Die Ausbildung zum/zur KerammodelleurIn erfolgt im Lehrberuf Keramiker*in. Berufs- und Ausbildungsbeschreibungen findest du unter:
KerammodelleurInnen fertigen Gießvorlagen für Zier- und Gebrauchsgegenstände aus Keramik an. Diese Modelle dienen zur serienmäßigen Produktion von Tassen, Tellern, Kannen, Kacheln, Figuren, sanitären Einrichtungsgegenständen und vielem mehr. KerammodelleurInnen arbeiten dabei nach eigenen oder vorgegebenen Entwürfen und Werkskizzen. Sie modellieren die Formen (‚Mutterformen‘) aus Gips oder Ton und verwenden meistens elektrisch betriebene Drehscheiben (seltener händisch betriebene). KerammodelleurInnen arbeiten im Team mit BerufskollegInnen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften in den Werkhallen von Industriebetrieben sowie in Werkstätten von handwerklichen Keramikbetrieben.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Der Lehrberuf Kerammodelleur*in wurde per 30. Juni 2009 aufgehoben und durch den Schwerpunktlehrberuf Keramiker*in ersetzt. Die Ausbildung zum/zur Kerammodelleur*in erfolgt im Lehrberuf °Keramiker*in (Lehrberuf)#.
Art: Schulausbildung
Dauer: 4 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Abschlussprüfung
Berechtigungen:
Weitere Infos: https://ceramico-campus.schule/fachschule/
Landesfachschule für Fliese, Keramik und Ofenbau Stoob (CERAMICO Campus)
Keramikstraße 16
7344 Stoob
Tel.: +43 (0)2612 / 424 84 -0
email: office@keramikschule.at
Internet: https://ceramico-campus.schule/
Schwerpunkte:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Ofenbautechnik
Fachschule für Fliesen, Keramik und Ofenbau
Art: Schulausbildung
Dauer: 5 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Reife- und Diplomprüfung (Matura)
Berechtigungen:
Info: Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien; Vorlage des Originals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen
Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Graz – Ortweinschule
Körösistraße 157
8010 Graz
Tel.: +43 (0)5 0248 019
Fax: +43 (0)5 0248 019 -999
email: dion@ortweinschule.at
Internet: https://www.ortweinschule.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Bautechnik:
Fachschule für Bautechnik (mit Betriebspraktikum)
Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik:
Höhere Lehranstalt für Grafik- und Kommunikations-Design
Höhere Lehranstalt für Medien:
Höhere Lehranstalt für Innenarchitektur und Holztechnologie – Raum- und Objektgestaltung
Höhere Lehranstalt für Kunst und Design:
Kolleg für Kunst und Design für Berufstätige:
Bauhandwerkerschule für Maurer*innen
Bauhandwerkerschule für Zimmerei
Meisterschule für Kunst und Gestaltung:
Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung
Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Bautechnik
Art: Kolleg
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Diplomprüfung
Berechtigungen:
Weitere Infos: https://ceramico-campus.schule/kolleg/
Landesfachschule für Fliese, Keramik und Ofenbau Stoob (CERAMICO Campus)
Keramikstraße 16
7344 Stoob
Tel.: +43 (0)2612 / 424 84 -0
email: office@keramikschule.at
Internet: https://ceramico-campus.schule/
Schwerpunkte:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Ofenbautechnik
Fachschule für Fliesen, Keramik und Ofenbau
Art: Schulausbildung
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Reif- und Diplomprüfung (Matura)
Berechtigungen:
Weitere Infos: https://ceramico-campus.schule/aufbaulehrgang/
Landesfachschule für Fliese, Keramik und Ofenbau Stoob (CERAMICO Campus)
Keramikstraße 16
7344 Stoob
Tel.: +43 (0)2612 / 424 84 -0
email: office@keramikschule.at
Internet: https://ceramico-campus.schule/
Schwerpunkte:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Ofenbautechnik
Fachschule für Fliesen, Keramik und Ofenbau
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:
a) Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Keramik ist der Überbegriff für alle Erzeugnisse, die aus Tonerden hergestellt werden, wie z. B. Tonwaren, Steingut, Steinzeug, Porzellan. Kerammodelleur*innen stellen dabei die Arbeitsformen für die Serienfertigung von keramischen Gegenständen her. Diese Arbeitsformen werden als Gießvorlagen von Keramiker*innen, Keramformer*innen oder Porzellanformer*innen zur Herstellung von Gebrauchs- und Dekorgegenständen aller Art verwendet.
Kerammodelleur*innen stellen zunächst Modellzeichnungen und Skizzen nach eigenen Entwürfen her oder bekommen diese von der Produktionsleitung vorgegeben. Sie bereiten eine Arbeitsmasse unter Verwendung von Gips, Wasser und Bindemittel zu. Danach modellieren sie einfache Urmodelle und Mutterformen und bearbeiten diese mit Hilfe von Messern, Modellier- und Kratzeisen. Sie überprüfen nach der Fertigstellung die Formenteile auf Risse und Passgenauigkeit, säubern die Teile, lassen sie trocknen und lagern sie. Zur Fertigung von Drehformen bedienen sie elektrisch betriebene Drehscheiben. Die fertigen Gießformen und Modelle werden gereinigt und geputzt, aufgetrocknet und sachgerecht gelagert bzw. an die Produktion ausgeliefert.
Kerammodelleur*innen verwenden bei ihrer Arbeit Entwürfe, Muster und Werkskizzen und zur Herstellung der Gießformen Grundmaterialien wie Gips, Ton, Wasser und Bindemittel. Sie hantieren mit Werkzeugen wie Messer, Spachteln, Modellier- und Kratzeisen usw. und bedienen elektrisch betriebene Drehscheiben. Weiters führen sie Arbeitsunterlagen wie Lager-, Material- und Stücklisten.
Kerammodelleur*innen arbeiten in den Werkshallen von Industriebetrieben, z. B. in Keramik- und Porzellanmanufakturen, aber auch in kleineren Werkstätten von gewerblichen Klein- bzw. Spezialbetrieben (z. B. Bereich technischer Keramik, Betriebe für Sanitätseinrichtungen). Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften und haben Kontakt mit Kund*innen und Lieferant*innen.
Siehe auch die Lehrberufe:
Keramiker*in – Baukeramik (Lehrberuf)
Keramiker*in – Gebrauchskeramik (Lehrberuf)
Keramiker*in – Industriekeramik (Lehrberuf)
Für Kerammodelleur*innen bedeutet Weiterbildung, sich zusätzliche Kenntnisse und Fähigkeiten z. B. in den Bereichen Keramische Werkstoffe, Verarbeitung, Design, Brenntechnik anzueignen.
Das Wirtschaftsförderungsinstitut Wien (WIFI) bietet Kurse über Kunststoffverarbeitung an. Das WIFI-Burgenland und die Fachschule für Keramik und Ofenbau in Stoob (Burgenland) veranstalten einen Vorbereitungskurs auf die Meister*innenprüfung für Keramiker*innen.
Eine andere Weiterbildungsmöglichkeit ist die Meisterschule für Kunst und Gestaltung, Ausbildungszweig Keramische Formgebung (zwei Jahre) in Graz.
Eine weiterführende Ausbildungsmöglichkeit ist die Meisterschule für Kunst und Gestaltung, Ausbildungszweig Keramische Formgebung (zwei Jahre) in Graz: www.meisterschule-kunst.at.
Weiters können Keramiker*innen ein Bachelor- und Masterstudium „Keramik“ an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz absolvieren. Die Zulassung ist an den Nachweis der künstlerischen Eignung durch Vorlage von Arbeitsproben sowie an die Ablegung einer Aufnahmeprüfung gebunden.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Emaillierung | Ein glasharter, gegen Korrosion und Temperaturschwankungen beständiger Schmelzüberzug als Schutz auf metallischen Oberflächen oder als Verzierung. |
Engoben | Eine dünne, keramische Überzugsmasse. Sie besteht aus pulverisiertem Ton, genau bemessenen Farbzusätzen und Wasser. Nachdem dies gut vermischt und durch ein feinmaschiges Sieb getrieben wird, lässt man die Masse zwei Tage lang ruhen. Danach wird das überschüssige Wasser entfernt. |
Glasur | Die Glasur macht den porösen Ton undurchlässig, glättet seine Oberfläche und gibt den Farben bei der Auf- und Unterglasurmalerei Halt und Festigkeit. Das Glasurpulver wird mit Wasser vermischt, durch ein feinmaschiges Sieb gefiltert und zwei Tage ruhen gelassen. |