Medienfachmann / Medienfachfrau – Agenturdienstleistungen (Lehrberuf)

Medienfachleute im Schwerpunkt Agenturdienstleistungen entwickeln Konzepte und Strategien für Werbung, Marketing und Public Relations (PR) von Unternehmen, Institutionen, Produkten oder Veranstaltungen.

Sie führen Marktforschungen durch und bestimmen Zielgruppen, arbeiten an der Planung und dem Konzept von Kampagnen und Kommunikationsformaten mit und stimmen diese mit den Kund*innen ab. Für die Kommunikationsstrategien verfassen sie Texte (z. B. Presseaussendungen), bereiten Bild- und Videomaterial auf, schalten Anzeigen oder vereinbaren Medienkooperationen.

Medienfachleute mit Schwerpunkt Agenturdienstleistungen haben ein großes Netzwerk und Wissen über ihre Kommunikationspartner*innen (Vertriebspartner*innen, Journalist*innen, Kund*innen) und arbeiten zusammen mit Spezialist*innen für Print-, Web- und Onlineprodukte und -kommunikation.

Lehrberuf
Hauptberuf
Lehrzeit:
3 Jahre

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Kund*innen beraten und Wünsche und Vorstellungen einholen
  • Zielgruppen bestimmen, Grafiken und Corporate Identity einholen oder entwickeln
  • Marktforschung und Medienrecherchen durchführen
  • Art der Werbe- und Marketingmaßnahmen bestimmen
  • bei Erstellung von Konzept, Projektplan und Kalkulation (Media- bzw. Marketingplan) mitarbeiten
  • Media- bzw. Marketingplan mit Kund*innen abstimmen
  • redaktionelle Inhalte, Presse- und Kommunikationstexte erstellen
  • Medienkooperationen vereinbaren und abwickeln
  • Anzeigen und Advertorials gestalten und schalten
  • Presseaussendungen verfassen und verschicken
  • Pressekonferenzen organisieren, abhalten, nachbearbeiten
  • Sponsoring-Partnerschaften vereinbaren und abwickeln
  • Event- und Erlebnismarketing-Events planen und organisieren bzw. beauftragen
  • Netzwerk zu Partner*innen und Multiplikator*innen pflegen
  • Marketing- und Werbemaßnahmen beobachten, analysieren und dokumentieren
  • Medienbeobachtung durchführen

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gutes Sehvermögen (viel Lesen bzw. Arbeiten am Computer)

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung generativer künstlicher Intelligenz (KI)
  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • gestalterische Fähigkeit
  • gute Allgemeinbildung
  • gute Deutschkenntnisse
  • gute rhetorische Fähigkeit
  • kaufmännisches Verständnis
  • Präsentationsfähigkeit
  • Repräsentationsvermögen
  • schriftliches Ausdrucksvermögen

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Aufgeschlossenheit
  • Einfühlungsvermögen
  • interkulturelle Kompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Selbstmotivation
  • Selbstorganisation
  • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein
  • Verschwiegenheit / Diskretion

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • interdisziplinäres Denken
  • Kreativität
  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • unternehmerisches Denken

Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.

Und so geht es:

Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.

Wie funktioniert die Vorbereitung?

Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.

Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.

Link: Häufig gestellte Fragen!

WKO-Bildungspfade:

Die WKO-Bildungspfade geben dir einen Überblick über durchgängige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen am Beispiel der WKO Bildungsangebote. Der Bildungspfad Berufsreifeprüfung steht in allen Lehrberufen offen:

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:

Freies Gewerbe:

  • Werbeagentur
  • Werbearchitekt
  • Werbegrafik-Designer
  • Werbemittelverteiler
  • Public Relations-Berater (PR-Berater)
  • Werbetexter
  • Werbungsvertreter
  • Adressverlage und Direktmarketingunternehmen
  • Markt- und Meinungsforscher
  • Multimedia-Agentur

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:


ALLGEMEINE HINWEISE:

Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.

Weitere Informationen und Kontakte:

Verwandte Lehrberufe

Durch die Verwandtschaftsregelung wird die Ausbildung in einem Lehrberuf auf Teile der Lehrzeit in anderen (verwandten) Lehrberufen angerechnet. Dadurch verkürzt sich die Lehrzeit bei der Ausbildung in einem weiteren Lehrberuf (oder auch beim Wechsel auf einen verwandten Lehrberuf). In manchen Fällen wird die Lehrzeit und die Lehrabschlussprüfung auch vollkommen ersetzt.

Bei folgenden verwandten Lehrberufen verkürzt sich die Lehrzeit im Ausmaß der angegebenen Lehrjahre. (Beispiel: Der Eintrag „1. voll“ bedeutet z. B., dass sich die Lehrzeit im verwandten Lehrberuf um ein Jahr verkürzt.)

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Arbeitsbereiche

Medienfachleute mit Schwerpunkt Agenturdienstleistungen sorgen dafür, dass die richtigen Informationen über Produkte, Veranstaltungen, Unternehmen oder Institutionen an die Öffentlichkeit gelangen und die gewünschte Zielgruppe erreichen. Sie unterstützen ihre Kund*innen dabei, Werbung für ihr Unternehmen zu machen, den Verkauf von Produkten zu steigern, eine Marke zu starten oder zu stärken, Neuigkeiten zu verbreiten, etc.

Dafür holen sie sich zunächst von Ihren Kund*innen alle nötigen Informationen über die Inhalte (Produkte, Informationen) und Ziele ein und beraten sie gemeinsam mit Berufskolleg*innen bezüglich der idealen Umsetzung der Werbe- und Marketing-Maßnahmen (z. B. Awareness Advertising, Cross-Media-Werbung, Product Placement, Affiliate Marketing, Sponsored-Content). Dabei beachten sie Corporate Design bzw. Corporate Identity der Kund*innen bzw. entwickeln diese mit. Sie bestimmen die Zielgruppen, führen Marktforschungen und Medienrecherchen durch und erstellen einen Mediaplan (Zeit, Kosten, Ablauf), den sie mit Ihren Kund*innen abstimmen.

Gemeinsam mit ihren Berufskolleg*innen und Spezialist*innen für Print- und Web-Publishing bzw. -Design sowie Onlinemarketing setzen sie die Kommunikationsstrategien um. Sie erstellen redaktionelle Inhalte für verschiedene Formate, platzieren Anzeigen, vereinbaren Medienkooperationen mit Zeitungen, Magazinen oder Fernsehsendern, erstellen und verschicken Presseaussendungen und organisieren Pressekonferenzen, schließen Sponsoring-Partnerschaften und organisieren Erlebnis- oder Eventmarketing-Events.

Medienfachleute im Schwerpunkt Agenturdienstleistungen arbeiten eng mit Berufskolleg*innen und Partner*innen aus der Werbe- und Marketing-Branche zusammen und haben viel Kontakt zu ihren Kund*innen, Medien und anderen Netzwerkpartner*innen. Sie beobachten laufend den Erfolg der gesetzten Maßnahmen, analysieren Daten und dokumentieren die Leistungen (z. B. durch Medienbeobachtung).

Arbeitsmittel

Medienfachleute im Schwerpunkt Agenturdienstleistungen arbeiten an Computern, Laptops und Notebooks sowie mit verschiedenen Geräten der EDV- und Kommunikationstechnik (Drucker, Scanner und Kopiergeräte) sowie mit Tablets und Smartphones. Für Präsentationen verwenden sie Präsentationssoftware, Beamer, Laptops, Tablets, Flipcharts, Videos usw. Da sie häufig in Kundenkontakt stehen und Präsentationen durchführen, gehören ein sicheres Auftreten und gute Kommunikationsfähigkeit zu ihren wichtigsten persönlichen Eigenschaften.

Arbeitsumfeld

Medienfachleute im Schwerpunkt Agenturdienstleistungen arbeiten in Büros zusammen mit Berufskolleg*innen und haben Kontakt zu ihren Kund*innen. Je nach Auftrag arbeiten sie zusammen mit Berufskolleg*innen und Expert*innen in den Schwerpunkten Grafik und Publishing für Print und Web (z. B. Medienfachmann / Medienfachfrau – Grafik, Print, Publishing und audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation) (Lehrberuf), Grafikdesigner*in, Werbegestalter*in, Illustrator*in, Medienfachmann / Medienfachfrau – Webdevelopment und audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation) (Lehrberuf), Computer Visualist*in, Webdesigner*in, Multimedia-Konzeptionist*in, Multimedia-Designer*in, Medienfachmann / Medienfachfrau – Online-Marketing (Lehrberuf), Onlineredakteur*in, Content Manager*in, Werbetexter*in, Werbefachmann / Werbefachfrau, PR-Berater*in, Drucktechnik (Lehrberuf) und Druckvorstufentechnik (Lehrberuf) und Werbegestalter*in.

Bei Medienkooperationen und Pressearbeit haben sie Kontakt mit Journalist*innen und Redakteur*innen sowie mit Anzeigenverkäufer*innen von Medien. Für Event- und Erlebnismarketing-Strategien arbeiten sie zusammen mit Eventmanager*innen, Sponsoring-Partnerschaften wickeln sie mit Fundraiser*innen ab.

  • Werbe- und Multimedia-Agenturen
  • Werbe-, Marketing- und PR-Abteilungen großer Unternehmen und Institutionen
  • selbstständig mit eigener Agentur

Der Beruf Medienfachmann / Medienfachfrau – Agenturdienstleistungen ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • E-Commerce, E-Business
  • Medienkampagnen
  • Social Media-Marketing
  • Influencer-Marketing, Influencer-Communications
  • Markt- und Meinungsforschung
  • Public Relations (PR)

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Medienfachleute mit Schwerpunkt Agenturleistungen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) sowie spezialisierte Anbieter wie die Werbe Akademie bieten in vielen relevanten Bereichen Kurse und Lehrgänge an.

Außerdem ist für Medienfachleute die laufende Lektüre von Fachzeitschriften, die Vernetzung bei Fachmessen, Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an beruflichen Netzwerken (online und offline) eine wichtige Möglichkeit, um sich auf dem neuesten Stand zu halten.

Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten außerdem Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge für Berufstätige an berufsbildenden höheren Schulen, insbesondere an Höhere Technischen und Höheren Grafischen Lehranstalten.
Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges (3 Jahre) ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten (z. B. Medieninformatik, Social Media Management) ermöglicht.

Studium ohne Matura:

Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:

  • Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura): Die Berufsreifeprüfung, die du bereits während deiner Lehrzeit beginnen kannst, ist eine vollwertige Matura, mit der du uneingeschränkten Zugang zum Studium hast.
  • Studienberechtigungsprüfung: Die Studienberechtigungsprüfung kannst du vor Beginn eines Studiums ablegen. Sie ermöglicht den Zugang zu einem bestimmten Studium.
  • ohne Matura mit Berufsausbildung und Berufserfahrung: Fachhochschulen bieten außerdem meist die Möglichkeit mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (insb. Lehre oder Berufsbildender Mittlerer Schule (BMS)) und mehrjähriger Berufserfahrung auch ohne Matura ein facheinschlägiges (d. h. mit der Berufsausbildung fachlich verwandtes) Bachelorstudien zu beginnen. Meist müssen dazu einzelne Zusatzprüfungen absolviert werden.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Affiliate Marketing

Auch Partnerprogramm genannt, bezeichnet ein Provisionssystem das häufig im Online-Handel eingesetzt wird. Betreiber*innen von Websiten oder Blogs verlinken oder empfehlen bestimmte Produkte. Folgen Besucher*innen dem Link und kommt es zu einem erfolgreichen Kauf, wird eine Vermittlungsprovision ausbezahlt. Diese Einkommensmöglichkeit wird z. B. von öffentlichen Personen im Internet (z. B. Blogger*in, Youtuber (m./w.)) genützt. Aber auch Händler*innen mit Online-Shops nützen diese Möglichkeit, indem sie bestimmte Produkte besonders hervorheben und bei erfolgreicher Bewerbung eine Provision dafür erhalten.

Awareness Advertising

Für manche Produkte wird in einem Land oder einer Region Werbung betrieben, obwohl dieses Produkt dort noch nicht oder nur in geringem Umfang verfügbar ist bzw. dort vor der Markteinführung steht. Ziel dieser Werbestrategie ist der vorzeitige Aufbau eines bestimmten Markenimages und Bekanntheitsgrades bei den zukünftigen Kunden und Kundinnen.

Content

engl. für = Inhalt, Fassungsvermögen, Umfang. Inhalte von Datenbanken, Webseiten und dergleichen.

Content-Marketing

Content-Marketing ist eine Form des Marketing, das den Schwerpunkt auf den Content (= Inhalt) legt. Im Gegensatz zu klassischen Werbestrategien (z. B. Printprodukte, Inserate, Werbespots) werden die Werbeinhalte beim Content-Marketing über Social Media, Blogs, Unternehmenswebsites, aber auch über Videos, Webinare oder Newsletter verbreitet. Diese Inhalte sollen die Kund*innen informieren, unterhalten, Vertrauen aufbauen und die Meinung bzw. Kaufentscheidung beeinflussen. Sie sind oft locker und unterhaltsam aufbereitet (z. B. Form von persönlichen Geschichten) und nützen einen Mix aus verschiedenen Medien (Fotos, Videos, Text).

Corporate Design

Das Corporate Design (CD) bezeichnet den Außenauftritt und die öffentliche Erscheinungsform eines Unternehmens z. B. in Form von wiedererkennbaren Logos und Labels oder einer einheitlichen Farbgebung.

Corporate Identity

Die Corporate Identity (CI) beschreibt die Identität eines Unternehmens, also die Art, wie ein Unternehmen sich selbst nach innen und außen darstellt. Wichtig ist, dass diese Darstellung einer einheitlichen Linie folgt. Das betrifft das einheitliche Verhalten (Corporate Culture), die einheitliche Kommunikation (Corporate Communications) und das einheitliche Erscheinungsbild (Corporate Design, CD).

Corporate Wording

Corperate Wording ist Teil einer Kommunikationsstrategie (Corporate Communications, CC) eines Unternehmens. Es gibt bestimmte Worte, Formulierungen und Phrasen vor, die in allen Kommunikationskanälen (Website, Jahresbericht, Mitarbeiter*innenzeitung, Werbung) verwendet werden sollen z. B. positive Formulierungen im Kund*innenkontakt, bestimmte Produktbezeichnungen, Anredeformen für Kund*innen. Ziel ist eine einheitliche Kommunikation von allen Abteilungen und Mitarbeiter*innen des Unternehmens, passend zur Corporate Identity (CI), (Corporate Culture, CC) und dem einheitliche Erscheinungsbild (Corporate Design, CD).

Cross-Media-Werbung

Werbestrategie; Durchführung von Werbemaßnahmen in verschiedenen Medien wie Print, Internet, Radio, TV - diese werden aufeinander abgestimmt eingesetzt.

Direkt Marketing

Alle Marketing- und Werbemaßnahmen, die ein Unternehmen in direktem Kontakt, durch persönliche Beziehungen mit der Zielgruppe durchführt (z. B. Messen, Verkostungen, Verkaufsgespräche).

Influencer-Marketing

Influencer-Marketing nutzt das Prinzip der "Mundpropaganda", um bestimmte Marken oder Produkte gut zu positionieren, die Kundenbindung zu erhöhen, neue Produkte auf dem Markt einzuführen oder den Produktabsatz zu steigern. Die Werbestrategien werden nicht direkt, sondern indirekt über sogenannte "Einflussnehmer" (Influencer (m./w./d.)) und über ihre Informationskanäle (Blogs, Social Media) umgesetzt. Sie präsentieren und empfehlen Produkte, die für ihr Zielpublikum interessant sein könnten (z. B. ein neues Smartphone auf einem Technik-Blog) und beeinflussen so die Kaufentscheidungen ihrer Zielgruppe.

Marke

Gemäß der Definition des Österreichischen Markenschutzgesetzes sind Marken jene besonderen Zeichen, die dazu dienen, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von jenen anderer Unternehmen zu unterscheiden. In Österreich gilt das "Eintragungsprinzip", d.h. das Markenrecht entsteht durch Eintragung in das Markenregister.

Marketing

Marketing bezeichnet die Ausrichtung eines Unternehmens auf die Verbesserung der Absatzmöglichkeiten.

Marketingstrategien

Längerfristige Pläne, um die Bekanntheit eines Unternehmens und seiner Produkte und Leistungen am Markt (bei den Kund*innen) zu verbessern.

Media Relations

Ein Teil von Public Relations Konzepten. Unter Media-Relations versteht man die Beziehungen von Unternehmen und Organisationen zu Vertreter*innen von Medien (z. B. Journalist*innen, Redakteur*innen). Instrumente der Media Relations sind z. B. Pressekonferenzen und -veranstaltungen, Broschüren und Infomappen, Presseaussendungen, E-Mail, Newsletter.

Medien

Der Begriff Medien fasst alle Formate zusammen, die der Informationsvermittlung dienen. Dazu zählen zum Beispiel Zeitung, Film, Fernsehen, Radio oder Internet.

Es gibt unterschiedliche Varianten Medien zu gruppieren, z. B. in Printmedien (Zeitungen, Magazine, Bücher, Flugblätter), elektronische Medien (Radio, Fernsehen, Mobilfunk, E-Books, Internet), digitale Medien (World Wide Web, Social Media, E-Books, Spielekonsolen), Speichermedien (USB-Sticks, CDs, BlueRays, DVDs). Häufig wird auch in "neue Medien" (Internet, Social Media, Künstliche Intelligenz) und "traditionelle Medien" (Zeitung, Fernsehen, Radio) unterschieden.

Multimediaprodukte verbinden mehrere Medien-Elemente wie Schrift, Bild und Grafik, Ton, Film/Video, Computer-Animationen u. a.

Permission Marketing

Sammelbegriff für das erlaubte Zuschicken von Produktinformationen an Nutzer*innen, die ihre E-Mail- oder Post-Adresse bei der Registrierung für einen Newsletter, eine Mailingliste oder auf der Website hinterlassen haben.

Public Marketing

engl. für: Öffentlichkeits-Marketing; Gesamtheit aller Marketing-Maßnahmen, die auf die allgemeine Öffentlichkeit ausgerichtet sind.

Public Relations (PR)

Public Relations (PR) oder auch "Öffentlichkeitsarbeit", umfasst alle Maßnahmen, das Ansehen bzw. den Bekanntheitsgrad einer Person, einer Institution oder eines Unternehmens in der Öffentlichkeit zu fördern und zu verbessern. Beispiele für PR-Maßnahmen sind Imagewerbung durch Inserate und TV-Spots, Presseaussendungen, Unternehmensblogs (Corporate Blogs), Vorträge, Pressekonferenzen, Publikationen, Teilnahme an Ausstellungen, PR-Events, gemeinnützigen Aktionen sowie die Schulung und Information der Mitarbeiter*innen (interne PR).

Sponsoring

= finanzielle (oder auch tatkräftige) Unterstützung sozialer, kultureller, ökologischer, sportlicher oder wissenschaftlicher Einrichtungen bzw. Veranstaltungen durch eine Person oder ein Unternehmen mit dem Ziel, Image und Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit zu steigern.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Suchmaschinenoptimierung (engl. SEO = search engine optimization) ist neben dem Search Engine Advertising (SEO) ein Begriff aus dem Suchmaschinenmarketing. Ziel ist, dass die Inhalte der eigenen Website, des Unternehmensblogs oder des Video-Channels möglichst weit oben in allen relevanten Suchmaschinen gelistet werden. Optimierende Maßnahmen sind z. B. eine bestimmte Wortwahl bei den Texten und die richtige Auswahl von Stichwörtern (Onpage-Optimierung) sowie die gezielte Angabe von relevanten Links, die dem eigenen Themenbereich entsprechen (Offpage-Optimierung). Für die Suchmaschinenoptimierung gibt es zahlreiche Software-Programme und Analyse-Instrumente.

Suchmaschinenwerbung (SEA)

Suchmaschinenwerbung (engl: Search Engine Advertising = SEA) ist, zusammen mit der Suchmaschinenoptimierung (engl. Search Engine Optimization = SEO), eine Form des Suchmaschinenmarketings im Internet. Suchmaschinen z. B. Goggle, Yahoo, Bing, etc. verkaufen Werbeanzeigen, die an bestimmte Key Words geknüpft sind. Wird das entsprechende Key Word gesucht, wird neben dem Suchergebnis auch eine Anzeige des Werbetreibenden angeführt.

Werbung

Werbung ist ein wesentlicher Bestandteil des Marketings eines Unternehmens. Üblicherweise wird Werbung als "Absatzwerbung" verstanden, d. h. als eine vom Unternehmen ausgehende Maßnahme zur Absatz- und Verkaufsförderung des beworbenen Produktes.