Outdoorpädagoge / Outdoorpädagogin

Outdoorpädagog*innen planen, initiieren, gestalten, begleiten und leiten Gruppen und Teams durch einen Lernprozess mit und in der Natur. Dabei wenden sie naturpädagogische und psychosoziale Methoden für Persönlichkeitsentwicklung, Teamentwicklung, Stärken- und Schwächenanalyse und Grenzerfahrungen an. Sie geben den Teilnehmer*innen die Möglichkeit zur Selbsterfahrung oder setzen den Fokus auf Teambildung und Coaching.

Outdoorpädagog*innen arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen oder allein und betreuen Gruppen verschiedener Größen.

Akademischer Beruf
Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Outdoortrainings erstellen und planen
  • Absprache mit Kund*innen über Schwerpunkt der Trainings, z. B. Teambildung, Potenzialanalyse usw.
  • Aufgaben, Lernmaterialen und Informationsmaterialien erstellen
  • pädagogische und psychosoziale Betreuung der Teilnehmer*innen
  • Outdoortrainings durchführen, Regeln und Aufgaben erklären
  • erforderliche Sicherheitsmaßnahmen planen und umsetzen
  • Trainingsergebnisse, -erfolge evaluieren und dokumentieren
  • div. Verwaltungs- und Organisationsarbeiten durchführen

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gute körperliche Verfassung
  • gute Stimme
  • Wetterfest

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Datensicherheit und Datenschutz
  • didaktische Fähigkeiten
  • gute Beobachtungsgabe
  • gute Deutschkenntnisse
  • gute rhetorische Fähigkeit
  • Präsentationsfähigkeit

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Aufgeschlossenheit
  • Bereitschaft zum Zuhören
  • Einfühlungsvermögen
  • Führungsfähigkeit (Leadership)
  • Integrationsvermögen
  • interkulturelle Kompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Kund*innenorientierung
  • Motivationsfähigkeit
  • soziales Engagement
  • Verständnis für Jugendliche und Kinder

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Freundlichkeit
  • Geduld
  • Naturliebe
  • Selbstbeherrschung
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Verschwiegenheit / Diskretion

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Kreativität
  • Planungsfähigkeit

Voraussetzung für die Arbeit als Outdoorpädagoge bzw. Outdoorpädagogin ist eine abgeschlossene Ausbildung eines Lehrgangs mit dem Schwerpunkt Outdoorpädagogik bzw. Erlebnispädagogik, diese Lehrgänge werden meist berufsbegleitend angeboten. Oft dient ein Studium der Pädagogik als Grundlage, ist jedoch keine Voraussetzung für eine Ausbildung zum Outdoorpädagogen bzw. zur Outdoorpädagogin.

Art: Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • abgeschlossenes Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Arts (MA)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes, facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Arts (MA)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Graz – Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 380 -1066
Fax: +43 (0)316 / 380 -9030
email: 4students@uni-graz.at
Internet: https://studien.uni-graz.at/

Art: Bachelorstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

Reifezeugnis oder Studienberechtigungsprüfung

Abschluss:

Bachelor of Arts (BA)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien

Info:

Berufsfelder: Bildungsplanung und -institutionenentwicklung, bildungspolitische Analyse und Beratung, Konzeption, Revision bzw. Evaluation von Programmen und Projekten der für Fort- und Weiterbildung zuständigen Bereiche privater betrieblicher wie öffentlicher Verwaltung (Bildungsreferent), die Bereiche medialer Kulturvermittlung, der Erziehungs- und Bildungsberatung etc., Wissenschafts- und Forschungsinstitutionen.

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/

Art: Sonstige Ausbildung

Dauer: 170 UE

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen:

  • vollendetes 18. Lebensjahr
  • Berufserfahrung
  • Teilnahme am Info-Abend

Abschluss:

Diplom

Info:

Kosten: EUR 2.600,00 inkl. Skripten und Prüfungsgeb., exkl. Kosten für 2 Outdoormodule

Zielgruppe: primär Personen pädagogischer Berufsgruppen, die ihre Fachkompetenz in der Erlebnis- und Spielpädagogik vertiefen möchten: LehrerInnen, KindergärtnerInnen, HorterzieherInnen, SozialpädagogInnen, LektorInnen, PsychologInnen, TrainerInnen in der Erwachsenenbildung, BeraterInnen, FreizeitpädagogInnen, NachmittagsbetreuerInnen etc.

Inhalte:

  • Modul 1: Gruppenbildungsprozesse erlebnisorientiert gestalten (extern)
  • Modul 2: handlungsorientierte Methoden–Planung & Durchführung
  • Modul 3: gruppendynamische Hintergründe und Teamdiagnostik
  • Modul 4: Teamentwicklung: Initiativ-und Kooperationsaufgaben
  • Modul 5: theoretische Hintergründe –Lernen mit Kopf, Herz und Hand
  • Modul 6: Selbstversorgung als Erlebnis & Projektmanagement (extern)

Adressen:

BFI Salzburg
Schillerstraße 30
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 88 30 81 -513
Fax: +43 (0)662 / 88 32 32
email: info@bfi-sbg.or.at
Internet: https://www.bfi-sbg.at/

Art: Lehrgang

Dauer: 265 Präsenzstunden (auf 11 Module aufgeteilt)

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Erste-Hilfe-Kurs (16-stündig)
  • Interesse für die Arbeit mit Gruppen
  • Interesse für das Medium Natur
  • Grundlegende körperliche Gesundheit und Fitness
  • Grundlegende Bereitschaft zum Komfortverzicht

Abschluss:

Diplom

Berechtigungen:

Dipl. Erlebenispädagoge/-pädagogin: Der Lehrgang ist aufZAQ zertifiziert, und somit vom Bundesministerium für Familien und Jugend in Österreich und Südtirol anerkannt.

Info:

Kosten: EUR 4.608,00

Im Rahmen unserer Erlebnispädagogikausbildung erfahren wir, wie viel Spaß die Natur machen kann. Das versuchen Erlebnispädagoginnen und Erlebnispädagogen sowohl Kindern und Jugendlichen, als auch Erwachsenen, Teams, Vereinen oder Firmen zu vermitteln. Durch die Verbindung mit der Natur, schärfen wir mit der Erlebnispädagogikausbildung unsere Sinne, schöpfen Kraft, gewinnen Selbstvertrauen und erleben Abenteuer.

Der Erlebnispädagogik-Lehrgang wird in folgende Module geteilt:

  • Notfallmanagement (3 Tage)
  • Materialkunde (3 Tage)
  • Recht und Logistik (3 Tage)
  • City Bound (2 Tage)
  • Kooperative Abenteuerspiele (3 Tage)
  • Gruppendynamik (3 Tage)
  • Landart (3 Tage)
  • Wasser, Wald und Wiese (3 Tage)
  • Adventure Days (4 Tage)
  • Active Retreat (4 Tage)
  • Supervisionstag (1 Tag)

Weitere Infos: https://www.neverest.at/

Adressen:

NEVEREST Lifelong Learning GmbH
Utzstraße 3/1/B10
3500 Krems an der Donau

Tel.: +43 (0)2732 / 21009
Fax: +43 (0)2732 / 21009 -15
email: kontakt@neverest.at
Internet: https://www.neverest.at

Dauer: 420 UE

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen:

  • 18 Jahre
  • körperliche und geistige Eignung

Abschluss: Dipl. Outdoortrainer*in

Info:

Mit dem Lehrgang „Diplomierte/r Outdoortrainer*in“, beherrschen die Absolvent*innen ein breites Wissen in den Bereichen Outdoor-Pädagogik, Gruppendynamik, Natur- und Umweltkunde, Karten- und Geländekunde sowie Outdoorspiele und Überlebenstechniken!

Kosten: EUR 2.523,00

Unterrichtssprache: Deutsch

Ausbildungsinhalte:

Diese Ausbildung umfasst Karten und Geländekunde, Wetterkunde, Führen von Gruppen, Outdoorspiele, Wildwasser, Survival Training im Alpinen Bereich, Teambuilding, Naturpädagogik uvm. Das Praktikum umfasst 60 Stunden und wird durch die Teilnehmenden selbstständig durchgeführt.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Absolvent*innen dieser Ausbildungen können im Angestelltenverhältnis oder selbstständig arbeiten.

Weitere Infos: https://www.personaloutdoorakademie.com/outdoor/

Adressen:

Akademie für individuelle Weiterentwicklung St. Johann/Pongau
Industriestraße 44/Standort St. Johann/Pongau
5600 St. Johann/Pongau

Tel.: +43 (0)670 308 26 56
email: info@individuelle-weiterenticklung.com
Internet: https://www.individuelle-weiterentwicklung.com/

Akademie für individuelle Weiterentwicklung Schladming
Feldweg 149/Standort Schladming
8971 Schladming

Tel.: +43 (0) 670 308 26 56
email: info@individuelle-weiterenticklung.com
Internet: https://www.personaltrainerakademie.com

Akademie für individuelle Weiterentwicklung Wien
Kurbadstraße 15/Standort Wien
1100 Wien

Tel.: +43 (0)670 308 26 56
email: info@individuelle-weiterenticklung.com
Internet: https://www.individuelle-weiterentwicklung.com/

Art: Lehrgang

Dauer: 320 UE

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen: Keine besonderen Voraussetzungen

Abschluss: Zertifikat Outdoorpädagog*in, outdoorpädagogische/r Trainer*in

Info:

Kurzbeschreibung: Die praxisorientierte Ausbildung Outdoorpädagogik vermittelt die pädagogischen Basics, das notwendige Fachwissen sowie die Fertigkeiten und Kompetenzen, die zur professionellen Planung, Anleitung sowie Begleitung und Führung von Gruppen im Arbeitsfeld Natur benötigt werden. Der Nachweis pädagogischer Kompetenzen ist garantiert!

Zielgruppe: Der Lehrgang richtet sich an Personen, die in und mit der Natur Lernprozesse für Gruppen und Teams planen, initiieren, gestalten, begleiten und leiten möchten.

Kosten: EUR 2.986,00 + USt (in diesem Betrag sind sämtliche Ausbildungsunterlagen enthalten)

Dauer: 320 UE an 5 Wochenenden + 30 Stunden Peergruppenarbeit + ausbildungsbegleitende Projekte und Übungen

Inhalte:

  • Methodik und Didaktik der Outdoorpädagogik
  • Entwicklung von Lernzielen
  • Lern-, Entwicklungs- und Interventionskonzept
  • Gruppendynamik und -führung
  • Trainingsaufbau und -gestaltung
  • Outdoortools und Mobile Seilarbeit
  • Outdooraufgaben, -szenarien und -projekte
  • Projektplanung und -entwicklung
  • Rechtliche Grundlagen
  • Was tun bei Vor-, Zwischen- und Notfällen

Weitere Infos: https://www.bildungspartner.eu/bildungsangebote/%C3%BCbersicht-lehrg%C3%A4nge/outdoorp%C3%A4dagogik/

Adressen:

Bildungspartner Österreich
Schwarzwaldgasse 10-12/4/2/Mag. Dr. Manfred Hofferer & Mag. Renate Fanninger Ges.b.R.
1230 Wien

Tel.: +43 (0) 664 3142 807
Fax: +43 (0)1 889 86 37
email: office@bildungspartner.eu
Internet: https://www.bildungspartner.eu/

Art: Lehrgang

Dauer: 3 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • positiver Abschluss der 8. Schulstufe
  • Eignungsprüfung
  • abgeschlossene Lehrwarteausbildung/Instruktorausbildung und
  • ärztliches Attest

Abschluss:

Abschlussprüfung (im Jahr der Abschlussprüfung muss das 18. Lebensjahr vollendet sein)

Adressen:

Bundessportakademie Linz
Auf der Gugl 30
4020 Linz

Tel.: +43 (0)732 / 652 352
Fax: +43 (0)732 / 600 920
email: infolinz@bspa.at
Internet: http://www.bspa.at/linz/

Schwerpunkte:

Dilpomtrainer/innenausbildung

Lehrwarteausbildung/Instruktorausbildung

Trainer/innenausbildung


Bundessportakademie Graz
Kadettengasse 19d
8041 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 327 980 -0
Fax: +43 (0)316 / 327 980 -16
email: infograz@bspa.at
Internet: http://www.bspa.at/graz/

Schwerpunkte:

Lehrwarteausbildung/Instrukorausbildung

Tennislehrer/innenausbildung

Trainer/innenausbildung


Bundessportakademie Innsbruck
Fürstenweg 185
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 507 45 -400
Fax: +43 (0)512 / 507 45 -50
email: infoinnsbruck@bspa.at
Internet: http://www.bspa.at/innsbruck/

Schwerpunkte:

Bergführer/in- und Skilehrer/innenausbildung

Diplomtrainer/innenausbildung

Lehrwarteausbildung/Instruktorausbildung

Trainer/innenausbildung


Bundessportakademie Wien
Auf der Schmelz 6
1150 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -27901
Fax: +43 (0)1 / 42 77 -9279
email: infoWien@bspa.at
Internet: http://www.bspa.at/wien/

Schwerpunkte:

Diplomlehrer/innenausbildung

Lehrwarteausbildung/Instruktorausbildung

Skiinstruktor/innenausbildung

Sportlehrer/innenausbildung

Tennislehrer/innenausbildung

Trainer/innenausbildung


Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:

a) Freie Berufe:

  • Vortragender/Vortragende; Trainer*in

Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Wirtschaftstreuhänder Berufsordnung, Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist/Journalistin, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.

b) Freie Gewerbe

  • Erstellung von Trainingskonzepten für gesundheitsbewusste Personen
  • Planung einer sinnvollen Freizeitgestaltung (Animation)

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:

c) reglementierte Gewerbe:

  • Lebens- und Sozialberatung, BGBl. II Nr. 140/2003 (Novelle durch BGBl. II Nr. 112/2006)

Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe


ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Arbeitsbereiche

Die Outdoorpädagogik ist eine eigenständige pädagogische Richtung und basiert auf einem ganzheitlichen Menschenbild (beim ganzheitlichen Menschenbild wird davon ausgegangen, dass Körper, Seele, Geist und das Lebensumfeld miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen). Sie ermöglicht Naturspiel-, Experimentier- und Entwicklungsräume und findet in der Natur, also Outdoor statt. Das Ziel ist die Erweiterung der Erlebens- und Handlungsfähigkeiten der Teilnehmer*innen und die Entwicklung von persönlichen, sozialen und emotionalen Kompetenzen. Outdoorpädagog*innen wenden dazu wissenschaftliche und praktische Methoden und Techniken aus Pädagogik und Psychologie an, sowie Evaluations-, Interventions- und Transferformen (Übertragung von Wissen) in und mit der Natur.

Outdoorpädagog*innen planen, initiieren, begleiten und gestalten sogenannte Outdoortrainings für Gruppen, Schulklassen, Abteilungen und Teams aus Unternehmen usw. Dabei beschäftigen sich die Teilnehmer*innen unter der Leitung der Outdoorpädagog*innen mit dem Verstehen, Entwickeln, Entfalten, Vertrauen und Wahrnehmen des eigenen Ich und des Miteinanders in Gruppen und Teams. Vor allem bei der Arbeit mit Schulklassen legen Outdoorpädagog*innen den Fokus häufig auf Potenzialanalysen zur individuellen Weiterentwicklung. Ein wichtiger Faktor der Outdoorpädagogik ist, dass Entwicklungen, Experimente und Spiele gemeinsam und miteinander in Gruppen stattfinden und erarbeitet werden. Dazu werden natürliche Lernformen wie erlebnisorientierte Wanderungen, Hochseilgarten-Touren, gemeinsame Bauprojekte, wie der Bau eines Floßes mit anschließender Flussüberquerung, usw. angewandt.

Durch die naturpädagogischen Methoden wird die Natur, in der die Outdoortrainings stattfinden, zu einem Entspannungsraum, Lern- und Lehrraum und Bereich für Kreativität. Für die Trainings erstellen Outdoorpädagog*innen Zeitpläne und Lernkonzepte, planen Aufgaben und bereiten diverse (Lern-)Materialien vor. Solche Konzepte umfassen zum Beispiel künstlerisches Gestalten, Abenteuer- und Geschicklichkeitsspiele, Rollen- und Wettspiele, Übungen zu verbaler und non-verbaler Kommunikation (Kommunikation ohne Worte, z. B. nur anhand der Körpersprache), gemeinsames Lösen von kniffligen Aufgaben, kreative Lösungsfindungen usw.

Arbeitsmittel

Das wichtigste Arbeitsmittel für Outdoorpädagog*innen ist die eigene Person. Um andere Menschen und Gruppen in ihrer Entwicklung unterstützen zu können, ist es wichtig, selbst eine gefestigte Persönlichkeit zu sein.

Outdoorpädagog*innen arbeiten zur Planung der Outdoortrainings und zur Kommunikation mit Computern, Laptops, Druckern, Scannern, Telefonen und Mobiltelefonen (Smartphones). Sie führen Datenbanken und schriftliche Unterlagen und verwenden Fachliteratur. Bei den Trainings verwenden sie Flipcharts, Beamer und Präsentationssoftware, vor allem aber unterschiedlichste Materialien für die Outdooraktivitäten: Bälle, Seile, div. Hölzer, Tücher, Hindernisparcours, Sicherungsmaterialien und vieles mehr; bei umfangreicheren Aktivitäten auch Rucksäcke, Zelte usw.
Sie stellen Lernunterlagen, Broschüren und Infomaterialien zur Verfügung, die sie oft auch selbst erarbeiten.

Arbeitsumfeld

Outdoorpädagog*innen arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen oder allein gemeinsam mit Gruppen verschiedener Größen. Sie arbeiten in Seminar- und Schulungsräumen, hauptsächlich aber draußen in der Natur, im Wald, an Ufern von Seen und Bächen, in Parks usw. Dadurch sind sie auch verschiedenen Wetterbedingungen wie Wind, Sonne und Hitze ausgesetzt. Teilweise arbeiten Outdoorpädagog*innen in speziellen Outdoor Einrichtungen wie z. B. Hochseilgärten, Hindernisparcours usw. Sie haben Kontakt zu ihren Kund*innen und beraten diese zu verschiedenen Trainingsangeboten.

  • Outdoorpädagog*innen arbeiten meist auf selbstständiger Basis oder freiberuflich bei Anbietern von Outdoortrainings

Outdoorpädagoginnen und -pädagogen können sich auf unterschiedliche Zielgruppen, insbesondere Altersgruppen spezialisieren. Beispielsweise:

  • Kinder- und Jugendliche
  • Seniorinnen und Senioren
  • Schulklassen und Kindergartengruppen
  • Teams aus Unternehmen
  • Familien

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Spezialisierungsmöglichkeiten (Auswahl):

Outdoorpädagog*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für den Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und verschiedene spezialisierte Anbietern im pädagogischen Bereich bieten eine gute Möglichkeit sich in relevanten Bereichen weiterzubilden. Auch zahlreiche Universitäts- und Fachhochschullehrgänge ermöglichen eine Weiterbildung. Zudem haben Outdoorpädagog*innen die Möglichkeit zur beruflichen Weiterentwicklung und Höherqualifizierung in Form eines außerordentlichen Weiterbildungsstudiums oder eines ordentlichen Zweitstudiums sowie eines weiterführenden PhD-Studiums.

Größere Organisationen und Veranstalter von Outdoorevents organisieren laufend Seminar und andere Weiterbildungsveranstaltungen für ihre Mitarbeiter*innen.

Außerdem ist für Outdoorpädagog*innen die laufende Lektüre von Fachzeitschriften, der Besuch von facheinschlägigen Seminaren, die Vernetzung bei Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an Expert*innennetzwerken (online und offline) eine wichtige Möglichkeit, um sich auf dem neuesten Stand zu halten.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Coaching

Engl. für trainieren, betreuen, vorbereiten. Beratung durch einen spezifisch (oft psychologisch) ausgebildeten Coach. Dabei werden allgemeine, persönliche oder unternehmensinterne Probleme angesprochen.

Didaktik

Ein Fachbegriff der Pädagogik (Erziehungswissenschaft). Didaktik bedeutet ursprünglich "Kunst des Lehrens". Dabei geht es also um Unterrichtslehre (Lehrmethoden, Lehrinhalte, Lehrplan usw.).

Empathie

Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Situation und Problemlagen anderer Menschen einzufühlen.

Hard Skills / Soft Skills

Die Bezeichnung für fachliche Kompetenzen. Im Gegensatz dazu: Soft Skills = Soziale Kompetenzen wie z. B. Teamfähigkeit, Kommunikationskompetenz, Kontaktfähigkeit.

Interkulturalität

Der Begriff Interkulturalität bezeichnet die Beziehung und den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen. Interkulturalität bedeutet z. B., dass in Situationen wie etwa am Arbeitsplatz MitarbeiterInnen aus verschiedenen Kulturen gleichberechtigt behandelt werden.

Mediation

Mediation ist eine Methode der Konfliktschlichtung, bei der die Konfliktparteien mit Hilfe einer unparteiischen dritten Person (Mediator*in) über die Konfliktsituation verhandeln und eine Vereinbarung schließen, mit der alle Konfliktparteien zufrieden sind. Häufige Anwendungsfälle sind z. B.: Scheidungen, Obsorgefragen, Eigentumsrecht, Umweltverfahren.

Pädagogik

Erziehungswissenschaft oder die Theorie und Praxis von Bildung und Erziehung.

psychologisch

= seelisch