Informationstechnolog*innen mit Schwerpunkt Systemtechnik sind hauptsächlich in IT-Dienstleistungsunternehmen tätig. Sie versorgen ihre Kundinnen und Kunden mit IT-Geräten wie Computer, Monitor, mobilen Geräten (Tablet, Laptop), Beamer, Drucker etc. sowie der passenden Software und sorgen für deren reibungslose Funktion. Außerdem konzipieren und planen sie Netzwerke, Server-, Datenspeicher- und Backup-Systeme und erstellen Berechtigungskonzepte. Sie besorgen die nötige Hard- und Software und konfigurieren die Geräte für Benutzer*innen und Netzwerk.
Informationstechnolog*innen mit Schwerpunkt Systemtechnik arbeiten gemeinsam mit Berufskolleg*innen und Spezialist*innen für Informationstechnologie (IT) und haben viel Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden. Im Gespräch mit ihren Auftraggeber*innen definieren sie die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden, beraten über verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten und führen Reparaturen, Wartungen und Erweiterungen durch. Sie beachten Datensicherheit und Datenschutz, dokumentieren alle technischen Prozesse, führen Tests durch und erstellen Benutzerhandbücher.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.
Und so geht es:
Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.
Wie funktioniert die Vorbereitung?
Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.
Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.
Link: Häufig gestellte Fragen!
Die WKO-Bildungspfade geben dir einen Überblick über durchgängige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen am Beispiel der WKO Bildungsangebote. Der Bildungspfad Berufsreifeprüfung steht in allen Lehrberufen offen:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
Freies Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Durch die Verwandtschaftsregelung wird die Ausbildung in einem Lehrberuf auf Teile der Lehrzeit in anderen (verwandten) Lehrberufen angerechnet. Dadurch verkürzt sich die Lehrzeit bei der Ausbildung in einem weiteren Lehrberuf (oder auch beim Wechsel auf einen verwandten Lehrberuf). In manchen Fällen wird die Lehrzeit und die Lehrabschlussprüfung auch vollkommen ersetzt.
Bei folgenden verwandten Lehrberufen verkürzt sich die Lehrzeit im Ausmaß der angegebenen Lehrjahre. (Beispiel: Der Eintrag „1. voll“ bedeutet z. B., dass sich die Lehrzeit im verwandten Lehrberuf um ein Jahr verkürzt.)
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
ADSL | Abkürzung für Asymmetric Digital Subscriber Line (asymmetrische, digitale Anschlussleitung). Dabei handelt es sich um eine Hochgeschwindigkeits-Internetverbindung. Das Frequenzband (eine Kupferleitung) wird in Teilbänder für die Übertragung von Videodaten und Telefonverkehr unterteilt. Diese haben unterschiedliche Bandbreiten (asymmetrisch). So sind schnellere Übertragungen möglich und es können mehr Daten empfangen als gesendet werden. |
Algorithmus | Ein Vorgehen oder eine Formel, die angewendet wird, um ein Problem zu lösen; Rechenvorschrift für Verfahren in der Mathematik und Informatik. Bezeichnet die genaue Folge von Einzelschritten, die im Rahmen von mathematischen Berechnungen oder Softwareprogrammierungen angewandt werden müssen. |
Anwendungsprogramme | Programme, die spezifische Probleme der Anwender*innen lösen. Typische Anwendungen sind Office-Programme wie z. B. Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation. |
App – Applikation | "App" bezeichnet eine Anwendungssoftware (Applikation), die hauptsächlich für Smartphones und Tablets, aber auch für Browser und Computer hergestellt wird. Im Vergleich zu einer Systemsoftware ist eine App (Applikation) für den normalen Betrieb eines Geräts nicht notwendig, sondern erfüllt nur eine bestimmte Funktion (z. B. E-Mail-Client, Spiel). Nutzungsbereiche sind vor allem Konsumgüter, Unterhaltung, Sport, Medien, aber auch Aktienmärkte und Wirtschaft. |
ASCII | American Standard Code for Information Interchange. ASCII bezeichnet ein Art der Textspeicherung, die nur Text und keine weiteren Gestaltungen zulässt. Damit wird die Textübertragung (z. B. beim Mailen) erleichtert. In amerikanischen Mailboxen werden Texte normalerweise im ASCII-Code dargestellt. |
Backup | Backup ist der englische Ausdruck für Sicherungskopie. Ein Backup kann sowohl von einem Programm, einem Verzeichnis, von bestimmten Dateien als auch von einer gesamten Festplatte gemacht werden. |
Betriebssystem | Das Betriebssystem, auch operating system (engl.) genannt ist die Software eines Rechners, über welche die verschiedenen Anwendungsprogramme (z. B. Textverarbeitungsprogramme, Bildbearbeitungsprogramme etc.) starten und laufen. Man bezeichnet die Programme des Betriebssystems als Systemprogramme. |
Big Data | Bezeichnung für gigantisch große Datenmengen, die mitunter global gesammelt werden - wie z. B. (Kunden-)Daten aus Social Media Plattformen, von Internet- und E-Maildiensten sowie von Verkehrsbetrieben, Fluglinien, Banken und Versicherungen. |
Browser | Bezeichnung für Navigationsprogramme für das Internet und World Wide Web (www). Die leicht bedienbaren Steuerprogramme zeigen Bilder und Texte, spielen Videosequenzen oder Tonfolgen ab und führen per Mausklick zu weiteren Informationen. Die bekanntesten Browser sind Microsoft Edge (früher Internet Explorer), Mozilla Firefox, Apple Safari und Google Chrome. Durch einfaches Klicken auf Vorwärts- oder Rückwärtspfeile blättern die AnwenderInnen zwischen den Web-Seiten. |
BUS | Binary Unit System. Ein BUS ist ein Datenübertragungssystem, das verschiedene Kommunikationsgeräte miteinander verbindet. Diese Busteilnehmer sind Sensoren (Befehlsgeber wie Taster, Schalter und Bewegungsmelder) und Aktoren (Befehlsempfänger wie Relais, Dimmer für Leuchten oder Antriebe). Die übertragenen Daten dienen vor allem dem Melden und Steuern jener Geräte, die an einem BUS angehängt sind. |
Cache | Bezeichnung für einen Zwischenspeicher für abgerufene Internetseiten auf der Festplatte oder dem Arbeitsspeicher des lokalen Rechners bzw. Computers. Bei erneuter Anwahl bereits abgerufener Seiten werden diese von der Festplatte weg geladen statt aus dem Internet. Dadurch ergibt sich ein wesentlicher Geschwindigkeitsvorteil. |
Client-Server-Prinzip | Alle wichtigen Anwendungen im Internet (z. B. WWW, FTP, News) basieren auf diesem Prinzip. Dabei wird auf der Benutzer*innenseite ein Clientprogramm (Client) eingesetzt, das mit einem bestimmten Dienstrechner im Netz (Server) Daten austauscht. Der Server ist dabei in der Regel für die Datenhaltung zuständig. Zum Datenaustausch bedienen sich Client und Server eines genau definierten Protokolls. |
Cloud Computing | Cloud Computing oder "Rechnerwolke" ist die Bereitstellung von IT-Infrastruktur und IT-Leistungen wie beispielsweise Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware für Unternehmen oder Privatpersonen über ein Netzwerk (z. B. Internet). |
Computer-Viren | Bösartige Miniprogramme landen schnell (beim Herunterladen aus dem Netz) im Speicher von PCs oder anderen elektronischer Geräte mit Internetzugang (Tabletts, Smartphone, Smart-TV) oder in Netzwerken und können einzelne Anwendungen oder das gesamte System lahmlegen, Daten verschlüsseln oder geheime Daten abrufen. Schutzprogramme und Firewalls helfen, die Geräte vor Computer-Virenbefall zu schützen. |
Computernetzwerk | Ein System von Computern, die miteinander verbunden sind, z. B. in Büros oder den verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens. Die einzelnen Computer sind in der Regel an einem zentralen Großrechner (Server) angeschlossen. |
Datenbank | Softwareprogramme zur Sammlung, Speicherung und Weiterverarbeitung von Daten aller Art (z. B. Kundendaten, Stücklisten, Produktionsdaten, statistische Daten und Kennzahlen, wissenschaftliche Daten und vieles mehr). Geläufige Datenbankprogramme sind z. B. Access oder SQL. |
Freeware | Software, die kostenlos über das Netz erhältlich ist. |
FTP | File Transfer Protocol. Datenübertragungsprotokoll zwischen zwei Rechnern. Es wird im weltumspannenden Internet oder in lokalen Netzen eingesetzt, die auf TCP/IP Basis arbeiten. |
Großrechnersystem | Computer mit einer sehr hohen Rechenleistung. Sie werden vor allem in Großunternehmen, wissenschaftlichen Institutionen und zentralen Behörden eingesetzt. |
Hardware | im Sinne von Computerhardware: sind die mechanischen und elektronischen Teile eines Computersystems |
Hotkey | Gängige Bezeichnung für eine Tastenkombination, die eine bestimmte Aktion in einem Anwendungsprogramm auslöst. Häufig werden aber auch normale Tastaturbefehle zur Steuerung von Anwendungsprogrammen als Hotkeys bezeichnet. |
HTML | Abkürzung für "Hypertext Markup Language". Eine Programmiersprache zur Dokument-Erstellung im Internet (z. B. Homepages). |
JAVA | Eine einfache Programmiersprache, die vom verwendeten Computertyp unabhängig ist. Über die WWW-Sprache HTML können Java-Programme aufgerufen werden: stößt der WWW-Browser auf einen entsprechenden Vermerk, lädt er automatisch die passende Java-Datei und führt sie aus. |
JPEG | Abkürzung für Joint Photographic Expert Group. Ein Kompressionsverfahren für Fotos und Grafikdateien (Kompression bedeutet Zusammenpressung). |
Kleinserveranlage | Ein Computer mit kleiner oder mittlerer Rechenleistung, dessen Leistung allen an ein Netzwerk angeschlossenen Computern zur Verfügung steht. Ein Netzwerk besteht aus verschiedenen Computern, z. B. in einem Unternehmen oder einer Abteilung, die miteinander verbunden sind. |
Komponente | In der EDV häufig verwendeter Begriff für Bestandteile oder Elemente der Hardware oder Software. |
konfigurieren | Fachbegriff der EDV/Informatik: Hard- und Softwarekomponenten zu einem funktionierenden Computersystem zusammenstellen und abstimmen. |
Motherboard | Ein Brett aus elektronisch isoliertem Material (Grundplatine), welches das Rechenwerk des Computers, den Arbeitsspeicher, Datenleitungen sowie die Schnittstellen zu anderen technischen Bestandteilen des Computers wie Grafik- oder Soundkarte, internes Modem usw. enthält. |
Netzwerkbetriebssystem | Ein Netzwerksbetriebssystem verwaltet Dateien, Drucker, Faxgeräte und andere gemeinsam genutzte Hardware-Komponenten für alle eingebundenen Computer. |
Netzwerke |
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Netzwerkkarte | Eine Steckkarte, die in jeden Computer eingesetzt wird, der mit einem Netzwerk verbunden ist. Netzwerkkarten kopieren Daten und Datenpakete, die über Datenleitungen (sogenannte "Buse") zu anderen Computern im Netzwerk bzw. zum Zentralrechner (Server) wandern. |
Netzwerkprotokoll | Ein Protokoll, das den Datentransfer in Netzwerken aufzeichnet. |
Netzwerktopologie | Als Netzwerktopologie wird die Anordnung der Geräte und Leitungen im einem Rechnernetzwerk bezeichnet. Die logische Topologie bezeichnet den Datenfluss zwischen den Geräten, die physikalische Topologie die Netzwerkverkabelung. Eine gute Netzwerktopologie sorgt dafür, dass das Netzwerk ausfallsicher ist. |
Smart Production | „Smart production“ bezeichnet die digitale und intelligente Vernetzung der Produktionsumgebungen und aller damit verbundenen Bestandteile. Insbesondere wird damit die Vernetzung von Maschinen, Services und Menschen über die gesamte Produktionskette hinweg beschrieben. Unternehmen sollen dadurch intelligenter, rascher und vorausschauender agieren und flexibler (individualisierter) und effizienter (günstiger) produzieren können. Smart production wird teilweise als Synonym für Industrie 4.0 verwendet, ist aber eher ein Bestandteil von Industrie 4.0. |
SMTP | Simple Mail Transfer Protocol. Ein Übertragungsprotokoll speziell für den Austausch von E-Mails. |
Tool | engl. für Werkzeug. In der IT die Bezeichnung für Hilfsprogramme und verschiedene Anwendungen. |
WAN | = Wide Area Network oder Weitverkehrsnetzwerk (z. B. Internet). WANs bestehen aus mehreren LANs (=LAN - Local Area Network), die über Fernleitungen miteinander verbunden sind. |
WAP | Wireless Application Protocol oder kabelloses Anwendungsprotokoll. WAPs dienen als Standard-Protokolle für die Funkübertragung von Internetinhalten. Nutzer*innen könnten damit mit Handy oder Notebook auf das Internet zugreifen, E-Mails versenden, empfangen usw. |
World Wide Web | WWW steht gleichbedeutend für das Internet. Das World Wide Web ist ein weltweites Netz mit Informationsdiensten bestehend aus Texten, Grafiken, Sound- und Videosequenzen. |