Drohnen (= ferngesteuerte, unbemannte Flugkörper) erfreuen sich großer Beliebtheit und kommen in verschiedenen professionellen Bereichen immer mehr zum Einsatz – von Kartografie, Bauwesen, Architektur, Landwirtschaft bis hin zu Militär, Rettung und Polizei. Mittels Drohnen können Luftaufnahmen (Film und Fotografie) erstellt, schwer zugängliche Gelände erfasst, Gebäude und Anlagen überwacht werden und vieles mehr.
Drohnenpilot*innen steuern Drohnen in professioneller und sachgerechter Weise. Je nach Berufsfeld führen sie mit ihren Drohnen verschiedene Aufgaben und Einsätze durch. Vor dem Drohnenflug überprüfen sie die Steuerungs- und Funktionstüchtigkeit der Drohne und programmieren geografische Koordinaten und Navigationsdaten. Während des Einsatzes bedienen und navigieren sie die Drohne im Luftraum. Dabei erstellen sie Luftaufnahmen (filmen z. B. das Gelände ab) oder führen diverse Geländevermessungen durch. Nach dem Einsatz warten und pflegen sie die Drohnen fachgerecht.
Drohnenpilot*innen arbeiten selbstständig, aber auch im Team mit Einsatzkräften und diversen Fachkräften und Spezialist*innen. Sie sind bei ihrer Arbeit überwiegend im Freien tätig.
allgemein
je nach Einsatzgebiet
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Für den Beruf Drohnenpilot*in ist eine gewerbliche Berechtigung in Form eines Drohnenführerscheins, ausgestellt von der österreichischen Luftfahrtbehörde Austro Control, erforderlich. Derzeit bieten private Flugschulen, aber auch Weiterbildungseinrichtungen wie das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) Ausbildungen zum/zur Drohnenpilot*in an. Die Ausbildung wird in der Regel mit der Drohnenführerschein-Prüfung abgeschlossen, welche von der Austro Control abgenommen wird.
Drohnenpilot*innen müssen außerdem eine etwaige Registrierungspflicht für ihre Drohne beachten. Informationen dazu findest du im Austro Control Dronespace.
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Bachelor of Science (BSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Info:
*Start vorbehaltlich der Genehmigung durch die AQ Austria.
Unterrichtssprache: Englisch
Der Studiengang Drone Engineering vermittelt umfassende Kenntnisse der Drohnentechnologie und ihrer Anwendungen. Schwerpunkte sind Drohnendesign, Antriebssysteme und elektronische Subsysteme, basierend auf Grundlagen der Luftfahrt und Aerodynamik. Software- und Programmiermodule befähigen zur Steuerung von Drohnen und autonomen, unbemannten Flugsystemen (UAS). Sensorik und Datenanalyse ermöglichen die sinnvolle Nutzung der gewonnenen Daten. Rechtliche Rahmenbedingungen und Sicherheit runden das Curriculum ab. (Quelle: FH Kufstein)
Inhalte – Überblick:
Zentrale Berufsfelder:
Weitere Infos: https://www.fh-kufstein.ac.at/bachelor/drone-engineering-vz
FH Kufstein Tirol
Andreas Hofer Straße 7
6330 Kufstein
Tel.: +43 (0)5372 / 718 19-0
email: info@fh-kufstein.ac.at
Internet: https://www.fh-kufstein.ac.at/
Dauer: 2 Semester
Form: Berufsbegleitend
Voraussetzungen:
Volljährigkeit, keine besonderen Voraussetzungen
Abschluss:
Abschlussprüfung Drohnenführerschein, durchgeführt von der Austro Control
Berechtigungen:
Berechtigt zum steuern von Drohnen in allen Einsatzbereichen-
Info:
Die Ausbildung ist in einen Basis- und einen Advanced Kurs unterteilt. Für den Drohnenführerschein ist der Advanced Kurs erforderlich.
Kosten sind abhängig vom Anbieter.
Inhalte/Themen, u. a.:
Basiskurs:
Advanced:
Weitere Infos: https://www.wifi.at/kursbuch/handel-verkehr/verkehr/drohnenpilot/drohnenpilot-ausbildung
WIFI Burgenland
Robert-Graf-Platz 1
7000 Eisenstadt
Tel.: +43 (0)5 909 07 -2000
Fax: +43 (0)5 909 07 -5115
email: info@bgld.wifi.at
Internet: https://www.bgld.wifi.at/
WIFI Kärnten
Europaplatz 1
9021 Klagenfurt
Tel.: +43 (0)5 9434 -901
Fax: +43 (0)5 9434 -911
email: wifi@wifikaernten.at
Internet: https://www.wifikaernten.at/
WIFI Niederösterreich
Mariazeller Straße 97
3100 St. Pölten
Tel.: +43 (0)2742 / 851 -20000
email: kundenservice@noe.wifi.at
Internet: https://www.noe.wifi.at/
WIFI Oberösterreich
Wiener Straße 150
4021 Linz
Tel.: +43 (0)5 7000 -77
Fax: +43 (0)5 7000 -7609
email: kundenservice@wifi-ooe.at
Internet: http://www.wifi-ooe.at
WIFI Salzburg
Julius-Raab-Platz 2
5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 / 88 88 -411
Fax: +43 (0)662 / 88 32 14
email: info@wifisalzburg.at
Internet: https://www.wifisalzburg.at/
WIFI Steiermark
Körblergasse 111-113
8021 Graz
Tel.: +43 (0)316 / 602 -1234
Fax: +43 (0)316 / 602 -301
email: info@wifi.wkstmk.at
Internet: https://www.stmk.wifi.at
WIFI Tirol
Egger-Lienz-Straße 116
6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0)5 90 905 -7000
Fax: +43 (0)5 90 905 -57777
email: info@wktirol.at
Internet: http://www.tirol.wifi.at
WIFI Vorarlberg
Bahnhofstraße 24
6850 Dornbirn
Tel.: +43 (0)5572 / 38 94 -425
Fax: +43 (0)5572 / 38 94 -171
email: info@vlbg.wifi.at
Internet: https://www.vlbg.wifi.at/
WIFI Wien
Währinger Gürtel 97
1180 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 476 77 -5555
Fax: +43 (0)1 / 476 77 -5588
email: Kundenservice@wifiwien.at
Internet: https://www.wifiwien.at/
Dauer: 2 Semester
Form: Berufsbegleitend
Voraussetzungen:
Volljährigkeit, keine besonderen Voraussetzungen
Abschluss:
Drohnenführerschein (ausgestellt von der Austro Control)
Berechtigungen:
Berechtigt zum Steuern von Drohnen in allen Einsatzbereichen
Info:
Wesentliche Themen, die im Lehrgang bearbeitet werden:
Weitere Infos: https://www.drohnenflugschule.at/
Drohnenflugschule – Motorflugunion Klosterneuburg
Türkenschanzgasse 123
3400 Klosterneuburg
Tel.: +43 2243 / 34500
Fax: +43 2243 / 34500-13
email: info@motorflugunion.at
Internet: https://www.drohnenflugschule.at/
Schwerpunkte:
Flugschule (Sportflugzeuge), Drohnenflugschule
Die Möglichkeit der selbstständige Berufsausübung als Drohnenpilot*in im Rahmen freier oder gebundener Gewerbe ist an den konkreten Tätigkeitsbereich gebunden. Davon unabhängig muss
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Drohnenpilot*innen arbeiten mit ihren Drohnen in Bereichen im Rettungs- und Bergungsdienst (Polizei, Rettungsdienste), im Grenzschutz (Bundesheer), im Vermessungswesen, der Kartografie, in der Meteorologie und zunehmend in der Verkehrsüberwachung sowie in der Landwirtschaft (Agrardrohnen). Als weiteres Entwicklungsfeld für den Einsatz von Drohnen und Drohnenpilot*innen wird beispielsweise Transport und Logistik (Transportdrohnen) gesehen.
Vor dem Flug kontrollieren die Drohnenpilot*innen die Steuerungs- und Kontrollinstrumente, informieren sich über Wetter- und Windverhältnisse sowie über etwaige Hindernisse wie z. B. Strommasten, Windenergie-Türme, Seilbahnen und dergleichen im Bereich der Flugstrecke der Drohne. Sie programmieren Flug-, GPS- und andere Navigationsdaten und die Funktionen der Drohnenkameras. Während des Einsatzes bedienen sie den Flug der Drohne, erfassen flugrelevante Daten und navigieren die Drohne zum und über den Einsatzort. Je nach Aufgabe bzw. Einsatz filmen oder fotografieren sie das Einsatzgebiet (Erstellen von Luftaufnahmen), suchen das Gebiet nach Vermissten/Verunglückten ab, überwachen Grenzen, Gebäude und Anlagen oder transportieren kleinere Gegenstände in schwer zugänglichem Gelände. In der Landwirtschaft werden Drohnen beispielsweise zur Fernerkundung von Reifegrad, Schädlingsbefall, Wassermangel von Pflanzen eingesetzt oder bei Mäh- und Erntearbeiten, um mittels Wärmesensoren Tiere aufzuspüren, die sich im hohen Gras oder Getreide verstecken.
Abhängig vom konkreten Einsatzbereich arbeiten Drohnenpilot*innen selbstständig oder im Team mit Einsatzkräften und Einsatzleiter*innen oder mit Wissenschafter*innen und wissenschaftlichem Fachpersonal (z. B. in naturwissenschaftlichen Bereichen wie Geodäsie, Kartografie, Meteorologie). Bei Einsätzen im Team, z. B. im Rahmen von Bergungs- und Rettungseinsätzen, bei Verkehrsunfällen oder Unfällen in Bergregionen bedienen sie Kommunikations- und Datenübertragungssysteme und kommunizieren mit der Einsatzzentrale mittels Sprechfunk und Mobiltelefonen.
Drohnenpilot*innen arbeiten mit verschiedenen Drohnen-Modellen und den dazugehörigen Kommunikations-, GPS-, Navigations- und Funkgeräten sowie mit Film- und Fotoausrüstungen. Sie programmieren Drohnen-Software und verwenden technische Unterlagen, Betriebsanleitungen sowie Wetterberichte und Luftfahrt-Gesetze, -Verordnungen und -Bestimmungen.
Für ihre Arbeit im freien Gelände benötigen sie festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung.
Drohnenpilot*innen arbeiten vorwiegend im Freien, in diversen Landschaften und Geländen. Zur Planung und Vorbereitung von Drohnen-Einsätzen halten sie sich in betrieblichen Büro- und Besprechungsräumen auf, weiters in Lagerräumen, Wartungshallen und dergleichen.
Drohnenpilot*innen arbeiten je nach Tätigkeitsbereich eigenständig oder im Team mit Einsatzkräften und Einsatzleiter*innen (z. B. Berufsoffizier*in, Exekutivbedienstete*r im Polizeidienst, Arzt / Ärztin), mit Wissenschafter*innen und Techniker*innen (z. B. Vermessungstechniker*in, Geoinformationstechniker*in, Geologe / Geologin) oder auch mit Landwirt*innen, Raumplaner*innen, Verkehrsplaner*innen usw.
Abhängig von ihrem Tätigkeitsbereich müssen Drohnenpilot*innen zeitlich sehr flexibel sein, weil nicht immer planbar ist, wann ein Drohneneinsatz erforderlich wird, insbesondere im Bereich von Polizei, Rettung, Feuerwehr. Zudem ist der Einsatz vielfach von den Wetterverhältnissen abhängig.
Der Beruf Drohnenpilot*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):
Drohnenpilot*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Als Weiterbildungen kommen insbesondere verschiedene Drohnenflug-Spezialausbildungen (z. B. Überwachungsflug, Film- und Fotoflug, Vermessung & Geodäsie, Grenzschutz) und (bei entsprechender Erfahrung) die Ausbildung zum/zur Drohnenfluglehrer*in in Frage.
Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zu unterschiedlichen technischen und betriebswirtschaftlichen Themen Kurse und Lehrgänge an, die für Drohnenpilot*innen relevant sein können.
Der Einsatz von Drohnen nimmt ständig zu, wodurch sich die Tätigkeitsfelder von Drohnenpilot*innen laufend erweitern und daher gute Berufsaussichten bestehen.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Austro Control | Die Austro Control ist für die Flugsicherheit des österreichischen Luftraumes zuständig. Sie regelt den gesamten zivilen und militärischen Flugverkehr und stimmt diesen mit den Flughäfen des Landes ab. Jedes Flugzeug das in Österreich startet bzw. landet, wird von der Austro Control registriert und freigegeben. |
Avionik | "Avionik" ist ein Fachbegriff der Luftfahrttechnik, der sich aus den Begriffen "Aviation" (Luftfahrt) und "Elektronik" zusammensetzt. Die Avionik umfasst Geräte der Luft- und Raumfahrtelektronik, alle elektronischen Kommunikations-, Navigations- und Flugsteuerungsanlagen an Bord eines Luftfahrzeugs. |
GPS | GPS ist die Abkürzung für "Global Positioning System", ein satellitengestütztes Funkortungsverfahren zur Positionsbestimmung. |
GSM-Geräte | GSM ist die Abkürzung für "Global System for Mobile Communications" (Mobilfunk). GSM-Geräte enthalten alle Spezifikationen und Schnittstellen, die für ein funktionierendes Mobilfunknetz benötigt werden. |
ICAO | 1944 wurde in Chicago die International Civil Aviation Organisation (ICAO) gegründet, die erstmals einheitliche Grundlagen für den Funkverkehr und die Flugsicherung schuf und international gültige Luftverkehrsregeln entwickelte. Österreich gehört der ICAO seit 1948 als Mitglied an. |