Die Ausbildung im Schwerpunktlehrberuf Medienfachmann / Medienfachfrau wurde mit 1. Juli 2025 durch den modernisierten Schwerpunktlehrberuf °Medienfachkraft (Lehrberuf) ersetzt.
Medienfachleute im Schwerpunkt Agenturdienstleistungen entwickeln Konzepte und Strategien für Werbung, Marketing und Public Relations (PR) von Unternehmen, Institutionen, Produkten oder Veranstaltungen.
Sie führen Marktforschungen durch und bestimmen Zielgruppen, arbeiten an der Planung und dem Konzept von Kampagnen und Kommunikationsformaten mit und stimmen diese mit den Kund*innen ab. Für die Kommunikationsstrategien verfassen sie Texte (z. B. Presseaussendungen), bereiten Bild- und Videomaterial auf, schalten Anzeigen oder vereinbaren Medienkooperationen.
Medienfachleute mit Schwerpunkt Agenturdienstleistungen haben ein großes Netzwerk und Wissen über ihre Kommunikationspartner*innen (Vertriebspartner*innen, Journalist*innen, Kund*innen) und arbeiten zusammen mit Spezialist*innen für Print-, Web- und Onlineprodukte und -kommunikation.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.
Und so geht es:
Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.
Wie funktioniert die Vorbereitung?
Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.
Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.
Link: Häufig gestellte Fragen!
Die WKO-Bildungspfade geben dir einen Überblick über durchgängige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen am Beispiel der WKO Bildungsangebote. Der Bildungspfad Berufsreifeprüfung steht in allen Lehrberufen offen:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
Freies Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Durch die Verwandtschaftsregelung wird die Ausbildung in einem Lehrberuf auf Teile der Lehrzeit in anderen (verwandten) Lehrberufen angerechnet. Dadurch verkürzt sich die Lehrzeit bei der Ausbildung in einem weiteren Lehrberuf (oder auch beim Wechsel auf einen verwandten Lehrberuf). In manchen Fällen wird die Lehrzeit und die Lehrabschlussprüfung auch vollkommen ersetzt.
Bei folgenden verwandten Lehrberufen verkürzt sich die Lehrzeit im Ausmaß der angegebenen Lehrjahre. (Beispiel: Der Eintrag „1. voll“ bedeutet z. B., dass sich die Lehrzeit im verwandten Lehrberuf um ein Jahr verkürzt.)
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Affiliate Marketing | Auch Partnerprogramm genannt, bezeichnet ein Provisionssystem das häufig im Online-Handel eingesetzt wird. Betreiber*innen von Websiten oder Blogs verlinken oder empfehlen bestimmte Produkte. Folgen Besucher*innen dem Link und kommt es zu einem erfolgreichen Kauf, wird eine Vermittlungsprovision ausbezahlt. Diese Einkommensmöglichkeit wird z. B. von öffentlichen Personen im Internet (z. B. Blogger*in, Youtuber (m./w.)) genützt. Aber auch Händler*innen mit Online-Shops nützen diese Möglichkeit, indem sie bestimmte Produkte besonders hervorheben und bei erfolgreicher Bewerbung eine Provision dafür erhalten. |
Awareness Advertising | Für manche Produkte wird in einem Land oder einer Region Werbung betrieben, obwohl dieses Produkt dort noch nicht oder nur in geringem Umfang verfügbar ist bzw. dort vor der Markteinführung steht. Ziel dieser Werbestrategie ist der vorzeitige Aufbau eines bestimmten Markenimages und Bekanntheitsgrades bei den zukünftigen Kunden und Kundinnen. |
Content | engl. für = Inhalt, Fassungsvermögen, Umfang. Inhalte von Datenbanken, Webseiten und dergleichen. |
Content-Marketing | Content-Marketing ist eine Form des Marketing, das den Schwerpunkt auf den Content (= Inhalt) legt. Im Gegensatz zu klassischen Werbestrategien (z. B. Printprodukte, Inserate, Werbespots) werden die Werbeinhalte beim Content-Marketing über Social Media, Blogs, Unternehmenswebsites, aber auch über Videos, Webinare oder Newsletter verbreitet. Diese Inhalte sollen die Kund*innen informieren, unterhalten, Vertrauen aufbauen und die Meinung bzw. Kaufentscheidung beeinflussen. Sie sind oft locker und unterhaltsam aufbereitet (z. B. Form von persönlichen Geschichten) und nützen einen Mix aus verschiedenen Medien (Fotos, Videos, Text). |
Corporate Design | Das Corporate Design (CD) bezeichnet den Außenauftritt und die öffentliche Erscheinungsform eines Unternehmens z. B. in Form von wiedererkennbaren Logos und Labels oder einer einheitlichen Farbgebung. |
Corporate Identity | Die Corporate Identity (CI) beschreibt die Identität eines Unternehmens, also die Art, wie ein Unternehmen sich selbst nach innen und außen darstellt. Wichtig ist, dass diese Darstellung einer einheitlichen Linie folgt. Das betrifft das einheitliche Verhalten (Corporate Culture), die einheitliche Kommunikation (Corporate Communications) und das einheitliche Erscheinungsbild (Corporate Design, CD). |
Corporate Wording | Corperate Wording ist Teil einer Kommunikationsstrategie (Corporate Communications, CC) eines Unternehmens. Es gibt bestimmte Worte, Formulierungen und Phrasen vor, die in allen Kommunikationskanälen (Website, Jahresbericht, Mitarbeiter*innenzeitung, Werbung) verwendet werden sollen z. B. positive Formulierungen im Kund*innenkontakt, bestimmte Produktbezeichnungen, Anredeformen für Kund*innen. Ziel ist eine einheitliche Kommunikation von allen Abteilungen und Mitarbeiter*innen des Unternehmens, passend zur Corporate Identity (CI), (Corporate Culture, CC) und dem einheitliche Erscheinungsbild (Corporate Design, CD). |
Cross-Media-Werbung | Werbestrategie; Durchführung von Werbemaßnahmen in verschiedenen Medien wie Print, Internet, Radio, TV - diese werden aufeinander abgestimmt eingesetzt. |
Direkt Marketing | Alle Marketing- und Werbemaßnahmen, die ein Unternehmen in direktem Kontakt, durch persönliche Beziehungen mit der Zielgruppe durchführt (z. B. Messen, Verkostungen, Verkaufsgespräche). |
Influencer-Marketing | Influencer-Marketing nutzt das Prinzip der "Mundpropaganda", um bestimmte Marken oder Produkte gut zu positionieren, die Kundenbindung zu erhöhen, neue Produkte auf dem Markt einzuführen oder den Produktabsatz zu steigern. Die Werbestrategien werden nicht direkt, sondern indirekt über sogenannte "Einflussnehmer" (Influencer (m./w./d.)) und über ihre Informationskanäle (Blogs, Social Media) umgesetzt. Sie präsentieren und empfehlen Produkte, die für ihr Zielpublikum interessant sein könnten (z. B. ein neues Smartphone auf einem Technik-Blog) und beeinflussen so die Kaufentscheidungen ihrer Zielgruppe. |
Marke | Gemäß der Definition des Österreichischen Markenschutzgesetzes sind Marken jene besonderen Zeichen, die dazu dienen, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von jenen anderer Unternehmen zu unterscheiden. In Österreich gilt das "Eintragungsprinzip", d.h. das Markenrecht entsteht durch Eintragung in das Markenregister. |
Marketing | Marketing bezeichnet die Ausrichtung eines Unternehmens auf die Verbesserung der Absatzmöglichkeiten. |
Marketingstrategien | Längerfristige Pläne, um die Bekanntheit eines Unternehmens und seiner Produkte und Leistungen am Markt (bei den Kund*innen) zu verbessern. |
Media Relations | Ein Teil von Public Relations Konzepten. Unter Media-Relations versteht man die Beziehungen von Unternehmen und Organisationen zu Vertreter*innen von Medien (z. B. Journalist*innen, Redakteur*innen). Instrumente der Media Relations sind z. B. Pressekonferenzen und -veranstaltungen, Broschüren und Infomappen, Presseaussendungen, E-Mail, Newsletter. |
Medien | Der Begriff Medien fasst alle Formate zusammen, die der Informationsvermittlung dienen. Dazu zählen zum Beispiel Zeitung, Film, Fernsehen, Radio oder Internet. Es gibt unterschiedliche Varianten Medien zu gruppieren, z. B. in Printmedien (Zeitungen, Magazine, Bücher, Flugblätter), elektronische Medien (Radio, Fernsehen, Mobilfunk, E-Books, Internet), digitale Medien (World Wide Web, Social Media, E-Books, Spielekonsolen), Speichermedien (USB-Sticks, CDs, BlueRays, DVDs). Häufig wird auch in "neue Medien" (Internet, Social Media, Künstliche Intelligenz) und "traditionelle Medien" (Zeitung, Fernsehen, Radio) unterschieden. Multimediaprodukte verbinden mehrere Medien-Elemente wie Schrift, Bild und Grafik, Ton, Film/Video, Computer-Animationen u. a. |
Permission Marketing | Sammelbegriff für das erlaubte Zuschicken von Produktinformationen an Nutzer*innen, die ihre E-Mail- oder Post-Adresse bei der Registrierung für einen Newsletter, eine Mailingliste oder auf der Website hinterlassen haben. |
Public Marketing | engl. für: Öffentlichkeits-Marketing; Gesamtheit aller Marketing-Maßnahmen, die auf die allgemeine Öffentlichkeit ausgerichtet sind. |
Public Relations (PR) | Public Relations (PR) oder auch "Öffentlichkeitsarbeit", umfasst alle Maßnahmen, das Ansehen bzw. den Bekanntheitsgrad einer Person, einer Institution oder eines Unternehmens in der Öffentlichkeit zu fördern und zu verbessern. Beispiele für PR-Maßnahmen sind Imagewerbung durch Inserate und TV-Spots, Presseaussendungen, Unternehmensblogs (Corporate Blogs), Vorträge, Pressekonferenzen, Publikationen, Teilnahme an Ausstellungen, PR-Events, gemeinnützigen Aktionen sowie die Schulung und Information der Mitarbeiter*innen (interne PR). |
Sponsoring | = finanzielle (oder auch tatkräftige) Unterstützung sozialer, kultureller, ökologischer, sportlicher oder wissenschaftlicher Einrichtungen bzw. Veranstaltungen durch eine Person oder ein Unternehmen mit dem Ziel, Image und Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit zu steigern. |
Suchmaschinenoptimierung (SEO) | Suchmaschinenoptimierung (engl. SEO = search engine optimization) ist neben dem Search Engine Advertising (SEO) ein Begriff aus dem Suchmaschinenmarketing. Ziel ist, dass die Inhalte der eigenen Website, des Unternehmensblogs oder des Video-Channels möglichst weit oben in allen relevanten Suchmaschinen gelistet werden. Optimierende Maßnahmen sind z. B. eine bestimmte Wortwahl bei den Texten und die richtige Auswahl von Stichwörtern (Onpage-Optimierung) sowie die gezielte Angabe von relevanten Links, die dem eigenen Themenbereich entsprechen (Offpage-Optimierung). Für die Suchmaschinenoptimierung gibt es zahlreiche Software-Programme und Analyse-Instrumente. |
Suchmaschinenwerbung (SEA) | Suchmaschinenwerbung (engl: Search Engine Advertising = SEA) ist, zusammen mit der Suchmaschinenoptimierung (engl. Search Engine Optimization = SEO), eine Form des Suchmaschinenmarketings im Internet. Suchmaschinen z. B. Goggle, Yahoo, Bing, etc. verkaufen Werbeanzeigen, die an bestimmte Key Words geknüpft sind. Wird das entsprechende Key Word gesucht, wird neben dem Suchergebnis auch eine Anzeige des Werbetreibenden angeführt. |
Werbung | Werbung ist ein wesentlicher Bestandteil des Marketings eines Unternehmens. Üblicherweise wird Werbung als "Absatzwerbung" verstanden, d. h. als eine vom Unternehmen ausgehende Maßnahme zur Absatz- und Verkaufsförderung des beworbenen Produktes. |