Treasury Management (auch Corporate Treasury Management) ist Teil des betrieblichen Finanz- und Rechnungswesens (Finance Operations). Treasury Manager*innen sind mit der Planung, Sicherung und Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit (Liquidität) eines Unternehmens befasst. Sie berechnen den bevorstehenden Bedarf an Liquidität und erfassen den aktuellen Stand an liquiden Mittel wie z. B. Bargeld und Kassenbestand, Bankguthaben, Anlagevermögen und Forderungen. Bei Zahlungsengpässen kümmern sie sich um die Aufnahme von Krediten, im Fall von überschüssiger Liquidität bilden sie daraus Reserven oder veranlagen diese z. B. in Form von Aktien und Wertpapieren.
Treasury Manager*innen in mittleren und großen Unternehmen aller Branchen sowie bei öffentlichen Institutionen und Organisationen beschäftigt. Sie arbeiten im Team mit Fachkräften des Finanz- und Rechnungswesens und kommunizieren mit Vorgesetzten, Banken und Behörden.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung besteht im Rahmen des reglementierten Gewerbes Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation (BGBl. II Nr. 112/2018).
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes oder Handwerks sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
Liste der reglementierten Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der reglementierten Gewerbe
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Cash Management | Elektronisches Informationssystem zur Unterstützung des Finanzmanagements eines Unternehmens. Cash Management Systeme bieten jederzeit einen aktuellen Überblick über alle nationalen und internationalen Konten bzw. Kontobewegungen des Unternehmens. |
Doppelte Buchhaltung | Die Doppelte Buchführung wird von den meisten Unternehmen eingesetzt. Dabei werden für jeden Geschäftsvorfall zwei Konten erstellt, eines im Soll und eines im Haben. Auf diese Weise lässt sich der Unternehmenserfolg genauer und übersichtlicher ermitteln. |
Einnahmen-Ausgaben-Rechnung | Im Gegensatz zur doppelten Buchführung werden bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt. Für viele freiberuflich Tätige und kleine Gewerbebetriebe ist dies meist ausreichend. |
Etat | Mit "Etat" wird der (Staats-)Haushalt bezeichnet. Gemeint sind jene Finanzmittel, die für einen bestimmten Zeitraum zu bestimmten Zwecken zur Verfügung stehen. |
Finance Operations | Finance Operations (oder Financial Operations) meint das betriebliche Finanz- und Rechnungswesen. Dieses umfasst im Wesentlichen die Bereiche Finanzbuchhaltung (inkl. Bilanzierung), Kostenrechnung, Personalverrechnung (früher auch Lohnbuchhaltung), Controlling, Finanz- und Investitionsrechnung, Treasury Management und Risikomanagement. Jeder dieser Bereiche gliedert sich wiederum in zahlreiche Schwerpunkte und Spezialisierungen wie z. B. Analyse, Planung oder Reporting. |
Liquidität | Die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens ("flüssig sein"). Also die Möglichkeit, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Dies kann auch bedeuten, bei Bedarf Sachwerte in Geld umzuwandeln. |
Umlaufvermögen | Umlaufvermögen bezeichnet Vermögenswerte, die sich für einen kürzeren Zeitraum in einem Unternehmen befinden (z. B. Lagerbestände, Forderungen, Kassenbestände, Bankguthaben). Das Umlaufvermögen wird vor allem in der laufenden Geschäftstätigkeit, z. B. Produktion, Verkauf eingesetzt. |