Optotechniker*in

Optotechniker*innen arbeiten im Bereich der Bildverarbeitung- und Messtechnik an der Entwicklung und Konstruktion von optischen Geräten und optotechnischen Systemen, z. B. kameragestütztes Fahren, 3D-Bildtechnik, hochempfindliche Linsen oder LED-Leuchtsysteme.

Optotechniker*innen haben eine Ausbildung mit Schwerpunkt Elektrotechnik, Physik oder technische Informatik und arbeiten in Betrieben, die sich auf die Herstellung von optotechnischen Geräten (z. B. Messtechnik, medizintechnische Geräte) spezialisiert haben sowie in den Abteilungen für Forschung und Entwicklung von Betrieben, die hochspezialisierte technische Lösungen (z. B. Robotik, intelligentes Fahren) anbieten.

Sie arbeiten eng mit Spezialist*innen aus den Bereichen Konstruktion und Fertigung sowie Softwareentwicklung und Elektrotechnik zusammen und benötigen für ihre Tätigkeit ein hohes technisches Verständnis, interdisziplinäres Denken und Kreativität, um optotechnische Lösungen umsetzen zu können.

Beruf mit schulischer (Fach-)ausbildung
Hauptberuf

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Farbsehen
  • Fingerfertigkeit

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • gute Beobachtungsgabe
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • mathematisches Verständnis
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Aufgeschlossenheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kritikfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Geduld
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • komplexes / vernetztes Denken
  • Kreativität
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist abhängig von der konkreten Vorqualifikation der Optotechniker*innen. Möglichkeiten bestehen beispielsweise im Rahmen folgender reglementierter Gewerbe und Handwerke:

a) Rechtskraftgewerbe:

  • Elektrotechnik, BGBl. II Nr. 41/2003 (Novelle Art. 10 BGBl. II Nr. 399/2008)

b) Reglementierte Gewerbe/Handwerke:

  • Ingenieurbüros (Beratende Ingenieure), BGBl. II Nr. 89/2003 (Novelle mit Art. 58 BGBl. II Nr. 399/2008)
  • Mechatroniker für Elektromaschinenbau und Automatisierung, BGBl. II Nr. 69/2003 (Novelle mit Art. 31 BGBl. II Nr. 399/2008)
  • Mechatroniker für Elektronik, BGBl. II Nr. 69/2003 (Novelle mit Art. 31 BGBl. II Nr. 399/2008)
  • Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik, BGBl. II Nr. 69/2003 (Novelle mit Art. 31 BGBl. II Nr. 399/2008)
  • Kommunikationselektronik, BGBl. II Nr. 62/2003 (Novelle mit Art. 25 BGBl. II Nr. 399/2008)

Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Rechtskraftgewerbe sind reglementierte Gewerbe, bei denen die Zuverlässigkeit des Gewerbeanmelders/der Gewerbeanmelderin durch die Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde bzw. Magistrat) geprüft und festgestellt wird.

Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe.

ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

CAD

Abkürzung für "Computer Aided Design" (computerunterstütztes Design): Computerprogramme für Planung, Entwurf und Konstruktion. Zeichnungen und räumliche Darstellungen von geometrischen Formen und Modellen können von allen Seiten und aus allen Perspektiven gezeigt werden (3-D-Darstellungen). CAD beinhaltet Berechnungsanwendungen, Informationsbereitstellung, automatisiertes Zeichnen und rechnerunterstützten Entwurf.

CAE

Abkürzung für "Computer Aided Engineering". Dieser Fachbegriff bezeichnet alle computerunterstützten Konstruktions-, Planungs- und Produktionsverfahren. Dazu gehören:

  • CAP (Computer Aided Planing) für die Arbeitsplanung und -vorbereitung
  • CAD (Computer Aided Design) für Entwurf, Konstruktion und Berechnung
  • CAM (Computer Aided Manufacturing) für Fertigungssteuerung, Produktion
  • CAQ (Computer Aided Quality) für Qualitätssicherung
  • CAT (Computer Aided Testing) für Testverfahren

CAM

Abkürzung für "Computer Aided Manufacturing" (Computerunterstützte Produktion).

CAP

Abkürzung für "Computer Aided Planning" = computerunterstützte Fertigungsplanung. CAP umfasst die Planung von Fertigungsprozessen, die Berechnung von Material-, Maschinen- und Arbeitskräfteeinsatz und dergleichen.

CAQ

Abkürzung für "Computer Aided Quality Assurance" = die computerunterstützte Qualitätssicherung und -kontrolle der in einem Unternehmen eingesetzten Rohstoffe, Materialien, Halb- und Fertigprodukte, aber auch von betrieblichen Prozessen.

Digitaler Zwilling

Als digitalen Zwilling (engl. digital Twin) wird die Möglichkeit bezeichnet mittels spezieller Software Konstruktionen, Designs, Produktionsabläufe oder Fertigungsstraßen exakt (wie einen Zwilling) digital abzubilden. In diese Abbildung können sowohl die Daten von bestehenden Materialien, Dingen oder Konstruktionen einfließen, als auch von zukünftigen (in Planung). Mit einem digitalen Zwilling können verschiedene Abläufe und Szenarien erstellt werden. Sie helfen dabei Produkte, Fertigungsabläufe oder Designs zu erstellen bzw. weiterzuentwickeln, ohne zuerst aufwändige Modelle bauen zu müssen. Mit einem digitalen Zwilling können somit verschiedene Varianten digital ausprobiert oder auch Störungen vorausgesehen werden.

Digitaltechnik

Die Umsetzung von Analogtechnik (Messungen von Licht- oder Schallwellen, elektrischen Schwingungen etc.) in digitale Computertechnik. Digitaltechnik wird vorwiegend in den Bereichen Film, Musik, Fotografie und Fernsehen eingesetzt. Insgesamt Umstellung von ehemals analogen Medien in Digitale (z. B. vom LP auf CD, von Video auf DVD usw.).

Dioptrie

Fachbegriff der Augenheilkunde: Maßeinheit für Sehkraft bzw. für Sehschwäche.

Laser

Ein Gerät zur Verstärkung und Bündelung von Licht einer bestimmten Wellenlänge (Laserstrahl).

Lasertechnik

Laser ist ein Gerät zur Verstärkung und Bündelung von Licht einer bestimmten Wellenlänge (Laserstrahl). Man unterscheidet zwischen Plasmalasern (Argon-Ionen-Laser), Dampflaser (Kupferdampf), Flüssigkeitslasern (Farbstoff), Festkörperlasern (Rubin) und Halbleiterlasern (Laserdioden). Die Lasertechnologie ist eine Schlüsseltechnologie, die in allen Industriezweigen der Branchen Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Feinmechanik, Optik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik oder Medizintechnik einen rasanten Einzug gehalten hat.

Lichtgeschwindigkeit

Die Geschwindigkeit, mit der sich elektromagnetische Wellen aller Wellenlängen (auch das Licht) im Vakuum ausbreiten. Ihr genauer Wert beträgt 299.792,458 km/s. Die Lichtgeschwindigkeit ist eine wichtige Naturkonstante. Sie ist die größtmögliche Geschwindigkeit für die Ausbreitung physikalischer Wellen und Signale im Raum. Die erste Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit gelang dem dänischen Astronomen Ole Römer im Jahr 1675 aufgrund der Verfinsterungszeiten der vier größten Jupitermonde.

Lichtstärke

Eine Lichtquelle gibt nicht in alle Richtungen den gleichen Lichtstrom ab. Dies ist einerseits durch die Bauform des Leuchtmittels (z. B. Scheinwerfer) und andererseits durch die Form der Lichtlenkung innerhalb einer Leuchte gegeben. Die Lichtstärke ist eine Bezeichnung für die räumliche Verteilung des Lichtstroms.

Lichtstrom

Der Lichtstrom (Abkürzung: F) beschreibt die gesamte Lichtleistung, die von einer Lichtquelle abgegeben wird. Der Lichtstrom (F) wird in in sogenannten Lumen (lm) gemessen.

maschinelles Sehen

Können intelligente Maschinen bzw. Computer mithilfe der entsprechenden Hard- und Software Oberflächen (2D) und Umgebungen (3D) erkennen und abbilden spricht man von "maschinellem Sehen". Anwendungsbereiche sind:

  • Werkstoff-, Form- und Maßprüfung
  • Produktkontrolle
  • Qualitätskontrolle
  • Medizintechnik
  • Robotersehen
  • Berührungslose Vermessung

Optik

Die Wissenschaft vom Licht, seiner Entstehung, seiner Ausbreitung und seiner Wahrnehmung.

Optischer Richtfunk

auch "Laserlink" oder "optische Freiraumkommunikation" (engl: free-space optical communication) genannt bezeichnet eine Technik, die es ermöglicht Daten mittels Licht zu übertragen. Die Technologie macht es möglich Sprach- oder Videosignale kabellos zu senden und zu empfangen und wird z. B. in der Satellitenkommunikation genützt.

Remote Sensoring

Eine Technik im Vermessungswesen. Die Fernerkundung und Vermessung der Erde über Satelliten vom Weltall aus.

Robotik

Als Robotik wird das Themengebiet bezeichnet, das sich mit allen Aspekten der Robotertechnik beschäftigt - von der Entwicklung und dem zum Design, bis zur Steuerung, der Produktion und dem Betrieb von Robotern.

Disziplinen, die sich mit Robotik beschäftigen sind z. B. Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik. Roboter werden z. B. für Produktionstätigkeiten (z. B. Schrauben, Heben) oder für Serviceleistungen (z. B. Reinigen) gebaut.

Scanner

Ein Scanner ist ein Gerät, das alle in einer Vorlage (Schriftstück, Fotos) enthaltenen Informationen in elektrische Impulse umwandelt, die anschließend vom Computer weiterverarbeitet werden können.

Sensortechnik

Ein Teilgebiet der Signal-, Regel- und Messtechnik. Über elektronische Signalmesser werden bestimmte physikalische Größen, wie z. B. Temperatur, Druck, Lichtstärke usw. registriert und umgewandelt.

Telematik

Telematik ist ein Mischbegriff aus TELEkommunikation und InforMATIK und wird im Bereich der Nachrichtentechnik eingesetzt, vor allem für Sprach-, Daten- und Stand-/Bewegt-Bild-Übertragungstechniken.