Medienfachmann / Medienfachfrau – Online-Marketing (Lehrberuf)

Medienfachleute mit Schwerpunkt Online-Marketing kümmern sich um die Onlinepräsenz sowie das Online-Marketing und Online-Werbekampagnen von Unternehmen, Institutionen oder Veranstaltungen.

In Absprache mit ihren Kund*innen definieren sie Zielgruppen, Inhalte und Strategien für Websites, Newsletter, Corporate Blogs und Social-Media-Plattformen. Sie stellen Inhalte zusammen, betreuen die Website-Inhalte, erstellen und verschicken Newsletter, planen und entwickeln die Social-Media-Auftritte und schalten Online-Werbung. Sie überprüfen laufend den Erfolg der Maßnahmen mittels Monitoring- und Analysetools und erstellen Reports und Auswertungen.

Medienfachleute mit Schwerpunkt Online-Marketing müssen sich laufend über neue Trends bezüglich Social-Media-Plattformen, Influencer-Netzwerken, Website-Usability und anderer Tools informieren, um am neuesten Stand zu bleiben und arbeiten eng zusammen mit ihren Kund*innen sowie Berufskolleg*innen aus den Bereichen Marketing, Kommunikation, Web-Publishing und Grafik.

Lehrberuf
Hauptberuf
Lehrzeit:
3 Jahre

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Kund*innen beraten und Wünsche und Vorstellungen einholen
  • Zielgruppen bestimmen, Grafiken, Logos (Corporate Design) einholen
  • Content und Online-Kanäle recherchieren
  • an Konzept, Projektplan und Kalkulation mitarbeiten
  • Online-Marketingplan präsentieren und mit Kund*innen abstimmen
  • Websites betreuen und Usability bzw. Accessibility berücksichtigen
  • Maßnahmen zu Suchmaschinenwerbung (SEA) und Suchmaschinenoptimierung (SEO) umsetzen
  • E-Mail-Marketing-Kampagnen (Newsletter) umsetzen
  • Social-Media-Auftritte der Kund*innen betreuen
  • Werbeeinschaltungen auf Online- und Social-Media-Plattformen schalten
  • Online-Marketing- und Werbemaßnahmen beobachten, analysieren und dokumentieren
  • Mentions sammeln und Reports auswerten
  • Online-Marketing-Strategien laufend weiterentwickeln und optimieren

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gutes Sehvermögen (viel Lesen bzw. Arbeiten am Computer)

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung generativer künstlicher Intelligenz (KI)
  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • gestalterische Fähigkeit
  • gute Allgemeinbildung
  • gute Deutschkenntnisse
  • kaufmännisches Verständnis
  • Präsentationsfähigkeit
  • Repräsentationsvermögen
  • schriftliches Ausdrucksvermögen

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Einfühlungsvermögen
  • interkulturelle Kompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Freundlichkeit
  • Selbstorganisation
  • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein
  • Verschwiegenheit / Diskretion

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Informationsrecherche und Wissensmanagement
  • interdisziplinäres Denken
  • Kreativität
  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Umgang mit sozialen Medien

Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.

Und so geht es:

Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.

Wie funktioniert die Vorbereitung?

Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.

Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.

Link: Häufig gestellte Fragen!

WKO-Bildungspfade:

Die WKO-Bildungspfade geben dir einen Überblick über durchgängige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen am Beispiel der WKO Bildungsangebote. Der Bildungspfad Berufsreifeprüfung steht in allen Lehrberufen offen:

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:

Freies Gewerbe:

  • Werbeagentur
  • Werbearchitekt
  • Werbegrafik-Designer
  • Werbemittelverteiler
  • Public Relations-Berater (PR-Berater)
  • Werbetexter
  • Werbungsvertreter
  • Adressverlage und Direktmarketingunternehmen
  • Markt- und Meinungsforscher
  • Multimedia-Agentur

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:


ALLGEMEINE HINWEISE:

Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.

Weitere Informationen und Kontakte:

Verwandte Lehrberufe

Durch die Verwandtschaftsregelung wird die Ausbildung in einem Lehrberuf auf Teile der Lehrzeit in anderen (verwandten) Lehrberufen angerechnet. Dadurch verkürzt sich die Lehrzeit bei der Ausbildung in einem weiteren Lehrberuf (oder auch beim Wechsel auf einen verwandten Lehrberuf). In manchen Fällen wird die Lehrzeit und die Lehrabschlussprüfung auch vollkommen ersetzt.

Bei folgenden verwandten Lehrberufen verkürzt sich die Lehrzeit im Ausmaß der angegebenen Lehrjahre. (Beispiel: Der Eintrag „1. voll“ bedeutet z. B., dass sich die Lehrzeit im verwandten Lehrberuf um ein Jahr verkürzt.)

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Arbeitsbereiche

Medienfachleute mit Schwerpunkt Online-Marketing betreuen sämtliche Online-Tools von Unternehmen, Institutionen oder Veranstaltungen, die für Marketing und Werbung verwendet werden können – von der Website und dem Suchmaschinenmarketing bis zu E-Mail-Marketing (Newsletter) und relevanten Social-Media-Plattformen.

Mit ihren Kund*innen definieren sie Ziel, Inhalte und die Zielgruppe der Online-Marketing-Maßnahmen. Sie recherchieren Content und Möglichkeiten, beraten gemeinsam mit Berufskolleg*innen ihre Kund*innen und entwickeln Konzepte, Zeitpläne und Kalkulationen. Dabei beachten sie die bereits vorhandenen Grafiken und Materialien (Corporate Identity, Corporate Design). In Abstimmung mit den Kund*innen setzten sie die Maßnahmen und Kampagnen um: sie betreuen den Website-Content, bereiten Texte und Bilder auf, achten dabei auf Usability, User Experience und Accessibility und setzen Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) (z. B. mittels SEO- Plugin, Key Word Marketing, Suchmaschinenwerbung (SEA)) um. Sie planen E-Mail-Marketing-Maßnahmen, entwickeln das Layout, legen die Inhalte fest und erstellen und verschicken Newsletter mittels Content Management System (CMS). Medienfachleute mit Schwerpunkt Online-Marketing planen und betreuen die Social-Media-Auftritte ihrer Kund*innen, schalten Werbung und entwickeln die Social-Media-Strategie laufend weiter.

Mittels Analyse- und Monitoring-Tools messen Medienfachleute mit Schwerpunkt Online-Marketing laufend den Erfolg der Online-Marketing-Maßnahmen und dokumentieren sie. Sie sammeln Mentions (Erwähnungen), werten Reports aus und entwickeln Optimierungsmöglichkeiten.

Medienfachleute mit Schwerpunkt Online-Marketing arbeiten eng mit Berufskolleg*innen aus den Bereichen Marketing und Kommunikation, sowie (Web)Publishing und Grafik zusammen und haben viel Kontakt zu ihren Kund*innen. Möglichkeiten und Trends im Online-Marketing verändern sich laufend, weshalb Medienkaufleute mit Schwerpunkt Online-Marketing ihr Wissen immer auf dem aktuellen Stand halten müssen.

Arbeitsmittel

Medienfachleute mit Schwerpunkt Online-Marketing arbeiten an Computern und Laptops sowie mit verschiedenen Geräten der EDV- und Kommunikationstechnik (Drucker, Scanner und Kopiergeräte) sowie mit Tablets und Smartphones. Dabei bedienen sie die Content Management System (CMS) von Websites und Newslettern sowie Apps (App – Applikation) von Social-Media-Plattformen und verwenden einfache Grafik-Programme zur Bildbearbeitung. Für Präsentationen verwenden sie Präsentationssoftware, Beamer, Laptops, Tablets, Flipcharts, Videos usw.

Arbeitsumfeld

Medienfachleute mit Schwerpunkt Online-Marketing arbeiten in Büros zusammen mit Berufskolleg*innen und haben Kontakt zu ihren Kund*innen. Je nach Auftrag arbeiten sie zusammen mit Berufskolleg*innen und Expert*innen mit den Schwerpunkten Grafik und Web-Publishing (z. B. Medienfachmann / Medienfachfrau – Grafik, Print, Publishing und audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation) (Lehrberuf), Grafikdesigner*in, Medienfachmann / Medienfachfrau – Webdevelopment und audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation) (Lehrberuf), Webdesigner*in) sowie mit Onlineredakteur*innen, Content Manager*innen, Werbetexter*innen. Die Online-Marketing-Strategien stimmen sie mit Spezialist*innen in Marketing, Werbung und Kommunikation (z. B. Medienfachmann / Medienfachfrau – Agenturdienstleistungen (Lehrberuf), Marketingfachmann / Marketingfachfrau, Werbefachmann / Werbefachfrau, PR-Berater*in) ab.

  • Werbe- und Multimedia-Agenturen
  • Werbe-, Marketing- und PR-Abteilungen großer Unternehmen und Institutionen
  • selbstständig in eigener Agentur

Der Lehrberuf Medienfachmann / Medienfachfrau – Online-Marketing ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • E-Commerce, E-Business
  • Web-Auftritt, Web-Publishing
  • Social-Media-Marketing
  • Marketing – Monitoring und Analyse
  • Public Relations (PR)
  • Influencer-Netzwerke, Influencer-Communications
  • Markt- und Meinungsforschung

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Medienfachleute sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und weiter zu entwickeln.

Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zu zahlreichen relevanten Themenbereichen Kurse und Lehrgänge durch, insb. im kaufmännischen/betriebswirtschaftlichen Bereich, im Bereich IT, Marketing, Mediengestaltung usw. Auch spezialisierte Anbieter wie die Werbe Akademie bieten Aus- und Weiterbildungen in relevanten Bereichen der Werbe- und Mediengestaltung.

In größeren Betrieben werden zur beruflichen Weiterbildung der Mitarbeiter*innen auch innerbetriebliche Kurse, Seminare und Schulungen durchgeführt.

Außerdem ist für Medienfachleute die laufende Lektüre von Fachzeitschriften, die Vernetzung bei Fachmessen, Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an beruflichen Netzwerken (online und offline) eine wichtige Möglichkeit, um sich auf dem neuesten Stand zu halten.

Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten außerdem Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge für Berufstätige an berufsbildenden höheren Schulen, insbesondere an Höhere Lehranstalten für Medien.
Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges (3 Jahre) ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.

Studium ohne Matura:

Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:

  • Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura): Die Berufsreifeprüfung, die du bereits während deiner Lehrzeit beginnen kannst, ist eine vollwertige Matura, mit der du uneingeschränkten Zugang zum Studium hast.
  • Studienberechtigungsprüfung: Die Studienberechtigungsprüfung kannst du vor Beginn eines Studiums ablegen. Sie ermöglicht den Zugang zu einem bestimmten Studium.
  • ohne Matura mit Berufsausbildung und Berufserfahrung: Fachhochschulen bieten außerdem meist die Möglichkeit mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (insb. Lehre oder Berufsbildender Mittlerer Schule (BMS)) und mehrjähriger Berufserfahrung auch ohne Matura ein facheinschlägiges (d. h. mit der Berufsausbildung fachlich verwandtes) Bachelorstudien zu beginnen. Meist müssen dazu einzelne Zusatzprüfungen absolviert werden.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Affiliate Marketing

Auch Partnerprogramm genannt, bezeichnet ein Provisionssystem das häufig im Online-Handel eingesetzt wird. Betreiber*innen von Websiten oder Blogs verlinken oder empfehlen bestimmte Produkte. Folgen Besucher*innen dem Link und kommt es zu einem erfolgreichen Kauf, wird eine Vermittlungsprovision ausbezahlt. Diese Einkommensmöglichkeit wird z. B. von öffentlichen Personen im Internet (z. B. Blogger*in, Youtuber (m./w.)) genützt. Aber auch Händler*innen mit Online-Shops nützen diese Möglichkeit, indem sie bestimmte Produkte besonders hervorheben und bei erfolgreicher Bewerbung eine Provision dafür erhalten.

App – Applikation

"App" bezeichnet eine Anwendungssoftware (Applikation), die hauptsächlich für Smartphones und Tablets, aber auch für Browser und Computer hergestellt wird. Im Vergleich zu einer Systemsoftware ist eine App (Applikation) für den normalen Betrieb eines Geräts nicht notwendig, sondern erfüllt nur eine bestimmte Funktion (z. B. E-Mail-Client, Spiel). Nutzungsbereiche sind vor allem Konsumgüter, Unterhaltung, Sport, Medien, aber auch Aktienmärkte und Wirtschaft.

Banner

Banner sind als Werbezweck von Unternehmen eingesetzte Grafiken, Schriftzüge, Bilder und Fotos (oft auch animiert), die in Internet-Seiten eingebaut sind, und die als Pop-Ups auftauchen, wenn man bestimmte Seiten öffnet.

Benchmarking

Eine Methode des Vergleichs von Unternehmen, um daraus zu lernen (Best Practices). Benchmarking wird meist von unabhängigen Dritten (z. B. Unternehmensberater*innen) ausgeführt, welche betriebliche Daten sammeln und auswerten. Schließlich werden die Ergebnisse mit den Teilnehmer*innen verglichen und besprochen.

Content

engl. für = Inhalt, Fassungsvermögen, Umfang. Inhalte von Datenbanken, Webseiten und dergleichen.

Content Management System (CMS)

Im EDV-Gebrauch umfasst der Begriff Content (zu deutsch Inhalt) gleichermaßen Texte, Audio und Video - eigentlich alles, was in digitaler Form vorliegt und irgendwie ausgegeben oder weiterverarbeitet werden kann. Management (zu deutsch Verwaltung) bedeutet in diesem Kontext die reine Informationsverwaltung unabhängig von ihrer Präsentation und dem gewählten Ausgabemedium. Das CMS ist dafür verantwortlich, welcher Inhalt von wem, wann, wohin und wie veröffentlicht werden soll.

Content-Marketing

Content-Marketing ist eine Form des Marketing, das den Schwerpunkt auf den Content (= Inhalt) legt. Im Gegensatz zu klassischen Werbestrategien (z. B. Printprodukte, Inserate, Werbespots) werden die Werbeinhalte beim Content-Marketing über Social Media, Blogs, Unternehmenswebsites, aber auch über Videos, Webinare oder Newsletter verbreitet. Diese Inhalte sollen die Kund*innen informieren, unterhalten, Vertrauen aufbauen und die Meinung bzw. Kaufentscheidung beeinflussen. Sie sind oft locker und unterhaltsam aufbereitet (z. B. Form von persönlichen Geschichten) und nützen einen Mix aus verschiedenen Medien (Fotos, Videos, Text).

Copyright

engl.: = Urheberrecht

Corporate Blog

Ein Corporate Blog (Unternehmensblog) ist eine spezielle Art des Internetauftritts eines Unternehmens, einer Einrichtung oder einer Organisation. In dem Format eines Blogs wird über neue Produkte, laufende Entwicklungen, Innovationen, aktuelle Kampagnen, spezielle Projekte oder besondere Bereiche und Abteilungen berichtet. Viele Corporate Blogs sind aus der persönlichen Perspektive von Mitarbeiter*innen (meistens aus dem Marketing oder den Public Relations (PR)) geschrieben und sind vor allem dazu da, um zu informieren aber auch um zu unterhalten (story telling). Corporate Blogs sollen die Kundenbindung stärken, die Service-Leistung erhöhen und die Kommunikation mit den Kund*innen bzw. dem Publikum vertiefen.

Corporate Design

Das Corporate Design (CD) bezeichnet den Außenauftritt und die öffentliche Erscheinungsform eines Unternehmens z. B. in Form von wiedererkennbaren Logos und Labels oder einer einheitlichen Farbgebung.

Cross-Media-Werbung

Werbestrategie; Durchführung von Werbemaßnahmen in verschiedenen Medien wie Print, Internet, Radio, TV - diese werden aufeinander abgestimmt eingesetzt.

Follower

Follower (engl. follow = folgen) sind Personen, die ausgewählte Inhalte im Internet z. B. auf Social Media-Anwendungen (Facebook, Twitter, Instagram), Blogs oder auf Youtube mitverfolgen. Software-Funktionen auf den Social Media-Plattformen oder Blogs machen es möglich, dass z. B. durch abonnieren eines Newsfeeds, einer Seite, eines Kanals oder eines Profils, die Nutzer*innen immer über die neuesten Ereignisse informiert werden.

Influencer-Marketing

Influencer-Marketing nutzt das Prinzip der "Mundpropaganda", um bestimmte Marken oder Produkte gut zu positionieren, die Kundenbindung zu erhöhen, neue Produkte auf dem Markt einzuführen oder den Produktabsatz zu steigern. Die Werbestrategien werden nicht direkt, sondern indirekt über sogenannte "Einflussnehmer" (Influencer (m./w./d.)) und über ihre Informationskanäle (Blogs, Social Media) umgesetzt. Sie präsentieren und empfehlen Produkte, die für ihr Zielpublikum interessant sein könnten (z. B. ein neues Smartphone auf einem Technik-Blog) und beeinflussen so die Kaufentscheidungen ihrer Zielgruppe.

Instagram

Instagram ist eine im Jahr 2010 veröffentliche Social Media-App, die ihren NutzerInnen das Teilen von Fotos und Videos ermöglicht. Zunächst wird ein eigenes Konto (Account) angelegt, der von anderen Nutzer*innen abonniert werden kann. Mit Hashtags, Geotags (Geografische Zuordnung) und kurzen Texten werden die Fotos und Videos gepostet, geliked und verbreitet. Instagram bietet seinen Nutzer*innen zahlreiche Filter an, um die Fotos zu bearbeiten, sodass diese bereits ein Markenzeichen unter Online-Fotos geworden sind. Instagram wird von Millionen von Menschen verwendet und immer öfter auch im Marketing genutzt.

Marke

Gemäß der Definition des Österreichischen Markenschutzgesetzes sind Marken jene besonderen Zeichen, die dazu dienen, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von jenen anderer Unternehmen zu unterscheiden. In Österreich gilt das "Eintragungsprinzip", d.h. das Markenrecht entsteht durch Eintragung in das Markenregister.

Marketing

Marketing bezeichnet die Ausrichtung eines Unternehmens auf die Verbesserung der Absatzmöglichkeiten.

Marketingstrategien

Längerfristige Pläne, um die Bekanntheit eines Unternehmens und seiner Produkte und Leistungen am Markt (bei den Kund*innen) zu verbessern.

Public Relations (PR)

Public Relations (PR) oder auch "Öffentlichkeitsarbeit", umfasst alle Maßnahmen, das Ansehen bzw. den Bekanntheitsgrad einer Person, einer Institution oder eines Unternehmens in der Öffentlichkeit zu fördern und zu verbessern. Beispiele für PR-Maßnahmen sind Imagewerbung durch Inserate und TV-Spots, Presseaussendungen, Unternehmensblogs (Corporate Blogs), Vorträge, Pressekonferenzen, Publikationen, Teilnahme an Ausstellungen, PR-Events, gemeinnützigen Aktionen sowie die Schulung und Information der Mitarbeiter*innen (interne PR).

Snapchat

Snapchat ist eine im Jahr 2011 veröffentliche Social Media-App, die ihren NutzerInnen das Teilen von Fotos und Videos ermöglicht. Im Gegensatz zu vergleichbaren Apps (z. B. Instagram, Facebook) können NutzerInnen jedoch festlegen, wie lange ihr "Snap" angezeigt wird (z. B. max. 10 Sekunden) bevor er wieder gelöscht wird. So wie Instagram bietet auch Snapchat verschiedene Filter und Editier-Funktionen für Fotos und Videos an.

Social-Media-Marketing

Social-Media-Marketing ist ein Begriff aus dem Marketing und Management. Er beschreibt Strategien und Taktiken, mit denen z. B. Unternehmen, Parteien oder Non-Profit Organisationen soziale Medien nutzen um KundInnen zu erreichen. Social-Media-Plattformen wie Facebook und X haben im Social-Media-Marketing eine hohe Relevanz.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Suchmaschinenoptimierung (engl. SEO = search engine optimization) ist neben dem Search Engine Advertising (SEO) ein Begriff aus dem Suchmaschinenmarketing. Ziel ist, dass die Inhalte der eigenen Website, des Unternehmensblogs oder des Video-Channels möglichst weit oben in allen relevanten Suchmaschinen gelistet werden. Optimierende Maßnahmen sind z. B. eine bestimmte Wortwahl bei den Texten und die richtige Auswahl von Stichwörtern (Onpage-Optimierung) sowie die gezielte Angabe von relevanten Links, die dem eigenen Themenbereich entsprechen (Offpage-Optimierung). Für die Suchmaschinenoptimierung gibt es zahlreiche Software-Programme und Analyse-Instrumente.

Suchmaschinenwerbung (SEA)

Suchmaschinenwerbung (engl: Search Engine Advertising = SEA) ist, zusammen mit der Suchmaschinenoptimierung (engl. Search Engine Optimization = SEO), eine Form des Suchmaschinenmarketings im Internet. Suchmaschinen z. B. Goggle, Yahoo, Bing, etc. verkaufen Werbeanzeigen, die an bestimmte Key Words geknüpft sind. Wird das entsprechende Key Word gesucht, wird neben dem Suchergebnis auch eine Anzeige des Werbetreibenden angeführt.

Uploaden

Daten werden von einem Arbeitsplatzcomputer auf einen zentralen, meist größeren Netzwerkcomputer oder Server übertragen (aufgeladen) Gegenteil: Downloaden, also herunterholen von Daten und Informationen von einem Zentralrechner auf einen Arbeitsplatzcomputer.

Urheberrecht

Das Urheberrecht legt fest, wie künstlerische bzw. kreative Werke z. B. Texte, Videos/Filme, Fotos, Musik verwendet werden dürfen. Urheber*innen dieser Werke können anderen Personen ein sogenanntes Verwertungsrecht geben, d. h. die Zustimmung, dass das Werk für eigene Zwecke (z. B. als Hintergrundmusik für einen Film) verwendet werden darf. Bevor kreative Produkte für eigene Zwecke verwendet werden z. B. für ein Video, einen Zeitungsartikel, ein Werbeprospekt oder einen Blogbeitrag, sollte unbedingt geklärt werden, ob der/die Urheber*in damit einverstanden ist bzw. unter welcher Lizenz (freie Verwendung, Verwendung unter bestimmten Bedingungen, Verwendung nur mit Bezahlung) das künstlerische bzw. kreative Werk steht. Urheber*innen können ansonsten Schadenersatz verlangen. Der/Die Urheber*in muss bei Verwendung immer angegeben werden.

Das Urheberrecht gilt übrigens auch für Software und Computerprogramme.