Influencer-Marketing (von engl. to influence: beeinflussen) ist eine neue Form des Marketings, die in sozialen Netzwerken wie z. B. Instagram, TikTok, Youtube, X oder Facebook ausgeübt wird. Influencer (m./w./d.) ist eine Tätigkeitsbezeichnung für jene Personen, die diese Art von Marketing professionell ausüben.
Influencer (m./w./d.) arbeiten eigenständig/freiberuflich und/oder im Auftrag von Unternehmen. Sie bewerben Produkte wie Smartphones und Tablets, Sportgeräte, Haushalts- oder Küchengeräte, Bekleidung etc., ganze Unternehmen/Organisationen oder auch bestimmte Initiativen, Projekte und Aktionen, indem sie Videos, Fotos, Textbeiträge, Erfahrungsberichte im Internet posten oder Blogs und Diskussionsforen führen. Manchmal halten sie auch Webinare (Online-Seminare) ab. Sie achten auf eine starke Präsenz im Internet und versuchen so viele Follower wie möglich aufzubauen.
Neben hauptberuflichen Influencern (m./w./d.) buchen Unternehmen oft auch Prominente (Celebrities) aus Film, Sport, Kunst oder Wissenschaft als Influencer (m./w./d.) in sozialen Netzwerken. Dabei nutzen Unternehmen den hohen Bekanntheitsgrad und Einfluss, den diese berühmten Personen auf die breite Masse und damit auf potenzielle Käufer*innen oder Interessierte ausüben.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Bei einer selbstständigen Berufsausübung im Bereich Social Media muss immer geklärt werden, ob es sich um eine freiberufliche Tätigkeit als „neue*r Selbstständige*r“ handelt oder um eine gewerbliche Tätigkeit. Die Abgrenzung ist dabei manchmal nicht ganz eindeutig und im Zweifelsfall sollte eine Beratung z. B. beim Gründerservice der Wirtschaftskammer in Anspruch genommen werden. Handelt es sich beispielsweise um eine künstlerische, journalistische Tätigkeit liegt kein Gewerbe vor, sondern neue Selbstständigkeit. Geht die Tätigkeit eher z. B. in Richtung Marketing/Werbung liegt vermutliche ein Gewerbe vor und es gibt andere Meldepflichten.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
a) freiberufliche Tätigkeit / neue Selbstständigkeit:
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist/Journalistin, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
In jedem Fall muss die Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit aber der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt gemeldet werden.
b) Freies Gewerbe:
abhängig von der konkreten Tätigkeit z. B.
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
c) Reglementiertes Gewerbe:
Denkbar wäre auch, dass die Tätigkeit unter ein reglementiertes Gewerbe fällt.
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Content-Marketing | Content-Marketing ist eine Form des Marketing, das den Schwerpunkt auf den Content (= Inhalt) legt. Im Gegensatz zu klassischen Werbestrategien (z. B. Printprodukte, Inserate, Werbespots) werden die Werbeinhalte beim Content-Marketing über Social Media, Blogs, Unternehmenswebsites, aber auch über Videos, Webinare oder Newsletter verbreitet. Diese Inhalte sollen die Kund*innen informieren, unterhalten, Vertrauen aufbauen und die Meinung bzw. Kaufentscheidung beeinflussen. Sie sind oft locker und unterhaltsam aufbereitet (z. B. Form von persönlichen Geschichten) und nützen einen Mix aus verschiedenen Medien (Fotos, Videos, Text). |
Follower | Follower (engl. follow = folgen) sind Personen, die ausgewählte Inhalte im Internet z. B. auf Social Media-Anwendungen (Facebook, Twitter, Instagram), Blogs oder auf Youtube mitverfolgen. Software-Funktionen auf den Social Media-Plattformen oder Blogs machen es möglich, dass z. B. durch abonnieren eines Newsfeeds, einer Seite, eines Kanals oder eines Profils, die Nutzer*innen immer über die neuesten Ereignisse informiert werden. |
Influencer-Marketing | Influencer-Marketing nutzt das Prinzip der "Mundpropaganda", um bestimmte Marken oder Produkte gut zu positionieren, die Kundenbindung zu erhöhen, neue Produkte auf dem Markt einzuführen oder den Produktabsatz zu steigern. Die Werbestrategien werden nicht direkt, sondern indirekt über sogenannte "Einflussnehmer" (Influencer (m./w./d.)) und über ihre Informationskanäle (Blogs, Social Media) umgesetzt. Sie präsentieren und empfehlen Produkte, die für ihr Zielpublikum interessant sein könnten (z. B. ein neues Smartphone auf einem Technik-Blog) und beeinflussen so die Kaufentscheidungen ihrer Zielgruppe. |
Product Placement | Mit Product Placement (Englisch für Produktplazierung) wird in allen Medienformen als Werbe- und Finanzierungsmittel genutzt. Hersteller von bestimmten Produkten bezahlen an z. B. Produktionsfirmen einen gewissen Betrag, als Gegenleistung wird das Produkt im Film gezeigt. In den letzten Jahren wird Produkt Placement vermehrt für Marketingmaßnahmen im Social Media-Bereich angewendet, wenn z. B. Youtuber (m./w.) sich mit dem Getränk eines bestimmten Getränkeherstellers zeigen oder Instagrammer (m./w.) sich mit einer bestimmten Tasche fotografieren lassen. Produkt Placement kann auch als "Schleichwerbung" gesehen werden, wenn nicht darauf hingewiesen wird, dass hier geworben wird. |
Snapchat | Snapchat ist eine im Jahr 2011 veröffentliche Social Media-App, die ihren NutzerInnen das Teilen von Fotos und Videos ermöglicht. Im Gegensatz zu vergleichbaren Apps (z. B. Instagram, Facebook) können NutzerInnen jedoch festlegen, wie lange ihr "Snap" angezeigt wird (z. B. max. 10 Sekunden) bevor er wieder gelöscht wird. So wie Instagram bietet auch Snapchat verschiedene Filter und Editier-Funktionen für Fotos und Videos an. |
Social-Media-Marketing | Social-Media-Marketing ist ein Begriff aus dem Marketing und Management. Er beschreibt Strategien und Taktiken, mit denen z. B. Unternehmen, Parteien oder Non-Profit Organisationen soziale Medien nutzen um KundInnen zu erreichen. Social-Media-Plattformen wie Facebook und X haben im Social-Media-Marketing eine hohe Relevanz. |
Thumbnail | (engl: Vorschaubild) ist jenes Standbild, das bei Videoplattformen wie z. B. Youtube in der Auswahlansicht als Vorschau für das Video angezeigt wird. Die richtige Gestaltung des Thumbnails beeinflusst, wie oft ein Video aufgerufen wird und so ist es das Ziel eines guten Thumbnails, den Videoinhalt möglichst attraktiv darzustellen. |
Usernet | Als Usernet bezeichnet man einen Verbund von Internet-Servern, die für die Vernetzung und den Informationsaustausch von Newsgroups eingerichtet werden. Newsgroups sind Diskussions- und Informationsforen zu bestimmten Themen. |
Video-Tool | Video-Tools (Tool ist engl. für Werkzeug) sind Computerprogramme zur Bearbeitung von Videomaterial, z. B. für analogen oder digitalen Videoschnitt, weiters für Effekte wie Überblendungen, Schriften, Schattierungen usw. |
Web-Publishing | bezeichnet elektronische Publikationen (Online-Publikationen, Netzpublikationen), die über das Internet angeboten werden. Beispiele sind E-Mail-Newsletter, Elektronische Zeitschriften, Wikis, Weblogs, E-Books oder auch Datenbanken und allgemein Webseiten. |
Webinar | Ein Webinar (Kombination aus den Wörtern "World Wide Web" und "Seminar") ist ein neues Format der Wissensvermittlung bei dem Vorträge, Kurse oder Vorlesungen live mittels Videotelefonie gehalten und "besucht" werden. In den meisten Fällen ist die Kommunikation interaktiv und so können die Teilnehmer*innen, so wie in einem herkömmlichen Seminar, Fragen stellen oder kommentieren. Webinare machen es möglich, dass Teilnehmer*innen aus aller Welt ein Seminar oder einen Vortrag "besuchen" können. |