Kerammaler*innen dekorieren und verzieren Keramikwaren wie z. B. Geschirr, Vasen, Schüsseln, Krüge und andere Ziergegenstände mit verschiedenen Farben und Mustern. Dabei arbeiten sie großteils händisch und mit Pinseln und Schablonen. In größeren Betrieben bedienen sie zur Bemalung und Verzierung auch computergesteuerte Maschinen. Sie bringen Ränder-, Linien- und Bänderdekors sowie verschiedene Schriftzüge und Ornamente auf die Erzeugnisse an. Kerammaler*innen arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften in Werks- und Produktionshallen von Industrie- und Gewerbebetrieben.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.
Und so geht es:
Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.
Wie funktioniert die Vorbereitung?
Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.
Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.
Link: Häufig gestellte Fragen!
Die WKO-Bildungspfade geben dir einen Überblick über durchgängige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen am Beispiel der WKO Bildungsangebote. Der Bildungspfad Berufsreifeprüfung steht in allen Lehrberufen offen:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:
a) Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe.
b) Freies Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen Sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Durch die Verwandtschaftsregelung wird die Ausbildung in einem Lehrberuf auf Teile der Lehrzeit in anderen (verwandten) Lehrberufen angerechnet. Dadurch verkürzt sich die Lehrzeit bei der Ausbildung in einem weiteren Lehrberuf (oder auch beim Wechsel auf einen verwandten Lehrberuf). In manchen Fällen wird die Lehrzeit und die Lehrabschlussprüfung auch vollkommen ersetzt.
Bei folgenden verwandten Lehrberufen verkürzt sich die Lehrzeit im Ausmaß der angegebenen Lehrjahre. (Beispiel: Der Eintrag „1. voll“ bedeutet z. B., dass sich die Lehrzeit im verwandten Lehrberuf um ein Jahr verkürzt.)
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Kerammaler*innen übernehmen die bereits fertig geformten und gebrannten Tonwaren und bearbeiten sie mit verschiedenen Bemalungs- und Glasurtechniken. Dabei arbeiten sie nach Vorlagen und Werkskizzen, bei Einzelanfertigungen auch nach eigenen Entwürfen. Zu den wichtigsten Erzeugnissen von Kerammaler*innen gehören Tonwaren wie Geschirr, Vasen, Schüsseln, Krüge, Tassen, Becher sowie diverse Zier- und Dekorgegenstände.
Im Bereich der industriellen Kerammalerei kommen immer mehr Maschinen und computergesteuerte Geräte und Anlagen zum Einsatz. Doch ein Teil der Tätigkeiten ist nur schwer durch Maschinen ersetzbar wie z. B. handwerkliche Techniken wie Pinselmalerei, Spritzen, Glasieren, Stempeldruck oder Siebdruck. Kerammaler*innen bearbeiten, bemalen, glasieren und emaillieren die Werkstücke unter Anwendung verschiedener Techniken und brennen sie anschließend in Brennöfen oder lassen sie lufttrocknen. Die fertigen Gegenstände werden gereinigt und poliert und sachgerecht verpackt, eingelagert oder versendet.
Kerammaler*innen arbeiten mit fertig geformten und gebrannten Tonwaren aller Art, sie verwenden Metalloxydfarben, Email-, Glasur- oder Engobenfarben sowie verschiedene Pinsel und Schablonen. Mitunter bedienen sie auch computergesteuerte Maschinen und Anlagen und führen Stücklisten, Material- und Lagerlisten, Betriebsbücher, Journale und andere Dokumente.
Kerammaler*innen arbeiten in Werkstätten und Produktionshallen sowie auch in Labors, Spritzkabinen und Lagerräumen. Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften und haben Kontakt zu Kund*innen und Lieferant*innen.
Die Tätigkeit der Kerammaler*innen wird in Österreich heute fast ausschließlich in sehr geringem Umfang im kunsthandwerklichen Kleinstgewerbe ausgeführt. Es gibt in Österreich derzeit nur sehr wenige Betriebe der Kerammaler*innen beschäftigten oder ausbilden.
Der Beruf Kerammaler*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Emaillierung | Ein glasharter, gegen Korrosion und Temperaturschwankungen beständiger Schmelzüberzug als Schutz auf metallischen Oberflächen oder als Verzierung. |
Engoben | Eine dünne, keramische Überzugsmasse. Sie besteht aus pulverisiertem Ton, genau bemessenen Farbzusätzen und Wasser. Nachdem dies gut vermischt und durch ein feinmaschiges Sieb getrieben wird, lässt man die Masse zwei Tage lang ruhen. Danach wird das überschüssige Wasser entfernt. |
Glasur | Die Glasur macht den porösen Ton undurchlässig, glättet seine Oberfläche und gibt den Farben bei der Auf- und Unterglasurmalerei Halt und Festigkeit. Das Glasurpulver wird mit Wasser vermischt, durch ein feinmaschiges Sieb gefiltert und zwei Tage ruhen gelassen. |