Die Ausbildung im Lehrberuf Betonbau ist seit 1. Jänner 2020 möglich.
Betonbauer*innen fertigen nach technischen Plänen Schalungen an und befüllen sie mit Beton oder Stahlbeton. Sie bereiten die Baustelle vor und führen erforderliche Absicherungen durch, prüfen die bisher erbrachten Vorarbeiten, und stellen Baugruben, Künetten und Flachgründungen her. Sie bauen die Schalungen auf und bringen den Beton ein, der mit dem Fahrmischer zugeliefert oder direkt auf der Baustelle hergestellt wird. Nach dem Härten des Betons entfernen sie die Schalungen und reinigen sie. Die aus Beton und Stahlbeton gegossenen Bauteile, Bauwerksteile und Bauwerke werden für den Hoch-, Tief- und Wasserbau verwendet (z. B. für Fundamente, Decken, Treppen, Estriche Pfeiler, Träger). Außerdem stellen sie Fertigteile aus Beton her und verlegen diese.
Betonbauer*innen arbeiten auf Baustellen mit Vorarbeiter*innen, Polier*innen, Berufskolleginnen und -kollegen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften des Bauwesens zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.
Und so geht es:
Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.
Wie funktioniert die Vorbereitung?
Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.
Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.
Link: Häufig gestellte Fragen!
Die WKO-Bildungspfade geben dir einen Überblick über durchgängige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen am Beispiel der WKO Bildungsangebote. Der Bildungspfad Berufsreifeprüfung steht in allen Lehrberufen offen:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
a) Rechtskraftgewerbe:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
b) Freie Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Weitere Informationen und Kontakte:
Durch die Verwandtschaftsregelung wird die Ausbildung in einem Lehrberuf auf Teile der Lehrzeit in anderen (verwandten) Lehrberufen angerechnet. Dadurch verkürzt sich die Lehrzeit bei der Ausbildung in einem weiteren Lehrberuf (oder auch beim Wechsel auf einen verwandten Lehrberuf). In manchen Fällen wird die Lehrzeit und die Lehrabschlussprüfung auch vollkommen ersetzt.
Bei folgenden verwandten Lehrberufen verkürzt sich die Lehrzeit im Ausmaß der angegebenen Lehrjahre. (Beispiel: Der Eintrag „1. voll“ bedeutet z. B., dass sich die Lehrzeit im verwandten Lehrberuf um ein Jahr verkürzt.)
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Beton | Künstliches Gestein aus Zement, Wasser und Zuschlägen (Sand, Kies, Schotter usw.). Es gibt unterschiedliche Betonarten mit unterschiedlichen Dichten, z. B. Leichtbeton, Normal- und Schwerbeton. Enthält der Beton Stahleinlagen, unterscheidet man zwischen bewehrtem und unbewehrtem Beton, Stahlbeton oder Spannbeton etc. |
entgraten | Beim Entgraten werden scharfe Kanten, die bei einem Bearbeitungs- oder Herstellungsvorgang entstanden sind, entfernt (z. B. an Metallen, Beton, Mauerwerk). Auch Auffaserungen oder Splitter von metallischen Werkstücken werden durch Bürsten, Feilen, Schleifen, Fräsen, Gleitschleifen, thermisches Entgraten (z. B. Thermal Explosion Machining, TEM), elektrochemisches Entgraten, Hochdruckwasserstrahlentgraten, Druckfließen (DFL) oder Schneiden entfernt. |
Fahrmischer | Bezeichnung für Betonmischfahrzeuge, die Transportbeton zu Baustellen bringen. |
Flachgründungen | Flachgründungen sind Fundamente, bei denen die Last des Gebäudes über eine ebene Fläche (flache Grundfläche) in den Baugrund übertragen wird. |
Künette | Die Künette ist ein länglicher Aufgrabungsschacht im Straßenbau zur Leitungsverlegung. Sie wird üblicherweise zur Verlegung von Leitungen (Gas, Wasser, Strom, Telekommunikation etc.) gegraben. |
Schalungen | Schalungen sind Formen aus Holz, Baustahl oder Kunststoff, die mit flüssigem Beton gefüllt werden. |
Spritzbeton | Spritzbeton ist Beton aus einem Trocken- oder Nassgemisch, der durch geschlossene Rohr- oder Schlauchleitungen bis zur Einbaustelle transportiert wird, dort wird er auf die vorgesehenen Stellen gespritzt und gleichzeitig verdichtet. |
Stahlbeton | Stahlbeton ist Beton, der mit Stahleinlagen in Form von Drähten, Stäben oder Matten verstärkt wird. Stahlbeton wird für Konstruktionen eingesetzt, die stärkeren Zugkräften ausgesetzt sind. |
Transportbeton | Transportbeton ist frischer Beton, der an eine Baustelle angeliefert wird. Transportbeton wird in einem Transportbetonwerk gemischt und mit einem Betonmischfahrzeug (Fahrmischer) zur Baustelle gebracht und in Schalungen gefüllt. |