwendung, Verwendung unter bestimmten Bedingungen, Verwendung nur mit Bezahlung) das künstlerische bzw. kreative Werk steht. Urheber*innen können ansonsten Schadenersatz verlangen. Der/Die Urheber*in muss bei Verwendung immer angegeben werden.

Das Urheberrecht gilt übrigens auch für Software und Computerprogramme.